Katholisches Brauchtum im Advent: „Herbergssuche“ und „Frauentragen“ – Maria in der Hoffnung

Das „Frauentragen“ gehört zum vorweihnachtlichen kath. Brauchtum, das vor allem in Bayern gepflegt wird, aber auch in Oberschwaben   –  dort nennt man diese  altbewährte Tradition „Herbergssuche“, wobei meist eine große Marienstatue verwendet wird.

Der Advent steht im Zeichen des  Unterwegsseins und des Aufbruchs: „Maria besucht ihre Verwandte Elisabet“, „Maria und Josef auf dem Weg nach Betlehem“, „die Hirten suchen das Kind“. Gott und Mensch sind unterwegs zueinander. SONY DSC

Das „Frauentragen“ selbst nimmt Bezug auf das Lukasevangelium: „…denn in der Herberge war kein Platz für sie.“ (Lk 2,7)

In der Adventszeit sind die Familien einer Pfarrgemeinde eingeladen, dem Bild der (schwangeren) Gottesmutter für einen Tag bei sich zuhause eine Bleibe zu geben. Am Abend findet jeweils eine Adventsandacht in der „Gastfamilie“ statt. Tags darauf wird das Marienbild an die nächste Familie weitergegeben.

Das Bildnis könnte natürlich z. B. auch in einem Kindergarten oder beim Adventsingen für einen Tag oder ein paar Stunden zur Herberge einkehren.

Wer „Maria in der Hoffnung“ zu sich heimholen will, trägt sich im Vormonat in eine ausgelegte Liste ein. Die Segnung und Aussendung könnte am 1. Adventssonntag im Pfarrgottesdienst stattfinden, um dann am 24. Dezember die Mutter Gottes z.B. in der Kinderchristmette wieder feierlich in Empfang zu nehmen.

Die Tradition des „Frauentragens“ soll im Rahmen der Gebetsinitiative „Mit Maria auf dem Weg“ bayernweit wiederbelebt werden.

In Handarbeit wird im Berufsbildungswerk der Katholischen Jugendfürsorge in Abensberg von jugendlichen Auszubildenden hierfür ein Steckaltar hergestellt, den man über das Bischöfliche Seelsorgeamt Regensburg bestellen und beziehen kann:

 93047 Regensburg, Obermünsterplatz 7, Tel.: 0941/597-1601, Fax: 0941/597-1610, E-Mail: seelsorgeamt@bistum-regensburg.de

Siehe hierzu die Gebetsinitiative der bayerischen Bischöfe: www.patrona-bavariae.info

Quelle: Bischöfliches Ordinariat Regensburg


4 Kommentare on “Katholisches Brauchtum im Advent: „Herbergssuche“ und „Frauentragen“ – Maria in der Hoffnung”

  1. Gesundheit sagt:

    Ja danke, ich komme aus dem Rheinland ursprünglich, da kennt man leider so etwas nicht

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  2. Ulrike sagt:

    Wenn ein Bettlerpärchen an HEILIG ABEND vor EURER TÜRE steht, die Frau ist schwanger und braucht eine Unterkunft. Die Frau ist noch nicht mal volljährig, der Mann könnte ihr Opa sein.

    Zum Arzt und ins Krankenhaus wollen sie nicht, weil sie keine Aufenthaltserlaubnis haben.

    Was macht ihr da ?

    Laßt ihr die beiden ins Haus, um in Eurer Wohnung das Kind zur Welt zu bringen ?

    und das, obwohl ihr eigentlich auf dem Weg zur Christmette seid ?

    Geht ihr dann zur Polizei und meldet die ?

    Für mich waren die Menschen immer die BÖSEN, die Maria und Joseph nicht
    aufgenommen haben, aber wahrscheinlich gehöre ich sogar auch zu den Bösen.

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  3. Gesundheit sagt:

    Ein schöner Brauch, war mir nicht bekannt. Nur in Bayern?

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    • Guten Tag,
      einen ähnlichen Brauch, nur mit anderem Namen und einer großen Marienstatue, gibt es im katholischen Oberschwaben. Das habe ich jetzt im Artikel noch ergänzend hinzugefügt.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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