Kirchen nicht zur Experten-Anhörung des Bundestags betr. § 217 eingeladen

Laut Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom heutigen 7. Dezember wurden die Kirchen nicht zur Expertenanhörung des Bundestages hinsichtlich einer neuen gesetzlichen Regelung der „Sterbehilfe“ eingeladen.

Der Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe, Prälat Karl Jüsten, hat diese Ausgrenzung kritisiert.

Die katholische und die evangelische Kirche haben schon zuvor heftig gegen den Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums protestiert.

Der Entwurf von Bundesministerien Leutheusser-Schnarrenberger will lediglich die kommerzielle „Sterbehilfe“ (Euthanasie auf Verlangen) verbieten, die nicht-gewerbliche bliebe straffrei. Angehörige und „nahestehende Personen“ dürften dann ebenfalls Beihilfe zum Suizid leisten.  Eine solche Regelung lädt zum Mißbrauch geradezu ein.

Der vorliegende Gesetzentwurf stellt daher eine Liberalisierung der „Sterbehilfe“ dar, wobei später höchstwahrscheinlich weitere Schritte folgen werden, bis in Deutschland „niederländische Verhältnisse“ herrschen. 

Auch die deutsche Ärzteschaft wendet sich gegen den im Bundestag vorliegenden Entwurf.

Diverse Lebensrechtsgruppen, darunter SOS LEBEN, das Christoferuswerk in Münster,  die CDL, der BVL, die Initiative „Nie Wieder!“ und andere haben scharf gegen die geplante Reform des § 217 StGB protestiert.

Quelle:  http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2012/12/sterbehilfe-kirchen-nicht-zur.html


2 Kommentare on “Kirchen nicht zur Experten-Anhörung des Bundestags betr. § 217 eingeladen”

  1. Ulrike sagt:

    Menschen sollte man beim Sterben helfen durch seine Anwesenheit am Krankenbett.

    Wenn ältere Menschen sterben wollen, wenn sie abgeschlossen haben mit ihrem Leben, dann hören sie einfach auf zu essen und zu trinken. Menschen werden glaube ich auch nicht mehr
    gegen ihren Willen dann mit einer Magensonde weiterhin ernährt oder unnötig an Maschinen gehängt.

    Eine „Sterbepille“ würde ich niemand geben, da hätte ich ja das Gefühl, dass ich diesen Menschen umgebracht hätte.

    Man kann aber nur hoffen, dass die LEIDEN eines MENSCHEN noch den Umständen entsprechend erträglich ist.

    Wenn Menschen total viel leiden müssen, dass es kaum noch erträglich ist,
    dann kann ich den WUNSCH zu dieser Pille nachvollziehen (jedenfalls teilweise).

    Ist etwas erst einmal offiziell erlaubt, dann bleibt es nicht bei der DUNKELZIFFER,
    sondern dann vervielfachen sich die Fälle der Sterbehilfe.

    Ja, dann werden einige oder etliche ältere Menschen schon alleine deshalb mit einer
    Sterbepille versorg, weil die Kosten im Altersheim sehr hoch sind und die Kinder sich das einfach finanziell kaum leisten können.

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    • Guten Tag,
      Ihre Bedenken sind berechtigt, zu einem Punkt möchte aber ich etwas anmerken. Sie schreiben:
      „Wenn ältere Menschen sterben wollen, wenn sie abgeschlossen haben mit ihrem Leben, dann hören sie einfach auf zu essen und zu trinken. Menschen werden glaube ich auch nicht mehr gegen ihren Willen dann mit einer Magensonde weiterhin ernährt oder unnötig an Maschinen gehängt.“
      Ganz so einfach ist das nicht, daß ältere Menschen mit dem Essen und Trinken aufhören, weil sie angeblich mit ihrem Leben abgeschlossen haben.
      Es kann dies auch rein aus körperlicher Schwäche erfolgen. Ich weiß aus Erfahrung – ich kümmerte mich länger z.B. um eine hochbetagte, alleinstehende Dame – daß schwerkranke Menschen unter Umständen einfach zu kraftlos sind, um noch zu essen und zu trinken, daß man ihnen also dabei helfen muß. Ich habe diese Situation mehrfach bei Schwerkranken erlebt.
      Falls es schon soweit ist, daß die Betreffenden mit dem Mund keine Nahrung oder Flüssigkeit mehr aufnehmen können, würden sie unweigerlich langsam verhungern und verdursten, wenn man sie nicht künstlich ernährt und mit Flüssigkeit versorgt – vonwegen „unnötig an Maschinen gehängt“, das ist sehr wohl (lebens-)notwendig.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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