Dekret von Bischof Lennon zum visionär entstandenen „Rosenkranz der Ungeborenen“

Kirchliche Ablehnung betr. „Werk der Heiligen Liebe“ und „Erscheinungen“ an Maureen Sweeney Kyle

Foto: Bernd F. Pelz

Foto: Bernd F. Pelz

Bereits vor über eineinhalb Jahren  – unsere Webseite befand sich damals noch in ihren Anfängen  – veröffentlichten wir einen skeptischen Artikel über den sog. „Rosenkranz der Ungeborenen“, der auf angeblich himmlische Visionen an eine amerikanische „Seherin“ Maureen zurückgeht.  

Dieser „mystische“ Spezial-Rosenkranz ist auch hierzulande stark verbreitet, vor allem in erscheinungsbewegten Gebetsgruppen und  schwarmgeistig geprägten Lebensrechtskreisen. Er wird auch auf größeren Veranstaltungen seit Jahren eifrig verteilt.

Hier zunächst unsere Kritik:  Artikel

Jetzt erst haben wir erfahren, daß Bischof Richard Lennon von Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) sich im Auftrag des Vatikan bereits vor drei Jahren mit unmißverständlicher Klarheit gegen die Echtheit dieser „Erscheinungen“ gewandt hat, die den „Rosenkranz der Ungeborenen“ fordern, der von einem sog. „Werk der Heiligen Liebe“ intensiv propagiert wird.

Wir dokumentieren nachfolgend die Verkündigung des zuständigen Oberhirten im vollen Wortlaut:

DEKRET   bischof

im Namen Gottes an die Laien und den Klerus der Diözese Cleveland:

Im Licht meiner Verantwortung für die Förderung und den Schutz des kirchlichen Lebens innerhalb der Diözese von Cleveland (cc. 387, 392, 223, §2); und da ich durch den Heiligen Stuhl angewiesen wurde, definitiv zu handeln in der Angelegenheit der angeblichen Erscheinungen an Maureen Sweeney Kyle; und nachdem ich den theologischen Inhalt der angeblichen Erscheinungen und Eingebungen an Maureen Sweeney Kyle geprüft und einen Experten in dieser Angelegenheit (c. 747, §2) konsultiert habe, gebe ich, Richard G. Lennon, Bischof von Cleveland, hiermit bekannt:

1. dass die angeblichen Erscheinungen und Eingebungen an Maureen Sweeney Kyle nicht übernatürlichen Ursprungs sind.

2. Ich untersage den Mitgliedern des Klerus jegliche kirchliche Jurisdiktion, die Sakramente auf dem Gelände des „Werkes der Heiligen Liebe“ zu feiern (cc. 835, §1; 838, §4).

3. Ich ermahne die Gläubigen der Diözese Cleveland, damit aufzuhören, sich zu irgendwelchen religiösen, liturgischen, spirituellen oder frommen Zwecken auf dem Gelände des „Werkes der Heiligen Liebe“ zu versammeln (cc. 212, §§1, 3; 214).

4. Ich gebe bekannt, dass die „Confraternity of the United Hearts of Jesus and Mary“ („Bruderschaft der Vereinten Herzen Jesu und Mariens“) keine anerkannte Gemeinschaft der christlichen Gläubigen in der Diözese Cleveland ist und die Bezeichnung „katholisch“ weder legitim verwenden noch sich als katholische Gruppe bezeichnen darf (c. 216).

Dieses Dekret tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Ausgestellt in der Kanzlei der Diözese Cleveland am heutigen 11. November im Jahr des Herrn 2009

gezeichnet:

+ Richard Lennon

Bischof von Cleveland

Quelle (mit inhaltlicher Begründung des Dekrets):   http://kirchlich.net/pages/posts/bischof-von-cleveland-bezeichnet-die-sog.-offenbarungen-von-maureen-sweeny-kyle-als-nicht-uebernatuerlich1815.php


Trara um „kreuz.net“: Plädoyer einer evangelischen Familienmutter für mehr Sachlichkeit in den Medien

Kommentar von Almut Rosebrock AlmutRosebrock

Mit dem Schwulen-Verlag Gmünder und dem kath. Theologen David Berger „kämpfen“ Menschen, denen SEX mit dem eigenen Geschlecht offenbar alles bedeutet, gegen Menschen, die ihr Leben nach dem Glauben an Gott und Seine Jahrtausende alten Gebote ausrichten   –  siehe die unfairen Medienangriffe gegen katholische Priester, zuletzt gegen Pfr. Guido Rodheudt.

Und die allgemeinen Medien und Presseportale greifen das Thema begierig auf. Sogar ein „Kopfgeld“ wurde ausgesetzt auf die „Macher“ von kreuz.net (ich will dieses Portal keineswegs in Schutz nehmen, ich kenne es inhaltlich nicht).

In unserem modernen Staat gelten Meinungs- und Pressefreiheit. Es ist eine Aufgabe und eine lohnende Zielrichtung für 2013, daran zu arbeiten, dass Sachlichkeit und Differenziertheit in der Berichterstattung wieder eine Chance haben mögen.

Aber die Homo-Lobby  –  und auch die EU  –  möchte alle Menschen dazu „zwingen“, ihren seit Jahrtausenden bestehenden Glauben „über Bord zu werfen“. Denn dies müsste man tun, um Homosexualität „gut“ und „okay“ zu finden.

Ist das „Freiheit“? –  Warum wird Sex heute überhaupt derart in den Mittelpunkt gestellt?

Vernunft, Verstand, Kultur, Menschlichkeit, Tradition, Glaube werden „zur Seite gewischt“ von der Lobby dieser Bevölkerungsminderheit (ca. 1 – 2 % empfinden wohl homosexuell).

Es ist akzeptiert, dass es Menschen gibt, die sexuell anders „ticken“  –  aber deren „missionarisches Auftreten“ und lautes Geschrei finde ich übertrieben. Eher müsste man entschieden für die Rechte alter Menschen, Behinderter, Kranker, Benachteiligter eintreten.

Fakt ist, dass durch die heutige starke „Sex-Zentrierung“ die sexuell übertragbare Erkrankungen in erheblichem Maß zugenommen haben (Aids, Syphilis, Hepatitis, Viren- und bakterielle Infektionen, Krebs am Urogenitaltrakt und in der Mundhöhle usw).

Die „Praktizierenden“ erwarten selbstverständlich, dass die „Solidargemeinschaft“ für die Folgen ihres leichtfertigen sexuellen Lebensstils aufkommt und die oft lebenslang erforderlichen Therapien finanziert. Ist das fair? 

In homosexuellen Kreisen liegt der Gebrauch von Drogen und Alkohol und die Rate an psychischen Problemen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung deutlich höher. Die Lebenserwartung ist dagegen weitaus kürzer.

Dies wird durch die „Homo-Lobby“ gerne verschwiegen; bis dahin, dass inzwischen Schwule und Lesben schon zu unseren ca. 12-jährigen Siebtklässlern in die Schulen kommen (in Berlin Realität) und ihnen sagen, „alles“ sei erlaubt und „gut“.

Die lange Menschheitsgeschichte wäre nicht so verlaufen, wenn nicht die verbindliche Ehe bzw. partnerschaftliche Verbindung zwischen Mann und Frau, die natürlicherweise Kinder hervorbringt, die „Norm“ wäre.  Auch unsere „modernen Zeiten“ mit ihren „Vorreitern“ werden das nicht ändern.

NICHT die Sexualität oder „sexuelle Orientierung“  gehören in die MTTE der Gesellschaft, sondern Vernunft, Verstand, Menschlichkeit, Kultur, Kunst, Tradition  –  und auch Moral!

Insofern lautet mein Wunsch und Appell für das Jahr 2013 an Presse und Medien, stärker auf Sachlichkeit und Objektivität zu achten und sich nicht in einseitige bzw. rufmordähnliche Kampagnen hineinziehen zu lassen.

Mit dem Glauben, auch dem christlichen  –  über den im Moment extrem „hergezogen“ und gelästert wird (der Islam würde das nicht mit sich machen lassen!)  –  gibt es eine „Realität“ und eine „Lebenserfüllung“, die nicht jede/r verstehen kann bzw. will.

Aber auch die Würde von Christen ist unantastbar!

Der Erfahrungsbericht „Warum ich als Christ nicht mehr homosexuell leben wollte“  zeigt interessante Perspektiven auf.

Almut Rosebrock, Apothekerin und Mutter, Gründerin des Aktionsbündnisses „Gerne leben mit Kindern“: http://www.glmk.de


Israel: Einwohnerzahl auf fast 8 Millionen gestiegen, darunter über 20% Israelo-Araber

Neuesten Angaben des Zentralen Statistikbüros zufolge zählt der israelische Staat zum Ende des Jahres genau 7.981.000 Einwohner. Die Acht-Millionen-Marke ist somit fast erreicht.

Foto: K. Ruprecht

Foto: K. Ruprecht

75,4 Prozent der Einwohner (also 6.015.00 Menschen) sind Juden, 1.648.000 sind Araber und 319.000 gehören anderen ethnischen Gruppen an.

Im Jahr 2012 ist Israel rein rechnerisch um 145.000 Einwohner gewachse:. 170.000 Babys wurden geboren und 16.500 neue Einwanderer willkommen geheißen. Über Todesfälle gibt es keine Angaben.

Im letzten Jahrzehnt ist die Einwohnerzahl in Israel um 1.350.000 Menschen gestiegen. 1992 lebten 5.195.900 Israelis im Heiligen Land, vor 40 Jahren nur 3.225.00  – und im Jahr 1952 gab es nur 1.629.500 Einwohner.

Quelle: Webseite „Israel heute“


Segensgebete des Alten Bundes: „Der HERR segne und behüte dich…“

Aus der heutigen liturgischen Sonntagslesung der katholischen Kirche:

Buch Numeri 6,22-27:

Der HERR sprach zu Moses:
Sag zu Aaron [dem Hohenpriester] und seinen Söhnen:

So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen:
Der HERR segne dich und behüte dich.
Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.
Der HERR wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.
So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen  –  und ich werde sie segnen.

Psalm 67 (66),2-3.5.6.8:

Gott sei uns gnädig und segne uns. ER lasse über uns sein Angesicht leuchten, 
damit auf Erden sein Weg erkannt wird und unter allen Völkern sein Heil.
Die Nationen sollen sich freuen und jubeln. Denn du richtest den Erdkreis gerecht.

Du richtest die Völker nach Recht und regierst die Nationen auf Erden. 
Die Völker sollen dir danken, o Gott, danken sollen dir die Völker alle!
Es segne uns Gott. Alle Welt fürchte und ehre ihn!


Das neue Jahr und der liebe Gott…

Von Joachim Ringelnatz

Was würden Sie tun, wenn Sie das neue Jahr regieren könnten?

Ich würde vor Aufregung wahrscheinlich die ersten Nächte schlaflos verbringen und darauf tagelang ängstlich und kleinlich ganz dumme, selbstsüchtige Pläne schwingen.

Dann  –  hoffentlich  –  aber laut lachen und endlich den lieben Gott abends leise bitten, doch wieder nach seiner Weise das neue Jahr göttlich selber zu machen.


Die „Seherin“ Maria Valtorta und ihre irrgeistigen Thesen über die „göttliche“ Madonna

6. Teil der Serie „Valtortas Irrtümer“

Am heutigen 1. Januar 2013, dem Hochfest der Gottesmutter Maria, veröffentlichte eine von zwei Katholiken betriebene Webseite namens „WegWahrheitLeben“ wieder einige Auszüge aus den Visionen der italienischen „Seherin“ Maria Valtorta: http://wegwahrheitleben.wordpress.com/2013/01/01/maria-ist-miterloserin/

Valtortas umfangreiche Buchbände „Der Gottmensch“, die auf angeblichen himmlischen „Diktaten“ beruhen,  sind kirchlich nicht anerkannt, sie wurden vom  vatikanischen Hl. Offizium sogar ausdrücklich verworfen.

(Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/07/05/der-%E2%80%9Eosservatore-romano%E2%80%9C-uber-valtortas-visionen/)

Dieser fromme Blog bemerkt zudem nicht einmal, daß er sich im Grunde selbst widerspricht:

Eingangs gibt es dort zur Illustration nämlich ein schönes, kunstvolles Marienbild, wobei der Heiligenschein der Madonna die Worte des Engels enthält: Ave Maria, gratia plena“  =  Sei gegrüßt Maria, voll der Gnade! 

Genau dies ist der springende Punkt: durch Gottes GNADE wurde die Madonna das, was sie ist: media-374638-2

Das edelste Geschöpf Gottes und die auserwählte Mutter unseres Erlösers, der auch Maria erlöst hat, freilich in der bevorzugten Weise der Voraus-Erlösung (= makellose Empfängnis), wie das Immaculata-Dogma der katholischen Kirche verkündet.

Da Maria der von Gott am meisten begnadete Mensch ist, da sie die Erst-Erlöste und Voll-Erlöste des Neuen Bundes ist, kann sie nicht zugleich im eigentlichen Sinne eine „Miterlöserin“ sein, nachdem sie doch selber durch des Schöpfers Huld erlöst wurde.

Erst recht ist die Madonna nicht „göttlich“. Dies zu behaupten wäre geradezu Gotteslästerung, weil ein Geschöpf dann mit dem Schöpfer selbst gleichgesetzt würde.

Sicherlich hat die seligste Jungfrau durch Gottes Hilfe  in einzigartiger Weise am Heilswerk des Ewigen mitwirken dürfen. Daher ist sie gleichsam Mitarbeiterin und Mithelferin beim Erlösungswerk ihres göttlichen Sohnes.

Wir alle sollen freilich „Mitarbeiter der Wahrheit“ sein (vgl Eph. 4,25); die Gottesmutter war dies zweifellos in herausragender Weise; insofern ist sie die Erste unter Gleichen, die geistliche Mutter der Christgläubigen.

Dies ändert aber nichts an der grundlegenden Tatsache, daß die Madonna sich in der Dimension der Geschöpfe befindet, ihr Sohn hingegen GOTT selber ist, aus dem Vater geboren vor aller Zeit.

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf darf nicht verwischt werden. Der Titel „Miterlöserin“ gehört wegen seiner mißverständlichen bis irreführenden Ausdrucksweise daher nicht zur amtlichen kirchlichen Verkündigung.

Darauf hat auch Papst Benedikt mehrfach und deutlich hingewiesen. – Infos siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2012/02/11/papst-titel-miterloserin-fur-maria-verdunkelt-den-wesentlichen-vorrang-christi/

Zurück zu Maria Valtorta. Die erwähnte Webseite veröffentlichte am heutigen Neujahrstag jene „Einsprechungen“, welche die Seherin angeblich am 2. Juli 1943 von Christus selbst erhalten habe:

„Jesus sagt:  “Die göttliche Mutter ist nicht anders als der göttliche Sohn. Nicht in der menschlichen Natur, nicht in der übermenschlichen Mission der Erlösung.“

Es gibt keine „göttliche“ Mutter, weil Maria nicht göttlich ist, also keine Göttin ist, sondern ein Geschöpf. Die katholische Kirche hat nie etwa anderes gelehrt.

Wenn Maria Valtorta mit ihren irrgeistigen Visionen dem Zeugnis der Heiligen Schrift und dem Lehramt der Kirche widerspricht, verbreitet sie fundamentale Irrlehren. Boppard-Severus-DSC_0357-2-2

Es ist geradezu unverfroren, Maria und Christus gleichzusetzen, was dann auch im nachfolgenden Satz geschieht, wo die „übermenschliche Mission der Erlösung“ angeblich jeweils dieselbe sein soll.

Maria ist aber kein Übermensch und sie übernahm keine übermenschliche Mission und erst recht nicht jene der „Erlösung“, da sie selbst als Angehörige des Menschengeschlechtes der Erlösung in Christus bedurfte.

Im nächsten Abschnitt erfolgt erneut eine dreiste Gleichsetzung unseres göttlichen Heilands mit seiner menschlichen Mutter, die erneut als „göttlich“ bezeichnet wird:

„Der göttliche Sohn sollte den Gipfel des Schmerzes in der Losgetrenntheit vom göttlichen Vater berühren: im Garten Getsemani, am Kreuz. Das war der aufs äußerste, zu unendlicher Herbheit gesteigerte Schmerz. Die göttliche Mutter sollte die Losgetrenntheit vom Sohn in den drei Tagen meiner Grabesruhe als den Gipfel des Schmerzes durchleiden.

Angesichts dieser seit 2000 Jahren ganz neuen Lehren bzw. Irrlehren meint wohl auch dieser Erscheinungs-„Jesus“, daß hier erheblicher Erklärungsbedarf besteht. Daher heißt es sodann:

„Es gibt viele geheime Seiten, die ihr nicht kennt, in dem Buch über das Leben der Allerreinsten Miterlöserin. Ich habe euch schon gesagt: “Die Geheimnisse Mariens sind zu rein und göttlich, als dass menschlicher Geist sie erfahren dürfte”.

Die katholische Kirche akzeptiert keine gnostischen Geheim- und Sonderlehren, die angeblich bis zum 2. Juli 1943 „nicht bekannt“ gewesen seien.

Laut verbindlicher katholischer Lehre ist die „göttliche Offenbarung“  mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen. Daran hat sich auch eine angebliche „Seherin“ namens Maria Valtorta samt ihrem Fanclub zu halten.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

HINWEIS der Redaktion: Herr Schenker hat in einer Zuschrift –  siehe  Leserkommentare hier –  darauf hingewiesen, daß der Ausdruck „göttlich“ in bezug auf die Madonna im entsprechenden italienischen Abschnitt von Valtortas Schriften offenbar fehlt. Wissenschaftlich geklärt werden kann die Frage, was Valtorta hier tatsächlich selber schrieb, allein mit ihrer Originalhandschrift bzw einer notariell beglaubigten Abschrift.

 


Vatikan würdigt die im Alter von 103 Jahren verstorbene Medizin-Nobelpreisträgerin Rita Levi-Montalcini

Die jüdische Senatorin gehörte der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften an

Auch der Vatikan kondoliert den Angehörigen von Rita Levi-Montalcini. Die italienische Medizin-Nobelpreisträgerin von 1986 und „Senatorin auf Lebenszeit“ ist am vergangenen Sonntag im hohen Alter von 103 Jahren gestorben.

Papstsprecher Federico Lombardi sprach von einer „herausragenden und vorbildlichen Gestalt“, nicht nur wegen ihrer wissenschaftlichen Leistungen, sondern auch aufgrund ihres „bürgerlichen und moralischen Engagements“.

Die aus einer jüdischen Familie in Turin stammende Levi-Montalcini war ungläubig und lag mit vielen ihrer Ansichten nicht auf Vatikan-Linie. Dennoch wurde die Hirnforscherin 1974 als erste Frau überhaupt in die Päpstliche Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

Wiederholt hat sich die streitbare Wissenschaftlerin, die viele Zeitgenossen als „Madame Curie unserer Zeit“ ansahen, sehr lobend über die Arbeit dieser Päpstlichen Akademie geäußert.

Quelle: Radio Vatikan


Eichstätt: Bischof Hanke beklagt in seiner Silvesterpredigt mangelnde Rechtsgunst für Christen in Deutschland

 Impulse aus der Ansprache von Bischof Gregor Maria Hanke

Der Rückgang christlicher Glaubenspraxis darf nach den Worten des Eichstätter Oberhirten für überzeugte Christen kein Anlaß sein, zu resignieren und sich aus der Verantwortung für die Gesellschaft zurückzuziehen.

Die Gesellschaft brauche Christen mit „Sehschärfe für Fragen der Gegenwart und der Zukunftsgestaltung“, sagte der Bischof bei der Jahresabschlußfeier an Silvester im Eichstätter Dom.  37ae0ccc01

Weil christlicher Glaube auf den ganzen Menschen mit seinen Sehnsüchten und Hoffnungen ausgerichtet sei, gelte es ganz besonders auch für die Rechte und Freiräume der Familie einzutreten. Deshalb seien Christen gegen den Versuch staatlicher Gängelung, etwa bei der Erziehung der Kleinkinder.

Mangelnde Rechtshilfe bei Angriffen gegen die Kirche

An die Stelle des Glaubens trete in der Öffentlichkeit vermehrt eine Art „Vulgär-Rationalismus“, zu dessen Repertoire Angriffe gegen die Kirche gehören. Bei öffentlicher Schmähung ihres Glaubens könnten Christen oft nicht mehr auf Rechtsgunst zählen: logo_gemalt_gr

„Da es uns Christen gut ansteht, im Geist des Evangeliums geduldig zu ertragen, wenn uns jemand auf die Wange schlägt, tragen wir implizit zur Deeskalation bei. Provokationen werden somit nicht zum öffentlichen Ärgernis und zum Anlass des Unfriedens.“ 

Bitter wäre es allerdings, wenn in Verwaltung und Justiz daraus der Rückschluß entstünde, daß denjenigen, die sich angesichts von Provokation ruhig verhalten, ein höheres Maß an Aggression zumutbar sei als jenen, die sich sogleich protestierend wehren und auf die Straße ziehen.

Die Ablehnung, die Christen hierzulande immer wieder im Kleinen erfahren, mache  sensibler für das, was die in vielen Ländern der Erde bedrängten Christen durchstehen müssen.

Das Christentum sei weltweit die am meisten verfolgte Religion. Bischof Hanke verwies u.a. auf die Situation in Nordkorea, aber auch in vielen islamischen Ländern, in denen das Christentum benachteiligt oder gar bedroht sei. Als besonders bedrückende Beispiele nannte er Ägypten und Syrien.

Volkskirchliche Substanz noch halbwegs lebendig

In seiner Jahresbilanz sagte der Bischof zudem: Es sei damit zu rechnen, dass ab dem Jahr 2025 mehr als fünfzig Prozent der Bevölkerung keiner christlichen Konfession  mehr angehören werden.

Zwar seien vielerorts im Bistum Eichstätt volkskirchliche Strukturen noch einigermaßen lebendig:

Kirchenpatrozinien, Bruderschaftsfeste, die Fronleichnamsprozession erfreuten sich noch bemerkenswerter Teilnahme, bei Einweihungen seien Priester nach wie vor gefragt zur Spendung des Segens. Auch bei Vereins- und Dorf-Festen werde noch Wert gelegt auf einen religiösen Rahmen.

Zugleich sei aber festzustellen: „Der Säkularisierungsprozess ist längst in unseren Pfarrgemeinden angekommen, selbst in unseren gut katholischen Dörfern und Familien.“

Trotz der gegenwärtigen Entwicklung sei er keineswegs pessimistisch, betonte Bischof Hanke: „Der Weg des Glaubens an Christus und der Weg der Kirche hat Zukunft.“

Der christliche Glaube sei keine Ideologie, um Massen zu bewegen, sondern messe dem Einzelnen eine zentrale Stellung zu: „Einige wenige Glaubende können bereits viel verändern.“

Der Blick in die Kirchengeschichte zeige: Immer wieder waren es Einzelgestalten, die dem Glaubensleben in oft schwierigen Phasen zur Erneuerung verhalfen.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.bistum-eichstaett.de/aktuell/aktuelle-meldungen-details/news/der-weg-des-glaubens-und-der-kirche-hat-zukunft-silvesterpredigt-von-bischof-gregor-maria-han/


Warum der letzte Tag des Jahres „Silvester“ heißt

Der letzte Tag des Jahres heißt Silvester. Warum eigentlich?  – Der Name stammt von einem Papst und zwar Silvester I., der in der Mitte des 3. Jahrhunderts in Rom lebte. 1_0_651687

Da er am 31. Dezember 335 gestorben ist und später heiliggesprochen wurde, ist er Tagesheiliger am letzten Tag des Jahres.

Sein Papstamt erlangte besondere Bedeutung, weil sich in seiner Regierungszeit die entscheidende Wende von einer christenfeindlichen zu einer christenfreundlichen Staatspolitik vollzog: unter ihm fand auf Initiative Kaiser Konstantins der grundlegende Friedensschluß zwischen dem Römischen Reich und dem Christentum statt.

Sozusagen als Zeichen der Versöhnung wurden auf Veranlassung Kaiser Konstantins bedeutende Kirchen in Rom gebaut; zum Beispiel die erste Peterskirche, also die Vorgängerkirche des heutigen Petersdoms.
 
Noch heute findet man Spuren von Papst Silvester: In Deutschland sind 18 katholische Pfarrkirchen nach dem heiligen Silvester benannt.

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan, Heiligenlexikon-online


Die katholische Kirche setzt sich im hinduistischen Indien für mehr Respekt gegenüber Frauen ein

Die katholische Kirche in Indien steht den Frauen und deren Familienangehörigen nahe, die Opfer von Gewalt geworden sind. Das sagte im Gespräch mit Radio Vatikan der Vorsitzende der indischen Bischofskonferenz, Kardinal Oswald Gracias.

Der Erzbischof von Bombay fügte an, daß die jüngsten Fälle von Frauen, die an den Konsequenzen der Vergewaltigungen gestorben seien, unerhört und tragisch seien.

Unterdessen ist unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen der Leichnam der von mehreren Männern brutal vergewaltigten indischen Studentin eingeäschert worden.

Im Namen Christi für die Würde der Frauen eintreten

Nun müsse die Gewalt gegen Frauen wirksam gestoppt werden, so der Kardinal:

„Ich denke, dass der Augenblick für unsere Gesellschaft gekommen ist, um unsere Prinzipien neu zu überdenken. Wir haben den Sinn für Ethik, Moral sowie den Respekt vor der Würde des Menschen verloren. Das ist vielleicht auch der Moment, um uns Jesus Christus zu nähern und so den Respekt gegenüber Frauen, aber ganz allgemein gegenüber den Menschen gemäß dem Evangelium wahrzunehmen. Wir müssen Christus ins Zentrum unseres Lebens stellen.“

Am 16. Dezember waren die junge Frau und ihr Freund nach einem Kinobesuch in einen Bus gestiegen, der von mehreren jungen Männern gestohlen worden war. Die Männer fielen in dem Bus mit abgedunkelten Scheiben über die 23-jährige Studentin her und vergewaltigten sie auf brutale Weise mehrfach. Auch ihr Freund wurde schwer verletzt. Der 13 Tage währende Überlebenskampf der jungen Frau hatte in Indien Wut und Schamgefühle ausgelöst.  

Quelle: Radio Vatikan