Die „Seherin“ Maria Valtorta und ihre irrgeistigen Thesen über die „göttliche“ Madonna

6. Teil der Serie „Valtortas Irrtümer“

Am heutigen 1. Januar 2013, dem Hochfest der Gottesmutter Maria, veröffentlichte eine von zwei Katholiken betriebene Webseite namens „WegWahrheitLeben“ wieder einige Auszüge aus den Visionen der italienischen „Seherin“ Maria Valtorta: http://wegwahrheitleben.wordpress.com/2013/01/01/maria-ist-miterloserin/

Valtortas umfangreiche Buchbände „Der Gottmensch“, die auf angeblichen himmlischen „Diktaten“ beruhen,  sind kirchlich nicht anerkannt, sie wurden vom  vatikanischen Hl. Offizium sogar ausdrücklich verworfen.

(Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/07/05/der-%E2%80%9Eosservatore-romano%E2%80%9C-uber-valtortas-visionen/)

Dieser fromme Blog bemerkt zudem nicht einmal, daß er sich im Grunde selbst widerspricht:

Eingangs gibt es dort zur Illustration nämlich ein schönes, kunstvolles Marienbild, wobei der Heiligenschein der Madonna die Worte des Engels enthält: Ave Maria, gratia plena“  =  Sei gegrüßt Maria, voll der Gnade! 

Genau dies ist der springende Punkt: durch Gottes GNADE wurde die Madonna das, was sie ist: media-374638-2

Das edelste Geschöpf Gottes und die auserwählte Mutter unseres Erlösers, der auch Maria erlöst hat, freilich in der bevorzugten Weise der Voraus-Erlösung (= makellose Empfängnis), wie das Immaculata-Dogma der katholischen Kirche verkündet.

Da Maria der von Gott am meisten begnadete Mensch ist, da sie die Erst-Erlöste und Voll-Erlöste des Neuen Bundes ist, kann sie nicht zugleich im eigentlichen Sinne eine „Miterlöserin“ sein, nachdem sie doch selber durch des Schöpfers Huld erlöst wurde.

Erst recht ist die Madonna nicht „göttlich“. Dies zu behaupten wäre geradezu Gotteslästerung, weil ein Geschöpf dann mit dem Schöpfer selbst gleichgesetzt würde.

Sicherlich hat die seligste Jungfrau durch Gottes Hilfe  in einzigartiger Weise am Heilswerk des Ewigen mitwirken dürfen. Daher ist sie gleichsam Mitarbeiterin und Mithelferin beim Erlösungswerk ihres göttlichen Sohnes.

Wir alle sollen freilich „Mitarbeiter der Wahrheit“ sein (vgl Eph. 4,25); die Gottesmutter war dies zweifellos in herausragender Weise; insofern ist sie die Erste unter Gleichen, die geistliche Mutter der Christgläubigen.

Dies ändert aber nichts an der grundlegenden Tatsache, daß die Madonna sich in der Dimension der Geschöpfe befindet, ihr Sohn hingegen GOTT selber ist, aus dem Vater geboren vor aller Zeit.

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf darf nicht verwischt werden. Der Titel „Miterlöserin“ gehört wegen seiner mißverständlichen bis irreführenden Ausdrucksweise daher nicht zur amtlichen kirchlichen Verkündigung.

Darauf hat auch Papst Benedikt mehrfach und deutlich hingewiesen. – Infos siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2012/02/11/papst-titel-miterloserin-fur-maria-verdunkelt-den-wesentlichen-vorrang-christi/

Zurück zu Maria Valtorta. Die erwähnte Webseite veröffentlichte am heutigen Neujahrstag jene „Einsprechungen“, welche die Seherin angeblich am 2. Juli 1943 von Christus selbst erhalten habe:

„Jesus sagt:  “Die göttliche Mutter ist nicht anders als der göttliche Sohn. Nicht in der menschlichen Natur, nicht in der übermenschlichen Mission der Erlösung.“

Es gibt keine „göttliche“ Mutter, weil Maria nicht göttlich ist, also keine Göttin ist, sondern ein Geschöpf. Die katholische Kirche hat nie etwa anderes gelehrt.

Wenn Maria Valtorta mit ihren irrgeistigen Visionen dem Zeugnis der Heiligen Schrift und dem Lehramt der Kirche widerspricht, verbreitet sie fundamentale Irrlehren. Boppard-Severus-DSC_0357-2-2

Es ist geradezu unverfroren, Maria und Christus gleichzusetzen, was dann auch im nachfolgenden Satz geschieht, wo die „übermenschliche Mission der Erlösung“ angeblich jeweils dieselbe sein soll.

Maria ist aber kein Übermensch und sie übernahm keine übermenschliche Mission und erst recht nicht jene der „Erlösung“, da sie selbst als Angehörige des Menschengeschlechtes der Erlösung in Christus bedurfte.

Im nächsten Abschnitt erfolgt erneut eine dreiste Gleichsetzung unseres göttlichen Heilands mit seiner menschlichen Mutter, die erneut als „göttlich“ bezeichnet wird:

„Der göttliche Sohn sollte den Gipfel des Schmerzes in der Losgetrenntheit vom göttlichen Vater berühren: im Garten Getsemani, am Kreuz. Das war der aufs äußerste, zu unendlicher Herbheit gesteigerte Schmerz. Die göttliche Mutter sollte die Losgetrenntheit vom Sohn in den drei Tagen meiner Grabesruhe als den Gipfel des Schmerzes durchleiden.

Angesichts dieser seit 2000 Jahren ganz neuen Lehren bzw. Irrlehren meint wohl auch dieser Erscheinungs-„Jesus“, daß hier erheblicher Erklärungsbedarf besteht. Daher heißt es sodann:

„Es gibt viele geheime Seiten, die ihr nicht kennt, in dem Buch über das Leben der Allerreinsten Miterlöserin. Ich habe euch schon gesagt: “Die Geheimnisse Mariens sind zu rein und göttlich, als dass menschlicher Geist sie erfahren dürfte”.

Die katholische Kirche akzeptiert keine gnostischen Geheim- und Sonderlehren, die angeblich bis zum 2. Juli 1943 „nicht bekannt“ gewesen seien.

Laut verbindlicher katholischer Lehre ist die „göttliche Offenbarung“  mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen. Daran hat sich auch eine angebliche „Seherin“ namens Maria Valtorta samt ihrem Fanclub zu halten.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

HINWEIS der Redaktion: Herr Schenker hat in einer Zuschrift –  siehe  Leserkommentare hier –  darauf hingewiesen, daß der Ausdruck „göttlich“ in bezug auf die Madonna im entsprechenden italienischen Abschnitt von Valtortas Schriften offenbar fehlt. Wissenschaftlich geklärt werden kann die Frage, was Valtorta hier tatsächlich selber schrieb, allein mit ihrer Originalhandschrift bzw einer notariell beglaubigten Abschrift.

 


27 Kommentare on “Die „Seherin“ Maria Valtorta und ihre irrgeistigen Thesen über die „göttliche“ Madonna”

  1. hardy joe sagt:

    Die Einzige , die hier irrgeistig ist, sind Sie Frau Küble. Nicht die die Herr Herr sagen werden das Reich Gottes erben, sondern jene, die den Willen Gottes tun. Weshalb wollen Sie Gläubige und Suchende verwirren, mit Ihren wirren Einlassungen. Wer meinen Sie wer Sie sind? Hören Sie auf, das Werk Maria Valtortas in den Schmutz zu ziehen. Schweigen Sie lieber, als über dieses Gotteswerk zu lästern. Gott wird Sie zu gegebener Zeit dafür zur Verantwortung ziehen. Schweigen Sie.

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  2. Emanuel Schweikert sagt:

    Nachdem Papst Pius XII. eine Kopie der Niederschrift Maria Valtortas gelesen hatte, forderte er anlässlich einer Privataudienz vom 26. Februar 1948 die drei Vertreter des Ordens der Diener Marias (Ordo Servorum Mariae, auch Serviten genannt) und weitere namentlich bekannte Zeugen zur Veröffentlichung des Werkes auf; Maria Valtorta gehörte zum Dritten Orden der Serviten. Pater Pio und andere überzeugende Vertreter der katholischen Kirche setzten sich später für das Werk Der Gottmensch ein.

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  3. Erich Künzi sagt:

    Frau Küble schreibt:
    “ mit angeblichen Papst-Worten in Privataudienzen (!), zu denen keine amtliche Stellungnahme vorliegt, kann man nicht ernsthaft argumentieren.
    Tatsache ist, daß die Valtorta-Bände bis zuletzt auf dem vatikanischen Index standen und Kardinal Ratzinger die Ablehnung inhaltlich bestätigte.“

    Frau Küble stellt Kardinal Ratzinger und den vatikanischen Index (den es gar nicht mehr gibt) höher als der Papst.

    So gesehen können wir seine Autorität vergessen und nur noch auf das Heilige Offizium hören. Aber auch dann muss man vom Heiligen Offizium Stempel und Unterschrift im Original bei sich zu Hause haben sowie eine Echtheitsbestätigung vom Notar. (Haben sie diese Dokumente Frau Küble? Wenn nicht, wie können Sie von Ihrer Leserschaft ähnliches (Beweise) erwarten?)

    Aber das genügt nicht, denn diese Dokumente müssten dann der Frau Küble überbracht werden.

    Das Buch „Das Rätsel Valtorta“ http://www.parvis.ch/de/buecher-kleinschriften/das-raetsel-valtorta und deren dort gemachten Beweise genügen der Frau Küble auch nicht, die Echtheit zu beurteilen.

    Zur Zeit Jesus gab es die Pharisäer die Jesus den rechten Glauben beibringen wollten. Die Pharisäer versuchten sich ständig hinter Moses zu verstecken. Was die Propheten im Namen Gottes den Menschen drohten traf zwar ein (wenn die Menschen sich darüber hinweg setzten), aber die Pharisäer brachten die Propheten trotzdem um.
    Diese Pharisäer sind auch heute noch nicht ausgestorben. Sie negieren den gesunden Menschenverstand und es regiert nur noch der allwissende Stolz/Hochmut, welche die Geschichte mit den gefallenen Engeln hervorbrachte.
    Aber ich trösten mich: Mitten im Heiligen Land leben die Juden, die es bis heute vor ihren Toren nicht erkannt haben, dass jedes Jahr zehntausende Christen die Stätten Jesu aufsuchen und sich fragen, wieso? Sie können sich noch ewig auf Moses berufen und trotzdem falsch liegen…

    Frau Küble, ich erwarte nun nicht eine Zustimmung zum von mir geschriebenen von Ihnen zu erhalten. Im Gegenteil Sie werden mich mit Ihren hochkarätigen Argumenten zerpflücken.
    Aber darum geht es mir nicht, sondern darum den andern zu zeigen wie man auch denken und glauben kann.

    Ein super schlauer Typ hat einmal gesagt: „Der Stadtpräsident von Zürich ist ein „dummer Hund“…aber er selber sei unschuldig bei diesem seinem Vorwurf denn er habe dessen Namen nicht genannt.

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  4. Erich sagt:

    Sehr geehrte Frau Küble

    Ich beziehe mich auf Ihre Veröffentlichung: Die “Seherin” Maria Valtorta und ihre irrgeistigen Thesen über die “göttliche” Madonna.

    Sie schreiben: Da Maria der von Gott am meisten begnadete Mensch ist, da sie die Erst-Erlöste und Voll-Erlöste des Neuen Bundes ist, kann sie nicht zugleich im eigentlichen Sinne eine “Miterlöserin” sein, nachdem sie doch selber durch des Schöpfers Huld erlöst wurde.

    Meine Antwort:
    Da die Mutter Gottes die unbefleckt Empfangene/ohne Erbsünde ist, (Glauben der katholischen Kirche) braucht sie KEINE Erlösung.

    Sie schreiben: Valtortas umfangreiche Buchbände “Der Gottmensch”, die auf angeblichen himmlischen “Diktaten” beruhen, sind kirchlich nicht anerkannt, sie wurden vom vatikanischen Hl. Offizium sogar ausdrücklich verworfen.

    Meine Antwort:
    28 Bischöfe haben das Imprimat unterschrieben und allen voran der damalige Papst Pius der 12. (vor 1958) haben über das Offizium hinaus das Werk der Maria Valtorta unumschränkt empfohlen zu lesen. Darüber hinaus sind es noch 21 hochgestellte Professoren der Theologie und Wissenschaftler.
    Wenn Sie die Katholische Kirche VOR Jesus Christus stellen, dann ist das Ihre Sache aber nicht meine. Der Schöpfer des Universums wird sich keinem Menschen noch der Menschheit noch derem Urteil unterstellen.
    Link: http://www.drbo.org/dnl/Maria_Valtorta_Summa_Encyclopedia.pdf

    Sie schreiben auch: Laut verbindlicher katholischer Lehre ist die “göttliche Offenbarung” mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen. Daran hat sich auch eine angebliche “Seherin” namens Maria Valtorta samt ihrem Fanclub zu halten.

    Meine Antwort:
    Der Schöpfer der Welt lässt sich den Mund durch Menschen oder durch die Katholischen Kirche NICHT verbieten. Wo viele „Theologen“ nur so daher plappern um sich wichtig zu machen.
    Wahrscheinlich haben Sie das letzte Buch Quadernetti von Maria Valtorta nicht gelesen
    Sie kommentieren nicht die Quelle nämlich die Bücher „Der Gottmensch“ und erlauben sich ein Urteil über etwas wo Sie nicht wissen worauf Sie sich da eingelassen haben.
    Sie beurteilen ja nicht die Webseite. Sie verurteilen Maria-Valtorta und ihr Werk.
    Im Buch Quadernetti von Seite 179 bis Seite 189 ist ein Diktat von Jesus, welches beschreibt was den Verantwortlichen des Heiligen Offiziums blüht nach ihrem Tod oder jenen blüht die in der Öffentlichkeit solches schreiben wie Sie es tun.
    Dass der Schöpfer der Menschheit der Erde und des Universums sich von einem Menschen oder sogar von der Katholischen Kirche Offenbarungen verbieten lässt, das glauben Sie nach dem lesen dieser Diktate oder dieses Buches nicht mehr.
    Da alle Bücher der Maria Valtorta (ausgenommen ihre Biographie) wurden von Christus korrigiert und mehrere DIKTIERT. Es gibt keinen Fan-Club Maria Valtorta, sie war nur SEIN Sprachrohr. Jesus hängt zutiefst an den 30’000 Seiten (nebem dem Gottmensch noch 7 weitere Bücher) die Sie in SEINEM Auftrag und Diktat geschrieben hat.
    Ihre Recherchen sind äusserst dürftig für Ihre grosse Verurteilung/Kritik.

    Freundliche Grüsse
    Erich Künzi

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    • Guten Tag,
      die katholische Kirche lehrt ausdrücklich, daß auch Maria zur erlösungsbedürftigen (!) Menschhheit gehört, weshalb ihre makellose Empfängnis als „Voraus-Erlösung“ bezeichnet wird – und dies ein GNADEN-GESCHENK Gottes ist – und zwar „im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erlösers des Menschengeschlechtes“, wie es im Immaculta-Dogma heißt. Das wollen Sie bitte zur Kenntnis nehmen!
      Daher ist Maria die Erst-Erlöste und Voll-Erlöste des Neuen Bundes aufgrund der GNADE Jesu Christi!
      Zweitens kommt es nicht auf (amtlich nicht belegte!) Behauptungen im Valtorta-Buch an, wonach angeblich Papst Pius XII. pro Valtorta-Visionen eingestellt war, sondern auf die Tatsache, daß ihre Bände auf dem Index standen, also auf der Liste kirchlich verbotener Bücher, was Papst Benedikt als Glaubenspräfekt als auch heute noch moralisch gültig bezeichnete.
      Daß die göttliche Offenbarung mit Christus vollendet und damit abgeschlossen ist, das ist nicht „nur“ ein grundlegendes Dogma der katholischen Kirche, sondern geht z.B. auf den neutestamentlichen Hebräerbrief zurück, in welchem es heißt, daß Gott von Alters her durch die Propheten (des Alten Bundes) gesprochen hat, zuletzt aber durch seinen Sohn!
      Sie schreiben:
      „Im Buch Quadernetti von Seite 179 bis Seite 189 ist ein Diktat von Jesus, welches beschreibt was den Verantwortlichen des Heiligen Offiziums blüht nach ihrem Tod oder jenen blüht die in der Öffentlichkeit solches schreiben wie Sie es tun.“
      Solche Drohungen sind typisch für Falschmystik und widerlegen erneut die Seriösität dieser Visionen, denn die Kirche lehrt ihre Gläubigen seit zweitausend Jahren alles (!), was zu ihrem Heile notwendig ist. Daher kann jenen, die (für das Heil nicht notwendige!) Visionen ablehnen, weder vor noch nach dem Tod etwas „blühen“, denn selbst wenn jene „Privatoffenbarungen“ echt wären, so sind sie nicht notwendig – und daher kann sich der irrgeistige Diktat-„Jesus“ bzw. dieses falschmystische Phantom seine unsinnigen Drohungen abschminken.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  5. Alex sagt:

    Vielleicht darf ich einmal der Reihe nach durchgehen:
    1.) Es wird von „Diktat“ gesprochen. Meiner Erinnerung nach wird im
    Valtortawerk vorne eindeutig gesagt, dass es sich um Bilder handelt,
    die sie sieht, welche sie mit ihren eigenen Worten beschreibt. Sie tut
    dies sehr demütig. Wo ist im Valtortawerk von „Diktat“ die Rede?

    2.) Die Dogmatik spricht von der Vorerlösten, stimmt. Aber dieser Begriff
    gehört nicht zu den Kernaussagen des Dogmas, sondern ist schon ein
    Begriff, den Theologen geprägt haben, weil man sich das damals so vor-
    gestellt hat. Anfangs (z.B. Albertus Magnus) wurde noch darüber nachge-
    dacht, wann die Muttergottes von der Erbsünde befreit wurde. Alsbald
    (z.B. Duns Scotus) kam man dann auf eine Lösung dieses Problems. Ab
    den Marienerscheinungen (1830, 1858) hatte man gläubige Gewissheit
    und mit dem Dogma 1854 absolute Gewissheit, dass die Muttergottes,
    die Unbefleckte Empfängnis ist. Der Begriff „Vorerlöst“ ist zwar berechtigt,
    aber geht noch nicht bis auf die Wurzel der Erkenntnis, wenn ich das so
    sagen darf, denn: Wovon sollte denn die Immaculata erlöst werden?
    Sie ist vom Dreifaltigen Gott selbst absolut rein erschaffen. Diese absolut
    (relativ höchst begnadet ganz genau!) reine Schöpfung geschah durch
    den völlig freien Willen des Schöpfers. Er hat Sie völlig heilig mit der Fülle
    Seiner Macht erschaffen. Makel spielen hier in keinster Weise eine Rolle,
    weil ebenso beim Fleisch Christi Makel in keinster Weise eine Rolle spielen.
    Es könnte kein Geschöpf geben, was heiliger erfunden würde, weil der
    Schöpfer Seine ganze Macht angewendet hat, um die größtmögliche Heilige
    zu erschaffen. Makel spielen hier nicht die geringste Rolle. Und wenn man
    dies nun bedenkt, wird es klarer, warum Sie Miterlöserin sein kann.

    3.) Was Papst Benedikt angeht, kann er nur auf bestehende Verhältnisse
    angespielt haben, aber als Kardinal Ratzinger hat er selbst einen Franziskaner
    in Amerika damit beauftragt, sich mit dem Theama „Miterlöserin, Mittlerin und
    Fürsprecherin“ zu beschäftigen. Später kam dann diese wissenschaftliche
    Arbeit nach Rom und es kam ein Heft mit demselben Titel heraus, welches
    ich gelesen habe. Es enthält ein Vorwort von einem Kardinal, welcher in dem
    Heft schreibt, dass für das Dogma alles vorbereitet sei. Alle Vorarbeiten seien
    abgeschlossen und man müsse das Dogma nur noch erbeten. Unterzeichnet
    war es an einem 31. Mai. Interessanterweise gibt es einmal einen Wunsch
    der Muttergottes, dass dieses Dogma der Miterlöserin an einem 31. Mai aus-
    gerufen werden solle (Meiner Erinnerung nach). Wir werden sehen. Papst
    Benedikt XVI. wusste darüber allergenauestens Bescheid, weil Er als
    Kardinal den Auftrag erteilt hatte. Das Heft mit dem genannten Titel kann
    man sicher noch irgendwo bekommen.

    4.) Eine Verstehenshilfe zu „göttlich“. Ob es ein Übersetzungsfehler ist oder
    nicht: Es ist ja „nur“ ein Attribut. Gnaden kommen vom Dreieinigen Gott. Sie
    übermitteln Wesenseigenschaften Gottes wie Liebe, Reinheit, Stärke,
    Weisheit, Milde, Güte, Friede, usw. , aber im menschlich tragbaren Maß.
    Von menschlichen Gnaden spricht aber niemand, weil sie Träger göttlicher
    Eigenschaften im tragbaren Maß sind, nicht so, dass der Mensch dann Gott
    wird, sondern er wird sozusagen vergöttlicht, genau gesagt: geheiligt.
    Gott ist heilig. Wir werden geheiligt. Geheiligt und vergöttlicht ist dasselbe.
    Geheiligt heißt auch nicht, dass wir Gott sind, aber ihm ähnlich geworden sind.
    Heißt es nicht, wir sollen sein Abbild sein? Imago Dei? Im Psalm heißt es sogar
    „Ihr seid Götter“ und Jesus wiederholt dies. Es geht hier nur darum, ob man
    das Attribut „göttlich“ auf die Gottesmutter anwenden darf oder nicht. Da man
    ja weiß, dass göttlich nur im Hinblick auf Jesus gemeint ist, ist es meinem
    Dafürhalten statthaft. Göttlich meint nicht, Sie sei Gott, sondern Sie wurde von
    Gott, dem Schöpfer erschaffen. Sie ist göttlich, weil sie voll der Gnade ist und
    daher voll mit göttlichen Eigenschaften im geschöpflich tragbaren Maß. Ich weiß,
    dass das grenzwertig ist, aber gleich den Prügel rausholen finde ich sehr unpassend.
    Dies ist nur eine Verstehenshilfe. Andere Botschaften sagen auch „göttliche Mutter“.

    Alles Gute!

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    • Guten Tag,
      in unserem Artikel steht „Diktate“ unter Gänsefüßchen, ist also im weiteren Sinne zu verstehen. Freilich gibt es sogar für das spiritistische Phänomen des „automatischen Schreibens“ durchaus Anhaltspunkte bei Valtorta. So heißt es in der Einführung von Band 1 in „Der Gottmensch“ (Seite 11), daß sie ab 1956 von einer „Sucht“ geprägt war, jeden verfügbaren Zettel vollzuschreiben („jedes Stück Papier, das ihr in die Hände fiel, vollzuschreiben“) – selbst religiöse Bildchen verwendete sie dafür.
      Ihre „Verstehenshilfen“ sind keineswegs geeignet, meine Kritikpunkte auszuräumen. Der Hinweis auf „andere Botschaften“ ist ohnehin nutzlos. Es gilt die kirchliche Lehre! (Das wollen Sie offenbar nicht begreifen!)
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Alex sagt:

        Wissen Sie, Sie wollen gern in der Lehre der Kirche sein.
        Das finde ich gut, sogar sehr gut.
        Ich will aber auch in der Lehre der Kirche sein und da ist
        der springende Punkt.
        Wer behauptet, die Lehre der Kirche zu kennen und sie
        in der Praxis anwenden zu können, der arbeitet ganz genau
        am Text, ganz genau am Wort und erwägt im Heiligen Geist,
        welches Urteil zutrifft.
        Punkt 1 ist abgehakt. Punkt 2 und 3 wurden vom Lehramt
        der Kirche in Person Benedikts auf den Weg gebracht, was
        soviel bedeutet wie: es ist noch nicht offiziell Lehre der Kirche,
        jedoch sollte man sich schon mal mit Respekt vor dem Dogma
        „Miterlöserin“ wappnen, weil es theologisch höchstwahrscheinlich
        ist, dass es kommt, weil dem Dogma nichts entgegensteht. Somit
        entspreche ich im Voraus schon der Lehre der Kirche.
        Punkt 4 zeigt, dass es nicht geht, die Prügel so schnell fliegen
        zu lassen. Die Lehre der Kirche sagt nämlich nicht, das Attribut
        „göttlich“ sei falsch.

        Sollten Sie das Buch mit dem Titel „Die Lehre
        der Kirche“ haben, ich besorg es mir sofort. Dann kann ich auch
        drin lesen. Ich meine das ernst. Sollte dieses besagte Buch die
        Lehren der Heiligen ausschließen, hab ich natürlich kein Interesse.

        Freundlichen Gruß

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  6. Anton sagt:

    Von Papst Pius XII. weiss man mit Sicherheit, das er lange vor der ersten Druck-Veröffentlichung Kenntnis des Hauptwerks von Maria Valtorta hatte. Er hatte es 1947/48 gelesen und sich in einer Privataudienz mit Pater Berti, Pater Migliorini und Pater Cecchin 1948 zustimmend zur Veröffentlichung geäussert: “Veröffentlichen Sie das Werk so, wie es ist. Wer es liest, wird verstehen.”

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    • Guten Tag,
      mit angeblichen Papst-Worten in Privataudienzen (!), zu denen keine amtliche Stellungnahme vorliegt, kann man nicht ernsthaft argumentieren.
      Tatsache ist, daß die Valtorta-Bände bis zuletzt auf dem vatikanischen Index standen und Kardinal Ratzinger die Ablehnung inhaltlich bestätigte.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  7. Lisbeth sagt:

    sehr geehrte Frau Küble
    wissen Sie wieviele erzkatholische Bibelübersetzungsfehler es gibt? Eben, unzählbar viele. Es gibt einen Satz des Hl. Johannes in der Offb. der lautet:
    Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung. (Offb. 19.10)
    damit sind eben die Weissagungen der neuen Prophetien gemeint, nicht jene die schon im Pentateuch stehen… prüft alles, das gute aber behaltet (schreibt der Hl. Paulus) und im Buch Jesus Sirach lesen wir: 34.4 Wie kann Reines vom Unreinen kommen? Wie kann Wahres von der Lüge kommen?
    Also wenn Christus der Allreine ist, dann ist Maria die Begnadete auch rein und zwar eben durch „Begnadung“ d.H. sie wurde vorab schon begnadet und geriet nicht in Schuld und Sühne sondern die Sühne wurde ihr erlassen.
    Freundliche Grüsse
    Lisbeth Engel

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    • Guten Tag,
      warum beantworten Sie Ihre Frage nicht selber, wie viele „erzkatholische Bibelübesetzungsfehler“ es (angeblich bzw. aus Ihrer Sicht) gibt, statt dies nur als suggestive Behuaptung in den Raum zu stellen? Was heißt hinsichtlich Bibelübersetzungsfehler „erzkatholisch“?
      Der zitierte Satz aus Offb 19,10 spricht weder direkt noch indirekt von nach- oder außerbiblischen Offenbarungen.
      Johannes schreibt: „Prüfet die Geister, ob sie aus Gott sind, denn viele falsche Propheten sind hinausgegangen in die Welt.“
      Daß Maria die vorab Begnadete ist, wurde weder in diesem noch sonst in irgendeinem Artikel geleugnet, sondern in diversen Beiträgen erwähnt.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  8. Hermann sagt:

    Dieses Werk, liebe Frau Küble, ist ein grosser Segen für die Menschheit! Hier lernt man Jesus besser kennen und Ihn mehr lieben. Das ist eigentlich der Sinn dieses Werkes.
    Schade, dass Sie es als falsch hinstellen, aber ich sehe, dass es trotzdem vielen Menschen bekannt ist. Es verbreitet sich eben, wie Pater Pio schon vorausgesagt hat.
    lg
    Hermann
    http://www.gottliebtuns.com/gottmensch.htm

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  9. poschenker sagt:

    Also, liebe Frau Küble, ich kann Ihnen schon jetzt den italienischen Originaltext unterbreiten. Ich habe ihn online gefunden. Sie können ihn hier nachprüfen: http://www.valtortamaria.com/q3b.php (Folgeseite 2).

    [298] 2 luglio 1943, ore 10,15.
    Dice Gesù:
    «Scrivi subito mentre Io sono ancora in te col Corpo, il Sangue, l’Anima e la Divinità. Perciò hai
    la pienezza della Sapienza in te. Maria visse eucaristicamente per quasi tutta la vita. La Madre non è diversa dal Figlio. Non nella natura umana, non nella missione sopraumana di Redenzione. Il Figlio, per toccare l’apice del dolore, dovette provare la separazione dal Padre: nel Getsemani, sulla Croce. Fu il dolore portato ad altezze e asprezze infinite. La Madre, per toccare l’apice del dolore, dovette provare la separazione dal Figlio: nei tre giorni della mia sepoltura.
    Allora Maria fu sola. Le rimase solo la Fede, la Speranza, la Carità. Ma Io ero assente. Fu la spada non confitta, ma trapassante, ma frugante nel suo Cuore. Non ne morì per unico volere dell’Eterno. Perché per la Piena di Grazia restare priva dell’unione col suo Figlio e Dio era tale spasimo, che senza una speciale grazia ne sarebbe morta.
    Molte sono le pagine segrete che non conoscete circa la vita della Purissima Corredentrice. Ve l’ho già detto1: “I segreti [299] di Maria sono troppo puri e divini perché mente d’uomo li possa conoscere”. Ve ne accenno solo, quel tanto da aumentare in voi la venerazione alla più Santa del Cielo, dopo Dio.
    Quella ora dolorosissima, nel mare di dolori che fu la vita di mia Madre, consacrata al supremo dolore e alla suprema gioia dal2 suo concepimento, ci voleva per completare quanto mancava alla mia Passione.
    Maria è Corredentrice. Dunque, tutto essendo in Lei inferiore solamente a Dio, anche il suo dolore dovette essere quale nessun dolore di creatura umana giungerà mai ad essere.
    1 Nel dettato del 19 giugno, pag. 123. 2 dal potrebbe leggersi anche del

    Meine Übersetzung:

    [298] 2. Juli 1943, 10:15 Uhr.
    Jesus sagt:
    “Schreibe gleich jetzt während Ich noch in dir bin mit dem Leib, dem Blut, der Seele und der Gottheit. Damit hast du die Fülle der Weisheit in dir. Maria lebte eucharistisch während fast des ganzen Lebens. Die Mutter ist nicht anders als der Sohn. Weder in der menschlichen Natur, noch in der übermenschlichen Mission der Erlösung. Der Sohn musste, um den Höhepunkt des Schmerzes zu erreichen, die Trennung vom Vater erleiden: im Garten Gethsemani, am Kreuz. Es war der zu unendlichen Höhen und Härten gesteigerte Schmerz. Die Mutter musste, um den Gipfel des Schmerzes zu erreichen, die Trennung vom Sohn erleiden: in den drei Tagen meiner Grablegung.
    Da war Maria allein. Es blieben ihr nur der Glaube, die Hoffnung, die Liebe. Aber Ich war abwesend. Es war das Schwert, nicht das eingedrungene, sondern das durchdringende, sondern das (durch-)wühlende in ihrem Herzen. Sie starb nicht darob, einzig aufgrund des Willens des Ewigen. Weshalb für die Voll-der-Gnade das Zurückbleiben ohne die Vereinigung mit ihrem Sohn und Gott eine solche Qual war, dass sie ohne eine besondere Gnade darob gestorben wäre.
    Zahlreich sind die verborgenen Seiten, die ihr nicht kennt bezüglich des Lebens der Reinsten Miterlöserin. Ich habe es euch schon gesagt (1): „Die Geheimnisse [299] Mariens sind zu rein und göttlich als dass der Geist des Menschen sie kennen/fassen könnte“. Ich deute euch nur soviel an, als es in euch die Verehrung der Heiligsten des Himmels nach Gott zu erhöhen vermag.
    Jene schmerzvollste Stunde, im Meere der Schmerzen, das das Leben meiner Mutter war, geweiht dem höchsten Schmerz und der höchsten Freude von ihrer Empfängnis an (2), war notwendig, um das zu vervollständigen, was meiner Passion fehlte.
    Maria ist Miterlöserin. Demnach, da alles in Ihr nur niedriger ist gegenüber Gott, musste auch ihr Schmerz solcherart sein, dass kein Schmerz menschlichen Geschöpfes ihn je zu erreichen vermag.
    (1) Im Diktat vom 19. Juni, Seite 123. (2) Von…an könnte man auch lesen als: ihrer Unbefleckten Empfängnis

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    • Lieber Herr Schenker,
      vielen Dank für Ihre Hinweise. Ich habe einen entsprechenden Vermerk unter den Artikel gesetzt, nachdem ich mir die von Ihnen verlinkte Webseite anschaute, die aber nicht einmal ein Impressum aufweist. Oder habe ich da etwas übersehen? – Von wissenschaftlicher Qualität ist dieser Blog nach meinem Eindruck weit entfernt. Woher soll man also wissen, daß es sich bei dieser hier publizierten Fassung wirklich um die Original-Handschrift handelt? Auf diese allein kommt es an, nicht auf irgendeine Valtorta-Fanclub-Webseite, in der zudem derzeit auf der Startseite gerade für die „Amsterdamer Botschaften“ geworben und das – vom Vatikan so nicht genehmigte – Frau-aller-Völker-Gebet veröffentlicht wird (mit der von Rom kritisierten Formel „die einst Maria war“).
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • poschenker sagt:

        Auf der Internetseite http://www.valtortamaria.com/q3b.php steht in der linken Spalte unten Folgendes:
        Tutti i documenti sono tratti scrupolosamente dalle Opere delle ultime edizioni del Centro Editoriale Valtortiano (CEV) Tutti i diritti d’autore sono riservati alla Fondazione Maria Valtorta CEV onlus (siehe: http://www.fondazionemariavaltortacev.org/)
        Zu deutsch: Sämtliche Dokumente sind gewissenhaft entnommen den Werken der letzten (neuesten) Ausgaben des Valtortianischen Verlagszentrums (CEV). Sämtliche Urheberrechte sind der Gründung Maria Valtorta CEV.onlus vorbehalten.
        Also kann man hier schon davon ausgehen, dass der Text authentisch, unverfälscht ist. Wenn auf der Homepage dieser Seite für „die Frau aller Völker“ Propaganda gemacht wird, mindert dies die Glaubwürdigkeit Valtortas nicht im geringsten. Und Sie wissen ja bestimmt, dass auch ich die „Frau-aller-Völker-Botschaften“ an Ida Peerdeman, Amsterdam, von allem Anfang an in meiner Zeitschrift „Das Zeichen Mariens“ ziemlich detailliert als völlig unvereinbar mit unserem katholischen Glauben erwiesen habe. (Siehe http://gloria.tv/?media=124646)

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      • Guten Tag,
        wohl wegen der drei Links ist Ihr Leserkommentar ganz ohne mein Zutun hier im „Spam“-Ordner gelandet – und ich sehe ihn erst jetzt, daher konnte ich ihn auch nicht früher freischalten.
        Der Hinweis, sämtliche Dokumente seien „gewissenhaft“ dem Valtortianischen Verlagszentrum entnommen, beweist nichts bezüglich des Wortlauts der Urschrift. Da die Webseite kein Impressum aufweist, kann auch niemand nachfragen.
        Geklärt werden muß die Frage des ursprünglichen Wortlauts auf wissenschaftlicher Basis, spricht durch eine niet- und nagelfeste Edition der Urschriften Valtortas, nicht durch Veröffentlichungen diverser Fanclubs und Verlage.
        Natürlich hat die Amsterdam-Werbung direkt nichts mit der Valtorta-Sache zu tun (das hatte ich auch nicht behauptet), aber sehr wohl mit der Qualität dieser betreffenden Webseite.
        Daß Sie seit langem vor dem Unfug der Frau-aller-Völker-Botschaften warnen, weiß ich positiv zu würdigen; das ist sehr verdienstvoll.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • poschenker sagt:

        Wenn Sie soviel Echtheitsbeweise verlangen für den (allein maßgeblichen) italienischen Urtext, dann ist es aber nicht logisch, dass Sie Ihre Unechtsheits-Beweise für das Gesamtwerk statt auf diesem „ursprünglichen Wortlaut einer niet- und nagelfeste Edition der Urschriften Valtortas“ auf (auch nur möglicherweise) fehlerhafte Übersetzungen abstützen.

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      • Guten Tag,
        wer behauptet, daß Valtorta göttliche Einsprechungen erhalten hat, muß den Echtheitsbeweis erbringen, nicht etwa die Kritiker – abgesehen davon, daß sich das kirchliche Lehramt bzw. Hl. Offizium bereits deutlich ablehnend geäußert hat.
        Da es offenbar keine wissenschaftlich fundierte Ausgabe der Valtorta-Niederschriften gibt, sind Kritiker wohl oder übel auf Übersetzungen und Zweitschriften angewiesen, die Anhänger doch schließlich ebenso. Da aber im deutschsprachigen Raum nun einmal die deutsche Übersetzung im Umlauf ist (und gewiß nicht die italienische), ist es selbstverständlich berechtigt, diesen Text, den deutsche Leser t a t s ä c h l i c h in Händen halten, zu beanstanden.
        Zudem verlinkte ich in diesem Artikel auf jene Webseite, die eben genau diesen Text begeistert zum marianischen Hochfest des 1. Januar veröffentlichte und anscheinend nicht einmal bemerkte, daß es keine „göttliche“ Mutter gibt – immerhin kommt der Ausdruck zweimal in dem betr. Abschnitt vor.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  10. Liebe Frau Küble
    Ich würde Ihnen sehr raten, bei der Beurteilung des Valtorta-Werkes nicht auf deutsche Übersetzungen abzustellen. Die sind generell unzuverlässig. Bedeutende Teile der Valtorta-Schriften sind auch online im italienischen Originaltext einsehbar. Falls die italienische Fassung aber online nicht auffindbar ist, kann auch ein Vergleich mit der englischen oder französischen die Gewissheit der Richtigkeit der deutschen Übersetzung erhöhen. So in diesem Fall. Die „Quaderni von 1943“ finden Sie in Englisch unter „Maria Valtorta’s Notebooks – 1943“ (http://de.scribd.com/doc/97408297/Divine-Dictations-to-Maria-Valtorta-1943-Notebooks) Gehen Sie hier auf Seite 56 (von 266). Da heißt der betreffende Satz:
    „The Mother is not different from the Son − in either human nature or the superhumanmission of Redemption.“ Also nichts von „göttlicher Mutter“! Und lesen Sie dann vor einer negativen Beurteilung einer Aussage möglichst den gesamten Kontext in der italienischen Originalfassung: http://www.operedimariavaltorta.it/i-quaderni-del-1943.html

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    • Lieber Herr Schenker,
      danke für Ihre Anmerkungen. In deutschsprachigen Landen wird aber die deutsche Übersetzung gelesen und teils wohl auch verinnerlicht (wie in dem erwähnten Weblog schließlich auch!), so daß Kritik daran – schon der Wirkung wegen – so oder so angemessen ist.
      Außerdem sind französische oder englische Fassungen ebenfalls nur Übersetzungen – also wenn in der englischen Übersetzung das Wort „göttlich“ fehlt, ist damit noch nicht bewiesen, daß es im Original fehlt.
      Zudem war der Begriff „göttlich“ nicht die einzige theologische Beanstandung an diesem Text; beachten Sie zB. den so geheimnistuerische Valtorta-Visions-„Christus“, der besser in einen gnostischen Zirkel passen würde.
      Abgesehen davon wird auch in der von Ihnen favorisierten englischen Übersetzung behauptet, die Mutter sei von ihrem Sohn nicht verschieden, weder von ihrer menschlichen Natur her noch betreffs der übernatürlichen Erlösungsmission. Auch so ist diese Aussage
      theologisch unhaltbar.
      Übrigens muß ich nicht erst Texte in der italienischen Originalfassung lesen können (ich bin kein Dolmetscher), um mich kritisch über Valtortas „Visionen“ äußern zu dürfen, zumal das Heilige Offizium sicherlich die Originaltexte las, bevor es seine negative Stellungnahme abgab.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Anonymous sagt:

        Danke sehr für Ihre Entgegnung, liebe Frau Küble. Selbstverständlich dürfen Sie sich kritisch äußern über Valtortas Aufzeichnungen. Und ich bin der Meinung, dass es der Sache nicht schaden kann, wenn die Texte ganz kritisch durchleuchtet werden. Ich meinerseits versuche einfach anhand meiner sprachlichen Kenntnisse, Missverständnisse, die auf Übersetzungsfehlern gründen (können), wenn möglich zu beheben. Ich besitze sämtliche Publikationen von und über Maria Valtorta in Italienisch, Spanisch, Französisch, Deutsch. Leider habe ich sie nicht gerade griffbereit. Sie liegen verpackt in Schachteln wegen eines evtl. bevorstehenden Umzuges. Ich werde versuchen, sie „auszugraben“! 🙂
        Ihnen wünsche ich von Herzen ein reich GESEGNETES 2013!

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      • Guten Dank und vielen Dank für Ihre freundliche Rückmeldung.
        Wenn Ihnen die italienische Originalfassung bezüglich der hier debattierten Abschnitte nach dem Umzug wieder vor Augen kommt, können Sie sich gerne wieder melden.
        Sollte im Original das Wort „göttlich“ fehlen, würde ich meine Kritik in dem Artikel natürlich entsprechend relativieren bzw. allein auf die deutsche Übersetzung beziehen, nicht auf den Visionstext als solchen.
        Die deutsche Übersetzung bliebe dann weiterhin kritikwürdig, schließlich geht es hier um theologisch eminent wichtige Punkte.
        Freundlichen Gruß und auch Ihnen ein gnadenreiches Neues Jahr und gelingenden Umzug!
        Felizitas Küble
        PS: Sie sind mir noch in guter Erinnerung als Chefredakteur einer marianischen Zeitschrift mit dem Titel „Das Zeichen Mariens“ – damals vor Jahrzehnten hatten wir bereits einmal brieflichen Kontakt – es ging um Heroldsbach…

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      • sportfreund sagt:

        Also, ich habe nur mal kurz diese Valtorta-Auslassungen überflogen und, obwohl Laie, gleich mehrere GRAVIERENDE Ungereimtheiten festgestellt: Jesus nennt Valtorta „mein kleiner Johannes“ – obwohl sie doch eine Frau ist!
        Dann redet dieser „Jesus“ sehr überheblich über die Erde, sie sei nur ein Staubkörnchen unter Millionen Planeten – ein klarer Widerspruch zur Genesis!
        Erstaunlich, dass das so wenigen aufstößt, die sich christlich nennen!?

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      • poschenker sagt:

        Wenn Jesus Maria Valtorta „mein kleiner Johannes“ nennt, so offenbar, weil Er sie vergleicht mit Seinem Lieblingsjünger Johannes. Er will wohl damit ausdrücken, dass sie für Ihn eine Lieblingsjüngerin ist. Und wenn Jesus sagt, dass die Erde nur „ein Staubkörnchen unter Millionen Planeten“ ist, dann ist das wiederum – schon gar Seinerseits – nicht „überheblich“. Erstens stimmt dies ja überein mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen bezüglich unseres materiellen Universums, und zweitens ist das nicht eine Abwertung der Bedeutung der Erde hinsichtlich ihrer Funktion/Rolle im Heilswerk Gottes!

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    • sportfreund sagt:

      Ja,klar-bei der Manduria-Geschichte mit dem 12.12.12 handelte es sich plötzlich auch um einen Übersetzungsfehler,man findet doch immer was,ums passend zu machen.
      Erstaunlich,das trotzdem so viele in unserer ach sooo aufgeklärten Welt auf diese geistigen Wundermixturen hereinfallen-wir sind wohl doch nicht schlauer als die Menschen früherer Zeiten,wir sind nur bornierter und ungehorsamer!

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  11. „…wäre geradezu Gotteslästerung, weil ein Geschöpf dann mit dem Schöpfer selbst gleichgesetzt würde.“:

    Vielleicht gehen Sie mal in sich, liebe Frau Küble, dorthin wo Sie wahrscheinlich noch nie waren und wo sie erkennen können, dass auch Sie selbst göttlich sind:

    Als „Körper“ bestehen Sie aus der „Materie“, in die sich ein Teil des göttlichen universellen feinstofflichen Bewußtseins verwandelt hat und als „Seele“ sind Sie von dieser feinstofflichen Qualität – derselben, aus der das göttliche universelle Bewußtsein besteht.
    Um das wahrhaft zu ERFAHREN, zu ERLEBEN und dann es sicher zu WISSEN, sich dessen voll GEWISS zu sein, müss(t)en Sie AUFSTEIGEN von ihrem körper-bezogenen Bewußtsein, dem „Niederen Selbst“ / „Ego“ zum geist-bezogenen Bewußtsein, dem „Höheren / wahren Selbst“. Wenn Sie sich DAMIT identifizieren, sind Sie BEWUSSTES „Kind Gottes“ und können als solches auch im feinstofflich-geist-energetischen Teil der Schöpfung, als „Mit-SchöpferIn“ tätig werden. Vorher nicht. Das ist klar geregelt.

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