Papst Benedikt: Christus ist der „neue Adam“ für uns alle – und das Tor zum Leben

„Christus wurde Mensch im Schoß der Jungfrau Maria“

„Diese ersten Tage des neuen Jahres stehen noch ganz im Licht von Weihnachten.“   –  Das sagte Papst Benedikt am heutigen Mittwoch bei seiner ersten Generalaudienz im neuen Jahr.

„Wir schauen auf das Kind in der Krippe, dessen Geburt die Geschichte erneuert hat.“ –  Immer wieder tauche die Frage nach der Herkunft Jesu auf, so Benedikt, der diesem Thema erst kürzlich den dritten Band seines Werkes „Jesus von Nazareth“ gewidmet hat: 6a40d593df - Kopie

„Viele seiner Zuhörer erkannten ihn nicht als Messias, da sie zu wissen meinten, woher er stammt (vgl. Joh 7,27). Die Evangelien geben uns aber klar Auskunft, dass Jesus vom Vater, vom Himmel kommt.“

Er kommt, so formuliert der Papst, „aus dem Geheimnis Gottes“ –  und zwar auf andere Weise als ein Prophet oder Gottesgesandter:

„Seine Herkunft aus dem Geheimnis Gottes wird besonders deutlich bei der Verkündigung des Engels an Maria: „Der Heilige Geist wird über dich kommen … Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden“ (Lk 1,35). Deshalb bekennen wir im Credo: „Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist aus der Jungfrau Maria“.“

Die Menschwerdung des Erlösers verwirkliche sich „im Schoss der Jungfrau“, so der Papst:  „Maria gehört unverzichtbar zu unserem Glauben an den Gott, der handelt und in die Geschichte eintritt. Sie war bereit, Wohnstatt, Zelt Gottes zu werden. Und das, was durch das Wirken des Geistes in Maria geschieht, ist neue Schöpfung.“

Das hätten schon die Kirchenväter häufig ausgeführt. „Gott setzt damit den Beginn einer neuen Menschheit. Christus ist der neue Adam. In ihm werden wir durch die Taufe zu neuen Menschen. Als seinen Brüdern und Schwestern schenkt Christus uns die wahre Gotteskindschaft.“

Quelle: Radio Vatikan


Londoner Erzbischof Nichols verbietet spezielle Eucharistiefeiern für homosexuelle Katholiken

Homosexuelle Katholiken dürfen im Zentrum Londons künftig keine eigenen hl. Messen mehr feiern. Nach sechsjähriger Duldung untersagte Erzbischof Vincent Nichols die speziellen „Soho-Messen“ in der Kirche „Our Lady of the Assumption“, wie die britische Online-Zeitung „Catholic Herald“ am heutigen Mittwoch berichtet.

Zuvor hatte sich die römische Glaubenskongregation mit dieser Angelegenheit befaßt, nachdem zahlreiche Beschwerden von Gläubigen aus London wegen dieser Sondermessen eingegangen waren.

Erzbischof Nichols, der zugleich Vorsitzender der Bischofskonferenz von England und Wales ist, erklärte weiter, die Seelsorge für schwule und lesbische Katholiken werde der Jesuitenkirche im Stadtteil Mayfair anvertraut.

Zugleich übertrug Erzbischof Nichols das Gotteshaus nunmehr dem vom Papst für Konvertiten errichteten Personal-Ordinariat „Our Lady of Walsingham“.

Diesem gehören zahlreiche ehemalige Anglikaner an, die der katholischen Kirche beigetreten sind  –  und dies teils auch aus Unzufriedenheit wegen der modernistischen Strömungen in ihrer früheren Konfession. Zu diesen Konvertiten gehören auch viele anglikanische Ordensleute  und Pastoren.

Quelle: Radio Vatikan


Zur Debatte um Organspende: CDL verbreitet „LifeCard“ gegen Organentnahme

Aktuelle Aktion der Christdemokraten für das Leben (CDL)

Wer keine Organe spenden möchte, kann dies jetzt auf einer Karte dokumentieren: Die in den Unionsparteien engagierte Initiative „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) bietet dazu eine „LifeCard“ (Lebenskarte) an, die man in der Brieftasche aufbewahren kann.

Auf ihr erklärt der Unterzeichner in sieben verschiedenen Sprachen: „Ich bin kein Organspender und widerspreche hiermit einer Entnahme meiner Organe und Gewebe.“ kein-organspender-cdl_62e181e432

Damit reagierte die CDL auf das am 1. November in Kraft getretene Transplantationsgesetz. Es sieht vor, dass sich die Krankenkassen in Briefen an ihre Versicherten wenden und sie auffordern, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen und bei Zustimmung einen beiliegenden Organspende-Ausweis auszufüllen.

Wie es in einer Mitteilung der CDL heißt, klärten weder die bisherigen Schreiben der Krankenkassen noch der Ausweis darüber auf, „zu welchem genauen Zeitpunkt, unter welchen Bedingungen und wofür tatsächlich einem Organspender Organe und Gewebe entnommen werden können“.

Als Kriterium für die „postmortale“ Organspende gelte  der sog. Hirntod. Dessen Definition gehe davon aus, dass zwar noch nicht alle Lebensfunktionen  –  insbesondere Herztätigkeit und Kreislauf  –  endgültig erloschen seien, aber wegen der als unumkehrbar angesehenen Schädigung des Gehirns der Todeseintritt unwiderruflich sei.

„Hirntote“ sind in Wirklichkeit Sterbende

Laut CDL gibt es in der Fachwelt aber inzwischen massive Zweifel daran, dass der Hirntod eindeutig diagnostiziert und mit dem Tod gleichgesetzt werden könne. Hirntote seien nicht Tote, „sondern eigentlich Sterbende“.  Deshalb würden ihnen vor der Organentnahme auch starke Schmerz- und Betäubungsmittel zugeführt.

Abschließend heißt es in den CDL-Erläuterungen für Empfänger der „LifeCard“:

„Sollten Sie bis heute noch keine Entscheidung zur Organspende getroffen haben, wird im ‚Ernstfall‘ Ihr ‚matmaßlicher Wille‘ herangezogen werden, und andere Menschen werden für Sie entscheiden (müssen).“

Diese Personen würden oft unter Zeitdruck bedrängt, unmittelbar nach der Diagnose „Hirntod“ der Organentnahme bei einem Angehörigen zuzustimmen.

Bundesvorsitzende der CDL mit Sitz in Münster ist Mechthild Löhr.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur http://www.idea.de


In Israel wurde ein Tempel mit Opfer-Altar aus biblischer Zeit entdeckt: 2.750 Jahre alt

Für die Archäologen war es eine große Überraschung, nur wenige Kilometer westlich von Jerusalem einen Tempel mitsamt Opferalter aus biblischer Zeit zu finden. IMG_0758

Grabungsleiterin Ana Erisch von der israelischen Altertumsbehörde schätzt das Alter der Fundstätte in Judäa auf 2.750 Jahre.

Zu dieser Zeit gab es im unweit entfernten Jerusalem bereits den ersten  – von Salomo erbauten  –  Tempel als zentrales Heiligtum der  Hebräer. Eben deshalb hat man anderswo in dem Gebiet von Judäa kaum je zeitgenössische Tempel gefunden.

Unter den Kleinfunden gab es Abbildungen menschlicher Figuren, deren Bedeutung noch unklar ist. Die Archäologen vermuten, daß der Ort mit dem biblischen Motza identisch ist, einer Stadt im Stammesgebiet des Benjamin, erwähnt im AT-Buch Josua.

Die Entdeckung wurde im Rahmen einer Notgrabung vor der Erweiterung der Autobahn Nummer 1 zwischen Tel Aviv und Jerusalem gemacht. Die scharfe Autobahnkurve des heutigen Motza gilt als eine der gefährlichsten Stellen im Straßennetz Israels. Deshalb war die Notgrabung notwendig.

Schon vor zwanzig Jahren wurden bei der Autobahnkurve von Motza Ausgrabungen durchgeführt. Der deutsche Historiker Carsten Peter Thiede entdeckte dabei eine Burg aus der Zeit Christi und wies nach, daß das wahre Emmaus, wo Jesus laut NT nach der Auferstehung den verunsicherten Jüngern erschien, dort gelegen haben müsse  –  und nicht bei Latrun oder Qubeibeh, wie es neuere Ansichten behaupten.

In dem „Emmaus“ bei Motza hat Dr. Thiede in einer jüngeren Kirche über den Funden aus römischer Zeit auch die vermutlich älteste Darstellung des Johanniterkreuzes gefunden.

Quellen: evangelische Nachrichtenseite http://www.jesus.de / Israelnetz


Neujahrsgebet eines Münsterländer Pfarrers aus alter Zeit

HERR, setze dem Überfluß Grenzen

und laß die Grenzen überflüssig werden.

Nimm den Ehefrauen das letzte Wort

und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.

Schenk unseren Freunden mehr Wahrheit

und der Wahrheit mehr Freunde.

Bessere unsere Beamten, Geschäfts- und Arbeitsleute,

die wohl tätig sind, aber nicht wohltätig.

Gib den Regierenden ein besseres Deutsch

und den Deutschen eine bessere Regierung.

HERR, hilf uns, daß wir in den Himmel kommen,

aber wenn Du willst: es hat noch Zeit…

1883 von Hermann Joseph Kappen, Pfarrer von St. Lamberti in Münster


2012 war ein Rekordjahr für den Tourismus in Israel

3,5 Millionen Ausländer haben 2012 Israel besucht, 4% mehr als im Vorjahr. Das gab das Tourismusministerium bekannt. Den überwiegenden Teil von ihnen machten mit 2,9 Millionen (2% mehr als 2011) Touristen aus (Tagestouristen nicht eingerechnet).

Klagemauer in Jerusalem (Foto: Golasso)

18% der Touristen kommen aus den USA, die damit wie auch schon in den Vorjahren das Land bleiben, aus dem die meisten Touristen nach Israel reisen.

Auf dem zweiten Platz knapp dahinter folgt Rußland, aus dem 20% mehr Touristen als noch 2011 nach Israel gereist sind.

77% der Touristen besuchten Jerusalem, 56% von ihnen Tel Aviv-Jaffa. Für immerhin noch 51% der ausländischen Touristen gehörte auch das Tote Meer zum Pflichtprogramm.

Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin


Massive Kritik an der TV-Steuer nimmt zu: „7,5 Milliarden für die Glotze“

„TV-Steuer“, „Fernseh-Diktatur“, 7,5 Milliarden für die Glotze“  – derlei zugespitzte Bemerkungen sind momentan von jenen zu hören, die ab 1. Januar 2013 in Deutschland die neue Fernsehgebühr von rund 18 Euro monatlich zahlen müssen.

Bislang entschieden viele gegen das TV-Kollektiv: Sie verzichteten – im Internet-Zeitalter ohnehin der große Trend – auf Fernseher und Radio und bezahlten daher auch keine Gebühren. Doch auch online kamen die Öffentlich-Rechtlichen schon bald ihrem mittlerweile zweifelhaften „Bildungsauftrag“ nach und expandierten unkontrolliert mit „Mediatheken“ und „Streaming“-Angeboten.

Kunstgriff per Internetgebühren „abwegig und dreist“

Das Vordringen ins Internet erwies sich als klug berechnet. konnten so auch die Internet-Nutzer als Gebührenzahler eingemeindet werden. Sie könnten ARD– oder ZDF-Formate online nutzen, hieß es aus den Anstalten prompt. Dieser finanzstrategische Kunstgriff ist angesichts der empirisch belegten Online-Nutzung breiter Bevölkerungsschichten abwegig und dreist. Für die Jugend sind die ARD– und ZDF-Angebote im Netz irrelevant, die Senioren halten in der Regel am herkömmlichen Fernsehen fest.

Gebührenzentrale erhält alle Meldedaten

Verständlich, dass sich nun gerade in der Netzgemeinde ein gehöriger Unmut zusammenbraut, der sich bereits zu entladen beginnt. ARD und ZDF lassen indes verlauten, dass sich nur wenige ändere.

Tatsächlich handelt es sich jedoch um einen für die Fernsehanstalten lukrativen Systembruch, denn der Zahlerkreis ist nicht durch Nutzungsmuster und einen klar definierten Leistungsbezug eingegrenzt: Abkassiert wird jeder Bewohner einer „Wohneinheit“ – unabhängig davon, ob er Radio und Fernsehen vorhält bzw. ARD und ZDF konsumiert.

Vor diesem Hintergrund ist der Begriff „Gebühr“ eine möglicherweise juristisch unhaltbare Verschleierung: Es handelt sich wohl um eine Steuer, die 2013 von der „Gebühreneinzugszentrale“ (GEZ) in Köln eingetrieben wird.

Mehr noch: Der Staat lässt zu, dass die kafkaeske Kölner Behörde Zugriff auf die Meldedaten hat. Sie wird in Zukunft in Eigenregie „Wohneinheiten“ ermitteln, kassieren und deutlich über 8 Milliarden an ARD und ZDF weiterreichen.

Kenner erwarten durch die allgemeine Gebühren-Ausdehnung nämlich ein deutliches Finanzplus. Die Gefährdung des Datenschutzes durch die GEZ-Datenkrake geht 2013 mit einer problematischen „Steuererhebung“ einher.

Die Skepsis der Bürger ist durchaus berechtigt. Die etablierte Politik schweigt parteiübergreifend. Sie weiß, was sie an der Tendenzberichterstattung des teuren Staatsfernsehens hat. ARD und ZDF sorgen dafür, dass insbesondere die etablierte Parteipolitik zum Zuge kommt, alle anderen politischen Mitbewerber und Kritiker am Parteienestablishment werden ausgeblendet oder in Grund und Boden kritisiert.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://www.unzensuriert.at/content/0011251-TV-Steuer-ffentlich-rechtliche-Geb-hrenreform-massiv-Kritik


Saudi-Arabien: Bürgerrechtler Muhammad Saleh al-Bejadi freilassen!

Muhammad Saleh al-Bejadi ist Mitbegründer saudi-arabischen Menschenrechtsorganisation „Saudi Civil and Political Rights Association“ (ACPRA), die sich seit 2007 für die Rechte politischer Häftlinge einsetzt.

2007 verbrachte er vier Monate in Haft, ohne daß es eine Anklage oder einen Prozeß gegeben hätte. 2009 wurde es ihm verboten, ins Ausland zu reisen.  d8bfd15e7688af7ffff810cfffffff0

Am 21. März 2011 wurde der Bürgerrechtler (siehe Foto) erneut verhaftet – zusammen anderen Personen, die am Tag zuvor einem Aufruf gefolgt waren und die Freilassung von politischen Gefangenen verlangt hatten.

Er wurde daraufhin vier Monate in Einzelhaft gehalten und durfte nur einige wenige Minuten pro Woche mit seiner telephonieren. Über sieben Monate hinweg wurde ihm ärztliche Betreuung verweigert. 

Im August 2011 folgte die Anklage wegen „Aufruhrs gegen den Herrscher, Anstiftung zu Demonstrationen und wegen Gesprächen mit ausländischen Sendern“.  –  Richter al-‚Abd al-Latif  sorgte dafür, daß der Verteidiger des Menschenrechtlers an den Verhandlungen nicht teilnehmen konnte.

Am 3. Oktober 2011 erschien er bei einem Geheimtreffen des Gerichts, an dem Journalisten und Menschenrechtsaktivsten nicht teilnehmen durften. Dabei wurden ihm weitere Punkte vorgeworfen: „Mitgliedschaft in einer verbotenen Organisation, Besitz verbotener Bücher sowie die Absicht, das Ansehen des Landes zu beschädigen“. 

Im März 2012 nahmen über 30 Personen an einem zweitägigen Sympathie-Hungerstreik teil, der von al-Bejadis Organisation ACPRA und der Menschenrechtsliga „Human Rights Watch“ organisiert wurde und die Freilassung des Bürgerrechtlers zum Ziel hatte. 

Am 10. April 2012 wurde Saleh el-Bejadi schließlich zu einer 4-jährigen Gefängnisstrafe und einem 5-jährigen Ausreiseverbot verurteilt.

Hier die Quelle (Menschenrechtsgruppe AKM) und konkrete Aktions-Tips: http://www.akm-online.info/index2.html


Kritik an „Energiewende“: Sozialisierung der Verluste – die Bürger haften

Von Peter Helmes

Viel schneller als üblich hatte Deutschlands Kanzlerin ihr Urteil gebildet  –  und ihr Ziel durchgesetzt: Die Energiewende muß her!

Dieser Imperativ war unter dem Eindruck der Fukushima-Katastrophe entstanden und führte zu hektischen Aktionen.

Nun zeigt sich immer deutlicher, daß die Konsequenzen nicht ausreichend bedacht wurden. Bei Klimaschutz, Energie(-Preisen) oder Importabhängigkeit sind mehr Fragen offen als geklärt. Diese Bundesregierung stellt sich bei der Bewältigung der Probleme immer wieder neu ein Armutszeugnis aus. pc_pi

Quasi „aus dem Bauch heraus“ wurde die „Energiewende“ ausgerufen, die vor allem aus dem überhasteten Abschalten der Atomkraftwerke ihre Entsprechung fand. Doch postwendend entstand die Frage, wo denn der „abgeschaltete“ Strom so plötzlich herkommen und wie er zu uns Bürgern (und Industriebetrieben) gelangen könnte. 

Hätte Merkel nicht nach dem Bauchgefühl, sondern nach der reinen Vernunft gehandelt, hätte sie mit ihren Gefolgsleuten erst einmal die Alternativen beraten müssen.

Nun ist der Katzenjammer groß. Der Leitungsausbau (für den Transport der „alternativen“ Energien) wird kaum in der nötigen Geschwindigkeit herzustellen sein  –  heute eine Binsenweisheit.

Neu ist die Frage der Haftung – und diese Haftung wird schwupp-die-wupp auf die Verbraucher, also auf die Bürger, übertragen.

Warum? Das erkennt man schnell, wenn man sich die Vorgeschichte anschaut:

Der holländische (staatliche!) Netzbetreiber Tennet hatte sich zum Netzanschluß aller Windparks in der Nordsee verpflichtet. Im letzten November (2011) schrieb er der Regierung, daß er das „leider nicht mehr leisten“ könne – und schob die (unausgesprochene) Drohung nach, daß „dann die Energiewende scheitern“ werde.

Ende Februar dieses Jahres legte Tennet nach – in  einem Schreiben an den FDP-Umweltexperten(?) Philipp Rösler, der unschuldigerweise auch Wirtschaftsminister Deutschlands ist:

Es müsse „vor weiteren Aufträgen für den Anschluß von Offshore-Windparks bei der Haftung neue Regeln geben“. Tennet schob eine an Deutlichkeit nicht zu überbietende Klarstellung nach: „Wo Versicherungen nicht mehr einspringen, muß es eine Sozialisierung der Schäden geben.“

Die Drohung hatte Erfolg: Wirtschafts- und Umweltminister erarbeiteten eine entsprechende Gesetzesvorlage, die im August 2012 als Kabinettsvorlage beschlossen wurde: sie erlaubte den Windparkbetreibern und Netzgesellschaften, den größten Anteil aller Risiken (also Schäden) auf die Stromverbraucher abzuwälzen. Dazu zählen z. B. der Ausfall der Einnahmen bei verzögertem Netzanschluß oder auch technische Schäden.

Verbraucherschutzministerin Aigner, anfangs eine Gegnerin der Belastung der Verbraucher  –  Originalzitat: „Die Neuregelung (zu Lasten der Stromverbraucher) sind kaum beherrschbar und mit marktwirtschaftlichen Prinzipien nicht zu vereinbaren“   –   strich bereits nach acht Tagen die Segel: kein kritisches Wort mehr.

Also bleibt es bei der Privatisierung der Energiewende-Gewinne und der Sozialisierung ihrer Verluste: amateurhaft – und auf Kosten der Bürger.

 


IRAN: „Gefangener des Monats“ ist Alireza Seyyedian – IGFM und IDEA rufen zur Solidarität auf

Als „Gefangenen des Monats Januar“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die evangelische Nachrichtenagentur IDEA den iranischen Christen Alireza Seyyedian (siehe Foto) benannt und zu seiner Unterstützung aufgerufen. seyyedian_alireza_pr12_c12dfdf8e6

Der 37-Jährige wurde im Dezember 2011 zu sechs Jahren Haft wegen „Aktionen gegen die nationale Sicherheit und Propaganda gegen das Gesetz“ verurteilt. Er befindet sich im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis in der Sektion für politische Gefangene. Dort müssen sich rund 30 Häftlinge eine Zelle teilen.

Der frühere Muslim war 2006 zum Christentum übergetreten. Sicherheitskräfte hatten 2011 bei einer Razzia in seiner Wohnung ein Video entdeckt, in dem seine Taufe in der Türkei zu sehen ist.

Die Behörden werfen ihm u.a. vor, Treffen von Konvertiten aus dem Islam organisiert und Bibeln an Jugendliche verteilt zu haben.

Nach Angaben der IGFM steht die Verurteilung wegen seines Übertritts zum christlichen Glauben und seines religiösen Engagements in „klarem Widerspruch“ zu dem für den Iran völkerrechtlich bindenden Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte.

Der Menschenrechtsverband und IDEA rufen dazu auf, sich in Briefen an den Generalsekretär des iranischen Menschenrechtsrates, Mohammad Javad Larijani, für die Freilassung von Seyyedian einzusetzen.

Von den 74,2 Millionen Einwohnern Irans sind 99 Prozent Muslime. Die Zahl der Konvertiten zum christlichen Glauben wird auf 250.000 geschätzt. Ferner gibt es bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen.

Quelle: http://www.idea.de