Israels höchste religiöse Würdenträger wollen „strenges Verbot der Abtreibung“ einschärfen

Im Heiligen Land gibt es seit 1911 stets zwei Oberrabbiner  (je einen für die sephardischen und einen für die aschkenasischen Juden)   –  es sind dies die höchstrangigen Vertreter des religiösen Judentums in Israel.

Die beiden derzeitigen Oberrabbiner  –  Schlomo Mosche Amar und Yona Metzger  –   haben jetzt erneut landesweit zu Predigten für den Schutz ungeborener Kinder aufgerufen.  Baby (2)

Die Rabbiner in den Gemeinden sollen den jüdischen Gläubigen „das strenge Verbot der Abtreibung“ einschärfen, schrieben die beiden höchsten Würdenträger in einem gemeinsamen Brief, aus dem der israelische Sender Arutz Scheva am gestrigen Mittwoch zitierte.

Sie appellierten außerdem an EU-Ratspräsident Herman von Rompuy, eine Kommission zur Beobachtung des Antisemitismus in Europa einzurichten.

Die Oberrabbiner verwiesen in ihrer Bekräftigung des Abtreibungsverbotes auf das alttestamentliche Buch Exodus, das darüber berichtet, wie hebräische Hebammen sich weigerten, männliche Nachkommen der Israeliten bei der Geburt zu ermorden, wie der ägyptische Pharao dies befohlen hatte.

Bereits vor zwei Jahren  –  Anfang Januar 2010  –   hatten die beiden Oberrabbiner in einem Schreiben an die örtlichen Rabbiner Israels darauf hingewiesen, daß jedes Jahr im jüdischen Staat rund 50.000 Babys im Mutterleib vernichtet werden.  

Die obersten israelischen Religionsführer bezeichnen es schon damals als „schwere Sünde“ und als eine „wahre Epidemie“, daß tausende jüdischer Babys jährlich „verloren gehen“.

Unter anderem fordern die beiden Oberhäupter bessere finanzielle Hilfen für arme Mütter, um dadurch Abtreibungen, die aus einer wirtschaftlicher Notlage heraus entstehen, zu verhindern. 

Die deutsche Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“ schrieb am 4.1.2008 grundsätzlich folgendes zum Thema Lebensrecht der Ungeborenen:

„Aus religiöser Sicht sind die meisten Abtreibungen ohnehin illegal. Zum einen genießt das ungeborene Leben halachischen Schutz und darf nur bei akuter Gefahr für die Mutter beendet werden. Zum anderen verstößt Abtreibung gegen das Gebot „Seid fruchtbar und mehret euch“.

Das israelische Oberrabbinat fordert überdies bereits seit vielen Jahren ein stärkeres Eintreten der Behörden gegen illegale Abtreibungen. Etwa 20.000 der 50.000 Abtreibungen sind laut der israelischen Lebensrechtsgruppe EFRAT auch formalgesetzlich illegal. 

Der als gemeinnützig anerkannte Verband EFRAT in Jerusalem rettet 4000 bis 5000 ungeborene Kinder pro Jahr mit Hilfe von 3000 ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen).

Bereits 1977 gründete der Arzt Dr. Eli Josef Schussheim  –  ein religiöser Jude  –  diese einsatzfreudige Lebensrechts-Organisation, deren Ziel es ist, durch Infos, Beratung und finanzielle Hilfen so viele Frauen wie möglich zum Austragen ihres Kindes zu ermutigen.

Der engagierte Lebensrechtler und Chirurg Dr. Schussheim erklärte laut der „Jüdischen Allgemeinen“ (vgl. deren Artikel „Auf Leben und Tod“ vom 4.1.2008):

„Natürlich spielt der Schutz des ungeborenen Kindes aus meiner Sicht eine entscheidende Rolle. Leben zu retten ist mein Hauptanliegen  –  auch und gerade als Arzt.

Wenn Schwangere mich um Rat bitten, spreche ich mit ihnen aber weder über das Gesetz noch über Religion. Ich rate ihnen, falls kein wirklich zwingender Grund für eine Abtreibung vorliegt, die Schwangerschaft fortzusetzen.

Mir ist noch nie passiert, dass eine von uns beratene Frau, die das Kind zur Welt bringt, das bereut hätte. Dagegen verfallen Frauen, die sich für die Abtreibung entscheiden, oft in Depressionen.“

Quellen u.a.: Israelnetz, Jüdische Allgemeine, http://www.kathweb.at

Hier noch ein HINWEIS auf einen deutschsprachigen Artikel von Dr. Schussheim über die sexuelle Liebe in der Ehe, wobei der israelische Arzt aufschlußreich und präzise erläutert, warum die vom jüdischen Religionsgesetz geforderte zweiwöchige Enthaltsamkeit im Monat sowohl gesundheitlich wie psychologisch durchaus sinnvoll ist:

http://www.juedischeslebenberlin.org/judisches-leben/mikveh/reinheit-der-familie/gesundheit-und-gluck-in-der-ehe/

DIESER ARTIKEL wurde auch auf dieser christlichen Webseite veröffentlicht: http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2013/01/israel-oberrabbiner-wollen-strenges.html


„Daily Mail“: Islamische „Rebellen“ in Syrien köpften 38-j. Christen und warfen ihn Straßenhunden zum Fraß vor

Der Ermordete hinterläßt eine schwangere Ehefrau

In Syrien sollen islamistische „Rebellen“ einen Christen geköpft und seinen Leichnam Straßenhunden zum Fraß vorgeworfen haben. Das berichtet die britische Tageszeitung „Daily Mail“ unter Berufung auf die kath. Ordensfrau Agnes-Mariam de la Croix.

Demnach wurde der 38-jährige Andrei Arbashe entführt, nachdem sein Bruder sich öffentlich darüber beschwert haben soll, daß Rebellen sich immer häufiger wie Banditen aufführen und Verbrechen begehen.

Foto: Evita Gründler
Foto: Evita Gründler

Kurz darauf sei die enthauptete Leiche Arbashes an einem Straßenrand nahe der Stadt Ra’s Al-Ayn an der türkischen Grenze gefunden worden; sie sei umringt gewesen von hungrigen Straßenhunden. Arbashe hinterläßt dem Bericht zufolge seine schwangere Frau, die er erst vor kurzem geheiratet hatte.

„Die demokratische Welt unterstützt Extremisten“

Wie Schwester Agnes gegenüber „Daily Mail“ sagte, hätten Gräueltaten dieser Art unter Rebellengruppen in den vergangenen Monaten zugenommen. Sie kritisierte in diesem Zusammenhang den Westen für seine Unterstützung der Rebellen, obwohl es immer mehr Hinweise auf Menschenrechtsverletzungen gebe.

Vergewaltigungen, Entführungen und Mord seien zunehmend an der Tagesordnung. „Die freie und demokratische Welt unterstützt Extremisten“, zitiert das Blatt die 60-jährige Nonne.

Der Volksaufstand in Syrien sei von einem islamistischen Söldnerheer übernommen worden, das weniger Interesse daran habe, die Regierung zu stürzen, als vielmehr einen islamischen Dschihad bzw. „Heiligen Krieg“ zu führen:

„Die Rebellen wollen die Scharia als Gesetz einführen und einen islamistischen „Gottesstaat“ in Syrien errichten“, so Schwester Agnes-Mariam weiter. Das sei auch ein Grund, weshalb sie so gewalttätig gegen Christen vorgingen.

Vornehmlich sunnitisch-islamische Rebellen wollen das seit 1963 herrschende, sozialistische Regime von Staatschef Baschar al-Assad beenden. Er gehört zur alawitisch-islamischen Religionsgemeinschaft, die sich von den Schiiten abgespalten hat.  Sowohl Alawiten wie Christen befürchten systematische Verfolgung, wenn Assad gestürzt wird.

Von den 21 Millionen Einwohnern sind 90 Prozent Muslime und 6,3 Prozent Christen; davon sind jeweils die Hälfte Katholiken und Orthodoxe. Daneben gibt es kleine Gruppen von Protestanten. Die übrige Bevölkerung besteht aus Nichtreligiösen oder Anhängern anderer Religionen.

Quelle: http://www.idea.de


Vermeintliche „Schauwunder“ nehmen zu – Kirchenleitungen reagieren skeptisch

Seit zwei Jahren geistert ein „Wunder“-Video, das in der Geburtskirche von Bethlehem entstanden ist, durch die schwarmgeistige und mirakelbewegte Szene, wobei sich angeblich das Christkind  höchstselbst in Form von Nebelschwaden herausbilde  –  was freilich völliger Unfug ist.

Näheres hier:
http://blog.gwup.net/2013/01/02/jesus-christus-ist-erschienen-in-bethlehem-auf-video/?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+gwup-die-skeptiker+%28gwup+|+die+skeptiker%29

Auch sonst wird in erscheinungsfrommen Kreisen  –  nicht zuletzt aus dem Umfeld Medjugorje  –  seit Jahrzehnten von angeblichen „Foto-Wundern“ oder Bluttränen-Madonnen erzählt. media-375643-2

Dabei nehmen derlei Phänomene manchmal größere Ausmaße an und rufen so die jeweilige Kirchenleitung auf den Plan, die mit Recht vor jeder Wundersucht warnt,  so etwa im September 2012, als es ein „Blutwunder“ an einer Marienstatue in Byblos im Libanon gegeben haben soll.

Ähnlich wenige Monate zuvor in New Jersey, wo es an einem Ginkgo-Baum zu einer Art mysteriösem Marienbild gekommen sein soll,  wobei die Kirchenvertreter das „Wunder“ sofort dementiert haben.

Mit solchem Unfug wird der wahre Glaube lächerlich gemacht, der nicht allein durch den Unglauben bedroht ist, sondern auch und erst recht durch den Aberglauben.

Wir leben hier auf Erden im Glauben, nicht im Schauen, wie der hl. Apostel Paulus bekräftigt (vgl. 2 Kor 5,7)  – wer hingegen  mirakulöse „Schauwunder“  benötigt (noch dazu solche, die  inhaltlich bzw. theologisch sinnlos sind), der ist offenbar in seinem Glauben  nicht sattelfest.

Felizitas Küble


IRAN: Menschenrechtler gratulierten dem gefangenem Studenten Zia Nabavi zum Geburtstag

Die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) in Frankfurt gratulierte dem iranischen Studenten Zia Nabavi zu seinem Wiegenfest am 21. Dezember 2012. Wie schon die letzten drei, muss er auch seinen 29. Geburtstag hinter Gittern verbringen.  ddac6dedbc

Die IGFM wünscht ihm viel Kraft und Energie, um die langen Tage im Gefängnis durchzustehen.

Zia Nabavi (*1983) ist Mitglied der Studentenvereinigung „Rat zur Verteidigung des Rechts auf Bildung“, die sich dafür einsetzt, dass auch Angehörige der Baháí-Religion im Iran studieren dürfen. Im Jahr 2009 wurde er deswegen vom Studium ausgeschlossen.

Nach den Protesten gegen die gefälschte Wiederwahl von Präsident Ahmedinedschad im Jahr 2009 nahmen ihn Sicherheitskräfte am 14. Juni 2009 fest. Er wurde während seines Verhörs geschlagen, getreten und beleidigt.

Im Sommer 2010 wurde Zia Nabavi zu 10 Jahren Gefängnis im inneriranischen Exil verurteilt. Die Richter beschuldigten ihn in einem unfairen Prozess u.a. der „Versammlung und Verschwörung gegen die nationale Sicherheit“, der „Regimefeindlichen Propaganda“ und der „Gefährdung der öffentlichen Ordnung“.

Zia Nabavi wurde zunächst in den für Folter berüchtigten Evin- und Karoun-Gefängnissen festgehalten. Am 24. Februar 2011 brachten ihn Mitarbeiter des Geheimdienstministeriums an einen unbekannten Ort.

Momentan befindet er sich wieder im Karoun-Gefängnis in Ahwaz, etwa 900 km südlich von Teheran.

Im Rahmen des IGFM-Projektes für politische Patenschaften hat der Bundestagsabgeordnete Stefan Rebmann (SPD) eine Patenschaft für Zia Nabavi übernommen.

Mehr zur Lage der Menschenrechte im Iran unter:
www.igfm.de/Menschenrechtsverletzungen-in-der-Islamischen-Republik-Iran.573.0.html


„Wir heißen Kinder Gottes – und wir sind es!“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: 1. Johannesbrief 2,29.3,1-5:

Wenn ihr wißt, daß ER gerecht ist, dann erkennt auch,
daß jeder, der die Gerechtigkeit tut, von Gott stammt.
 
Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat:
Wir heißen Kinder Gottes  –  und wir sind es.
Die Welt erkennt uns nicht, weil sie IHN nicht erkannt hat.
 
Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes.
Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden.
Wir wissen, daß wir IHM ähnlich sein werden, wenn ER offenbar wird;
denn wir werden IHN sehen, wie ER ist.
 
Jeder, der dies von IHM erhofft, der heiligt sich, so wie Er heilig ist.
Jeder, der die Sünde tut, handelt gesetzwidrig;
denn Sünde ist Gesetzwidrigkeit.
Ihr wißt, daß ER erschienen ist, um die Sünde wegzunehmen  – 
und ER selbst ist ohne Sünde.

Europäische Zentralbank muß auf Massenklage von 7000 Bürgern reagieren

Pressemitteilung der Bürgeraktion „Zivile Koalition“:

Die von mehr als 7000 Bürgern unterstützte Massenklage gegen die Europäische Zentralbank (EZB) ist vom Europäischen Gericht noch im Dezember der EZB zur Beantwortung zugestellt worden.
Die Kläger rügen primär den gegen die EZB-Statuten verstoßenden Beschluss vom 6.9.2012, unlimitiert Staatsanleihen aufzukaufen und so unmittelbar die Inflationierung des Euros zu betreiben.
Die EZB ist nun gemäß Artikel 46 Paragraph 1  der Verfahrensordnung innerhalb einer Frist von zwei Monaten gezwungen, auf die Klage zu antworten.

„Die offizielle Zustellung der Klage und damit der Beginn der 2-Monatsfrist zu ihrer Erwiderung werten wir als einen großen Erfolg. Der ursprüngliche Versuch des Europäischen Gerichtes, die Klage durch Beanstandungen der Form abzuwehren, war nicht mehr zu halten. Es muß eine Sachentscheidung geben. Ziel der Klage ist es, die Inflationspolitik der EZB zu stoppen und die Einkommen und Ersparnisse der Bürger zu schützen“, so Beatrix von Storch, Klägervertreterin und als Sprecherin der Zivilen Koalition e.V. deren Initiatorin.

Die Verlängerung der Frist über die zwei Monate hinaus ist gemäß Artikel 46 Paragraph 3 der Verfahrensordnung nur unter außergewöhnlichen Umständen zulässig.

Dazu Beatrix von Storch: „Der Prozeß gegen die EZB betrifft jeden Bürger der Eurozone unmittelbar und direkt in seinem Einkommen und seinen  Ersparnissen. Einen vergleichbaren Prozeß hat es noch nie gegeben. Ich hoffe, daß das Europäische Gericht diesem Umstand Rechnung trägt und den Prozeß nun zügig fortsetzt.“

Pressekontakt:
Beatrix von Storch
Zionskirchstraße 3
10119 Berlin
Telefon: 030 88001398