Pfarrer Dr. Guido Rodheudt übt deutliche Kritik an „Gloria-TV“ betr. Kreuz.net(-info)

Stellungnahme zur Internetseite „Gloria-TV“ vom 7. Januar 2013:

Neben anderen Verlinkungen mit katholischen Nachrichtenportalen war bis heute auch die Webseite der katholischen Pfarrei St. Gertrud-Herzogenrath mit der Internetseite „Gloria-TV“ verknüpft.

Foto: HP der Pfarrei St. Gertrud

Foto: HP der Pfarrei St. Gertrud

Unter anderem wurden dort immer wieder Video-Mitschnitte von den Liturgischen Tagungen in Herzogenrath ausgestrahlt. Im Jahre 2008 gab ich in Wien dem Redakteur von Gloria-TV, Kaplan Markus Doppelbauer, ein Interview über die Aufgaben des Netzwerks Katholischer Priester, einem von mir mit-initiierten Initiativkreis für katholische Geistliche.

Mit Wirkung von heute habe ich eine Entfernung der Verlinkung der Webseite der Pfarrgemeinde St. Gertrud-Herzogenrath veranlaßt und auch in einer heute versandten Email die Gloria-TV-Redakteurin Eva Doppelbauer aufgefordert, mein 2008 entstandenes Interview sowie alle weiteren Videosequenzen von Gottesdiensten oder Tagungsveranstaltungen aus Herzogenrath von „Gloria-TV“ zu entfernen.

Der Grund liegt in einer heute in den Nachrichten „Gloria-Global“ ausgestrahlten bewertenden Berichterstattung über die Neueinrichtung der Internetseite kreuz-net.info, die sich als Nachfolgeseite der mittlerweile abgeschalteten Seite „kreuz.net“ versteht.

In der Berichterstattung von „Gloria-TV“ wird diese Internetseite auf eine für mich nicht nachvollziehbare Weise in ihrer Funktion als Nachfolgeinstitution von „kreuz.net“ positiv bewertet, deren Profil in den letzten Jahren unter anderem durch die Leugnung des Holocaust untragbar geworden war.

Ich distanziere mich persönlich und für meine Pfarrei ausdrücklich von diesem Vorgehen von „Gloria-TV“.

Pfarrer Dr. Guido Rodheudt
Herzogenrath, 7. Januar 2013

Quelle: http://www.st-gertrud.info

HINWEIS:

Über diese ERKLÄRUNG von PFARRER RODHEUDT wurde am 9.1.2013 auch im konservativen katholischen Portal KATHNEWS berichtet: http://www.kathnews.de/pfarrer-dr-rodheudt-distanziert-sich-von-gloria-tv


Realsatire aus Regensburg: Anonyme Unterstellungen und kleinbürgerliche Neidkomplexe schüren Stimmung gegen Erzbischof Müller

Der „Mittelbayerischen Zeitung“ gefiel es am heutigen Dienstag, einen Online-Artikel zu veröffentlichen, in dem es von süffisanten Spitzen und Spitzfindigkeiten gegen Erzbischof Gerhard Ludwig Müller nur so wimmelt und stichelt.

Ausgangspunkt des Zeitungsberichts ist ein der dortigen Redaktion vorliegender, wohlgemerkt anonymer Brief eines, wie die MZ munter drauflosbehauptet, „offenbar gut informierten Müller-Kritikers“ –  oh?

Hm  – woher weiß das Blatt dies denn angesichts eines anonymen Briefes?

Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg

Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg

Statt ein feiges Denunzianten-Schreiben im Papierkorb zu entsorgen, gelangt es zur Ehre eines großen Berichtes in der MZ.

Aufgrund eines einzigen anonymen Briefs wird zudem der Eindruck erweckt, als stände eine ganze Armada dahinter, heißt es doch schon im Titel des reißerischen Artikels: „Erzbischof Müller bewegt weiter die Gemüter“

Erst denkt sich der brave Leser: Das ist doch prima, der frühere Regensburger Bischof ist in seinem Bistum nach wie vor unvergessen, umso besser…

Pustekuchen, gleich im nächsten Satz heißt es nämlich:

„Spekulationen um finanzielle Zuwendungen: Anonyme Kritiker werfen Regensburgs ehemaligen Bischof Gerhard Ludwig Müller vor, ein „Nimmersatt“ zu sein.“

Der Chef der Glaubenskongregation in den heiligen Hallen des Vatikan ist ein „Nimmersatt“  – wer hätte das gar gedacht?

Und wie merkwürdig, daß aus einem einzigen anonymen Schreiben nun aus dem Nichts heraus von „Kritikern“ die Rede ist  – hat der Denunziatenbrief etwa eine wundersame Papiervermehrung erfahren?

Ist der oberste Glaubenshüter der katholischen Weltkirche womöglich ein „Nimmersatt“?

Dazu veröffentlichte das mittelbayerische Käse…äh…Regionalblatt „passend“ ein Foto des Erzbischofs, auf dem er leicht angenervt nach oben schaut, als ob er befürchten müsse, schon bereits als hoffnungsloser „Bruder Nimmersatt“ entlarvt zu sein…

Ein anonymer Brief ist freilich ein Ereignis, das eine echt seriöse „Qualitätszeitung“ dazu veranlaßt, der Bistumsleitung einen geradezu inquisitorischen Fragenkatalog vorzulegen, sei es auf direkte Art oder indirekt herausgefordert durch die Vorwürfe in ihrer „Berichterstattung“.

Allerdings muß die MZ auch vermelden: „Das Bistum Regensburg betont jedoch: Alles läuft korrekt.“  – Eben, was soll also das künstlich aufgebauschte Theater?

MZ-Redakteurin Christine Schröpf weiß gleichwohl Schlimmes aus der anonymen Briefweisheit zu berichten, wie der Glaubenshüter aus Rom nämlich das bayerische Bistum schröpft und schröpft, nämlich bittschön:

„Zwei Mallersdorfer Schwestern kümmerten sich auch in Rom weiter gratis um den Haushalt des Erzbischofs.“

Ein unglaublicher Skandal: Wenn das mal keine unlauterte Vorteils(an)nahme ist, dann heiß ich Christine!

Offenbar macht die Korruption auch vor vatikanischen Amtsstuben nicht halt, sie dringt gar in die Küche der Kurie ein   –  und versalzt der Kirche noch die (Medien-)Suppe!

Damit nicht genug der heimlichen Müller-Sünden aus dem anonym gewonnenen  „Beichtzettel“ der Redaktionsstube:

„Im Regensburger Priesterseminar sei für [Müllers] Aufenthalte eine ständige Wohnung reserviert.“

Jetzt halten wir uns an der Stuhllehne fest:

Angesichts dessen, daß die meisten Priesterseminare   –  Gott sei es geklagt – ohnehin fest leer stehen, wagt es die Bistumsleitung, den hohen Besuch aus Rom nicht etwa unter einer Brücke oder im Mehrbettzimmer einer Jugendherberge übernachten zu lassen, sondern in den gewiß doch höchst luxuriösen Zimmern eines Priesterseminars.

Wie gut, daß es die Mittelbayerische Zeitung gibt, die uns über solche innerkirchlichen Skandale –  noch dazu jene direkt aus dem Rom, dem Zentrum der Weltkirche!  – aufklärt und nicht müde wird, auch die kleinbürgerlichsten Neidkomplexe gebührend zu berücksichtigen.

Angesichts dieser haus….äh.…vatikangemachten Affäre, bei der es immerhin um den drittmächtigsten Mann der katholischen Kirche geht, dürfen wir der Qualitätspresse in deutschen und bayerischen Landen immer wieder von neuem dankbar sein, daß sie sich sogar um den Computer aus der Schreibstube des Herrn Erzbischofs kümmert und daher zu vermelden weiß:

„Büromöbel und Computer…Die Vorwürfe werden heftig diskutiert“

„Handgefertigte Büromöbel und einen Computer habe er nach Rom mitgenommen. Müller wird deshalb als „Nimmersatt“ tituliert. Die Vorwürfe haben inzwischen Kreise gezogen  –  und werden heftig diskutiert.“

Himmel, Garn und Zwirn  –  das ist ja „heftig“, das kann doch nicht wahr sein, dieser nimmersatte Müller hat zwar keine Brillanten mit nach Rom genommen, er hat auch  –  das beruhigt die „Gemüter“ zu Regensburg vielleicht etwas   – keine silbernen Löffel geklaut, aber einen wahrhaftigen Computer samt „handgefertigten“ Einrichtungsgegenständen in die vatikanische Kurie eingebracht: das muß man sich mal auf der berühmten Zunge zergehen lassen!

Nachdem Frau Schröpf das Sündenregister des Glaubenspräfekten fein säuberlich abgespult hat, folgt die Zwischenüberschrift: „Bistumssprecher verwundert“

Zur nicht geringen „Verwunderung“ über dieses ebenso unseriöse wie lächerliche  Zeitungsgebaren besteht gewiß aller Anlaß  – oder hatte die Redakteurin etwa erwartet, der Pressesprecher der Diözese Regensburg breche hierüber in Jubel aus?

Weiter heißt es: 

„Bistumssprecher Clemens Neck bestätigte im Großen und Ganzen den Sachverhalt  –  wunderte sich aber über böse Untertöne.“

Der kirchliche Pressesprecher hat sich noch zurückhaltend ausgedrückt, denn der infame Artikel der MZ ist eine einzige hinterhältige Unverschämtheit.

Einige Klarstellungen des Bistumssprechers werden sodann erwähnt, zB. folgende: „Im Priesterseminar stünden Müller für Besuche zwei kleine Gästezimmer zur Verfügung.“ 

Sodann: „Seine Regensburger Computer „teilweise seit vielen Jahren im Gebrauch“ seien ihm überlassen worden. „Ein Schreibtisch, eine Schrankwand und eine Sitzungstisch-Gruppe“ wurden ihm laut Neck leihweise zur Verfügung gestellt worden. „Die Möbelstücke sind alle rund zehn Jahre alt.“

Die detaillierten Antworten des Pressesprechers „zu den Finanzfragen“ werden aber nicht im Artikel selber veröffentlicht; man findet sie online nur über einen minimalen, kaum sichtbaren, weiterführenden Link, so daß die Richtigstellungen von Clemens Neck wohl nur von den wenigsten Lesern des dreisten Artikels wahrgenommen werden können: Necks Klarstellungen

Die Mittelbayerische Zeitung ist bei Licht betrachtet blamiert bis obenhin, hat dies aber in ihrer kleingeistigen Beschränktheit und ihren oberspießigen Neidkomplexen wohl immer noch nicht „gecheckt“.

Womöglich beglückt sie ihre werte Leserschaft auch weiterhin mit gezielten Indiskretionen anoymer Schreiberlinge, die anderswo – nämlich in seriösen Redaktionen  –  wir wissen schon…im Abfallkorb landen, dem einzig angemessenen Aufenthaltsort solcher Schmierstücke.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


ISRAEL: Naturwissenschaftler aus Garching und Innsbruck erhalten den renommierten Wolf-Preis

Erziehungsminister Gideon Sa‘ar hat am Donnerstag die diesjährigen Gewinner der Wolf-Preise bekanntgegeben; diese Auszeichnungen genießen weltweit hohes Ansehen.

Der mit 100.000 US-Dollar dotierte Preis wird in den fünf Kategorien Chemie, Mathematik, Physik, Landwirtschaft und Architektur vergeben.

In Physik wurden Prof. Juan Ignacio Cirac (siehe Foto) und Prof. Peter Zoller ausgezeichnet: Prof_Cirac_office_kl

Cirac forscht am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching.

Zoller ist Professor am Institut für Theoretische Physik an der Universität Innsbruck.

Beide werden für ihre gemeinsamen Arbeiten im Gebiet der Quantenoptik, Quanteninformations-Wissenschaft und der Theorie der Quantengase ausgezeichnet.

Gideon Sa’ar ist in seiner Eigenschaft als Erziehungsminister Vorsitzender der Wolf-Foundation, welche die Preise vergibt. Sie werden im Mai durch Präsident Shimon Peres bei einer Zeremonie in der Knesset  – dem israelischen Parlament  –  überreicht.

Quelle (Text/Foto): Botschaft des Staates Israel in Berlin


Deutsche Medien schoben einen Raketenbeschuß der Hamas (!) den Israelis (!) in die Schuhe

2,h=493.bildEine typische Meldung lautete: “Israel bombardierte Sderot”:

“Rauch über Sderot. Am 15. November bombardierten israelische Kampfjets die Stadt im Gazastreifen, als Reaktion auf den Raketenbeschuss durch die dort regierende radikal-islamische Hamas.”

Wie bitte? Wurde Sderot etwa stillschweigend mit Moslems bevölkert und an die Hamas im Gazastreifen übergeben?

So jedenfalls stellt es die “Südwestpresse” am 31. Dezember dar, schwarz auf weiß und Online.

Laut „Focus“ steigt Rauch nahe einer riesigen Moschee in Sderot auf, die es in jener jüdischen Kleinstadt gar nicht gibt.

Die Quelle der Fotos und vermutlich auch der falschen Bildunterschriften ist die Agentur afp. 

Dieses BILD zeigt eine Hilfsaktion in der israelischen Stadt Kiryat Malachi nach einem Hamas-Beschuß, wobei eine junge Soldatin die verängstigen Menschen beruhigt.

Quelle (Text/Foto):  http://koptisch.wordpress.com/2013/01/08/die-palastinenser-werden-frech/


CDU/CSU-Fraktion: Verfolgung und Unterdrückung von Abermillionen Christen ist alarmierend

Das  christliche Hilfswerk Open Doors hat am heutigen Dienstag neue Zahlen zur Christenverfolgung in aller Welt vorgelegt. Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder:

„Die Verfolgung und Bedrängung von Abermillionen von Christen in vielen Teilen der Welt ist nach wie vor alarmierend. In Afrika nimmt sie sogar noch zu. Die deutsche Politik muss sich des Schicksals der wegen ihres Glaubens Verfolgten und Bedrängten unvermindert annehmen.

Gerade die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird wachsam bleiben und helfen, wo sie dies tun kann. Wir stehen zu unseren Glaubensbrüdern und -schwestern. Mit den Kirchen in Deutschland ziehen wir hier an einem Strang.

Wir können natürlich die Situation in vielen Ländern nicht selbst ändern. Doch eines hat unser Engagement in den vergangenen Jahren gezeigt: Wenn wir auf die Bedeutung des zentralen Menschenrechts der Religionsfreiheit hinweisen und auf das Schicksal der Betroffenen aufmerksam machen, kann dies bereits der erste Schritt zur Verbesserung der Situation der Christen sein.

Es gibt kaum Staaten auf der Welt, denen es gleichgültig ist, wenn sie wegen Verstößen gegen Menschenrechte unter Beobachtung stehen. Darum ist es wichtig, immer wieder auf die Bedeutung der Religionsfreiheit hinzuweisen – auch im Sinne der Angehörigen anderer Konfessionen.

In Ägypten hat zum Beispiel das Militär nach Berichten aus dem Land am Montag einen Bombenanschlag auf eine christliche Kirche in Rafah im Nordsinai vereitelt. Die Aufmerksamkeit der Sicherheitskräfte hat vermutlich vielen Christen das Leben gerettet.

Vielleicht ist diese Aufmerksamkeit auch dadurch verstärkt worden, dass weltweit, aber auch von unserer Seite über die Situation der Kopten in Ägypten berichtet worden ist.

Auch ich werde im Februar wieder nach Ägypten reisen, um mir vor Ort ein Bild von der Lage zu machen.“

Hintergrund:  Nach dem Weltverfolgungsindex 2013 des überkonfessionellen Hilfswerks Open Doors werden derzeit rund 100 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Besonders in Afrika hat danach die Christenverfolgung durch Islamisten zugenommen. Unrühmlicher Spitzenreiter sei zum elften Mal in Folge das abgeschottete kommunistische Nordkorea.

Der Index erfasst und dokumentiert jährlich neu die Situation der Religionsfreiheit von Christen weltweit und listet die 50 Länder auf, in denen Christen wegen ihres Glaubens am stärksten verfolgt und benachteiligt werden.

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1  /  11011 Berlin
fraktion@cducsu.de
http://www.cducsu.de


Die radikal-islamische Hamas errichtet eine Mediendiktatur im Gazastreifen

Daß die Hamas im Gazastreifen Regimekritiker verfolgt und zuweilen auch foltert, ist mittlerweile bekannt. Jetzt hat die dortige Regierung israelische Medienleute aus dem Gazastreifen verbannt. Als Begründung bzw. Vorwand wird aufgeführt, Palästinenser seien in negativer Art und Weise dargestellt worden.

Damit ist nun die Presse außerhalb des Gazastreifens fast gänzlich auf Berichte ansässiger Palästinenser angewiesen.

Mit Blick auf die Propaganda der Palästinenser (Stichwort: Pallywood) zeigt diese Überwachung der Medien in Gaza erneut das Kalkül der Machthabenden in Richtung Meinungsdiktatur.

Quelle: Nachrichtenseite „Israel heute“


Neuer Weltverfolgungs-Index 2013: In diesen Staaten werden Christen am stärksten verfolgt

Nordkorea und Saudi-Arabien sind negative Spitzenreiter

Derzeit werden rund 100 Millionen Christen weltweit um ihres Glaubens willen verfolgt. Besonders in Afrika hat die Christenverfolgung in islamischen bzw. islamisch beeinflußten Staaten zugenommen.

Unrühmlicher Spitzenreiter bleibt zum elften Mal in Folge das abgeschottete kommunistische Nordkorea.

Das geht aus dem Weltverfolgungsindex 2013 (WVI) hervor, den das überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors am heutigen Dienstag vorstellt.

Der WVI erfaßt und dokumentiert jährlich die aktuelle Situation der Religionsfreiheit von Christen weltweit und listet die 50 Länder auf, in denen Christen wegen ihres Glaubens am stärksten verfolgt und benachteiligt werden.

Berichtszeitraum für den neuen WVI ist der 1. November 2011 bis 31. Oktober 2012.

Foto: Evita Gründler

Foto: Evita Gründler

In Nordkorea wird bereits der Besitz einer Bibel mit der Todesstrafe oder Arbeitslager für die gesamte Familie bestraft.

Auf den weiteren acht Plätzen folgen Staaten, in denen der islamische Extremismus die Hauptquelle für eine systematische Verfolgung von Christen ist.

Hier werden Christen am stärksten verfolgt:

Platz    1    Nordkorea
Platz    2    Saudi-Arabien
Platz    3    Afghanistan
Platz    4    Irak
Platz    5    Somalia
Platz    6    Malediven
Platz    7    Mali
Platz    8    Iran
Platz    9    Jemen
Platz    10   Eritrea

Bedrohung in Afrika gestiegen:

Die afrikanischen Länder Mali, Tansania, Kenia, Uganda und Niger sind im WVI 2013 erstmals vertreten. In Mali (Platz 7) eroberten militante, der Al Kaida nahestehende Islamisten den nördlichen Landesteil. Christen mußten fliehen.

Eine verstärkte Unterwanderung der Gesellschaft durch islamistische Gruppierungen und gleichzeitig gewaltsame Übergriffe auf Christen wurden auch aus Tansania (Platz 24), Kenia (40), Uganda (47), Niger (50) und Nigeria (13) sowie Ländern des „Arabischen Frühling“ gemeldet.

Extremistische muslimische Organisationen stehen bereit, dort die Macht zu ergreifen, wo sich durch die Revolutionen ein Machtvakuum aufgetan hat.

Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland, erklärt hierzu:

„Die Revolutionen und demokratische Wahlen wie in Ägypten haben islamistischen Gruppierungen wie den Muslimbrüdern und Salafisten als Trittbrett gedient, um an die Macht zu gelangen. Leider sehen wir derzeit kein Ende der länderübergreifenden Ausbreitung eines extremistischen Islam mit einer massiven Verfolgung und Vertreibung der christlichen Minderheit.“

Aber auch in Ländern ohne mehrheitlich muslimische Bevölkerung erleiden Christen zunehmende Unterdrückung und Gewalt – wie in Kenia, Uganda und Tansania. Dort setzen gewaltbereite Islamisten aus den Nachbarländern Christen unter Druck.

Negative Entwicklungen in Syrien und Libyen

Im anhaltenden Bürgerkrieg Syriens werden Christen zumeist von ausländischen Islamisten bzw. sog. „Rebellen“ ins Visier genommen, die sich der „Syrischen Befreiungsarmee“ angeschlossen haben. Das Land rückt im WVI 2013 dadurch von Rang 36 vor auf Rang 11.

Einen großen negativen Sprung nach vorn macht auch Libyen   –   von Platz 26 auf 17. Der von vielen Menschen erhoffte Wandel hin zu einer rechtsstaatlichen Demokratie wurde auch dort durch islamische Extremisten zunichte gemacht.

Christen in Nigeria, Syrien und im Irak erlebten am häufigsten gewalttätige Angriffe, gefolgt von Sudan und Ägypten.

Besonders im Fokus sind Christen muslimischer Herkunft, die nach der Scharia als Abgefallene vom Islam gelten. Sie werden häufig von ihrer eigenen Familie geächtet, aber auch gesellschaftlich und politisch verfolgt und ausgegrenzt.

In der Gefahr nicht allein lassen

Bei den Erhebungen zum WVI untersucht Open Doors gezielt die verschiedenen Lebensbereiche der Christen in einem Land: So wird ihre private, familiäre, gesellschaftliche, kirchliche und staatliche Situation jeweils differenziert betrachtet.

Die Freiheit, den Glauben zu leben  –  privat wie öffentlich  –  und das Ausmaß der Gewalt gegen Christen fließen gleichermaßen in die Bewertung der Länder ein.

Christen sind weiterhin die weltweit größte verfolgte Religionsgemeinschaft. Sie werden um ihres Glaubens willen diskriminiert, geschlagen, bespitzelt, eingesperrt oder sogar ermordet.

Open Doors ruft gegen das Vergessen von Millionen verfolgter Christen auf und bittet, sie zu unterstützen: „Gebet ist das erste, worum uns verfolgte Christen bitten. Darüber hinaus ist es erforderlich, durch Hilfsprojekte vor Ort zu helfen.“

Wachstum trotz Verfolgung

„Obwohl die Verfolgung von Christen weltweit zunimmt, gibt es Zeichen der Hoffnung. Inmitten einer feindlich gesinnten Umwelt sind die christlichen Gemeinden in vielen Ländern gewachsen“,  erläutert Markus Rode.

Die Anzahl der Christen in Afrika und Südamerika hat sich seit den 1970er Jahren verdoppelt, in Asien sogar verdreifacht, so Open Doors.

Die bedrängten Christen in Syrien und Ägypten berichten von einer nie dagewesenen Einheit unter den christlichen Konfessionen – und auch in Nordkorea wächst die Zahl der Christen, die sich trotz massiver Verfolgung heimlich treffen.

„Durch das beherzte Engagement von Politikern und Christen, die sich in Deutschland und anderswo für verfolgte Christen im letzten Jahr eingesetzt haben, konnten wir vielen Betroffenen  unmittelbar helfen und neue Hoffnung geben. Wir wünschen uns, dass der Weltverfolgungsindex nicht nur als Gradmesser der Christenverfolgung weltweit gesehen wird, sondern dazu führt, dass unsere freiheitlich demokratische Gesellschaft, vorrangig die Kirchen und die Politiker, sich noch intensiver für verfolgte und bedrängte Christen einsetzen“, appelliert Markus Rode.

Den ausführlichen Bericht zum Weltverfolgungsindex, alle Platzierungen sowie Lebensberichte verfolgter Christen finden Sie unter www.weltverfolgungsindex.de

In Kürze: Platz 1 bis 3

Nordkorea Platz 1: Auch unter dem neuen Machthaber Kim Jong Un werden Christen hingerichtet oder mit ihrer ganzen Familie in Arbeitslager gebracht. Geschätzte 50.000 – 70.000 Christen befinden sich derzeit in Arbeitslagern und werden zu Tode gefoltert. Sie gelten als gefährliche politische Feinde, da sie zum einen die „Juche“-Ideologie ablehnen und gleichermaßen auch die gottgleiche Verehrung von Staatsgründer Kim Il Sung sowie dessen im Jahr 2011 verstorbenem Sohn Kim Jong Il. Ihren Glauben können die ca. 200.000 bis 400.000 Christen nur heimlich leben. Trotz harter Verfolgung gelingt es dem Regime jedoch nicht, die wachsenden Hauskirchennetzwerke im Untergrund auszulöschen.

Saudi-Arabien Platz 2: Die Bürger des Landes müssen laut Gesetz und Verfassung dem Islam nachfolgen. Das Land sieht sich als Hüter der heiligen Stätten des Islam. Eine eigene Religionspolizei achtet akribisch auf die Einhaltung der Scharia und geht hart gegen Abweichler vor. Trotz einer feindseligen Haltung gegenüber Christen, wächst die Zahl der Christen muslimischer Herkunft in dem Königreich beständig. Sie müssen ihren Glauben geheim halten, denn Konvertiten droht die Todesstrafe.

Afghanistan Platz 3: Trotz internationaler Abkommen zum Schutz religiöser Minderheiten im Land bleibt die Situation für Christen sehr angespannt. Es gibt keine einzige offizielle Kirche im Land. Afghanische Christen, alles ehemalige Muslime, können sich nur heimlich in kleinen Gruppen treffen. Die Regierung tritt als Bewahrerin des Islam auf und verfolgt Christen muslimischen Hintergrunds als Abgefallene vom Islam mit aller Härte. Immer wieder werden auch ausländische Christen ermordet oder mittels Entführungen und Erpressungen durch extremistische Gruppen wie die Taliban zum Verlassen des Landes gezwungen. Der Abzug der internationalen Streitkräfte in 2013 bzw. 2014 sowie der Machtkampf verschiedener Clans im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2014 und die wieder erstarkten Taliban erschweren die Situation der Christen zusätzlich.

Verbesserung von Länderplazierungen

Rot-China fällt von Platz 21 auf 37 zurück. Die Regierung sieht nicht-staatliche Hausgemeinden bzw. Kirchen zwar weiterhin als illegal an; sofern sich die Hauskirchen jedoch an bestimmte Beschränkungen halten, können sie ihre Gottesdienste in der Regel ungestört feiern. Jedoch will die Regierung auch die Hausgemeindebewegung kontrollieren. Deshalb müssen sie der Regierung über alle ihre Aktivitäten berichten.

Die Position des südasiatischen Bhutan verändert sich von Rang 17 auf Platz 28. Die christliche Minderheit in dem mehrheitlich buddhistischen Land ist jedoch weiterhin u.a. durch ein noch nicht ratifiziertes Gesetz gegen Konversionen gefährdet.

Iran belegt Rang 8 (vormals Platz 5). Usbekistan steht im aktuellen Weltverfolgungsindex auf Platz 16 (vormals 7).

Leider sind die veränderten Platzierungen jedoch nicht als Zeichen einer nachhaltigen Verbesserung zu werten. Lediglich die Verschlechterung der Situation in den anderen Ländern hat zu einer Verbesserung der Platzierung dieser Länder geführt.

 
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