Volker Jordan – ein Freund und Autor des CHRISTLICHEN FORUM – ist heute verstorben: R.I.P.

Wir sind erschüttert über den Tod unseres   –  erst 40 Jahre alten  –  Mitstreiters Volker Jordan, von dem wir hier im CHRISTLICHEN FORUM einige theologische Beiträge veröffentlicht haben, so z.B. warnende Artikel vor den irrgeistigen Botschaften „Die Warnung“ und eine kritische Ansprache über die kirchlich nicht anerkannte „Erscheinungsstätte“ Medjugorje.

Unser Freund Jordan (siehe Foto: vom Januar 2012) war leider unheilbar an Krebs erkrankt; ich habe ihn noch vor zwei Tagen in seinem Zuhause in Altendorf (Brome) angerufen; er war  –  trotz körperlicher Beschwerden  –  seelisch recht guter Dinge und wie immer freundlich und zuvorkommend  –  und allgemein in seiner ganzen Art sehr aufrichtig, friedliebend und unkompliziert.  imm035_34A

Somit traf uns die Nachricht von seinem plötzlichen Tod erst recht fast wie ein Keulenschlag, waren wir doch seit einigen Jahren freundschaftlich mit ihm verbunden und haben ihn nicht „nur“ geistig und theologisch, sondern vor allem charakterlich sehr geschätzt.

Der im niedersächsischen Wolfsburg geborene Volker Jordan war überzeugter Christ und zugleich lange auf der Suche nach der umfassenden Wahrheit und nach einer bibelgemäßen Gestalt der Kirche.

Am Ziel seiner Wege   –   etliche Irrwege und Umwege eingeschlossen  –  erfüllte sich seine Sehnsucht nach der „Wahrheit in Fülle“, indem er in der katholischen Kirche das Werk Christi erkannte  –  und in ihren Sieben Sakramenten wirksame Zeichen des Heils, die den Glauben festigen und unser Leben bereichern.

Am Stephanstag, den 26. Dezember 2008, wurde der studierte Historiker und freiberufliche Übersetzer nach jahrelangem gründlichen Nachdenken und Forschen katholisch.

Näheres über die einzelnen Schritte und seinen bewegten Lebens- und Glaubensweg berichtet Volker Jordan in einem ausführlichen persönlichen Gespräch mit mir, das nun wie ein Vermächtnis wirkt:

Dieses fundierte und glaubensstarke Interview-Buch „Endlich zuhause  –  mein Weg zur Kirche“  erscheint demnächst im Augsburger Dominus-Verlag.

Nun ist Volker Jordan wirklich endgültig „zuhause“, denn der Ewige hat ihn am heutigen Mittwoch in aller Frühe zu sich gerufen. Wir aber bleiben ihm im dankbaren Gedenken und im Gebet weiter verbunden.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

HIER lesen Sie die Traueranzeige der Familie Jordan:  Annonce

HIER folgt ein fairer NACHRUF von evangelischer Seite bzw. aus dem Umfeld der „Brüderbewegung“ (Christliche Versammlung), in der sich Volker Jordan viele Jahre aktiv engagierte, bevor er zunächst in die orthodoxe und danach in die katholische Kirche eintratNachruf

 


Deutsch-israelische Städtepartnerschaft: Bergisch-Gladbach und Ganey Tikva

Das neue Jahr fängt gut an für die deutsch-israelischen Beziehungen: Beim Neujahrsempfang der Stadt Bergisch Gladbach wurde am Sonntag die erste neue Städtepartnerschaft des Jahres 2013 besiegelt  –  die Stadt im Bergischen Land ist nun offiziell Partnerstadt von Ganey Tikva in Gush Dan.

Zur Unterzeichnung der Partnerschafts-Urkunde war Bürgermeister Avishay Levin aus Ganey Tikva eigens angereist. Levin betonte in seiner Ansprache, wie wichtig persönliche Begegnungen für die bilateralen Beziehungen seien.


Bürgermeister Lutz Urbach, die stellv. Bürgermeisterin
Lizy Delaricha und Bürgermeister Avishay Levin (Foto: Arbeitskreis Ganey Tikva)

In einem Grußwort, das Botschafter Yakov Hadas-Handelsman gesendet hatte, ging er u.a. darauf ein, daß diese Partnerschaft sogar in einen trilateralen Rahmen eingebunden ist: Gladbach ist seit 2011 auch mit Beit Jala im Westjordanland verbunden.

In seinem Grußwort erklärte der israelische Botschafter:

„Wir begrüßen diese trilaterale Freundschaft und wünschen Ihnen viele gute Begegnungen. Wir hegen die Hoffnung, dass solche Aktivitäten zum Frieden zwischen Israelis und Palästinensern beitragen können.“

Quelle (Text/Foto): Botschaft des Staates Israel


Der Evangelist Johannes verdeutlicht: „Niemand hat GOTT je gesehen“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: 1. Johannesbrief 4,11-15:

Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.
Niemand hat Gott je geschaut;
wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns
und seine Liebe ist in uns vollendet.
 
Daran erkennen wir, daß wir in IHM bleiben und ER in uns bleibt:
ER hat uns von seinem Geist gegeben.
Wir haben gesehen und bezeugen,
daß der Vater den Sohn gesandt hat als den Retter der Welt.


Causa Pfeiffer / Deutsche Bischöfe: Zerrüttetes Vertrauen oder zerdeppertes Porzellan?

Pressemeldung des ZpV (Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen):

Die Deutsche Bischofskonferenz meldet am  heutigen 9.1.2013, sie sehe sich gezungen, „den Drittelmittelvertrag mit dem KFN (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.) aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung zu kündigen und die überzahlten Forschungsfördergelder zurückzufordern“.

Als Grund nennt die Pressemeldung, „das Vertrauensverhältnis zwischen dem Direktor des Instituts (Prof. Dr. Christian Pfeiffer) und den deutschen Bischöfen sei zerrüttet“.   – Eine Erklärung zur Ursache der Zerrüttung gibt es nicht. imm012_10A

Der ZpV hat bereits in einer  Pressemitteilung vom 2.12.2011 vor der Durchführung dieses „Forschungsprojektes“ gewarnt:

Zum einen ging es um die Verletzung von datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Ob hier mit Prof. Pfeiffer kein Konsens erzielt werden konnte, geht aus der Pressemeldung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) nicht hervor.

Zum anderen wies der ZpV auf die Finanzierungsproblematik hin. Immerhin sieht sich die DBK laut ihrer Pressemeldung veranlasst, „überzahlte Forschungsfördergelder zurückzufordern“. Die DBK ist also in Finanzierungsvorlage getreten.

„Unverantwortlicher Akt gegenüber Kirchensteuerzahlern“

Dies ist ein  –  gelinde gesagt   –  unverantwortlicher Akt gegenüber den Kirchensteuerzahlern, weil die Finanzierung von Forschungsprojekten dem Canon 222 § 1 des Kirchenrechtes widerspricht. Dies fällt voll in den Verantwortungsbereich der DBK.

Wenn der DBK so sehr an der „kriminologischen Erforschung des Themas sexueller Missbrauch Minderjähriger im kirchlichen Bereich“ gelegen ist, dann steht es ihr frei, dieses den Katholischen Fakultäten der Universitäten als Forschungsthema mit dem Ziel der Promotion anzubieten.

Dies würde den Kirchensteuerzahler fast nichts kosten  –  und die Verantwortlichen im kirchlichen Bereich müssten kein kriminologisches Institut damit beauftragen, das mit publizistischem Aufwand zeitgeistige Medienberichterstattung betreibt, die von den Medien zum Schaden für die Kirche ausgeschlachtet wird.

In seiner Presseerklärung vom 2.12.2011 forderte der ZpV die Bischöfe auf, „Zusage und Auftrag zu dem Forschungsprojekt sofort zurückzuziehen“.

Der ZpV fordert die Bischofskonferenz erneut auf, von jedem finanziell aufwendigen „Forschungsprojekt mit anderen Partnern“ Abstand zu nehmen, die Persönlichkeitsrechte aller Betroffenen datenrechtlich zu schützen und nicht weiterhin dazu beizutragen, dass in der öffentlichen Wahrnehmung aus sehr bedauerlichen, aber de facto aus Jahrzehnten zusammengetragenen Einzelfällen ein angebliches Grundproblem des zölibatären katholischen Klerus konstruiert wird.

Reinhard Dörner, Vorsitzender
Bataverweg 21, D-53117 Bonn
Fax (+49) [0]2563 905269
http://www.papsttreue-vereinigungen.de
zpv@papsttreue-vereinigungen.de


Papst-Botschaft zum „Welttag der Kranken“ veröffentlicht: „Dem Leiden nicht entfliehen, sondern an ihm wachsen“

„Nicht die Vermeidung des Leidens, nicht die Flucht vor dem Leiden heilt den Menschen, sondern die Fähigkeit, das Leiden anzunehmen und in ihm zu reifen, in ihm Sinn zu finden durch die Vereinigung mit Christus, der mit unendlicher Liebe gelitten hat“.

Dies schreibt Papst Benedikt in seiner am gestrigen Dienstag veröffentlichten Botschaft zum 21. Welttag der Kranken. 

In dem Text unter dem Motto „Geh und handle genauso“ dankt der Papst allen, die in der Krankenseelsorge tätig sind.

Der Gedenktag wird am 11. Februar unter anderem im Marienwallfahrtsort Altötting feierlich begangen. radiovatikan (2)

In seiner diesjährigen Botschaft zum Welttag der Kranken, der am liturgischen Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes begangen wird, geht Papst Benedikt besonders auf die Gestalt des Barmherzigen Samariters im Lukasevangelium ein.

Das Gleichnis füge sich in eine Reihe von Bildern und Erzählungen aus dem Alltagsleben, mit denen Christus die tiefe Liebe Gottes für jeden Menschen verständlich machen wolle.

Dies gelte besonders für alle, die krank seien und Schmerzen litten, so der Papst. Mit den abschließenden Worten des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter: „Geh und handle genauso“ (Lk 10,37), zeige der HERR  zugleich, welche Haltung jeder seiner Jünger gegenüber den anderen einnehmen müsse, besonders wenn sie der Pflege bedürfen:

„Es geht also darum, durch eine intensive Beziehung zu Gott im Gebet aus seiner unendlichen Liebe die Kraft zu schöpfen, wie der Barmherzige Samariter dem, der körperlich und seelisch verletzt ist oder um Hilfe bittet, sei er auch unbekannt und mittellos, täglich mit konkreter Aufmerksamkeit zu begegnen“, so der Papst wörtlich.

Der Welttag der Kranken sei ein Moment des Gebetes, des Miteinanders, der Aufopferung des Leidens für das Wohl der Kirche und des Aufrufs an alle, im Angesicht des kranken Mitmenschen das heilige Antlitz Christi zu erkennen, der durch sein Leiden, Sterben und Auferstehen das Heil der Menschheit erwirkt habe.

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan


Kindergeld: SPD will Mittelschicht-Familien schlechter stellen

Die SPD hat angekündigt, das Kindergeld für Geringverdiener-Familien zu erhöhen und zur Gegenfinanzierung den Mittelschichtfamilien den Steuerfreibetrag für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung zu streichen.

Dazu erklärt die familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dorothee Bär (siehe Foto), in ihrer heutigen Pressemitteilung: 

DOROTHEE BÄR (Foto: CSU)

Foto: CSU

„Die SPD hat mit ihren Plänen ihre Parole „Jedes Kind ist uns gleich viel wert“ als Lüge entlarvt. Sie will das Geld an Geringverdienerfamilien geben und es sich bei den Facharbeiterinnen und Facharbeitern wieder holen.

Das ist nicht sozial gerecht, sondern Ausbeutung der Leistungsträger unserer Gesellschaft, was die CDU/CSU-Bundestagsfraktion entschieden ablehnt.

Außerdem ist nach bisheriger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts die Verfassungsmäßigkeit der geplanten Streichung des steuerlichen Freibetrages zumindest fragwürdig.

Anders als die SPD behauptet, ist unter der CDU/CSU-geführten Bundesregierung die Kinderarmut rückläufig. Der aktuelle Armutsbericht bestätigt, dass weniger Kinder von Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII abhängig sind.

Unsere Politik der finanziellen Unterstützung von Familien durch Kindergeld, Kinderfreibetrag und Kinderzuschlag hat sich bewährt.“

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1  –   11011 Berlin
fraktion@cducsu.de
http://www.cducsu.de


Europapolitik: Brüssels Regelungswut und verfehlte Einflußnahme auf die deutsche Politik

Europa werde bis 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt“ – dies verkündete die Europäische Union im März 2000 auf dem Regierungsgipfel von Lissabon. „Dauerhaftes Wirtschaftswachstum“, „mehr und bessere Arbeitsplätze“ und „größerer sozialer Zusammenhalt“ lauteten die Versprechungen (1).

Ein Jahrzehnt später plagen Rezession, Arbeitslosigkeit und Schulden weite Teile des Kontinents, insbesondere der Süden steckt tief in der Krise. Die Probleme lösen sollen nun Transfers aus Deutschland, das selber jahrelang als der „kranke Mann Europas“ galt.

Nach Einführung des Euros war in großem Umfang Kapital aus Deutschland in den Süden abgeflossen; in der folgenden Wirtschaftskrise stieg die Arbeitslosigkeit auf bis auf fünf Millionen (2005) (2).

Die Krise zwang Parlament und Regierung zu einschneidenden Arbeitsmarkt- und Rentenreformen („Hartz-IV“) und die Gewerkschaften zu einer zurückhaltenden Lohnpolitik, in deren Folge die Reallöhne jahrelang stagnierten. Diese Lohnverzichte steigerten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und ermöglichten neue Beschäftigung.

Spiegelbildlich dazu lebte Südeuropa  –  verleitetet durch niedrige Zinsen –  jahrelang über seine Verhältnisse und schädigte damit die Leistungsfähigkeit seiner Wirtschaft (3).  –  Nach der Weltfinanzkrise platzte die Konsum- und Immobilienblase; zurück blieben Investitionsruinen, Schulden und ein Heer von Arbeitslosen.

Deutschland: niedrigste Zahl der Jugend-Arbeitslosigkeit aufgrund des dualen Ausbildungssystems

Besonders hart trifft das die Jugend: In Frankreich sind mehr als ein Viertel, in Italien und Portugal mehr als ein Drittel und in Spanien und Griechenland sogar mehr als die Hälfte der Jugendlichen arbeitslos. In Deutschland liegt die Jugendarbeitslosenquote bei acht Prozent und damit so niedrig wie nirgendwo sonst in Europa (4). 

Foto: KOMM-MIT-Verlag

Foto: KOMM-MIT-Verlag

Dies ist vor allem dem System der beruflichen („dualen“) Berufsausbildung zu verdanken, das Jugendlichen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert. Aber die evidenten Vorteile eines stärker praxisorientierten Ausbildungssystems passen nicht in das Weltbild der EU-Bürokratie, die stattdessen höhere Akademikerquoten fordert:

Bis zum Jahr 2020 soll in den Mitgliedsländern der Anteil der 30-34-jährigen mit einem Hochschulabschluss auf mindestens 40% steigen (5).

Dieses „Kernziel“ von „Europa 2020“ (Nachfolgestrategie von „Lissabon“) haben Frankreich und Spanien schon erreicht, während Deutschland (ca. 30%) im „Rückstand“ ist (6). Wer Jugendarbeitslosigkeit produziert, erfüllt die EU-Planvorgaben, wer Jugendliche erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert, verfehlt sie –  diese Absurdität ist typisch für die Steuerungsideologie der EU-Eliten.

Familienfeindliche Politik aus Brüssel

Neben den Akademikerquoten ist die Frauenerwerbstätigkeit ein Lieblingsthema der Europa-Bürokraten: In Deutschland ist die Frauenerwerbsquote seit 2000 so stark gestiegen wie keinem anderen Land der Eurozone. Der Anteil erwerbstätiger Frauen in Deutschland gehört zu den höchsten in Europa, er liegt nicht nur weit über dem im Süden, sondern ist auch deutlich höher als in Frankreich, das der EU oft als Best-Practice-Modell der Vereinbarkeit von Familie und Beruf dient (7).

Dennoch bemängelt die EU-Kommission, dass in Deutschland die Frauenerwerbstätigkeit nicht hinreichend gefördert würde (8). Sie wendet sich damit implizit gegen die zunehmende Teilzeiterwerbstätigkeit von Müttern; das widerspricht ihrem Ziel, das (weibliche) Erwerbspotential möglichst vollständig auszuschöpfen. Diese Vollbeschäftigungsphilosophie ignoriert nicht nur die Bedürfnisse vieler Menschen nach „Familienzeit“, sondern auch die wirtschaftliche Realität: In hochtechnisierten Volkswirtschaften führt Rationalisierung – langfristig betrachtet – zu einem rückläufigen Arbeitszeitvolumen (9).

Die Zahl der Vollzeitarbeitsplätze lässt sich daher nicht beliebig vermehren – vor allem dann nicht, wenn sie auch noch gut bezahlt sein sollen. Hohe Beschäftigungsquoten entstehen deshalb durch eine moderate Lohnpolitik einerseits und einen Ausbau der Teilzeitarbeit andererseits – neben Deutschland zeigen dies prototypisch die Niederlande (10).

In Frankreich und Südeuropa stößt eine solche markt- und stabilitätsorientierte Politik auf Unverständnis, wie die lauter werdenden Vorwürfe gegen Deutschland in der Eurokrise zeigen. Deutschland setzt diesen Polemiken immer weniger entgegen und gibt dem wachsenden Druck Brüssels nach, die Fehler und Fehlentwicklungen der Mehrheit  zu imitieren. Das sind keine guten Aussichten für 2013.

Quellenangaben:

(1)   Zitiert nach: Hans-Werner Sinn: Die Target-Falle. Gefahren für unser Geld und unsere Kinder, München 2012, S. 23.
(2)   Fundiert hierzu: Hans-Werner Sinn: Die Target-Falle, a.a.O., S. 51 ff.
(3)   Zu Preisentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit in der Eurozone: Vgl. ebd.,S.105 ff.
(4)   Zur Jugendarbeitslosigkeit in Europa: http://altewebsite.i-daf.org/440-0-Wochen-1-3-2012.html. Seit der Veröffentlichung dieses Beitrags ist die Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa weiter deutlich gestiegen. Die aktuellen Zahlen sind der Eurostat-Homepage zu entnehmen.
(5)   Zu den „fünf Kernzielen für das Jahr 2020“: http://ec.europa.eu/europe2020/europe-2020-in-a-nutshell/targets/index_de.htm.
(6)   Vgl.: „Jugendarbeitslosigkeit und Hochschulbildung“ (Abbildung), in: http://www.i-daf.org/aktuelles/aktuelles-einzelansicht/article/die-einheitsschule-ist-keineswegs-besser-als-pluralistische-bildungssysteme.html.
(7)   Zu den Frauenerwerbsquoten in Europa: „Beschäftigungsquoten in Europa 2011“ (Abbildung unten).
(8)   Exemplarisch dafür: http://www.sueddeutsche.de/karriere/arbeitsmarkt-eu-mehr-jobs-fuer-frauen-in-deutschland-noetig-1.1106168.
(9)   Detaillierter hierzu: http://altewebsite.i-daf.org/449-0-Wochen-8-9-2012.html.
(10) Zum beschäftigungspolitischen Erfolg Deutschlands und der Niederlande: „Arbeitsmarktentwicklung nach der Weltfinanzkrise“ (Abbildung unten). Dass die Beschäftigungsquoten in der Schweiz und Schweden noch etwas höher liegen spricht nicht gegen die hier vertretene These, denn auch diese Länder weisen relativ hohe Teilzeitquoten auf.
 

Quelle dieses Artikels: http://www.i-daf.org


Mißbrauchs-Studie: Kath. Bischofskonferenz beendet ihre Zusammenarbeit mit Prof. Christian Pfeiffers Institut

Bischof Stephan Ackermann: „Vertrauen zwischen Bischöfen und Direktor ist zerrüttet“

Zwischen dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e. V. (KFN) bestand bislang ein Vertrag über eine zu erstellende KFN-Studie über Fälle von sexuellem Mißbrauch durch Priester, Diakone und Ordensmänner (Ordensfrauen waren merkwürdigerweise von vornherein nicht mitberücksichtigt).

Zudem gibt es weitere schwerwiegende Kritikpunkte an dem Projekt, worüber wir längst berichtet haben. Leider wurde diese Einwände seitens der Dt. Bischofskonferenz nicht berücksichtigt, auch nicht durch den päpstlichen Nuntius.

Immerhin sind bereits vorigen Sommer einige Bistümer aus dem Pfeiffer-Screening ausgestiegen  –  und dies gewiß nicht ohne handfeste Gründe.

Zudem wird das Forschungsprojekt auch von kompetenter fachwissenschaftlicher Seite in wichtigen Punkten beanstandet.

Foto: KOMM-MIT-VerlagDas theologisch konservative „Netzwerk katholischer Priester“ übte ebenfalls deutliche Kritik an dem fragwürdigen Projekt, auch aus Gründen des Datenschutzes, worauf auch katholische Geistliche einen Anspruch haben.  Offenbar interessierte sich die Dt. Bischofskonferenz auch hierfür nicht hinreichend.

Direktor des besagten Forschungsinstituts ist der frühere niedersächsische SPD-Justizminister Prof. Dr. Christian Pfeiffer.  Mit ihm hat nun die Bischofskonferenz plötzlich die Zusammenarbeit beendet.

Hierzu erklärt der für Mißbrauchsthemen zuständige Bischof Dr. Stephan Ackermann in einer Stellungnahme, die wir vollständig dokumentieren:

„Am 13. Juli 2011 haben wir in einer Pressekonferenz das vom VDD als Drittmittelgeber finanzierte Forschungsprojekt ’Der sexuelle Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz’ vorgestellt.

Es sollte unter der Leitung von Professor Dr. Christian Pfeiffer durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e. V. durchgeführt werden.

In der Folge begannen die ersten Vorarbeiten, insbesondere die notwendigen PreTests in zwei ausgewählten Bistümern.

Wir bedauern sehr, dass dieses Projekt mit dem KFN nun nicht fortgeführt werden wird und wir einen neuen Partner finden müssen, mit dem das Forschungsprojekt aufgegriffen werden kann. Wir waren gezwungen, heute den Drittelmittelvertrag mit dem KFN aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung zu kündigen und die überzahlten Forschungsförderungsgelder zurückzufordern.

Das Vertrauensverhältnis zwischen dem Direktor des Instituts und den deutschen Bischöfen ist zerrüttet. Vertrauen ist aber für ein so umfangreiches und sensibles Projekt unverzichtbar. Darüber waren sich die Projektpartner von vornherein einig.

Das Kommunikationsverhalten von Professor Dr. Pfeiffer gegenüber den kirchlichen Verantwortungsträgern hat aber leider einer weiteren konstruktiven Zusammenarbeit jede Vertrauensgrundlage entzogen. Wir bedauern, mit Professor Dr. Pfeiffer keine einvernehmliche Lösung gefunden zu haben, um die wir uns bemüht haben.

Die Deutsche Bischofskonferenz ist aber weiterhin überzeugt von der Notwendigkeit einer kriminologischen Erforschung des Themas sexueller Missbrauch Minderjähriger im kirchlichen Bereich. Sie wird daher einen anderen Vertragspartner für die Durchführung eines solchen Projektes suchen. Dazu wird es in den kommenden Wochen die nötigen Gespräche geben.

Das Forschungsprojekt fügt sich in den Rahmen des weitgesteckten Handlungsplanes, den wir seit nunmehr fast drei Jahren verfolgen. Im Frühjahr 2010 hatte die Deutsche Bischofskonferenz kurz nach der Aufdeckung zahlreicher Missbrauchsfälle einen umfangreichen Maßnahmenkatalog verabschiedet, um sich der Problematik sexueller Gewalt an Minderjährigen im kirchlichen Bereich zu stellen. Dazu gehörten die Schaltung der Telefon-Hotline, die Überarbeitung der Leitlinien im Umgang mit dem Thema, die Mitarbeit am Runden Tisch der Bundesregierung, umfängliche Präventionsmaßnahmen und Fortbildungsangebote sowie die materielle Anerkennung erlittenen Leids.

Darüber hinaus wurden zwei wissenschaftliche Projekte auf den Weg gebracht. Neben dem KFN-Projekt handelte es sich um ein weiteres Projekt, das auf die Analyse forensischer Gutachten zu betroffenen Priestern abzielte und von einer Forschergruppe um Professor Dr. Norbert Leygraf (Universität Duisburg-Essen) geleitet wurde. Dessen Ergebnisse konnten wir bereits im Dezember 2012 der Öffentlichkeit vorstellen. Dieses Engagement der Kirche zeigt, dass wir uns nach wie vor um eine gründliche und transparente Aufarbeitung bemühen.

Ich bedauere, dass der jetzige Schritt unumgänglich wurde, der allein mit dem mangelnden Vertrauen in die Person von Professor Dr. Pfeiffer zusammenhängt. Gleichzeitig bin ich zuversichtlich, dass wir schon bald das Forschungsprojekt mit anderen Partnern in Angriff nehmen können.“


Horrender Gebühren-Irrsinn: Die Rundfunkgebühr wird zur Rundfunksteuer

Ab 1.1.2013 steht die größte Finanzreform bevor, die das duale Rundfunksystem in Deutschland je in seiner Geschichte gesehen hat: die Haushaltsabgabe kommt.

Jeder „Inhaber“ einer Wohnung muss jeden Monat 17,98 Euro Rundfunkbeitrag zahlen, ob sein Heim Strom hat oder nicht, ob dort ein Radio, Fernseher oder PC mit Internetanschluss stehen oder nicht  –  und sogar dann, wenn die Bewohner blind oder taub sind.

Eine neue Zwangsabgabe, die in ihrer Form zutiefst undemokratisch ist. 0022

Experten schätzen, dass ARD und ZDF durch die neue Gebühr pro Jahr 1,3 bis 1,6 Milliarden Gebühren mehr einnehmen dürften – insgesamt also um die neun Milliarden Euro.

Bisher meldeten nur die wenigsten ihren Fernseher aus Protest gegen das schlechte Programm ab. Doch entscheidend war immer, dass es zumindest die Option gab, dies zu tun  –  ein Grundprinzip in unserer freiheitlichen Grundordnung, welches von einer untergeordneten Behörde nun einfach übergangen wird.

Es kommt noch schlimmer: Der neue Beitragsservice startet mit einem tiefen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht von über 80 Millionen Deutschen.

Wie „Finanztest“ in der aktuellen Ausgabe berichtet, scannt die Behörde rechtzeitig zum Start alte GEZ-Daten mit allen aktuellen Registern der Meldebehörden ab.

Datenschutz?  –  Fehlanzeige!

Datenschutz, Unschuldsvermutung? Fehlanzeige! 40 Millionen Haushalte gelten plötzlich als Gebührenpreller.

Damit hat die GEZ bzw. der Beitragsservice, mehr Kompetenzen als deutsche Strafverfolgungsbehörden. Bei der Rasterfahndung zur Terrorbekämpfung ist ein kompletter Abgleich von Meldedaten zum Beispiel nicht möglich.

Eine Gebühren-Befreiung ist auch weiterhin möglich: Wer Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II oder Ausbildungsförderung wie Bafög und Ausbildungsgeld erhält, wird davon befreit  –  allerdings nur auf Antrag!

Eine Einschränkung gibt es aber für Blinde oder stark Sehbehinderte, Gehörlose sowie schwer behinderte Menschen: Sie sind künftig nicht mehr grundsätzlich befreit. Sie müssen einen ermäßigten Beitrag von einem Drittel der regulären Gebühr (5,99 Euro im Monat) zahlen, sofern sie sich dies leisten können.

Insbesondere dieser Punkt sorgte für immensen Unmut. Zwar haben sich die Intendanten von ARD, ZDF und Deutschlandradio offenbar darauf verständigt, Bewohner von Pflegeheimen künftig doch nicht einzeln zur Kasse zu bitten, doch die sozialen Härten bleiben nach wie vor bestehen.

Sogar Behinderte müssen jetzt zahlen

Für die Mehrheit der Menschen mit Behinderungen bedeutet der neue GEZ-Rundfunkbeitrag jedoch weiterhin eine deutliche Verschlechterung. Bisher waren sie von den Gebühren befreit  –  als Ausgleich für ihre Behinderung. Jetzt soll der seit Jahren bewährte, behinderungsspezifische Nachteilsausgleich wegfallen.

„Der Sozialverband Deutschland lehnt die Abschaffung des Nachteilsausgleiches zulasten behinderter Menschen ab und fordert, weiterhin alle behinderten Menschen vom Rundfunkbeitrag zu befreien“, erklärte Veronica Sina vom Sozialverband Deutschland (SoVD).

Zur Information: Der Gesamt-Etat des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie lag im Jahr 2011 bei circa sechs Milliarden Euro.

Wir geben für unser Fernsehen also drei Milliarden mehr aus als für Forschung und Wirtschaftsförderung zusammen.

Was machen ARD und ZDF mit diesen Geldbergen? Immer wieder weist man zum Beispiel in Mainz auf teure Fußballrechte hin, die man „im Interesse der Gebührenzahler“ erwerben müsse. Abgesehen davon, dass es dem Zuschauer völlig egal ist, ob ein Spiel auf Sat.1 oder ZDF übertragen wird, wird das Argument zum Witz, wenn man die Zahlen in der Relation sieht. Für die neu erworbenen Champions League-Rechte zahlt das ZDF zum Beispiel rund 50 Millionen Euro pro Jahr  –  das ist ungefähr ein halbes Prozent des Gebührenaufkommens.

Wo die restlichen 8,95 Milliarden bleiben, erfährt der Zuschauer nicht.

Gegen diese „Zwangsabgabe“ wehren sich Bürger, Vereine und Einzelhandelsverbände auf verschiedenen Internetforen, die mit erheblichen Mehrkosten rechnen.

Auch eine erste Klage läuft: der Jurist Ermano Geuer geht vor das Bayerische Verfassungsgericht: Der Rundfunkbeitrag sei gar kein Beitrag, sondern eine Zwangssteuer.

Wer nicht zahlt, macht sich nicht strafbar. Es droht jedoch ein Mahnverfahren, der Gerichtsvollzieher treibt ausstehende Beiträge ein. Hausbesuche von GEZ-Mitarbeitern wird es aber nicht mehr geben.

Autorin: Christiane Jurczik
Quelle: http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2013/01/der-deutsche-gebuhrenirrsinn.html

Massenkundgebung in Paris gegen geplante Einführung der Homo-„Ehe“ am 13. Januar 2013

In Paris wird am Sonntag, den 13. Januar 2013, erneut eine Großdemonstration gegen die Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen stattfinden.

Zu der Kundgebung werden mehr  als eine halbe Million Menschen erwartet, wie französische Online-Medien am 8. Januar 2013 berichten. Zahlreiche Medien in kirchlicher Trägerschaft riefen aus allen Landesteilen zur Teilnahme an der Demo auf.

Bereits im November hatten in Frankreich hunderttausende Bürger gegen die Einführung der Homo-„Ehe“ demonstriert, wobei neben katholischen auch jüdische und säkulare Verbände zu den Protesten aufgerufen hatten.

Frankreichs Ministerrat hatte im November 2012 einen Gesetzentwurf zur Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare verabschiedet. Die Nationalversammlung befaßt sich im Januar 2013 mit dem Entwurf. Die Neuregelungen sollen nach dem Willen von Staatspräsident Francois Hollande (Chef der Sozialistischen Partei) noch im ersten Halbjahr 2013 in Kraft treten.

Quelle: Kultur und Medien-online