Papst-Botschaft zum „Welttag der Kranken“ veröffentlicht: „Dem Leiden nicht entfliehen, sondern an ihm wachsen“

„Nicht die Vermeidung des Leidens, nicht die Flucht vor dem Leiden heilt den Menschen, sondern die Fähigkeit, das Leiden anzunehmen und in ihm zu reifen, in ihm Sinn zu finden durch die Vereinigung mit Christus, der mit unendlicher Liebe gelitten hat“.

Dies schreibt Papst Benedikt in seiner am gestrigen Dienstag veröffentlichten Botschaft zum 21. Welttag der Kranken. 

In dem Text unter dem Motto „Geh und handle genauso“ dankt der Papst allen, die in der Krankenseelsorge tätig sind.

Der Gedenktag wird am 11. Februar unter anderem im Marienwallfahrtsort Altötting feierlich begangen. radiovatikan (2)

In seiner diesjährigen Botschaft zum Welttag der Kranken, der am liturgischen Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes begangen wird, geht Papst Benedikt besonders auf die Gestalt des Barmherzigen Samariters im Lukasevangelium ein.

Das Gleichnis füge sich in eine Reihe von Bildern und Erzählungen aus dem Alltagsleben, mit denen Christus die tiefe Liebe Gottes für jeden Menschen verständlich machen wolle.

Dies gelte besonders für alle, die krank seien und Schmerzen litten, so der Papst. Mit den abschließenden Worten des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter: „Geh und handle genauso“ (Lk 10,37), zeige der HERR  zugleich, welche Haltung jeder seiner Jünger gegenüber den anderen einnehmen müsse, besonders wenn sie der Pflege bedürfen:

„Es geht also darum, durch eine intensive Beziehung zu Gott im Gebet aus seiner unendlichen Liebe die Kraft zu schöpfen, wie der Barmherzige Samariter dem, der körperlich und seelisch verletzt ist oder um Hilfe bittet, sei er auch unbekannt und mittellos, täglich mit konkreter Aufmerksamkeit zu begegnen“, so der Papst wörtlich.

Der Welttag der Kranken sei ein Moment des Gebetes, des Miteinanders, der Aufopferung des Leidens für das Wohl der Kirche und des Aufrufs an alle, im Angesicht des kranken Mitmenschen das heilige Antlitz Christi zu erkennen, der durch sein Leiden, Sterben und Auferstehen das Heil der Menschheit erwirkt habe.

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan


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