Uschi Glas über die 68er Bewegung: „Eine wahnsinnig undemokratische Zeit“

Die „Sonntagszeitung“  –  das evangelische Wochenblatt für Bayern  –  veröffentlichte in ihrer Ausgabe Nr. 2/2013 ein Interview mit der berühmten Schauspielerin Uschi Glas über „Gott und die Welt“, ihre Kindheit, ihr soziales Engagement und ihre religiösen Ansichten (sie ist evangelische Christin).

Der heute 68-jährige Star äußert sich in dem Gespräch kritisch über den politischen Fanatismus, die (un)geistige Gleichschaltung und den enormen Anpassungsdruck der 68er Bewegung, der bei ihr zu beruflichen Nachteilen führte, weil sie nicht „dazu“ gehörte.

Auf die Frage „Waren Sie denn überzeugte Gegnerin der 68er-Bewegung?“ antwortet die Schauspielerin:

„Viele haben mir geraten, nicht gegen den Strom zu schwimmen. Es war eine wahnsinnig undemokratische Zeit. Es gab viele Leute beim Film, die gesagt haben: „Die nehmen wir nicht, die hat nicht mitgemacht.“

Es gab übrigens dann in der jüngeren Zeit Menschen, die zu mir gesagt haben: „Uschi, wir waren solche Idioten.“  –  Die sich noch erinnern, was da für eine Ausgrenzung stattgefunden hat.“


5 Kommentare on “Uschi Glas über die 68er Bewegung: „Eine wahnsinnig undemokratische Zeit“”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Zeit-Fragen > 2012 > Nr.25 vom 11.6.2012 > Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage?
    Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage?
    Angriffsziel Schule und Kirche
    von Dr. phil. Judith Barben, Psychologin

    https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2012/nr25-vom-1162012/moechten-sie-zu-schule-und-bildung-eine-kleine-neurolinguistische-seelenmassage.html

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  2. Danke euch für diese Stellungnahme – auch der Kommentar von „Gesundheit“
    Mfg von Christian Horstmann

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  3. Uli sagt:

    Grüß Gott,

    im Jahr 68 konnte ich mich zwar schon bewegen, aber von der BEWEGUNG habe ich noch nichts mitbekommen.

    Menschen, die mit dem Strom schwimmen, sind langweilig.

    Heute gibts den Trend, dass Jugendliche nach der Schule erstmal für ein paar Monate oder ein Jahr ins Auslans „verschwinden“. An und für sich finde ich es gut, aber es entwickelt sich schon fast dahin, dass es ein kleines „Muß“ wird. Es gibt heute schon Chefs, die niemand einstellen wollen, der nicht einmal im Ausland war.

    Menschen mit handwerklichem Geschick aller Art (Männer und Frauen) sind heute gefragt, die sich ihre Möbel selbst bauen, die Kleider selbst nähen, einen eigenen Garten haben –
    die sind heute gefragt. Diese Entwicklung finde ich gut.

    Individualisten sind beliebt.

    Wer heute ohne Handy durchs Leben kommt, ohne Fernseher, ohne Facebook –
    der wird ja schon echt bewundert.

    Wie gesagt, ich kenne mich mit 68 nicht so gut aus.

    Damals habe ich zwei Geschwister an einem Tag bekommen, da fand ich die Welt wohl
    auch nicht mehr so ganz gerecht usw.

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    • Hanno sagt:

      Ein toller Artikel, und auch ein toller Kommentar ihrerseits liebe Uschi! Ich gehöre auch zur Kategorie der Menschen die ihre Möbel selbst bauen, hab sogar eine Werkstatt mit einer kleinen Hammer-Kombi aber mir würde es nie in den Sinn kommen, ohne Handy durchs Leben zu gehen. Einfach weil es ein sehr praktisches kleines DIng ist, das man mM nach nicht unterschätzen sollte!

      LG,
      Hanno

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  4. gesundheit sagt:

    Dies ist nur ein Teil der 68 Bewegung. Uschi Glas ist zu Recht gegen den Strom geschwommen

    Aus einem kleinen Teil der studentischen Protestbewegung hatte sich nach 1968 eine terroristische Gruppierung unter dem Namen »Rote-Armee-Fraktion« (RAF) gebildet, die nach den Namen zweier ihrer Anführer auch Baader-Meinhof-Gruppe genannt wurde. Mit Brandanschlägen auf Kaufhäuser hatte es 1968 begonnen, später folgte eine Serie von Bombenanschlägen, vorwiegend gegen Einrichtungen der Polizei oder der amerikanischen Armee. Die terroristischen Aktivitäten der RAF standen anfangs noch unter einer Sozialrevolutionären Zielsetzung, während sie später vor allem der Freipressung inhaftierter Terroristen dienten und schließlich in Gewaltausübung um der Gewalt willen übergingen. Die Terroristen arbeiteten aus dem Untergrund, sie hatten anfänglich mithilfe von Sympathisanten ein Netz von Stützpunkten aufgebaut. Durch Banküberfälle verschafften sie sich Geldmittel, durch Einbrüche in Behörden erbeuteten sie Blankoausweise und Stempel für die Anfertigung von falschen Pässen. Am l. Juni 1972 gelang der Polizei in Frankfurt am Main die Festnahme der führenden RAF -Mitglieder.

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