Israel: Antiken-Archiv geht mit 36.000 alten Dokumenten online

Die Antikenbehörde stand vor einer schwierigen Aufgabe: Wie scannt man zehntausende Dokumente, die auf so unterschiedliche Materialien wie Reis, Fasergewebe oder Pergament gedruckt sind?

Wie geht man mit Dokumenten um, deren physischer Zustand nicht gut ist, wie zum Beispiel schreibmaschinengeschriebene Dokumente oder alte Landkarten, die auf gelblichem Papier geschrieben und überschrieben wurden und bei falscher Behandlung zu Staub zerfallen würden?

Die Lösung bot schließlich eine externe Firma, deren Spezialgebiet das Scannen solcher „problematischen“ Dokumente ist. Und so wurden 36.000 Dokumente aus der Zeit zwischen 1919 und 1948 gescannt, die Jerusalem und Akko dokumentieren und im Mandatsarchiv der Antikenbehörde gelagert sind. Von heute an können alle diese Dokumente online eingesehen werden.

„Bisher befanden sich diese Materialien in Archiven und Bibliotheken, ohne dass Nutzer sie hätten anschauen können“, so Efraim Reich, Chef der Firma, die das Projekt für die Antikenbehörde durchführt. „Die von uns durchgeführte Arbeit wird helfen, wichtiges Material für die nächsten Generationen zu bewahren.“

Unter den Dokumenten befinden sich etwa Bilder aus der Jerusalemer Altstadt oder Baupläne des Tempelberges – hauptsächlich sind es aber sehr viele wissenschaftliche Materialien aus der Welt der Archäologie.

Die Dokumente aus der Mandatszeit, die nun verfügbar sind, sind erst der Anfang, denn letztendlich soll das gesamte Archiv online gestellt werden.

800 Millionen Shekel (etwa 40 Millionen Euro) stehen dafür aus dem Nationalerbe-Programm zur Verfügung, das im Amt des Ministerpräsidenten angesiedelt ist. 1,5 Millionen Shekel (etwa 300.000 Euro) hat die erste, nun abgeschlossene Stufe gekostet.

Zukünftig soll das digitale Archiv in das Portal des Netzwerks der israelischen Archive eingebunden werden, das die Inhalte aller israelischen Archive der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Zum Online-Archiv der Antikenbehörde: http://bit.ly/AntikenArchiv

Quelle (Text/Foto): Botschaft des Staates Israel in Berlin



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