„Das Gesetz des HERRN ist verläßlich“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Psalm 19 (18),8.9.10.15:

Die Weisung des HERRN ist vollkommen, sie erquickt den Menschen.
Das Gesetz des HERRN ist verläßlich, den Unwissenden macht es weise.
Die Befehle des HERRN sind richtig, sie erfreuen das Herz;
das Gebot des HERRN ist lauter, es erleuchtet die Augen.
Die Furcht des HERRN ist rein, sie besteht für immer.
Die Urteile des HERRN sind wahr, gerecht sind sie alle.
Die Worte meines Mundes mögen dir gefallen;
was ich im Herzen erwäge, stehe dir vor Augen,
HERR, mein Fels und mein Erlöser.
 
 

Papst: Als Christen machen wir uns den „Blickwinkel Gottes“ zu eigen!

Ja zum christlichen Menschenbild, Nein zu neuen Ideologien  –  das war der Tenor einer großen Rede des Papstes am heutigen Samstag. Im Vatikan empfing er die Vollversammlung des Päpstlichen Hilfswerks Cor Unum (siehe Foto). – Der Pontifex erklärte in seiner Ansprache:

„Der Glaube an das Evangelium gibt der Caritas eine typisch christliche Form  –  sie wird zum Unterscheidungsmerkmal des Christlichen. Ein Christ, der im karitativen Bereich tätig ist, muss sich an den Prinzipien des Glaubens orientieren, wir machen uns durch sie den Blickwinkel Gottes zu eigen. Diesen neuen Blick auf die Welt und auf den Menschen bietet der Glaube.“ 1_0_657103

Nur so ließen sich auch Verirrungen im Bereich Caritas und Entwicklungshilfe korrigieren, führte der Papst aus. Zu allen Zeiten sei der Mensch „Opfer kultureller Versuchungen geworden, die ihn letztlich zum Sklaven gemacht haben“:

„In den letzten Jahrhunderten haben sich die Ideologien, die den Kult der Nation, der Rasse oder der sozialen Klasse pflegten, als wahre Götzendienste erwiesen  – und dasselbe läßt sich vom wilden Kapitalismus mit seinem Kult des Profits sagen, aus dem sich Krisen, Ungleichheit und Elend ergeben haben.

Zu den Schatten, die heute den Heilsplan Gottes verdunkeln, zähle ich vor allem die tragische Verkürzung des Menschenbildes, die den alten, hedonistischen Materialismus wiederbelebt. Zu ihm gesellt sich ein technologischer Prometheismus.“

(Prometheus war in der griechischen Sage jener Titan, der den Göttern das Feuer raubte, um es den Menschen zu bringen.)

Leben ohne Gott endet in „dramatischer Einsamkeit“

Das Schlimmste sei, dass dieses gottlose Menschenbild de facto dazu führe, dass sich der Mensch absolut setze. Das sei „eine radikale Verneinung der Geschöpflichkeit und Kindschaft des Menschen“ und könne nur in „dramatischer Einsamkeit“ enden, so Benedikt XVI.; er fügte hinzu:

„Die Hirten der Kirche haben die Pflicht, nicht nur die Katholiken, sondern alle Menschen guten Willens und gesunder Vernunft vor diesen Verirrungen zu warnen! Es handelt sich nämlich um eine negative Verirrung des Menschen, selbst wenn sie sich mit guten Gefühlen tarnt und das Banner des angeblichen Fortschritts, angeblicher Rechte oder eines vorgeblichen Humanismus schwenkt.

Mit Sicherheit müssen wir eine kritische Kontrolle walten lassen und manchmal Geldmittel und Zusammenarbeit auch verweigern, wenn sie  –  direkt oder indirekt  –  Taten oder Projekte fördern, die dem christlichen Menschenbild widersprechen.“

Der Kirche gehe es um ein Ja zum Menschen, so der Papst, jedoch dem Heilsplan Gottes entsprechend, „um seine ganze Würde, um den Respekt sowohl seiner natürlichen wie seiner übernatürlichen Dimension“.

Zugleich betonte das Oberhaupt der katholischen Kirche, daß gerade der Gottesglaube die Menschenwürde begründe   – und daß vor allem die „Ehe zwischen Mann und Frau“ zur guten Schöpfungsordnung Gottes gehört:

JA zum Menschen   –  JA zur Ehe zwischen Mann und Frau

„Das christliche Bild vom Menschen ist ein großes Ja zur Würde der Person, die zur intimen Gemeinschaft mit Gott gerufen ist, einer familiären, vertrauensvollen Gemeinschaft.

Das menschliche Wesen ist nicht auf sich selbst gestellt und geht auch nicht anonym in der Masse auf, sondern es ist einmalige und unwiederholbare Person.

Darum betont die Kirche auch ihr großes Ja zur Würde und Schönheit der Ehe als Ausdruck eines treuen und fruchtbringenden Bundes zwischen Mann und Frau. Ihr Nein zur „Gender“-Philosophie rührt von der Tatsache her, dass die Gegenseitigkeit des Männlichen und des Weiblichen Ausdruck der Schönheit der Natur ist, wie der Schöpfer sie gewollt hat.“

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan


FOTO-Impressionen von der Beisetzung des Konvertiten und Historikers Volker Jordan

Vor genau einer Woche, am Samstag, den 12. Januar 2013, wurde unser Kamerad und Mitstreiter Volker Jordan im ostniedersächsischen Altendorf bei Brome unter Anteilnahme seiner Angehörigen und zahlreicher Freunde aus nah und fern beerdigt.0018

0005 - KopieJordan beteiligte in den letzten beiden Jahren als freier Autor in unserem Webmagazin CHRISTLICHES FORUM   –  und zwar sowohl im Artikel-  wie im Kommentarbereich.

Unser Bild rechts zeigt ein Porträtfoto Jordans in einem Bildrahmen vor seinem Sarg, umgeben von Kerzen.

Pater Markus Rindler   –  ein Priester der traditionsorientierten Petrusbruderschaft  – zelebrierte zunächst ein feierliches Requiem (Totenmesse) in der St.-Raphaels-Kirche in Parsau   –  und hielt danach eine Ansprache  bei der Trauerfeier in der Friedhofshalle von Altendorf.0008

Der Geistliche kannte Volker Jordan persönlich; er hat ihn noch wenige Tage vor seinem Tod besucht und stand ihm auch seelsorglich treu zur Seite.0014

Der erst 40 Jahre alte Publizist und Historiker Jordan war unheilbar an Krebs erkrankt  –  und am Mittwoch, den 9. Januar, frühmorgens überraschend verstorben, wobei er ohne Todeskampf in die Ewigkeit heimgerufen wurde. 

Wir haben am selben Tag in unserem CHRISTLICHEN FORUM  einen Nachruf auf den jung verstorbenen Konvertiten veröffentlicht, der vor über vier Jahren nach langem Nachdenken, Suchen und Ringen aus voller Überzeugung in die katholische Kirche eingetreten ist. 0031

Über seinen Erfahrungen und Erkenntnisse, seinen vielfältigen Lebens- und Glaubensweg erscheint demnächst ein fundiertes Interview-Buch im soliden Augsburger Dominus-Verlag  unter dem Titel „Endlich zuhause – mein Weg zur Kirche“.

Das biographische Sachbuch beruht auf einem ausführlichen mündlichen Interview, das ich voriges Jahr in seinem Elternhaus in Altendorf mit ihm führen konnte, wobei ich erstmals seine gastfreundliche Mutter Ingeborg kennenlernte.

Wir sehen Jordans Mutter (Foto oben: zweite von links) in Trauer am Grab ihres Sohnes, umgeben von ihrem Sohn und ihrer Tochter. 0030

Außen rechts steht Matthias von Gersdorff, katholischer Publizist und Leiter der Aktion „Kinder in Gefahr“, der aus weiter Ferne (Frankfurt am Main)  zum Requiem und zur Beerdigung anreiste. Auch er war ein langjähriger guter Freund des Verstorbenen.

Das weitere Foto zeigt einige junge Teilnehmer der Beisetzung am Grab Jordans.

Beruflich war unser Freund, ein studierter Historiker,  vor allem als Übersetzer von religiösen und politischen Sachbüchern tätig. PICT0001

Wir haben Volker Jordans als Mensch und Christ sehr geschätzt: vor allem seine stets zuvorkommende, freundliche Art, seine Bescheidenheit und Ausgeglichenheit waren eindrucksvoll, ebenso seine Tapferkeit beim gedulden Ertragen seiner krankheitsbedingen Leiden.

Er wird für uns immer unvergessen und in bester Erinnerung bleiben. In Dankbarkeit und Gebet sind wir geistlich weiterhin mit Volker Jordan verbunden.

Möge ihm der gütige GOTT die immerwährende Glückseligkeit in Christus schenken und Anteil an seiner ewigen Herrlichkeit gewähren! PICT0005

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

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FAZ: Tschechischer Außenminister Schwarzenberg verurteilt die Vertreibung der Deutschen

Im derzeitigen Wahlkampf um das künftige Staatsoberhaupt in Tschechien geht es auch um die historische Bewertung der Vertreibungsverbrechen an den Sudetendeutschen. 

Der tschechische Außenminister  Karel Schwarzenberg, dessen Familie sowohl unter der Nazi-Besatzung wie unter der späteren kommunistischen Dikatur verfolgt wurde, geht als Präsidentschaftskandidat des bürgerlichen Lagers ins Rennen. pc_pi

Sein linker Gegenkandidat, der frühere Premier M. Zeman, greift Schwarzenberg auch wegen seiner kritischen Aussagen zur Vertreibung der Deutschen scharf an. 

Doch der tschechische Außenminister bleibt bei seiner völkerrechtsorientierten Haltung, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18.1.2013 berichtet:

„Schwarzenberg hat die Vertreibung der Deutschen als „schwere Verletzung der Menschenrechte“ verurteilt. In einem TV-Duell mit seinem Gegenkandidaten Miloš Zeman sagte Schwarzenberg, „heute würde sich die Regierung, einschließlich des Präsidenten Beneš, wahrscheinlich in Den Haag befinden.“

Den Haag ist der Sitz des Internationalen Strafgerichtshofs, der für die Verfolgung völkerrechtswidriger Delikte wie Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zuständig ist.

Schwarzenberg kritisierte die Anwendung des Prinzips der Kollektivschuld durch die Beneš-Dekrete. Dies werfe er „unseren Vorfahren vor. Wir haben nicht berücksichtigt, ob jemand loyal zur Republik stand oder gegen sie verstoßen hat.“

Viele Deutsche hätten die Republik nicht verraten, sagte Schwarzenberg, und erinnerte an dabei unter anderem an die Teilnahme tschechoslowakischer Soldaten deutscher Nationalität an der Mobilisierung 1938 und an sudetendeutsche NS-Opfer.

Die tschechische Gesellschaft sei nach dem Krieg vom „Bazillus des Nazismus“ infiziert gewesen, sagte Schwarzenberg – eine Formulierung, die schon Havel verwendet hatte.“

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://www.faz.net/aktuell/politik/vertreibung-bene-nach-den-haag-12029834.html


England: Vatikan errichtet eigenes Bistum für katholisch-unierte Ukrainer

Der Vatikan hat eine eigene Kirchenstruktur für die mit Rom unierten Ukrainer in Großbritannien geschaffen.

Mit einem Dekret vom gestrigen Freitag erhob Papst Benedikt XVI. das bisherige Exarchat in London in den Rang einer Eparchie, die einer Diözese vergleichbar ist.

Zum ersten Bischof des neuen Kirchenbezirks mit dem Titel „Heilige Familie von London für die byzantinischen Ukrainer“ ernannte er den bisherigen Exarchen Hlib Borys Sviatoslav Lonchyna. Dieser war 2002 durch Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof ernannt worden; im Jahr 2009 hatte er das Exarchenamt übernommen. Die Eparchie zählt über 10.000 Mitglieder.

Quelle: Radio Vatikan


Belgien: Verhängnisvoller Abschied vom Lebensschutz – aktive Euthanasie auf Wunsch nimmt zu

Im Jahre 2011 gab es amtlich 1133 Euthanasie-Tote in Belgien

Mitte Dezember 2012 haben sich zwei taube 45-jährige Zwillingsbrüder in Belgien Gift spritzen lassen, weil ihnen die Erblindung drohte. Die Regierung in Brüssel will aktive „Sterbehilfe“ bzw. Euthanasie jetzt auch Minderjährigen gestatten.

Die Schuhmacher Marc und Eddy Verbessem aus Putte bei Mechelen, eineiige, von Geburt an taube Zwillinge, drohten durch Grünen Star allmählich zu erblinden. Den beiden, die ihr ganzes Leben zusammen verbracht hatten, wurde klar: Sie würden sich nicht mehr sehen und so kommunizieren können.  logo_gemalt_gr

„Sie wären in eine Anstalt gekommen“, sagte ihr Bruder Dirk dem Daily Telegraph. Marc und Eddy wünschten zu sterben. Nach zweijähriger Suche fanden sie im Universitätsspital in Brüssel Mediziner, die ihnen am 14. Dezember die Giftspritze setzten, obwohl sie nicht an einer tödlichen Krankheit litten. Dirk und die Eltern hatten die Brüder umzustimmen versucht; sie begleiteten sie ins Spital.

Der Arzt Wim Distelmans sagte laut Medienberichten, der Fall sei insofern einzigartig, als nie zuvor in Belgien ein Bruderpaar um aktive „Sterbehilfe“ gebeten habe. Doch der Fall bewege sich „völlig“ im Rahmen des Gesetzes:

Die Aussicht, nach der Taubheit zu erblinden und dann nicht mehr miteinander kommunizieren zu können, habe bei den beiden „unerträgliches psychisches Leiden“ verursacht. Wird solches Leiden vom Arzt anerkannt, kann in Belgien aktive Euthanasie in Anspruch genommen werden. Die Ärzte im Regionalspital, an die Marc und Eddy zuerst gelangten, hatten ihre Perspektive nicht als unerträglich bewertet.

Euthanasie auch für Kinder und Jugendliche

Wenige Tage nach den Giftspritzen brachte die sozialistische belgische Regierung eine Gesetzesvorlage ins Parlament, die aktive „Sterbehilfe“ auch urteilsfähigen Minderjährigen mit unheilbaren Krankheiten und Alzheimer-Patienten zugesteht.

Für 2011 hat Belgien 1.133 Euthanasie-Tote aufzuweisen, der Großteil schwer Krebskranke. Aufgrund einer Studie ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen, schreibt der international bekannte Kämpfer gegen Euthanasie Alex Schadenberg. 2011 wurde laut dem Daily Telegraph auch bekannt, dass Organe von totgespritzten Patienten verpflanzt werden.

Der Medizinethiker Chris Gastmans von der Universität Löwen kritisierte den Entscheid Distelmans‘. Er gab nach dem Tod der Verbessem-Brüder zu bedenken, daß eine reiche Gesellschaft „einen anderen, fürsorglichen Weg für den Umgang mit menschlicher Gebrechlichkeit finden muss“.

Alex Schadenberg warnt vor einer Rutschbahn in die Unmenschlichkeit: „Wenn es annehmbar ist, eine Gruppe von Menschen in der Gesellschaft durch Euthanasie zu töten, wird es bald annehmbar werden, auch mit anderen Gruppen ebenso zu verfahren.“

Autor: Peter Schmid  /  Quelle: http://www.jesus.ch


„Laßt uns voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade“

Aus der heutigen Lesung der kath. Kirche: Brief an die Hebräer 4,12-16.

Denn lebendig ist das Wort Gottes,
Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert;
es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist,
von Gelenk und Mark; 

es richtet über die Regungen
und Gedanken des Herzens;
vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen,
sondern alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen,
dem wir Rechenschaft schulden.
 
Da wir nun einen erhabenen Hohenpriester haben,
der die Himmel durchschritten hat,
Jesus, den Sohn Gottes,
laßt uns an dem Bekenntnis festhalten.
 
Wir haben ja nicht einen Hohenpriester,
der nicht mitfühlen könnte mit unserer Schwäche,
sondern einen, der in allem wie wir
in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat.
 
Laßt uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade,
damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit.