„Das einst unerwünschte Kind ist das Beste, was mir passieren konnte…“

Unsere freie Mitarbeiterin Cordula Mohr, eine junge katholische Familienmutter und ALfA-Vorsitzende von Rheine, veröffentlichte in unserem CHRISTLICHEN FORUM kürzlich einen Erlebnisbericht über die Rettung eines ungeborenen Kindes durch Internetberatung mit schwangeren Frauen in Not.

Dieser eindrucksvolle und erfreuliche Artikel wurde sodann von einer befreundeten Webseite übernommen:  http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2013/01/cordula-mohr-katholische-familienmutter.html

Dort wiederum erschien am 17. Januar 2013 folgender eindrucksvoller und lebensfrischer Leserkommentar als Echo auf Cordulas Artikel: 

„Ich war selber in dem grässlichen Zwiespalt, eine ungewollte, ungeplante Schwangerschaft bis zur 11. Woche nicht bemerkt zu haben. Von meinem Ehemann in aussichtsloser Situation emotional schon lange getrennt, wurde das Kind gezeugt, als ich auch altersmässig glaubte, nicht mehr schwanger zu werden.  imagesCA2YAIGF

Ehe zerrüttet, neuen Wunschjob gerade seit 4 Monaten, Mann arbeitslos usw.  –  Für das Kind konnte ich mich nicht freudig entscheiden.

Doch der Gedanke daran, dass ich ein Jahr später anderen Müttern mit Kinderwagen begegnen würde, immer wieder mit den Gedanken konfrontiert wäre: „So oder so alt wäre das Kind jetzt, wie es wohl aussähe, wie es wohl vom Charakter her wäre…“  liessen mich die Schwangerschaft, wenn auch nur widerwillig und billigend in Kauf nehmen.

Das liegt lange zurück   –   und dieses Kind ist das Beste, was mir in meinem bisherigen Leben passiert ist…

Manchmal bitte ich es innerlich um Verzeihung, bereue die Ignoranz der ersten Monate in der Schwangerschaft, vergebe auch mir, segne das mir damals anvertraute Wesen und seinen Weg, danke für das Geschenk der erfahrenen Herzensliebe und für die Lebendigkeit, die es in mein Leben brachte…

Ich habe es ganz alleine großgezogen.

Foto: M. von Gersdorff

Foto: M. von Gersdorff

Die Ehe mit dem Mann aus einem anderen Kulturkreis endete, er kümmerte sich wenig bis gar nicht um uns  –  und ja, ich war oft müde, erschöpft, traurig, verzweifelt und resigniert…

Heute weiss ich, es hat sich „gelohnt“  –  nicht auszudenken, wäre dieses Kind nicht geboren. Es zeigte mir meine Kraft, meine göttliche Freiheit, meine ureigenen Wege, um alte Aufgaben bzw. Muster zu erkennen und aufzulösen.

Es ist heute Glück pur, so ein wundervoll lebendiges Wesen eingeladen zu haben.

Es macht mich zudem sehr stolz, die Verantwortung ganz alleine übernommen zu haben. Es hat mich heil werden lassen, auch mit meinem Lebensweg und mit meiner Lebensgeschichte…

Hierzulande gibt es Hilfe und Unterstützung  –  das ist nicht überall so.  Deshalb nur Mut! 

Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird, manchmal kommt von irgendwo ein Lichtlein her  – und die Kraft, die notwendig ist, sich gegen ein Kind zu entscheiden (es ist halt eben nicht nur die Schwangerschaft), bekommt jeder hinterher, um sich dafür einzusetzen.“



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