Zur Debatte um „Pille danach“, Nidationshemmung und Frühabtreibung aus medizinischer Sicht

Führender Mainzer Frauenarzt behauptet: „Pille danach ist keine Abtreibung“

Unter dem Titel „Pille danach ist keine Abtreibung“ veröffentlichte die Mainzer „Allgemeine Zeitung“ vom 21. Januar 2013 ein Interview mit dem Gynäkologen Dr. Werner Harlfinger, seines Zeichens Vorsitzender der Frauenärzte in Rheinland-Pfalz.

Auf die Frage der Redaktion „Auch das Katholische Klinikum Mainz verschreibt keine Pille danach –  sie wird ja offenbar mit Abtreibung gleichgesetzt“ antwortet der Frauenarzt folgendermaßen:

„Es ist festzuhalten, dass die Pille danach keine Abtreibungspille ist, sondern es wird nur die Gelbkörperphase verschoben. Die Pille danach verhindert das Andocken des körpereigenen Sexualhomons Progesteron, so dass dieses nicht wirken kann. Der Eisprung wird verhindert oder verzögert. Die Bildung von Proteinen, die für den Beginn und Erhalt einer Schwangerschaft notwendig sind, wird unterdrückt.“

Nächste Frage der Zeitung: „Die Pille danach könnte somit sogar verhindern, dass später ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen wird?“  –  Hierauf reagiert Dr. Harlfinger im letzten Satz gereizt bis unsachlich:  Embryo

„Wir sollten doch froh sein, wenn die betroffene Frau z.B. bei ungeschütztem Verkehr  –  oft ist es ein abgerutschtes Kondom  –  die Bereitschaftsdienstzentralen aufsuchen, damit sie später keine Schwangerschaftsunterbrechung machen müssen – was wiederum gesetzlich erlaubt ist.

Ich finde es unglaublich, dass sich Ärzte vom Krankenhausträger vorschreiben lassen, wie ihre ärztliche Behandlung sein soll. Dies unterliegt nur ihrem Gewissen und nicht den verqueren, moralischen Vorstellungen der katholischen Kirche.“

Allein schon der vielsagende Ausdruck „Schwangerschaftsunterbrechung“ läßt tief blicken:

Bei einer Abtreibung wird keine Schwangerschaft „unterbrochen“, sondern ein ungeborenes Kind vernichtet.

Zudem  ist Abtreibung  –  auch jene innerhalb der Drei-Monats-Frist  –  keineswegs „gesetzlich erlaubt“:

Abtreibung ist straffrei, aber zugleich rechtswidrig

Die bleibende Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts hat hierzu ausdrücklich festgehalten, daß Abtreibung „rechtswidrig, aber straffrei“ ist. Da rechtswidrig, ist sie keineswegs „gesetzlich erlaubt“, sondern der Staat verzichtet vielmehr bei einer erklärtermaßen rechtswidrigen Handlung auf strafrechtliche Konsequenzen. (Eine gesetzliche Erlaubnis im eigentlichen Sinne besteht allein bei den  –  eher seltenen  –   Indikationsfällen.)

Nun zu den Äußerungen des Gynäkologen, wonach die „Pille danach“ kein Abtreibungsmittel sei:

Natürlich wirkt die Pille danach nicht automatisch und immer frühabtreibend, sondern logischerweise nur dann, wenn bei Einnahme des Prapärats bereits eine Befruchtung stattgefunden hat  bzw. gerade stattfindet (was wiederum vom Zeitpunkt des Sexualverkehrs innerhalb des weiblichen Rhythmus abhängt).

Daß kein menschliches Leben abgetrieben werden kann, wenn es gar nicht gezeugt wurde, versteht sich am Rande.

Die Pille danach wirkt aber nach einer Befruchtung „nidationshemmend“: sie verhindert die Nidation bzw. Implantation (Einnistung) des Embryo  in die Gebärmutter.  Die kleinste Erscheinungsform des Menschen  –  der Embryo  –  stirbt also ab.

Es handelt sich somit um eine Frühabtreibung in der ersten bis zweiten Woche des menschlichen Lebens.

Diese nidationshemmende Wirkweise beschrieb Prof. Dr. Johannes Bonelli, Direktor von IMABE, dem Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik in Wien, vor fast genau drei Jahren in einem Fachartikel wie folgt:

„Die hohe Dosis des Hormonpräparats führt in dieser Zyklusphase durch Unterdrückung der basalen LH-Ausschüttung zu einer Abkopplung der Gebärmutterschleimhaut vom endogenen Gestagen und in der Folge zu einer vorzeitigen Abbruchblutung.

Außerdem kommt es zur Lähmung des tubalen Flimmerepithels und der Tubenmotilität, sodass der Transport einer eventuell befruchteten Eizelle verzögert wird.

Beide Mechanismen führen in diesem Fall mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu, dass sich die Blastozyste nicht mehr rechtzeitig in die Gebärmutterschleimhaut einnisten kann.

Viele Frauen lehnen einen Schwangerschaftsabbruch durch Nidationshemmung ab. Sie haben das Recht, fachgerecht informiert zu werden.“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

 


Rabbis bitten israelische Regierung um Schutz jüdischer Stätten vor arabischen Attacken

Einige Rabbiner, die für die Aufsicht von jüdischen Stätten zuständig sind, haben in der vorigen Woche ein Bittgesuch an die israelische Regierung gesandt, mehr zum Schutz jüdischer Beter vor islamischen Angreifern zu unternehmen.

Am meisten Sorgen bereiten die Ausschreitungen von Palästinensern am Grab Rahels; es ist die Ruhestätte der Frau Jakobs und somit eine wichtige Wallfahrtsstätte für Juden.

Täglich kommen Hunderte, um dort zu beten.  Moslems weisen die jüdischen Ansprüche jedoch zurück und bestehen darauf, daß der Ort eine Moschee und daher für Juden verboten sei.

In den letzten Tagen verübten Palästinenser immer wieder Anschläge auf diese Stätte und auf jene israelischen Soldaten, die zum Schutz abgestellt sind.

Quelle: http://www.israelheute.com


Wochen-Rückschau: „Mit dem HERRN durchs Leben gehen“

Rückschau

Sieben Tage sind vergangen. Eine Woche ward verbracht.
Und die Lieder, die wir sangen, die Gebete in der Nacht
sind an Gottes Ohr gedrungen. Nicht vergeblich laut gemacht.
Als wir noch mit Gott gerungen, sprach er schon: Es ist vollbracht.

Manchmal, als wir noch im Beten bittend standen vor dem HERRN,
ist kurzum das eingetreten, was wir wünschten uns so gern.
Über Bitten und Verstehen gab uns Jesus wunschgemäß.
Die des HERREN Wege gehen, füllt er auf wie ein Gefäß.

Den Gehorsam und die Treue segnet unser lieber HERR.
Alle Tage und aufs neue gibt er überschwänglich mehr.
Unsre Freude soll vollkommen, unser Friede ewig sein.
Jesus schenkt sich seinen Frommen, macht sich für die Sünder klein.

Lasst uns völlig Ihm vertrauen, aus Ihm schöpfen neue Kraft.
Nur auf Ihn im Leben bauen, weil ER selbst den Baugrund schafft.
Mit dem HERRN gehn durch das Leben, Ihn erleben Tag für Tag,
und sich völlig Ihm ergeben, folgen, was auch kommen mag.

Gerhard Arndt Schäfer


DANKSAGUNG der evangelikalen Lukasschule in München

DANKSAGUNG

In den vergangenen drei Monaten sahen wir uns einer verleumderischen Berichterstattung hauptsächlich durch die Süddeutsche Zeitung, aber auch durch andere Medien ausgesetzt. Hierbei wurden sowohl unsere Schule als auch Lehrer persönlich in ehrverletzender Weise diffamiert.   

Neben unseren Aktivitäten zur faktischen Aufklärung der offensichtlich falschen Vorwürfe sind wir juristisch gegen diese vorgegangen und konnten unsere geltend gemachten Unterlassungsansprüche ausnahmslos durchsetzen.

SCHÜLER der LUKASSCHULE

SCHÜLER der LUKASSCHULE

Dies betrifft insbesondere den Ausgangsartikel der Süddeutschen Zeitung, dessen Kernaussagen das Oberlandesgericht München verboten hat.

Bereits im November widersprach die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern nach eingehender Prüfung den Vorwürfen und bestätigte, dass die Lukas-Schule Teil der „Marke: Evangelische Schulen“ ist.

Eine von der Landeskirche durchgeführte, breit angelegte Elternumfrage führte ebenfalls zu einem unsere Sichtweise bestätigenden Bild.

Die staatliche Schulaufsicht stellte ebenfalls keinerlei Anhaltspunkte für die Vorwürfe fest.

Wir hoffen, dass diese für alle Beteiligten unangenehme Angelegenheit nun zu einem Ende gekommen ist.

Im Falle noch offener Fragen stehen wir gerne zur Verfügung  –  wir hatten und haben nichts zu verbergen.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei all denjenigen, die uns durch Rat, Tat und Gebet unterstützt haben.

Das schließt insbesondere mit ein:

–  die Eltern und Elternbeiräte, die konstruktiv an der Problemlösung mitwirkten
–  unsere Lehrerinnen und Lehrer, die den normalen Schulbetrieb sicherten
–  unsere Schülerinnen und Schüler, die zu ihrer Schule und den Lehrer standen
–  diejenigen Medien, die Wert auf seriöse Berichterstattung legen
–  die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
–  die staatliche Schulaufsicht
–  Herrn RA Prof. Dr. Himmelsbach von der Sozietät Romatka & Collegen.

München, im Januar 2013

Lukas-Schule München
Vorstand und Schulleitung

Quelle: http://www.lukas-schule.de/images/Dokumente/danksagung.pdf

HINWEIS:

Unser CHRISTLICHES FORUM hat diese Schule  –  in ökumenischer Solidarität  –  sofort gegen die unfairen Attacken der „Süddeutschen Zeitung“ und anderer Medien verteidigt  –  und über Wochen hinweg 26 Artikel pro Lukasschule veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/category/causa-lukas-schule-munchen/


Regensburg: Live-BR-Übertragung der Bischofsweihe am kommenden Samstag

Am morgigen Samstag, den 26. Januar 2013, wird der Trierer Dogmatiker Prof. Dr. Rudolf Voderholzer im Hohen Dom St. Peter in Regensburg   –  u.a. auch durch den vatikanischen Glaubenspräfekten Gerhard L. Müller   –   zum Bischof geweiht.  iMA00370501

Die feierliche Zeremonie, zu der alle Gläubigen recht herzlich eingeladen sind, beginnt um 10 Uhr. 

Wer nicht daran teilnehmen kann, hat dennoch die Chance, die Weihe-Liturgie per TV mitzuverfolgen, denn sie wird vom Bayerischen Rundfunk live übertragen.

Ein Exemplar des ansprechend gestalteten und bebilderten Liederheftes zur Bischofsweihe  finden Sie hier:
http://newsletter.bistum-regensburg.de/newsletter/images/iMA00370620.PDF

Quelle (Foto/Infos): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Union kritisiert EU: „Wasserversorgung darf nicht zum Spekulationsobjekt werden“

Der EU-Ausschuß für Binnenmarkt und Verbraucherschutz hat am Donnerstagabend einen Entwurf für eine Richtlinie zur Konzessionsvergabe angenommen.

Dazu erklären der stellv.  Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Johannes Singhammer, und die Beauftragte für Verbraucherschutz, Mechthild Heil, in einer heutigen Pressemitteilung:

„In den letzten Monaten hat der seit nunmehr gut einem Jahr vorliegende Vorschlag der Kommission über die Vergabe von Konzessionen die Gemüter erhitzt. Der Vorschlag sieht vor, für die Vergabe von Dienstleistungskonzessionen europaweit einheitliche Regelungen zu schaffen.

Die Kommunen könnten dann nicht mehr frei entscheiden, wie sie die öffentliche Wasserversorgung vor Ort organisieren.

Es besteht zu Recht die Befürchtung, dass nach einer Privatisierung nur noch die Erzielung von möglichst hohen Renditen im Vordergrund steht.

In der Folge könnte die bisher hohe Qualität der Wasserversorgung leiden, weil möglicherweise notwendige Investitionen in die Infrastruktur, also das Leitungsnetz, aus reinem Gewinnstreben unterbleiben.

Diverse unrühmliche Beispiele fehlgeschlagener Privatisierungen im In- und Ausland legen den Schluss nahe, dass private Unternehmen nicht immer wirtschaftlicher arbeiten als die öffentliche Hand, wenn sie gleichzeitig das Gemeinwohl im Blick behalten sollen, wie dies bei dem ‚Lebensmittel Nummer 1‘, dem Wasser, zwingend notwendig ist.

So kam es beispielsweise in Berlin nach der Privatisierung der Wasserversorgung vor 13 Jahren zu erheblichen Preissteigerungen, die schließlich Ende 2012 zu dem Beschluss des Berliner Senats führten, den Anteil eines privaten Versorgers wieder zurückzukaufen.

Aus verbraucherpolitischer Sicht muss in der Richtlinie zur Konzessionsvergabe klar geregelt sein, dass die Kommunen die Versorgung der Bevölkerung mit öffentlichen Gütern weiterhin in alleiniger Verantwortung durchführen können.

Das Vertrauen in die sichere Bereitstellung von sauberem und gesundheitlich in allen Belangen einwandfreiem Wasser ist ein hohes Gut, das wir nicht ohne Not gefährden dürfen.

Aus Sicht der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sollte die Wasserversorgung daher aus grundsätzlichen Erwägungen nicht zum Spekulationsobjekt werden.“

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1   –   11011 Berlin
fraktion@cducsu.de
http://www.cducsu.de


Der „Spiegel“ vernebelt die frühabtreibende Wirkung der „Pille danach“

Unter dem Titel „Kirchliche Kliniken und Abtreibung: Die Katholischeren“ veröffentlichte „Spiegel-online“ am 21. Januar 2013 einen antikirchlichen Rundumschlag, was beim Hamburger Linksmagazin nicht weiter erstaunt.

Allerdings sollte auch der „Spiegel“ seine Leser wenigstens auf faktischer Ebene nicht für dumm verkaufen, was jedoch der Fall ist, wenn   –  wie geschehen –  die frühabtreibende Wirkung der „Pille danach“ vernebelt und zugleich der irreführende Ausdruck „Schwangerschaftsverhütung“ verwendet wird:

So heißt es dort:

„Die „Pille danach“ verhindert eine Schwangerschaft, für die katholische Kirche ist das Teufelszeug. Also dürfen ihre Kliniken keine Rezepte ausgeben, egal in welcher Situation sich eine Patientin befindet.“

Rein juristisch trifft es zwar zu, daß die „Pille danach“ eine sogenannte „Schwangerschaft“ verhindert, weil die Definition „Schwangerschaft“ rechtlich gesehen ab Beginn der Nidation zutrifft, mithin ab der Einnistung des Embryos in die Gebärmutter; diese Implantation erfolgt 6 bis 10 Tage nach der Befruchtung, somit 1 bis 2 Wochen  nach der Entstehung neuen menschlichen Lebens. 

Daß auch der Embryo  – nicht allein moralisch, sondern durchaus auch gesetzlich –  schutzwürdig ist, bestätigt das deutsche Embryonenschutzgesetz, das die kleinste Erscheinungsform des Menschen  –  eben die befruchtete Eizelle  –  schützen will, allerdings leider nur dann, wenn diese sich quasi in der Petrischale  – und damit außerhalb des Mutterleibs  –  befindet.

Wegen dieser Schutzwürdigkeit des Embryos gab es in Deutschland eine jahrelange Debatte in und außerhalb des Parlaments um die sog. PID (Prä-Implantations-Diagnostik). Lebensrechtler kritisieren beim PID-Screening das Selektieren und Vernichten von Embryonen im Kontext der In-Vitro-Fertilisation, der künstlichen Befruchtung also.

Unabhängig von der Inkonsequenz des heutigen gesetzlichen Embryonenschutzes steht wissenschaftlich ohnehin seit langem fest, daß das Leben des Menschen nicht etwa erst mit der Nidation bzw. Implantation beginnt, sondern mit der Befruchtung, der Verschmelzung von Ei und Samenzelle, womit bereits alle Erbanlagen des neuen Menschen vorhanden sind.

Da nun die „Pille danach“   – wie schon der Name nahelegt  –  bei einer bereits erfolgten Empfängnis die Nidation verhindert, handelt es sich um ein Frühabtreibungsmittel   – und deshalb ist sie tatsächlich „Teufelszeug“, freilich nicht allein aus Sicht der katholischen Kirche, sondern aller Lebensrechtler, die einen umfassenden  Schutz menschlichen Lebens von Anfang bejahen.

Felizitas Küble


Predigt des hl. Bernhard von Clairvaux über die Bekehrung des hl. Apostels Paulus: „HERR, was soll ich tun?“

Hl. Bernhard von Clairvaux (1090 – 1153), Zisterziensermönch, Abt und Kirchenlehrer
(1. Predigt zum Fest der Bekehrung des hl. Paulus, 1, 6; PL 183, 359)

Zu Recht, geliebte Brüder, ist die Bekehrung des „Lehrers der Heiden“ (1 Tim 2,7) ein Fest, das alle Völker heute voll Freude feiern.

Die Ableger, die aus dieser Wurzel hervorwuchsen, sind in der Tat zahlreich. Nach seiner Bekehrung wurde Paulus das Werkzeug zur Bekehrung der ganzen Welt. Damals, als er noch im Fleisch war, aber nicht vom Fleisch bestimmt (vgl. Röm 8,5f), bekehrte er durch seine Predigt viele zu Gott.

Auch heute noch, da er in Gott ein glücklicheres Leben führt, arbeitet er durch sein Beispiel, sein Gebet und seine Lehre unermüdlich an der Bekehrung der Menschen.

Dieses Fest ist für alle, die es feiern, eine wichtige Quelle des Guten. Wie könnte man auch die Hoffnung aufgeben  –  und seien unsere Sünden so groß  –  wenn man hört, daß „Saulus, der immer noch mit Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn wütete“, plötzlich sein „auserwähltes Werkzeug“ wurde (Apg 9,1.15)?

Wer könnte unter der Last seiner Sünde sagen: „Ich kann nicht aufstehen und ein besseres Leben führen“, wenn auf dem gleichen Weg, den ihn sein hasserfülltes Herz einschlagen ließ, der wütende Verfolger plötzlich zum treuen Verkünder geworden ist?

Diese Bekehrung allein zeigt uns, wie groß das Erbarmen Gottes und wie mächtig seine Gnade ist…

Dies ist, meine Brüder, ein perfektes Muster der Umkehr: „Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit… Was soll ich tun?“ (Ps 57,8; Apg 9,6)

Ein kurzes Wort, aber bedeutsam, lebendig, wirkungsvoll und der Erhörung würdig.

Leider sind es nur wenige, die diese Haltung des vollkommenen Gehorsams haben, die so sehr ihrem eigenen Willen entsagen, daß ihnen nicht einmal mehr ihr Herz gehört!

Wie wenige sind es doch, die zu jeder Zeit nicht das suchen, was sie selber wollen, sondern was Gott will, und die ihn ständig fragen: „HERR, was soll ich tun?“

 


Die kath. Kirche feiert heute (25. Januar) das Fest der Bekehrung des hl. Apostels Paulus

Lesung aus der Apostelgeschichte 22,3-16:

Ich bin ein Jude, geboren in Tarsus in Zilizien, hier in dieser Stadt erzogen,
zu Füßen Gamaliëls genau nach dem Gesetz der Väter ausgebildet,
ein Eiferer für Gott, wie ihr alle es heute seid.
 
Ich habe den (neuen) Weg bis auf den Tod verfolgt,
habe Männer und Frauen gefesselt und in die Gefängnisse eingeliefert.    
Das bezeugen mir der Hohepriester und der ganze Rat der Ältesten.
Von ihnen erhielt ich auch Briefe an die Brüder und zog nach Damaskus,
um dort ebenfalls die Anhänger (der neuen Lehre) zu fesseln    Petrus-paulus - Kopie
und zur Bestrafung nach Jerusalem zu bringen.
 
Als ich nun unterwegs war und mich Damaskus näherte,
da geschah es, daß mich um die Mittagszeit plötzlich
vom Himmel her ein helles Licht umstrahlte.
Ich stürzte zu Boden und hörte eine Stimme zu mir sagen:
Saul, Saul, warum verfolgst du mich?
Ich antwortete: „Wer bist du, HERR?“
ER sagte zu mir: „Ich bin Jesus, der Nazaräer, den du verfolgst.
 
Meine Begleiter sahen zwar das Licht,
die Stimme dessen aber, der zu mir sprach, hörten sie nicht.
Ich sagte: „HERR, was soll ich tun?“
Der HERR antwortete: „Steh auf  – und geh nach Damaskus,
dort wird dir alles gesagt werden, was du nach Gottes Willen tun sollst.
Da ich aber vom Glanz jenes Lichtes geblendet war,
so daß ich nicht mehr sehen konnte,
wurde ich von meinen Begleitern an der Hand geführt
und gelangte so nach Damaskus.
 
Ein gewisser Hananias, ein frommer und gesetzestreuer Mann,
der bei allen Juden dort in gutem Ruf stand,
kam zu mir, trat vor mich und sagte:
„Bruder Saul, du sollst wieder sehen!“
Und im gleichen Augenblick konnte ich ihn sehen.
 
Er sagte: „Der Gott unserer Väter hat dich dazu erwählt,
seinen Willen zu erkennen, den Gerechten zu sehen
und die Stimme seines Mundes zu hören;
denn du sollst vor allen Menschen sein Zeuge werden für das,
was du gesehen und gehört hast. Was zögerst du noch? 
Steh auf, laß dich taufen und deine Sünden abwaschen und rufe seinen Namen an!“