Die CDL tagt am Mittwoch, den 30. Januar, mit einer Lebensrechts-Veranstaltung in Berlin

Die CDL (Christdemokraten für das Leben) in Berlin lädt ein zu einer Kooperationsveranstaltung mit der Förderstiftung für Konservative Bildung und Forschung 

am Mittwoch, den 30. Januar 2013 um 19.30 Uhr

Mit dabei: die CDL-Bundesvorsitzende Mechthild Löhr und der CDU-Bundestagsabgeordnete  Thomas Dörflinger

Tagungsort ist die Bibliothek des Konservatismus (Fasanenstr. 4, 10623 Berlin, gegenüber dem Haus der Wirtschaft, Nähe S- und U-Bhf Zoologischer Garten)

Thema  der Veranstaltung: „Abtreibung – ein neues Menschenrecht?“

Folgendes Programm erwartet die Besucher:

19.30 Uhr        Begrüßung durch Stefan Friedrich, Landesvorsitzender der CDL Berlin
19.40 Uhr        Grußwort & kurze Vorstellung der Bibliothek des Konservatismus durch deren Leiter Dr. Wolfgang Fenske
19.50 Uhr        Vorstellung des Buchs „Abtreibung – ein neues Menschenrecht?“  (Hrsg. Mechthild Löhr u.a.) durch Thomas Dörflinger MdB (CDU),   Bundesvorsitzender des Kolpingwerks, Mitglied des liberalkonservativen „Berliner Kreises“ in der CDU
20 Uhr        Gespräch von Thomas Dörflinger mit Mechthild Löhr zu den Kernthesen des Buches
20.30 Uhr      Diskussion mit dem Publikum
 

Das CDL-Mitglied Thomas Dörflinger ist einer der profiliertesten Vertreter des christlich-konservativen Flügels der Unionsfraktion.

Als Gründer des Berliner Kreises und Verfasser diverser innerparteilicher Strategiepapiere stemmt sich Dörflinger vehement gegen die Abschaffung christdemokratischer Grundsatzpositionen, insbesondere in der Familien- und Wirtschaftspolitik.

In unserer heutigen Zeit ist es notwendig, immer wieder an die naturrechtlichen Voraussetzungen unseres Gemeinwesens zu erinnern. Hierzu gehört an erster Stelle die Achtung der unantastbaren Menschenwürde von Anfang an bis zum natürlichen Tod.

Stefan Friedrich
Landesvorsitzender der CDL Berlin
www.cdl-berlin.de 
 

Bischof Voderholzer bestätigt mit seinen ersten Personalentscheidungen die Linie seines Amtsvorgängers Müller

Prälat Michael Fuchs ist wieder als Generalvikar eingesetzt

In seiner ersten Ordinariatskonferenz hat Bischof Rudolf Voderholzer am heutigen Dienstag wichtige Personalentscheidungen mitgeteilt. Er wünschte allen Anwesenden sowie allen Mitarbeitern der Referate und Abteilungen für ihr verantwortungsvolles Wirken Gottes Kraft und Segen.  Voderholzer 1

Mit Wirkung zum 26. Januar 2013 ernannte er Domkapitular Prälat Michael Fuchs zu seinem Generalvikar und gleichzeitig zum Moderator und Kanzler der Kurie. Der Generalvikar gilt als das „andere Ich“ (alter ego) des Bischofs und vertritt diesen in allen Verwaltungsangelegenheiten.

Als Moderator ist er für die Koordinierung der einzelnen Hauptabteilungen des Bischöflichen Ordinariats, als Kanzler für die Erstellung und Aufbewahrung der Akten verantwortlich. Michael Fuchs war schon unter Bischof Gerhard Ludwig Müller seit 2005 Generalvikar.

Domkapitular Prälat Dr. Franz Frühmorgen und Domkapitular Prälat Anton Wilhelm wurden zu Stellvertretern des  Generalvikars ernannt.

Bischof Rudolf bestätigte Weihbischof Reinhard Pappenberger als Bischofsvikar für die Bereiche Berufungspastoral und Pastoralvisitationen.

Der Oberhirte berief Michael Dreßel als seinen bischöflichen Sekretär (Bischöflicher Kaplan).

Der Bischof bestätigte Domkapitular Prälat Dr. Josef Ammer und Pfarrer Lic.iur.utr. Andrzej Kuniszewski in ihrem Amt als Offizial bzw. Vizeoffizial. Der Offizial leitet in Vertretung des Bischofs das kirchliche Gericht.  

Die bisherigen Leiter der Referate des Bischöflichen Ordinariates bestätigte Bischof Rudolf Voderholzer in ihren Ämtern, ebenso Domdekan Prälat Robert Hüttner als Diözesanökonom.

Als Bischöflichen Beauftragten für das Diözesankomitee bestätigte der Bischof Domvikar Msgr. Thomas Pinzer. Darüber hinaus setzte der Bischof den im Dezember 2008 gewählten Priesterrat sowie den Diözesanpastoralrat wieder ein. Beide Räte hatten während der Sedisvakanz (bischofslosen Zwischenzeit) zu bestehen aufgehört.

Quelle (Text/Foto):
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Weiblicher Zwischenruf zur Sexismus-Debatte: „Ich bin es leid, als Opfer betrachtet zu werden“

Von Birgit Kelle (Leiterin von „Frau 2000plus“)   Birgit Kelle neu

Es scheint, als lebten wir alle in einem Land voller männlichen Lüstlinge. Seit einer Woche gibt es kein anderes Thema mehr als die Frage, wer sich noch als Opfer von Sexismus fühlt.

Ich wollte ursprünglich nicht zu der Brüderle-Geschichte schreiben. Zu durchschaubar war die Strategie des STERN, dass man hier offensichtlich ein Jahr nach den Ereignissen einen Skandal aus dem Hut zaubert. Bezeichnend auch, dass die Journalistin, die dort ihre Erfahrung niedergeschrieben hat, seither öffentlich untergetaucht ist.

Nun fühlen sich über 60.000 Frauen bei Twitter als Opfer sexistischer Übergriffe und hinter jedem falsch verstandenen Kompoliment lauert ein neuer Sexismus-Fall. Es wird inflationär. Wir Frauen sind nun angeblich alle Opfer.

Wie in einer Gruppentherapie saß da am Sonntag abend eine Runde bei Günther Jauch zusammen und ließ sich von Frau Schwarzer erklären, dass sie schon immer Recht hatte.

Ich bin es nun also leid, als Opfer betrachtet zu werden. Echte Sexismus-Opfer gehen gerade unter in einem Meer an Banalitäten.

Und vor allem geht niemand der Frage nach, wieso es eigentlich erlaubt ist, dass Frau ihren Körper und ihr Aussehen als Instrument einsetzt, es aber nicht erlaubt ist, dass Mann darauf reagiert? 

Wir können doch als Frauen nicht ernsthaft verlangen, in die Vorstandsetagen vorgelassen zu werden, wenn wir angeblich nicht einmal in der Lage sind, einem blöden Spruch nachts an der Bar mit passender Antwort zu begegnen.

Grund genug also für eine Kolumne „Dann mach doch die Bluse zu“  – daraus ein Ausschnitt:

„Es wird als Befreiung der Frau gefeiert, dass wir Sexualität heute frei ausleben können. Dass wir uns nehmen, was wir wollen und wen wir wollen. Ja, es ist sexy: eine Frau, die weiß, was sie will. Wir fordern die Männer heraus, kokettieren mit unserer Sexualität. Aber natürlich nur, wenn wir wollen.

Wir reklamieren nur für uns als Frauen das Recht, dass nicht etwa gilt, was der Mann gemeint hat, sondern das gilt, wie es bei uns ankommt. Was ist, wenn die Männer sich mal auf den gleichen Standpunkt stellen?

Die amerikanische Schauspielerin Megan Fox ziert gerade in Unterwäsche das aktuelle Cover des „Esquire“, gibt aber gleichzeitig von sich, sie wolle von ihrem sexy Image weg. „Dann mach doch die Bluse zu“, möchte man ihr da zurufen: „Vielleicht schaut dir dann auch mal einer in die Augen!“

Wir verpacken schon kleine Mädchen in Lolita-Klamotten und zerreden die Intimität von Sexualität als Prüderie. Wir laufen in Slutwalks durch die Straßen und proklamieren das Recht, wie Schlampen herumlaufen zu dürfen. Gleichzeitig wollen wir aber nicht als Schlampe bezeichnet oder gar behandelt werden.

Wir punkten mit unserem Aussehen, gelten als das schöne Geschlecht, schnüren uns die Brüste hoch beim Oktoberfest, aber nein, wir wollen damit keine Aufmerksamkeit, wir wollen damit nur unsere inneren Werte betonen.

Gerade prostituieren sich bei RTL wieder junge Damen mit ihrem Aussehen in der x-ten Staffel des „Bachelor“. In einer Folge Bachelor lernt man mehr über Frauen als durch 100 feministische Bücher. Frauen ziehen sich aus für den „Playboy“ und haben für das Recht gekämpft, ihren Körper verkaufen zu dürfen. An Männer. Keine Frage, die weibliche Anatomie taugt sehr gut als Waffe.“

Den ganzen Artikel finden Sie hier  –  wie immer mit der Möglichkeit zu kommentieren:

http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/5805-bruederle-debatte-und-sexismus

Kontakt:
Mail: birgit.kelle@frau2000plus.net
Web: www.frau2000plus.net

Israel: Anschlag auf judenchristliches Gemeindezentrum in Aschdod

Anfang Januar dieses Jahres ist ein Gebäude der messianischen (judenchristlichen) Gemeinde in Kiryat Gat von Unbekannten niedergebrannt worden. Die Gemeinde von Kiryat Gat ist Teil der messianischen Gemeinde Beit Hallel aus Aschdod.

Pastor Israel Pochtar von Beit Hallel veröffentlichte folgende Nachricht als Antwort auf die offensichtliche Brandstiftung:

„Vor einigen Wochen wurde unsere Gemeinde in Kiryat Gat abgebrannt. Es ist die einzige Gemeinde der Stadt und sie hat eine große Vision für die Zukunft, sie hilft Menschen. Anscheinend war unser Einfluss in der Stadt ein Grund zur „Sorge“ für einige Leute und sie haben beschlossen, unserer Arbeit ein Ende zu setzen, indem sie das Gebäude in Brand gesteckt haben.borMedia1742201

In einer Nacht nach dem Gottesdienst hat augenscheinlich jemand eine Brandbombe (Molotov-Cocktail) durch ein Fenster geworfen. Brandstiftung ist ein kriminelles Vergehen und natürlich hat niemand die Verantwortung dafür übernommen. Der Besitzer des Gebäudes ist jedoch sehr gut in Kiryat Gat vernetzt und versucht nun herauszufinden, wer hinter diesem Angriff steckt. Es ist offensichtlich, dass der Angriff gegen uns aus religiösen Gründen stattfand.“

Es handelt sich hier um den einzigen Treffpunkt der Gemeinde von Kiryat Gat, deren Mitglieder jetzt keinen Ort für Gottesdienste mehr haben. Nicht nur das Gebäude wurde völlig beschädigt, auch die ganzen Musikinstrumente wurden zerstört.

„Der Hausbesitzer ist ein guter Freund und er ist bereit, die Kosten für die Reparatur zu übernehmen. Aber auch wir müssen unseren Teil dafür aufbringen,“ erklärte Pastor Pochtar.

Quelle: http://www.israelheute.de

 


Bayerische Bischofskonferenz tagt ab heute Abend in der Abtei Waldsassen

Von Dienstagabend bis Donnerstag, den 31. Januar 2013, tagt die Freisinger Bischofskonferenz in der Abtei Waldsassen.

Bischof Rudolf Voderholzer nimmt nach seiner Weihe zum neuen Oberhirten für das Bistum Regensburg, die am vorigen Samstag stattfand, erstmals an der Bischofskonferenz teil.  iMA00370501

Die bayerischen Bischöfe sowie Mitglieder der tschechischen Bischofskonferenz feiern am Mittwoch, den 30. Januar 2013 um 19 Uhr einen festlichen Gottesdienst in der Basilika. Hauptzelebrant und Prediger ist Kardinal Reinhard Marx, der Erzbischof von München.

Am Donnerstag, den 31. Januar 2013, feiern die Bischöfe um 7.30 Uhr ein Pontifikalamt in der Klosterkirche Waldsassen. Hauptzelebrant und Prediger ist der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick. Alle Gläubigen sind zur Mitfeier sehr herzlich eingeladen.

Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto) besucht im Rahmen der Tagung erstmals die Pfarrei Waldsassen und wird danach am Donnerstag um 16 Uhr mit den Bewohnern einen Wortgottesdienst im Altenheim St. Martin feiern, bevor er die Spätberufenenschule Fockenfeld besucht.

Information für die Pressevertreter: Die Bischofskonferenz endet am Donnerstag, 31. Januar 2013 um 13.30 Uhr mit einer Pressekonferenz im Gästehaus St. Joseph, Basilikaplatz 2, 95652 Waldsassen. Es spricht der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx. Bischof Rudolf Voderholzer wird ebenfalls anwesend sein. Eine Akkreditierung ist nicht notwendig.
 

Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
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IGFM: „Frau Merkel darf sich von Präsident Mursi nicht mit Versprechungen abspeisen lassen“

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert, daß die Bundesregierung finanzielle Hilfen und Umschuldungen für Ägypten erst dann umsetzt, „wenn Präsident Mursi messbare und spürbare Verbesserungen der Menschenrechtslage tatsächlich verwirklicht hat“.

Die IGFM bewertet die scheinbar liberalen Äußerungen Mursis mit größter Skepsis. Seine Taten in Ägypten stünden im direkten Gegensatz zu seinen moderat klingenden Beteuerungen an den Westen, so die IGFM. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Bundeskanzlerin Angela Merkel dürfe sich daher „nicht mit Versprechungen abspeisen lassen“. Es reiche nicht, Menschenrechte nur einzufordern. Konkrete Hilfe dürfe es erst geben, wenn die Versprechungen und völkerrechtlich bindende Verträge auch tatsächlich eingehalten würden, betont IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

 „Präsident Mursi hat die Gewaltenteilung weitgehend ausgehöhlt und die staatlichen Medien seiner Kontrolle unterworfen. Er hat Polizei und Geheimdienst –  den Unterdrückungsapparat Mubaraks  –  nicht etwa reformiert, sondern sich zu Diensten gemacht.  Heute ist es Mursi, der foltern lässt“, beklagt die IGFM.

Trotz aller gegenteiliger Beteuerungen zeige das Vorgehen Mursis, daß Ägypten auf dem Weg in eine Diktatur sei – eine Diktatur unter islamischen Vorzeichen. „Präsident Mursi lässt seinem Fußvolk und islamischen Extremisten freie Hand. Vertrauen in sein Wort wäre blanke Naivität“, warnt IGFM Vorstandsprecher Martin Lessenthin. „Die Fakten sprechen eine andere Sprache als Mursi“, so die IGFM weiter.

 „Druck aus Deutschland so wichtig wie noch nie“

Nach Überzeugung der IGFM sei Kritik und politischer Druck so notwendig „wie noch nie“, bevor sich die Situation noch weiter verschärfe. Gleichzeitig seien Forderungen gerade jetzt besonders wirkungsvoll. Um den wirtschaftlichen Kollaps Ägyptens und damit den möglichen Verlust seiner Macht zu verhindern, ist Präsident Mursi heute mehr denn je auf finanzielle Hilfe angewiesen.

Einige Äußerungen Mursis sind nach Ansicht der IGFM „an Zynismus nicht zu überbieten“, vor allem die zur Gleichberechtigung der Frau. Schon unter der Herrschaft Mubaraks seien ägyptische Frauen von rechtlicher und gesellschaftlicher Gleichberechtigung weit entfernt gewesen. Vor allem das islamische Familienrecht benachteilige Frauen und Mädchen „dramatisch“.

Unter der Regierung Mursi habe sich die Lage noch weiter verschärft. Muslimbrüder und die radikale Salafisten bedrängten unter anderem die koptisch-orthodoxe Kirche und fühlten sich frei, ihre Vision einer „islamischen“ Gesellschaft zu erzwingen.

Genitalverstümmelung auf dem Vormarsch

Obwohl die Verstümmelung weiblicher Genitalien in Ägypten in der Regierungszeit Mubaraks ganz offiziell verboten wurde, ist die weibliche Genitalverstümmelung am Nil ein sehr weit verbreitetes Problem geblieben. Doch erst unter der Herrschaft der Muslimbrüder wagen es nun Islamisten, mit Kleinbussen in Oberägypten mobil die Verstümmelung von Mädchen anzubieten und zu forcieren.

Die Minderheiten Ägyptens sehen die gesamte Entwicklung mit Sorge und Angst. Übergriffe auf die christlichen Kopten hätten mit dem Erstarken der Islamisten zugenommen.

Ägyptens Bildungsminister Ibrahim Ghoneim erklärte erst am 5. Januar, daß es Angehörigen der Bahá’í-Religion nach der ägyptischen Verfassung nicht gestattet sei, sich an staatlichen Schulen einzuschreiben.  Mursi selbst habe sich auch nie von seinen anti-jüdischen Ausfällen distanziert. Im Jahr 2010 hatte er gegenüber einem libanesischen Fernsehsender Juden als „Nachfahren von Affen und Schweinen“ geschmäht.

Islamische „Tugendwächter“ ermordeten verlobten Mann auf offener Straße

Die IGFM kritisiert, dass zudem islamistische „Moralwächter“ säkulare Journalisten und Liberale mit dem Tod bedrohten, ohne daß die Behörden dagegen einschritten. Bisher hätten die Sicherheitsbehörden nur in einem einzigen, spektakulären Fall Anklage gegen Mitglieder der radikal-islamische “Vereinigung zur Erhaltung der Tugend und Bekämpfung des Lasters” erhoben.

In Suez hatten nach Angaben der IGFM Mitglieder der Gruppe am 7. Mai 2012 ein verlobtes Paar angegriffen, weil sie Hand in Hand spazieren gingen. Die „Tugendwächter“ töteten den Mann, in dem sie ihm auf offener Straße die Genitalien abschnitten und er verblutete. Vertreter der regierenden Muslimbrüder plädierten für mildernde Umstände für die Täter. Das Verfahren schleppte sich über Monate hin, ob inzwischen rechtskräftige Urteile vorliegen ist unklar.

 Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de/Menschenrechte-in-AEgypten.575.0.html


Präsident Mursi in Deutschland: Forderungen an Bundesregierung mit Mahnwachen deutschlandweit

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) macht deutschlandweit mit Mahnwachen auf Ihre Forderung an die Bundesregierung aufmerksam:

„Präsident Mohammed Mursi hat in seiner kurzen Amtszeit zahllose seiner Versprechen gebrochen. Seine liberalen Beteuerungen haben offensichtlich keinen Wert. Die Bundesregierung darf sich daher nicht mit Zusagen begnügen. Hilfen für Mursi und Umschuldungen für Ägypten darf es erst geben, wenn Mursi seine Versprechen und die völkerrechtlich bindenden Menschenrechtsverträge tatsächlich in die Tat umgesetzt hat“, betont IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Um diesen Appell an Kanzlerin Angela Merkel zu unterstreichen, hält die IGFM zum Besuch Präsident Mursis Mahnwachen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und Bonn ab.

Weitere Infos zu den Mahnwachen unter:
http://www.igfm.de/IGFM-Infostaende-und-Mahnwachen.3097.0.html

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de/Menschenrechte-in-AEgypten.575.0.ht


Die Ex-Präsidentin von Irland erläutert die aktuellen Unruhen in Nord-Irland und den Weg zur Verständigung

Droht das nordirische Belfast wieder langsam in einen blutigen Konfessionskrieg abzurutschen?  –  Seitdem die britische Flagge über dem Rathaus nicht mehr täglich weht, kommt es in Teilen der Stadt immer wieder zu Krawallen. Dabei wurden seit Anfang Dezember 2012 zahlreiche Polizisten verletzt und Randalierer festgenommen.

Den Beschluß, daß der „Union Jack“ nur noch 17 Tage im Jahr gehißt werden darf, hatte die katholische Sinn-Fein-Partei vorangetrieben. Das setzt  protestantische Loyalisten unter Druck, erklärt die Katholikin Mary McAleese, die von 1997 bis 2011 Präsidentin der Republik Irland war.

Das Foto zeigt McAlesse beim historischen Besuch der britischen Königin Elisabeth II. in Dublin. Links der irische Premier Enda Kenny.

1_0_659729Bei den aktuellen Krawallen seien derzeit vor allem junge Gesichter zu sehen, so die Politikerin im Gespräch mit Radio Vatikan am Rande der Vortragsreihe „Eine Spiritualität für Dialog und Versöhnung“ an der päpstlichen Universität Gregoriana:

„Wir müssen jetzt die Köpfe zusammenstecken und sehen, was wir tun können, um die Wasser wieder zu beruhigen. Unter diesen jungen Leuten gibt es starke Anzeichen für Sektierertum  –  und da müssen wir ansetzen. Ich denke hier an die protestantischen Paramilitärs, die im Moment unter enormen Druck stehen. Und ich denke, sie sind auch die Lösung, denn sie wissen, wer diese jungen Leute sind   –  und haben eine Verbindung zu ihnen, die andere nicht haben.“

Viele Jugendliche in Nordirland kennen heute nicht mehr den „Preis der Gewalt“, so McAleese. Deshalb sei es wichtig, bei ihnen die Erinnerung an das jahrzehntelange Blutvergießen wachzuhalten.

Die ehem. Präsidentin plädiert für eine Form der Vergangenheitsbewältigung ohne Ideologie, die das Gedenken an den Schmerz ins Zentrum setzt, vor allem die Verluste auf beiden Seiten:

„Ich denke, es ist wichtig, die Erinnerung an das Leid weitergeben, daran, welcher Preis für das Karfreitags-Abkommen gezahlt wurde, warum die Notwendigkeit eines Kompromisses besteht, warum es so wichtig war. In all meinen Jahren in der Friedensarbeit war ich nie ohne die Erinnerung an meine verstorbenen Freunde.

Es gibt heute eine Generation, die nicht weiß, was es bedeutet, mit Bomben und herumfliegenden Kugeln und der Armee auf den Straßen zu leben – mit dieser ganzen Abnormalität.“

Hintergrund: Das Karfreitagsabkommen zwischen der Regierung der Republik Irland, der Regierung Großbritanniens und den Parteien Nordirlands hatte im April 1998 nach jahrzehntelangem Kampf ein halbwegs stabiles Zusammenleben von Katholiken und Protestanten in Nordirland begründet. Es wurde bei getrennten Referenden in der Republik Irland und in Nordirland bestätigt und sieht Zusammenarbeit und demokratische Einigungsverfahren in verschiedenen Bereichen vor. McAleese vermutet unter den Randalierern der letzten Wochen kategorische und gewaltbereite „Gegner des Karfreitags-Abkommens“.

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan


Ägypten: Gemäßigte Muslime solidarisieren sich mit Christen gegen die Diktatur der Muslimbruderschaft

Am Nil hat das Gedenken an den Sturz von Präsident Mubarak vor zwei Jahren ein breites Aufbegehren gegen das neue Regiment der Muslimbrüder gebracht. Wie Ende Januar 2011 lautet auch jetzt die Losung „Brot, Freiheit, Gerechtigkeit“.

Der Ruf nach dem Lebensnotwendigen wird diesmal noch ungeduldiger als im Januar 2011, hat sich doch die Versorgungslage unter den Muslimbrüdern akut verschlechtert, die Arbeitslosigkeit ufert aus und die ägyptische Währung stürzt ab. Obwohl in der Bruderschaft mehrheitlich privat erfolgreiche Unternehmer sitzen, versagen sie jetzt bei der Nationalökonomie.

Jene Massen, die von Freitag bis Sonntag in fast allen Städten auf die Straßen gingen, wurden mit scharfen, tödlich gezielten Schüssen empfangen. Nicht genug der vielen Toten und hunderten Verwundeten auf den Straßen und Plätzen von Kairo, Ismailia oder Suez; nun hat die Justiz ausgerechnet jetzt gleich 21 Todesurteile verhängt, die neue Unruhe auslösten. Es ging um blutige Ausschreitungen von Fussballfans im Stadion von Port Said. Der harte Urteilsspruch ausgerechnet am Jahrestag der ägyptischen 11er Revolution mußte Öl ins Feuer giessen.

Die Muslimbrüder scheinen jedoch diese Konfrontation zu suchen, um mit dem wachsenden Volkswiderstand gegen ihr Regime aufzuräumen. Mursi spricht bereits von einer „Konterrevolution“ und verhängt erneut den Ausnahmezustand, wie er unter Mubarak geherrscht hatte.

Aber noch nie waren in Ägypten alle demokratischen Kräfte  –  Christen und moderate Muslime –  so solidarisch wie in dieser schweren Stunde.

So hatten die Islamisten zum orientalischen Weihnachtsfest am 7. Januar dazu aufgerufen, Kopten und andere Christen bloß nicht zu beglückwünschen. Doch Maher Kamal, der eben aus Ägypten zurückgekehrte Präsident der koptisch-orthodoxen Kirchgemeinde von Zürich-Dietlikon, berichtet genau das Gegenteil: „Ich habe früher nie so viele und so herzliche Glück- und Segenswünsche von Muslimas und Muslimen auf Weihnachten erhalten wie diesmal!“

Würden Muslimbrüder und Salafisten mehr als auf ihre Hasspredigten auf den Koran hören, so fänden sie dort in der „Sure Marjam“ (Maria) die Jesus bejahende Aussage: „Heil Dir am Tag Deiner Geburt!“ 

Autor: Heinz Gstrein
Quelle: http://www.jesus.ch


Nach dem Tod einer krebskranken Frau: Hohe Geldstrafe für Reiki-Heilerin

Röntgenbilder auswerten, Diagnosen stellen, Rezepte verschreiben: Was eigentlich unter die Aufgaben von Ärzten oder Heilpraktikern fällt, kam eine 55-jährige Lamstedterin nun teuer zu stehen. Diese bietet an, die Selbstheilungskräfte ihrer Klienten zu aktivieren.

Als eine 68-Jährige aus dem Cuxland bei der „Engelsheilerin“ in Behandlung ging, nahm dies ein tragisches Ende. Nun klagte die Familie vor dem Otterndorfer Amtsgericht.

Im November 2011 besuchte die  –  mittlerweile verstorbene  –  68-Jährige erstmals die „Engelsheilerin“ aus Lamstedt. Ein Arzt hatte ihr zuvor eine Krebs-Diagnose gestellt, riet ihr zur Operation…

„Eine OP kam für sie zunächst nicht infrage, da sie erst versuchen wollte, mithilfe ihrer Selbstheilungskräfte zu genesen“, erklärte die 55-jährige Lamstedterin vor dem Amtsgericht. Sie habe eine Reiki-Ausbildung gemacht, die es ihr ermögliche, entsprechende Energien auf ihre Klienten zu übertragen.

Der Tatvorwurf: Die „Engelsheilerin“ habe der 68-Jährigen nicht deutlich gemacht, dass es sich dabei um keine ärztliche Heilkunst handle. Mithilfe eines Muskeltests machte sie sich zunächst ein eigenes Bild von der Erkrankung ihrer Klientin. Ihre Vermutung: eine Herpesinfektion…

Als weiterer Streitpunkt erwiesen sich die Röntgenbilder: „Ich habe mir diese aus Höflichkeit angeschaut – aber auch nicht lange“, so die Lamstedterin.  Als Beweismittel begutachteten die Beteiligten vor Gericht zwei Handzettel, auf denen homöopathische Mittel sowie eine Dosierung vermerkt waren…

Tragisch: Die 68-Jährige verstarb im vergangenen Jahr an den Folgen ihrer Erkrankung.

Für Richter Marc-Sebastian Hase war bewiesen, dass die 55-Jährige  nicht ausreichend auf eine fehlende ärztliche Ausbildung hinwies. „Das Praktizieren dieser Heilmethoden ist nicht strafbar, aber der Klient muss wissen, woran er ist“, so der Richter.

Er bestrafte die Reiki-Heilerin mit einer Geldstrafe von 3500 Euro wegen Vergehen gegen das Heilpraktikergesetz. 

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.cn-online.de/lokales/news/reiki-behandlungendet-tragisch.html