Ägypten: Mursis Sicherheitskräfte zerstören systematisch Kameras und machen Jagd auf Journalisten

In den von Demonstrationen und Protesten erschütterten ägyptischen Städten am Suezkanal machen Polizei und „Sicherheitskräfte“ in Zivil Jagd auf Journalisten und Personen, die die Gewalt der Polizei filmen wollen.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, dass die Polizei systematisch Kameras und Camcorder zerstöre. Offenbar versuchten die Behörden jeden festzunehmen, der die Übergriffe filmen wolle oder in den Krankenhäusern Todesopfer und ihre Verletzungen dokumentiere.

Der Zugang zu den Städten am Suezkanal ist streng überwacht und werde teilweise völlig unterbunden. Mehrere Krankenhäuser sind geschlossen worden, die Verletzten würden in manchen Fällen unter größtem persönlichem Risiko mit Privatwagen an den Checkpoints vorbei in andere Städte gebracht, um sie versorgen zu können. Vorübergehend wurden sogar die örtliche Telefonnetze und der Strom abgeschaltet. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Auch die wenigen in ägyptischen Privatsender ausgestrahlten Filme seien unter größtem Risiko aus der Kanalregion geschmuggelt worden, so die IGFM. Die bedeutendsten Medien Ägyptens sind in staatlicher Hand und inzwischen unter der Kontrolle der Muslimbrüder.

Kritische IGFM-Journalisten wurden ausgegrenzt

Zwei Journalisten der IGFM, die sich für die Rede des ägyptischen Präsidenten am 30. Januar akkreditiert hatten, um kritische Fragen an Mohammed Mursi zu stellen, ist wenige Stunden vor der Veranstaltung mitgeteilt worden, dass für sie im Veranstaltungssaal kein Platz sei. Sie müssten sich in einen separaten Übertragungsraum zurückziehen.

„Offenbar hat Mursi Angst davor, nach Folter, politischem Mord und seinen antijüdischen Ausfällen über ‚Affen und Schweine‘ befragt zu werden“, kommentierte dies der IGFM-Vorstandssprecher.

Maßgebende Vertreter der radikal-islamischen Salafisten haben die von Präsident Mursi verhängten Ausgangsperren, das brutale Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten und den Einsatz des Militärs begrüßt.

Nach Einschätzung der IGFM zeigt dies, dass der gemeinsame Hass auf die Demokratiebewegung die Differenzen zwischen den verschiedenen islamistischen Strömungen inzwischen weitgehend eingeebnet hat. „Die Revolution gegen General Mubarak hatte ihren Ausgangspunkt am Suezkanal. Das Verhalten Mursis und die gesamten Ereignisse ähneln dem erschreckend“, so die IGFM.

„Präsident Mursi hat sich den Unterdrückungsapparat Mubaraks zu Diensten gemacht. Gegenüber internationalen Medien beschwört Mursi beharrlich seine angeblich demokratische und freiheitliche Gesinnung. In Ägypten selbst spricht Mursi eine andere Sprache. Am deutlichsten sprechen seine Taten“, betont IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Nicht nur die Muslimbrüder, auch die Salafisten betrachten die Polizei inzwischen als „ihre“ Polizei, die gemeinsam mit den „Tugendwächtern“ ihre Interessen vertrete. Wie die IGFM berichtet, herrscht eine Atmosphäre der Straflosigkeit für Drohungen und für Verbrechen von Seiten aller Islamisten.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de/Menschenrechte-in-AEgypten.575.0.html


Israel: Das Moona-Raumfahrtzentrum – unterstützt von der NASA – wurde in Sakhnin eröffnet

Zugleich auch ein Projekt der Völkerverständigung

NASA-Chef Charles Bolden kam am vergangenen Montag nach Sakhnin, um dort das Moona-Wissenschafts-, Umwelt- und Raumfahrtzentrum zu eröffnen. An der Eröffnungsveranstaltung nahmen auch Schüler sowie Personen aus Politik und Wissenschaft teil.

Das Zentrum ist eine Kooperation zwischen der Stadt Sakhnin, der Behörde für die Entwicklung Galiläas, dem Städtebund für Umweltschutz und den NGOs Zionut 2000 und Shatil. Vor einigen Monaten haben sich auch die US-Botschaft und die NASA dem Projekt angeschlossen.

NASA-Chef Bolden sprach mit den anwesenden Kindern und gab ihnen Ratschläge für ein erfolgreiches Leben: Hart arbeiten, lernen, Fragen stellen und keine Angst vor dem Scheitern nannte er als wichtigste Zutaten seines Erfolgsrezepts.

Die Raumfahrt sieht er auch als Projekt der Völkerverständigung: „Ein Raumschiff schafft es, 14 Astronauten aus der ganzen Welt zusammenzubringen, egal, welche Kultur, Religion, Hautfarbe, welches Geschlecht oder welche Nationalität sie haben“, so Bolden. „Alle arbeiten zusammen, und das heißt, dass wir das auch auf der Erde tun können, und das könnt ihr auch.“

Ziel des Zentrums ist es, den Einwohnern Galiläas Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung und für Kooperationen mit Bürgern aus verschiedenen Arbeits- aber auch kulturellen Hintergründen zu geben, um so gemeinsam Probleme in der Region anzugehen. Hierzu sollen pädagogische, gesellschaftliche und auch Geschäftsinitiativen gehören. Die Weltraumforschung mit ihren Technologien soll dabei beispielhaft stehen.


Bürgermeister Ganayyem (Foto: Ynet)

Mazen Ganayyem, der Bürgermeister von Sakhnin (siehe Foto), erklärte:

„Für Israel und Sakhnin ist es eine große Ehre, dass der Administrator der NASA zu uns kommt. Dieses Projekt kann viel beitragen, besonders jetzt, da in letzter Zeit alle nur noch über Massenvernichtungswaffen und Raketen sprechen. Endlich sprechen wir einmal von sauberer Luft, und vielleicht gibt es am Ende sogar einmal einen Astronauten, der aus Sakhnin kommt.“

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


Dr. med. Wolfgang Furch: Kritik an künstlicher Befruchtung, PID und Abtreibung

Trotz enormer Fortschritte birgt die sog. Reproduktionsmedizin vor allem aus ethischer Sicht zahlreiche Gefahren. Diese Einschätzung gab der Gründer der Lebensrechts-Initiative ProVita, der im Ruhestand befindliche Gynäkologe Dr. Wolfgang Furch gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.  

Anlaß für seine Äußerungen ist ein Bericht der Bild-Zeitung vom 29.1. 2013 über eine 36-Jährige, die nach einer künstlichen Befruchtung Vierlinge erwartet:

Ihr waren ursprünglich zwei Embryonen eingesetzt worden. Diese hatten sich aber im Mutterleib geteilt, so daß die Frau nun zwei eineiige Zwillinge erwartet. Ihr Frauenarzt habe ihr geraten, um zwei Kinder „zu reduzieren“, weil die Risiken der Schwangerschaft zu groß seien. So könnte etwa ein Kind behindert sein oder zwei an Unterversorgung sterben. Im schlimmsten Fall könne die Mutter gar alle Kinder verlieren, weil ihre Gebärmutter nur sechs Kilogramm tragen könne und nicht genug Platz für vier Babys biete. Dem Bericht zufolge hat sich die Frau, die in der 17. Schwangerschaftswoche ist, trotzdem entschieden, die Kinder auszutragen. images (2)

Wie Dr. Furch gegenüber IDEA erläuterte, bedeute der Begriff „reduzieren“ nichts anderes, als daß eines oder mehrere Föten im Mutterleib getötet würde. Meist werde das mit Gefahren für das Leben der Mutter begründet. In der Tat könnten bei einer Vierlings-Schwangerschaft Komplikationen auftreten. Aus medizinischer Sicht sei es daher verständlich, wenn der behandelnde Frauenarzt die Mutter darüber aufkläre.

Eine Abtreibungn sei aber nicht nur für die Frau eine große seelische Belastung, sondern auch für den Arzt, der den Eingriff vornehmen muss. Denn er müsse entscheiden, welches Kind leben darf und welches nicht. Auch aus diesem Grund habe ProVita schon sehr früh von künstlichen Befruchtungen abgeraten, so der Gründer der Organisation. In Deutschland gibt es jedes Jahr schätzungsweise 80.000 künstliche Befruchtungen; in 20 Prozent davon kommt es zu Mehrlingsschwangerschaften.

Reproduktionsmedizin führte zu „katastrophaler Entwicklung“

Es sei nicht gut, wenn sich der Mensch zum „Mitschöpfer“ aufschwinge. Mit der Reproduktionsmedizin sei eine „katastrophale Entwicklung“ losgetreten worden, die niemand mehr bremsen könne.

Das zeige sich u.a. bei der Präimplantationsdiagnostik (PID). Dabei werden die bei einer künstlichen Befruchtung entstandenen Embryonen vor der Einpflanzung in den Mutterleib auf mögliche genetische Defekte untersucht. Lebensrechtler befürchten, daß kranke Embryonen „aussortiert“ werden und so der Weg zum „Designer-Baby“ gebahnt wird. Doch diese Art von „Qualitätssicherung“ stehe dem Menschen nicht zu, so Furch.

„Lebenshilfe“ und Evangelische Allianz befürchten Aufweichung des PID-Gesetzes

Unterdessen warnt die Deutsche Evangelische Allianz vor einer Aufweichung des vom Bundestag beschlossenen PID-Gesetzes, das der Anwendung dieser Technologie enge Grenzen setzt. Der Allianz-Beauftragte am Sitz von Bundestag und Bundesregierung, Wolfgang Baake, befürchtet, daß die Praxis durch eine Rechtsverordnung, über die der Bundesrat am 1. Februar 2013 abstimme, verändert werden soll. Die Allianz schließe sich hier der Kritik der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, der Bundesärztekammer und des Deutschen Ethikrats an.

Auch die Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe eV für Menschen mit geistiger Behinderung, die frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), sei der Meinung, daß die vorgesehene Rechtsverordnung dem Willen des Gesetzgebers widerspreche. Der Bundestag habe ein PID-Verbot mit eng begrenzten Ausnahmen beschlossen; hingegen ermögliche der Rechtsverordnungsentwurf eine breite Anwendung.

Quelle: http://www.idea.de


Die „Münchner Monstranz“ im Bistum Regensburg

Vom 2. bis 8.2.2013: Vorbereitung auf den Eucharistischen Nationalkongreß in Köln

Vom 5. bis zum 9. Juni 2013 findet in Köln ein Eucharistischer Nationalkongreß statt. Um die Gläubigen darauf vorzubereiten, wird die „Münchner Monstranz“ ihren Weg durch alle Bistümer Deutschlands gehen.

Die „Münchner Monstranz“ wurde beim Eucharistischen Kongreß 1960 in München verwendet und ist seit dem 1. Adventssonntag auf ihrem Weg durch Deutschland.

In der Diözese Regensburg wird sie vom 2. bis zum 8. Februar 2013 sein. 

REGENSBURGER DOM

REGENSBURGER DOM

Programm:

Samstag, 2.2.2013, 14.30 Uhr, Regensburg, Karmeliterkirche: Eröffnung des Weges der Münchener Monstranz im Bistum Regensburg durch H. Weihbischof Reinhard Pappenberger; Eucharistische Anbetung bis 17 Uhr Regensburg, Karmelitenkloster: 14.30 Uhr bis 17 Uhr Eucharistische Anbetung

Sonntag, 3.2.2013: Eucharistische Pontifikalvesper am Tag des geweihten Lebens mit H. Bischof Rudolf Voderholzer

Montag, 4.2.2013: Straubing, Karmelitenkloster: 16  Uhr Eucharistische Anbetung; 18 Uhr Meßfeier Zelebrant und Prediger: Prior P. Georg Bertram.

Dienstag, 5.2.2013: Bettbrunn 17 Uhr eucharistische Anbetung; 19 Uhr Meßfeier Zelebrant und Prediger: Regionaldekan Johannes Hofmann

Mittwoch, 6.2.2013: Cham, Redemptoristenkloster 17 Uhr eucharistische Anbetung; 19 Uhr Meßfeier Zelebrant und Prediger: Regionaldekan Georg Englmeier

Donnerstag,7.2.2013: Kirchenlaibach: 9 Uhr Andacht und Aussetzung; ganztägige Anbetung; 19 Uhr Meßfeier. Zelebrant und Prediger: Regionaldekan Manfred Strigl

Freitag, 8.2.2013: Titularfest im Passionistenkloster Schwarzenfeld; 15 Uhr eucharistische Anbetung; 19 Uhr Meßfeier. Zelebrant und Prediger: Regionaldekan Gerhard Pausch

Hintergrundinformation: Eucharistische Kongresse

Eucharistische Kongresse sind eine besondere Bezeugung der Eucharistieverehrung in neuerer Zeit. Die Initiatorin Émilie Tamisier aus Tours (1834-1910) war inspiriert von P.-J. Eymard. Die Eucharistischen Kongressse fanden rasche Verbreitung v.a. in romanischen Ländern; zuerst auf internationaler, dann auf nationaler und diözesaner Ebene. Der erste internationale Eucharistische Kongress wurde in Lille (1881) gefeiert, der 50. Vom 10. Bis 17. Juni 2012 in Dublin (Irland) unter dem Motto „Die Eucharistie: Gemeinschaft mit Christus und untereinander“. Ziel der Eucharistischen Kongresse ist es, die zentrale Bedeutung der Eucharistiefeier und der eucharistischen Anbetung für das Leben der Kirche sowie für den Frieden in der Welt bewusst zu machen und zu fördern. Im deutschen Sprachraum gab es bereits drei internationale Eucharistische Kongresse: Köln (1909), Wien (1912) und in München (1960). (Quelle: LThK)

Ein nationaler Eucharistischer Kongress findet vom 5. bis 9. Juni 2013 in Köln statt. Der Veranstalter ist die Deutsche Bischofskonferenz, Ausrichter das Erzbistum Köln. In puncto katholische Großereignisse hat die Domstadt, vor allem durch den Weltjugendtag 2005, viele positive Erfahrungen gesammelt: neben den über 10.000 Geistlichen kamen damals 800.000 registrierte Pilger aus 193 Ländern nach Köln.

Der Eucharistische Kongress 2013 steht unter dem Motto: „Herr, zu wem sollen wir gehen?“ (Joh 6,68). In den fünf Tagen bietet die Veranstaltung mit Gottesdiensten in und außerhalb der Kirchen im Kölner Zentrum, Gesprächen und theologischen Vorträgen auch ein vielfältiges Kulturprogramm, ein Jugendfestival und caritative Projekte. Es wird Gelegenheit zu Austausch, Glaubensvertiefung und Begegnung und zum gemeinsamen Feiern geben. Den Abschluss des Kongresses bildet die sonntägliche Eucharistiefeier, die als Pontifikalamt im Rheinenergie-Stadion gefeiert wird.

Dieses Glaubensfest ist so „eine Begegnung mit Christus und untereinander“ und kann „zu einer Vertiefung von Glaube und Wissen über das eucharistische Geheimnis“ beitragen, so der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner bei der Vorstellung der Veranstaltung in Köln. „Denn die Feier der Eucharistie ist die Mitte unseres Glaubens und unserer Kirche.“

Den Lenkungsausschuss für den Kongress bilden die Erzbischöfe Reinhard Kardinal Marx (München und Freising), Werner Thissen (Hamburg), Hans-Josef Becker (Paderborn), Ludwig Schick (Bamberg) und Rainer Maria Kardinal Woelki (Berlin). Vorsitzender im Lenkungsausschuss ist Joachim Kardinal Meisner (zugleich Vorsitzender der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz), sein Stellvertreter Erzbischof Robert Zollitsch (zugleich Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz). Quelle: www.eucharistie2013.de

Hintergrundinformation: Münchner Monstranz

Die von Goldschmied August Hartle (München-Großhadern) angefertigte Monstranz besteht aus einer getriebenen und vergoldeten Messingplatte. Diese ist strahlenförmig mit Bergkristallen, Lapislazuli, Rosenquarzen und weiteren Halbedelsteinen besetzt. In der damaligen Zeit (1960) galt sie als „bewusst modern“ gestaltet. Während des 37. Eucharistischen Weltkongresses in München 1960 war in ihr von Mittwoch bis Sonntag das Allerheiligste zur Anbetung in der Pfarrkirche St. Paul ausgesetzt. Der Eucharistische Weltkongress in München war das erste internationale Großereignis in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg. Er fand unter dem Motto: „Pro mundi vita“ (Für das Leben der Welt) vom 31. Juli 1960 bis zum 07. August 1960 statt. (Quelle: Gemeinschaft erleben – Eucharistie feiern. Der Eucharistische Weltkongress 1960 in München: Peter Pfister (Hrsg.), Archiv des Erzbistums München und Freising AEM, Band 10, München 2010)

Kontakt
Domvikar Msgr. Thomas Pinzer, Obermünsterplatz 7, 93047 Regensburg  –  T.: 0941 / 597-1603

Quelle: Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2 – 93047 Regensburg

Fon: 0941/597-1061         Fax: 0941/597-1063
Email: jschoetz.medien@bistum-regensburg.de


Die „Energiewende“ torpediert die Soziale Marktwirtschaft, zerstört Landschaften und ist sozialschädlich

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

Offener Brief an Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG

Sehr geehrter Herr Löscher,
jeder hat Interesse an einem erfolgreichen Siemens-Konzern. Beunruhigend ist deshalb Ihre falsche Einstellung zur Energiewende, die den guten Ruf von Siemens beschädigt:

„Peter Löscher gilt als Verbündeter der Kanzlerin in Sachen Energiewende… Denn diese hat die beiden, den Manager und die Kanzlerin, eng zusammengebracht. Merkel kämpft für das Projekt an der politischen Front – und Löscher ist, wenn auch meist im Hintergrund, in der Wirtschaft ihr wichtigster Verbündeter.“ (www.handelsblatt.com; 8.5.2012)

„Ich kann nur sagen: Wie die Bundeskanzlerin in der Krise führt, findet meinen höchsten Respekt, ist gut für das Land und weit über Deutschland hinaus anerkannt… Wir arbeiten vertrauensvoll zusammen.“ (P. Löscher; relevant.at vom 5.12.2012)

Mit der Energiewende ist Deutschland „Vorreiter“, aber es gibt keine Nachreiter.  DSC_0233

Die Energiewende ist unnötig, enteignet die Bürger und gefährdet den Industriestandort Deutschland:

1. Kohlendioxid ist kein Schadstoff, sondern der wichtigste Pflanzennährstoff. Kohlendioxid-Emissionen schaden dem Klima nicht, weil die Absorption der 15µm-Bande der Erdoberflächenabstrahlung bis auf deren belanglose Flanken längst gesättigt ist. Schon 1988 hatte dies der Enquete-Bericht des Bundestages festgestellt.

Unter Fachleuten besteht ein Konsens, daß die Klimasensitivität des Kohlendioxids unter 1°C liegt. Das „Zwei-Grad-Ziel“ von Frau Merkel ist deshalb eine Fiktion. Seit 14 Jahren sinkt die Globaltemperatur trotz steigender Emissionen.

2. Die Energiewende ist im Gegensatz zur Kernenergie gefährlich. Die zu erwartenden großflächigen Stromausfälle können Menschenleben fordern. 50 Jahre Nuklearstromerzeugung haben niemandem Schaden zugefügt. Die Knallgasexplosionen in Fukushima wären bei Anwendung deutscher Vorschriften nicht erfolgt. Trotzdem erlitt niemand gesundheitliche Strahlenschäden.

3. Deutschland hatte eine hervorragende Stromversorgung, in jeder Beziehung sicher und preisgünstig. Frau Merkel gibt Milliarden Euro aus, um unser Stromversorgungssystem zu zerstören: „Deutschland habe bisher 180 Mrd. Euro für nur 5 Prozent Grundlastfähigkeit im deutschen Stromsystem ausgegeben“ (P. Löscher; relevant.at vom 5.12.2012).

Wind- und Solarstrom eignen sich nicht für die Einspeisung in Stromnetze, weil Stetigkeit und Energiedichte viel zu gering sind. Viele neue Gaskraftwerke sind deshalb nötig. Es finden sich jedoch keine Investoren, weil diese Gaskraftwerke bei Sonnenschein hertergefahren werden müssen und deshalb niemals ausgelastet sind.

4. Die Strompreise steigen dramatisch an. „In Amerika belaufen sich die Energiekosten gegenwärtig auf etwa 25 Prozent im Vergleich zu Europa“ (P. Löscher; m.faz.net 1.1.2013). Dabei ist in Deutschland der Strompreis doppelt so hoch wie in Frankreich. Ganze Industriezweige wandern wegen der zu hohen Stromkosten aus wie die Aluminiumindustrie.

5. Die Energiewende torpediert die Soziale Marktwirtschaft, ohne die Wohlstand für alle nicht möglich ist. Frau Merkel hat die Energieversorgung in ein System sozialistischer Planwirtschaft überführt. Stromerzeugungsmethoden werden nicht nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gesetzlich vorschrieben, sondern nach ideologischen.

6. Die Energiewende zerstört Landschaften und vernichtet den Wert vieler Immobilien.

7. Die Energiewende ist in hohem Maße sozialschädlich. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird gefährlich verbreitert. Wirtschaftszweige werden vernichtet, um Windradhersteller zu Milliardären zu machen. Sozialhilfeempfänger müssen die Solardächer von Hausbesitzern finanzieren. Viele Haushalte können ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen.

Ihre Unterstützung der katastrophalen Energiepolitik von Frau Merkel ist umso verwunderlicher, als Siemens selbst schon erheblichen Schaden durch die Energiewende erlitten hat. Sie fordern die „Bezahlbarkeit“ der Energiewende, obwohl dies aus naturgesetzlichen Gründen nicht möglich ist.

Eine Antwort auf dieses Schreiben erwarte ich nicht, weil ich mir belastbare Gegenargumente nicht vorstellen kann. 
Mit freundlichen Grüßen
Hans Penner


Nur 15% der Deutschen halten ihr Land für kinderfreundlich. Sind wir das Schlußlicht in Europa ?

Pressemeldung des Verbands Familienarbeit:             

Der Aussage „Mein Heimatland ist kinderfreundlich“ stimmten in Deutschland im Jahr 2012  von 1000 Befragten nur 15%  zu (Quelle: Link unten). 2010 waren es noch 21%.

Damit landete Deutschland unter 10 europäischen Ländern mit Abstand auf dem letzten Platz. Vergleichbare Länder wie Frankreich, England, die Niederlande und Österreich schnitten deutlich besser ab. Auch mehr Griechen, Spanier, Polen und Schweizer halten ihre Länder für kinderfreundlich.  DSC_0199

Was ist da los? Stellen deutsche Eltern überhöhte Ansprüche an ihren Staat? Oder ist die Meinung der Befragten  ein Abbild der Wirklichkeit?

Nach den amtlichen Angaben der Bundesregierung werden Familien mit Wohltaten überhäuft. Allerdings beschrieb bereits der 5. Familienbericht (1994) eine „strukturelle Rücksichtslosigkeit“ unserer Gesellschaft gegenüber Familien. Diese besteht vor allem darin, dass Eltern zwar ganz überwiegend die Kinderkosten tragen müssen, aber später ihre Kinder bevorzugt denen hohe Renten zahlen müssen, die keine eigenen Kinder erzogen und deshalb keine Lücken in ihrer Erwerbsbiografie haben.

Diese Elternfeindlichkeit muss durchaus als Kinderfeindlichkeit verstanden werden. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Gertrud Martin vom Verband Familienarbeit kommentiert:

„Die schönfärberisch gepriesene ‚Vereinbarkeit von Familie und Beruf ‚ hat die volle Erwerbsarbeit beider Eltern zum Ziel. Die Familienarbeit soll in die Freizeit verschoben werden. Das dient der Minimierung der Löhne im Dienst der Aktionärsprofite auf Kosten der Kinder. Solange elterliche Erziehungsarbeit nicht gleichwertig wie Erwerbsarbeit anerkannt und honoriert wird, sind beide Arbeitsbereiche nicht wirklich vereinbar und die Gleichberechtigung von Mann und Frau bleibt Stückwerk.“

Vorstandsmitglied Dr. Johannes Resch erläutert:

„Sogar das Elterngeld wurde zum kinderfeindlichen Instrument. Wer sein Kind nicht nach einem Jahr in die Krippe gibt, sondern selbst betreut, wird bei einem nachfolgenden Kind nur mit dem Mindestbetrag abgespeist. So wird die Erziehung der eigenen Kinder regelrecht bestraft. Eine Benachteiligung der Eltern wirkt sich aber immer auch zum Nachteil der Kinder aus. Offenbar haben die Befragten den kinderfeindlichen Charakter unseres Staatswesens zumindest gefühlsmäßig erfasst.“

Link zur erwähnten Umfrage: http://www.stiftungfuerzukunftsfragen.de/de/newsletter-forschung-aktuell/243.html
Foto: Mechthild Löhr, CDL