Brasilien: Führende charismatische Leiter eines „Wohlstandsevangeliums“ sahnen Millionenbeträge ab

In Brasilien scheffeln einige protestantisch-charismatische Kirchenleiter angeblich Millionenbeträge in die eigene Tasche. Es handelt sich durchweg um Leiter von Pfingstkirchen, die ein umstrittenes „Wohlstandsevangelium“ predigen. In dem südamerikanischen Land schießen pfingstkirchliche Kreise seit Jahrzehnten wie Pilze aus dem Boden.

Charismatische Großveranstaltung

Das US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ aus New York veröffentlichte am 17. Januar 2013 einen Bericht über die reichsten Pastoren Brasiliens. Die betroffenen Prediger und Kirchenleiter laufen Sturm gegen den Bericht. Einer von ihnen will das Magazin, das sich auf Informationen der brasilianischen Finanzbehörden beruft, wegen Verleumdung und Verletzung des Steuergeheimnisses verklagen.

Pfingstler-Bischof: Vermögen von 708 Mill. Euro

Der reichste Pastor soll Edir Macebo, Bischof der „Universalen Kirche des Reiches Gottes“, mit einem Vermögen von umgerechnet 708 Millionen Euro sein. An zweiter Stelle steht Valdemiro Santiago (164 Millionen); der ehem. Pastor der „Universalen Kirche“ gründete die „Weltkirche der Kraft Gottes“.

Auf ihn folgt Silas Malafaia (112 Millionen); der frühere Pastor der pfingstkirchlichen „Versammlungen Gottes“ in Brasilien steht an der Spitze der Kirche „Sieg in Christus“. Das Vermögen des Musikers und Fernsehevangelisten Romildo Ribeiro Soares, Gründer der „Internationalen Kirche der Gnade Gottes“, wird auf 93 Millionen Euro geschätzt. Über 48 Millionen Euro soll das Ehepaar Sonia und Estevam Hernandes Filho verfügen, die an der Spitze der Kirche „Wiedergeboren in Christus“ stehen.  

Bei internationalen Zusammenschlüssen der evangelikalen Bewegung wie der weltweiten Evangelischen Allianz und der Lausanner Bewegung für Weltevangelisation stößt die charismatische Verkündigung eines „Gesundheits- und Wohlstands-Evangeliums“ seit langem auf harte Kritik. Es sei nicht mit der Botschaft Christi zu vereinbaren, erklären die bibel- und bekenntnistreuen Protestanten.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur http://www.idea.de


Stützt sich Kardinal Meisner betreff „Pille danach“ auf interessengeleitete „Forschungsergebnisse“ von Abtreibungsbefürwortern?

Pressemitteilung der „Initiative Nie wieder!“ vom 9. Februar 2013:

Von der Kehrtwende Kardinal Meisners bei der Beurteilung der „Pille danach“ wurden viele Katholiken überrascht. Hatte er noch bis vor kurzem das Präparat als Mittel zur Frühabtreibung eingestuft, will er das so nicht mehr behaupten.

Bei seiner Entscheidung beruft er sich auf „neueste, wissenschaftliche Forschungsergebnisse“, die ausgerechnet von der Präsidentin des Internationalen Vereins der Abtreibungsärzte „FIAPAC“ (International Federation of Professional Abortion and Contraception Associates) stammen. 

Die Kirche dürfe sich wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht verschließen, so Kardinal Meisner  –  und die hätten ergeben, dass es neue Präparate mit unterschiedlichen Wirkprinzipien gäbe:

Es gäbe Präparate, welche die Einnistung des befruchteten Eies in die Gebärmutter keineswegs verhindern, sondern nur den Eisprung so lange verzögern, bis es nicht mehr zu einer Zeugung kommen könne. Damit seien diese  „Pillen danach“ nach einer Vergewaltigung vertretbar.

Doch sei zu beachten, dass die Kirche mit ihrer sog. „Pillen-Enzyklika“ Humanae Vitae von 1968 zwar auch die künstliche Verhütung verboten habe, dabei aber von der ehelichen Sexualität ausgehe. Davon sei aber keine „verbrecherische Befruchtung“ abgedeckt, von der man bei einer Vergewaltigung sprechen müsse, wie es in der Erklärung seiner Pressestelle heißt.

Die angeblich so revolutionären, neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse, die alle früheren Forschungen über den Haufen werfen sollen, wurden in einer gemeinsamen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin publiziert und bilden offenbar die Grundlage der Entscheidung Kardinal Meisners.

In diesem Papier wird in der entscheidenden Frage nach der nidationshemmenden und damit abtreibenden Wirkung der „Pille danach“ eine Studie der Schwedin Kristina Gemzell Danielsson zitiert, die am Karolinska Institut in Stockholm forscht.

Frau Prof. Dr. Gemzell Danielsson wurde vor vier Jahren Präsidentin des Internationalen Verbands der Abtreibungsärzte „FIAPAC“, nachdem der bekannte  Wiener Abtreiber Dr. Christian Fiala vom Präsidentenamt zurückgetreten war.

Zudem ist Frau Prof. Gemzell Danielsson eng verbunden mit „Pro Familia“, der Deutschen Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung. In den Einrichtungen von „Pro Familia“  hält sie und andere Abtreiberkollegen immer wieder Vorträge und sie werden auch in eigenen Publikationen erwähnt. „Pro Familia“ betreibt mindestens vier „medizinische Zentren“ in Deutschland, in denen Kinder im Mutterleib getötet werden. (…)

Was veranlasst nun Kardinal Meisner zu dieser unsäglichen „Pillen-Erklärung“, die zwar auf den ersten Blick keine falschen Aussagen macht, aber beim genaueren Hinschauen zumindest einige Fragen aufwirft. 

Unverständlich ist besonders,  warum man die Studie der Präsidentin des weltweit arbeitenden Abtreibervereins FIAPAC als Beweis dafür heranzieht, daß die neue „Pille danach“ angeblich nur eine Ovulationshemmung und nicht auch eine Nidationshemmung  verursacht.

War es der Druck der Massenmedien, die möglicherweise die Abweisung eines „Vergewaltigungsopfers“ an kath. Krankenhäusern in Köln konstruiert hatten?  – Oder der Einfluss des Katholikenausschusses, einer Vereinigung kath. Laien im Erzbistum Köln, welche die Liberalisierung der Kirche betreiben?  (…)

Oder hatte der Kardinal einen Berater, wohlmöglich den Bestsellerautor und ärztlichen Direktor am kath. Alexianer-Krankenhaus in Köln-Porz, Herrn  Manfred Lütz?

In Kölner Kreisen munkelt man, Lütz  habe Kardinal Meisner den Rat erteilt, sich bei seiner Entscheidung auf neueste wissenschaftliche Studien der FIAPAC-Präsidentin zu stützen, die eine abtreibende Wirkung der „Pille danach“ leugnet.

Doch hätte Kardinal Meisner wissen müssen, daß sein Berater schon im Jahre 2011 in einem Interview mit Radio Vatikan das wissenschaftlich nachgewiesene Post-Abortion-Syndrom  –   also die posttraumatische Belastungsstörung der Frau nach der Abtreibung eines Kindes  –  als Wunschdenken der Lebensschützer und als „letztlich naiv“ bezeichnet hat, was ihn als kirchlichen Berater hätte disqualifizieren müssen.

Kardinal Meisner wollte sicher ein Problem lösen, doch merkte er nicht, daß er vielleicht in die Falle ging?

PS: Wir haben die Erzdiözese Köln bzw. S.E. Joachim Kardinal Meisner gebeten, uns jene Präparate (Pillen danach) namentlich zu benennen, die angeblich keine nidationshemmende Wirkung haben  –  und baten darum, uns ebenfalls entsprechenden Studien auszuhändigen

Weinheim, den 9. Februar 2013

Initiative Nie Wieder
Cestarostraße 2,  D-69469 Weinheim                  
Telefon: 06201/2909929  Fax: 06201/2909928
E-Mail: info@babycaust.de

Riesen-Erfolg für Birgit Kelles Artikel zur Sexismus-Debatte: „Dann mach doch die Bluse zu!“

Die christliche Journalistin und Familienmutter Birgit Kelle (wir haben von ihr bereits zahlreiche Beiträge veröffentlicht) konnte mit ihrem Artikel „Dann mach doch die Bluse zu“ einen deutschlandweiten Super-Erfolg einfahren.

Die engagierte Lebensrechtlerin, die sich kompetent und schwungvoll meist zu familienpolitischen Themen äußert, konnte sicher nicht ahnen, daß ihr Widerspruch zur Hysterie um den FDP-Politiker Brüderle solch ein enormes Echo an der „Basis“ auslöst. 

Offenbar war sie gleichsam die Stimme einer schweigenden Mehrheit, die nur darauf zu warten schien, daß jemand die eigenen Ansichten in gelungene Worte setzt und zu Papier bringt  –  und  damit einer unfair agierenden „Medienmaschinerie“ bzw. Empörungsindustrie klar Kontra gibt.

Birgit Kelle

Birgit Kelle

Als Kelles Artikel  –  den wir hier mit geändertem Titel ebenfalls publiziert haben  –  online war, wirkte er anscheinend wie ein Ventil, das geöffnet wurde.

Inzwischen steht der Beitrag unangefochten auf Platz 1 der meistgelesenen deutschsprachigen Texte in diesem Jahr.

In Zahlen bedeutet dies: Über 170.000 Menschen haben den Text gelesen, kommentiert und anderen empfohlen in „sozialen Netzwerken“ wie Twitter oder Facebook.

Hier ein Link dazu:  http://www.10000flies.de/blog/das-phanomen-dann-mach-doch-die-bluse-zu/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=das-phanomen-dann-mach-doch-die-bluse-zu

Sogar die Zeitschrift Werben & Verkaufen spricht über den Artikel als Phänomen des Jahres: http://www.wuv.de/digital/dann_mach_doch_die_bluse_zu_das_social_media_phaenomen_des_jahres


Causa Meisner: Manfred Lütz stellt sich voll hinter die „Erklärung“ des Kölner Erzbischof zur „Pille danach“

Am 31. Januar 2013 veröffentlichte das Kölner Domradio  –  gleichsam der Kirchenfunk Kardinal Meisners  –  ein Interview mit dem Psychiater und Theologen Dr. Manfred Lütz. 

Der bekannte katholische Schriftsteller äußerte sich im Gespräch mit Christian Schlegel zu jener „Erklärung“ des Kölner Erzbischofs in puncto „Pille danach“, die seit über einer Woche für internationales Aufsehen sorgt   –  und zudem erhebliche Irritationen in der Lebensrechtsbewegung auslöste, die sich stets gegen die „Pille danach“ ausgesprochen hat.   baby

Ob jene internen Hinweise, die wir erhielten, tatsächlich zutreffen, wonach Dr. Lütz  zu dem Beraterkreis gehören soll,  die den Kardinal zu seiner geänderten Linie bewegten, sei dahingestellt.

Klar ist jedenfalls, daß er Meisners Stellungnahme öffentlich lobte und als „beeindruckende Reaktion“ würdigte.

Bereits die erste Interview-Antwort des Psychiaters entspricht jedoch nicht der Faktenlage hinsichtlich der frühabtreibenden Wirkung der „Pille danach“:

„Bei den beiden derzeitig auf dem Markt befindlichen Pillen danach ist von Wissenschaftlern ganz offenbar, zumindest bei der einen Pille, möglicherweise aber auch bei der anderen, kein nidationshemmender Effekt feststellbar, wobei in der Wissenschaft wie immer unterschiedliche Beurteilungen existieren.“

In Wirklichkeit sind beide in Deutschland erhältlichen Präparate der „Pille danach“ mit einer nidationshemmenden Zweitwirkung ausgestattet, wobei im Falle einer Einnahme nach der Befruchtung die Implantation bzw. Nidation (Einnistung) des Embryo in die Gebärmutter verhindert wird.

Aber auch dann, wenn die „Pille danach“ noch  v o r   einer Befruchtung eingenommen wird, ist die empfängnisverhütende Wirkung nicht völlig sicher, so daß sehr wohl die nidationshemmende Wirkung als „Sicherheitsfaktor“ noch zum Tragen kommen könnte.

Wird aber nun die Einnistung verhindert, bedeutet dies eine Frühabtreibung in den ersten ein bis zwei Wochen des Embryos, der die kleinste Erscheinungsform des Menschen ist.

Im nächsten Satz erklärt Lütz sogar ohne Wenn und Aber, das „Wirkprinzip Nidationshemmung“ sei „bei den beiden Präparaten nicht der Fall“.

Dies widerspricht  jedoch seiner vorhergehenden Aussage, wonach diesbezüglich „in der Wissenschaft wie immer unterschiedliche Beurteilungen existieren“ würden.

Selbst wenn dem so wäre, wenn also keine endgültige Klarheit über die frühabtreibende Wirkung der „Pille danach“ erreicht wäre, müßte die Kirche selbstverständlich auf „Nummer Sicher“ gehen  –  und zwar zugunsten des menschlichen Lebens!

Dr. Lütz erwähnt sodann, er sei „bis vor vier Wochen noch davon ausgegangen, dass in der Tat der nidationshemmende Effekt der Haupteffekt dieser Präparate ist“.

Warum sollte sich wohl an diesem Kenntnisstand innerhalb eines Monats plötzlich etwas geändert haben?

Der katholische Theologe erklärt nun gegenüber dem „Domradio“, er fände es  „beeindruckend, dass Kardinal Meisner so schnell auf diese Situation reagiert hat“. 

Er erwähnt sodann jene schlimme Aussage des erzbischöflichen Presseamts Köln bezüglich der Verhinderung einer „verbrecherischen Befruchtung“, wobei Dr. Lütz sich mit keinem Wort von diesem haarsträubenden Ausdruck distanziert.

Eine Empfängnis als solche kann nie „verbrecherisch“ sein  –  und im Falle einer Vergewaltigung ist der Täter und die Gewalt bzw der Zwang beim Sexualverkehr verbrecherisch, nicht jedoch die möglicherweise folgende Befruchtung und damit die Entstehung neuen menschlichen Lebens.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

HINWEISE:

Dr. Jose M. Simon Castellvi, Präsident der World Federation of Catholic Medical Associations, einem weltweiten Dachverband kath. Mediziner, erklärte 7. Februar 2013 gegenüber CNA hinsichtlich der Meisner-Erklärung, der er klar widersprach:

“In any case, the morning-after pill works as an anti-implantation product in 70 percent of the cases where the woman is fertile.”   –  D.h. auf deutsch: „In jedem Fall wirkt die Pille danach als Anti-Implantations-Präparat in 70 Prozent der Fälle, bei denen die Frau fruchtbar ist.“

Quelle: http://www.fiamc.org/

Auch die kath. Ärztevereinigung St. Lukas in Essen hat sich eingehend mit diesem Thema befaßt und kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, daß alle Präparate der „Pille danach“ eine frühabtreibende Wirkung beinhalten:

http://www.kathmed.de/images/bilddaten/wissenschaftliche_darlegung_wirkungsweise_postkoitalpille.pdf

Noch am 1. Februar 2012 erklärten der Bundesverband der Frauenärzte (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in der Webseite „Frauenärzte im Netz“:

„Die ‚Pille danach‘ verhindert oder verschiebt den Eisprung so, dass keine Befruchtung stattfinden kann. Ist es bereits zu einer Befruchtung gekommen, verhindert sie die Einnistung in die Gebärmutter.

(Dieser Text wurde allerdings kürzlich geändert, wobei die Einnistungsverhinderung sprachlich verschleiert wird.)

Sogar das linksgerichtete Magazin „Der Spiegel“  –  wahrlich kein Organ der Lebensrechtsbewegung   –  stellte mit Berufung auf Frauenärzte kürzlich fest, daß es sich bei dem von Kardinal Meisners erwähnten Präparat einer „Pille danach“ mit rein empfängnisverhütender Wirkung quasi um eine „Wunschpille“ handelt   –   siehe hier die Artikelankündigung:  http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/von-meisner-gutgeheissene-pille-danach-in-deutschland-nicht-erhaeltlich-a-881111.html

Das „klassische“, seit Jahrzehnten erhältliche Präparat der Pille danach enthält das Quasi-Gestagen (Kunsthormon) Levonorgestrel, das nach einer Empfängnis sehr wohl frühabtreibend wirkt.

Dies wird z.B. auf folgender Webseite ohne Wenn und Aber eingeräumt: http://medikamente.onmeda.de/Anwendungsgebiet/Schwangerschaftsverh%FCtung.html

Dort heißt es wörtlich:

„Die „Pille danach“ (morning-after-pill): Die „Pille danach“ verhindert, dass sich eine befruchtete Eizelle in die Gebärmutter einnisten kann. Diese Pille wird auch postkoitale Pille oder „morning-after-pill“ genannt. Die „Pille danach“ ist ein Hormonpräparat, das nur ein Gestagen enthält. Bei dem Wirkstoff handelt es sich um Levonorgestrel.“

Diese ärztliche Infoseite eines Gynäkologen   –  http://www.dr-gumpert.de/html/pille_danach.html#c42906   –   bestätigt ebenfalls die nidationshemmende Funktion von Levonorgestrel.

Zudem wird auf die neuere „Pille danach“ hingewiesen, die erst seit 2009 im Handel ist und unter dem Handelsnamen „EllaOne“ vertrieben wird; dieses Präparat enthält kein Gestagen, sondern stattdessen den Wirkstoff Ulipristal, der das weibliche Geschlechtshormon Progesteron blockiert, das sowohl für den Eisprung wie auch für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut zuständig ist. 

Wenn nun das Progesteron durch Ulipristal in seiner beiderseitigen Funktion gehemmt wird, hat dies ggf. eine nidationsverhindernde und damit frühabtreibende Wirkung zur Folge.   –  Hierzu heißt es bei Dr. Gumpert:

„Die Wirkweise von  Ulipristal besteht in der Besetzung körpereigener Progesteronrezeptoren. Progesteron (=Gelbkörperhormon) ist ein Sexualhormon, welches u.a. in den Eierstöcken der Frau gebildet wird. Die Hemmung der Progesteronwirkung führt ebenfalls zur Verhinderung des Eisprungs und zur Verhinderung einer für die Einnistung (=Nidation) notwendigen Veränderung der Gebärmutterschleimhaut.

Ein weiteres Beispiel bietet diese Webseite: http://www.schwanger-in-bayern.de/schwangerschaftskonfliktberatung/notfallverhuetung.html

Dort wird auf die Frage „Wie wirkt die Pille danach?“  folgendermaßen geantwortet:

„In PiDaNa® und Levogynon® ist das synthetische Gelbkörperhormon Levonorgstrel enthalten, welches das körpereigene Hormon Gestagen ersetzt. Auf diese Weise wird, je nach Einnahmezeitpunkt, der Eisprung verzögert oder unterdrückt. Der Transport von Eizelle und Spermien in den Eileitern wird beeinflusst und die Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindert, da der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut beträchtlich gestört wird.“


Stammzellforschung in den USA auf Abwegen: Schimpansen unerwünscht; Forscher setzen auf humane embryonale Stammzellen

Von Dr. Edith Breburda    

Dr. Edith BreburdaDas nationale Gesundheitsinstitut der USA, das National Institute of Health (NIH), ist eine weltweit renommierte Einrichtung für biomedizinische Forschung.

Die Behörde des Ministeriums für Gesundheitspflege und Soziale Dienste verfügt über ein jährliches Budget von rund 29 Mrd. US-$ an Bundesforschungsmitteln, die an Universitäten und eigene Forschungseinrichtungen vergeben werden.

Forscher, die mit Schimpansen arbeiten, wollen in Zukunft auf diese Versuchstiere in der biomedizinischen und Verhaltensforschung verzichten. Der Veterinärmediziner K.C. Lloyd vom Primatenzentrum der Universität von Kalifornien, Davis, sieht keine Notwendigkeit, Schimpansen als Versuchstiere zu halten. Man solle den Tieren ein Gnadenbrot gewähren und sie ganz einfach in „Rente“ schicken.

Lloyd bezieht sich auf eine 84-seitige Studie vom Dezember 2011, welche das Institut für Medizin (IOM) vorlegte. Diese Studie hatte bestätigt, dass Schimpansen als Versuchstiere unnütz seien. Der Direktor des NIH, Francis Collins, will nun Richtlinien festlegen, wonach biomedizinische Versuche an Schimpansen nur dann noch gerechtfertigt sind, wenn sie aus ethischen Gründen nicht am Menschen oder anderen Versuchstieren vorgenommen werden können und wenn die Tiere in ihrem ethologischen Umfeld bleiben.

Das NIH prüfte daraufhin seine eigenen Projekte. Die Hälfte von 22 Studien, die das NIH fördert, müssten demnach eingestellt werden. Von den 9 immunologischen und infektiösen Affenstudien können nur 3 weiter laufen. 5 der weiteren 13 genetischen Untersuchungen, z. B. mit humanen embryonalen Stammzellen bei Primaten, müssten gestoppt werden.

Die Haltungsbedingungen der Versuchstiere sollen verändert werden. Jedes Tier sollte genügend Platz haben. Der Neurologe Daniel Geschwind von der Universität Kalifornien in Los Angeles schlug vor Verhaltensstudien in Zukunft in Tierparks oder Zoos vorzunehmen.

Kathleen Conlee, Vizepräsidentin der Humane Society der USA, der Tierschutzgesellschaft Amerikas, ist begeistert: „Wir sind sehr zufrieden und hoffen, das NIH wird diese Vorschläge bald umsetzen. Ich glaube, sie reflektieren das, was die Gesellschaft von uns verlangt.“

Alle 13 Mitglieder des NIH Rates stimmten dafür, die Ratschläge zu akzeptieren. NIH-Direktor Collins möchte noch weitere Meinungen einholen. In 60 Tagen will er entscheiden. Offen bleibt, wer die Kosten für die 700 Affen übernehmen soll, die nun in den Ruhestand gehen.

Die Gelder, mit denen das NIH arbeitet, sind Steuergelder. Seit 3 Jahren kämpfen in den USA zwei Wissenschaftler vor Gericht dafür, damit Steuergelder nicht in der humanen embryonalen Stammzellforschung verwendet werden.

Im März 2009 erlaubten neue Richtlinien, dass NIH-Mittel für die embryonale Stammzellforschung eingesetzt werden können. Bundesrichter Royce Lambert stoppte diesen Beschluß und begründete seine Entscheidung mit der damit verbundenen Tötung menschlichen Lebens in seinem embryonalen Stadium. Das sog. Dickey-Wicker Amendement untersagt es, Steuergelder für eine Forschung einzusetzen. die menschliches Leben zerstört.

Am 7. Januar 2013 verwarf das Oberste Gericht der USA diesen Beschluß wieder und gab einem Einspruch recht: „Dadurch endet eine lange Schlacht, die grosse Schatten auf die humane embryonale Stammzellforschung geworfen hatte“, schreibt J. Kaiser im ScienceINSIDER dieses Tages.

Amy Comstock Rick, Präsidentin der Vereinigung Advancement of Medical Research in Washington DC., unterstützt die humane embryonale Stammzellforschung. Sie nennt das Urteil vom 7. Januar 2013 einen Sieg für Wissenschaftler, Patienten und die ganze biomedizinische Gemeinschaft. „Eine vielversprechende Forschung kann nun ungehindert fortschreiten, da die Hindernisse der Finanzierung erfolgreich aus dem Weg geräumt wurden“, erläuterte sie.

Sind wirklich alle Hindernisse beseitigt?

Ein weiterer Bericht von J. Kaiser vom 7. Februar 2013 in Science weist auf ein ethisches Dilemma ganz eigener Art hin. Das NIH untersuchte seine etwa 200 humanen embryonalen Stammzellinien, die finanziell gefördert werden und fand heraus, dass Ei- und Samenzellspender nicht ihr Einverständnis gegeben hatten, dass ihr genetisches Material dazu verwendet wird, Embryonen für Stammzellinien zu klonen.

Im Juli 2009 forderte Präsident Obama das NIH auf, neue ethische Richtlinien in Bezug auf die Stammzellforschung zu erstellen. Damals hieß es, dass Stammzellinien nur aus Embryonen entstehen dürfen, die für die künstliche Befruchtung nicht benötigt wurden. Die neuen Richtlinien ließen ausser Acht, dass in Fertilisationskliniken auch mit gespendeten Ei-  und Samenzellen gearbeitet wird.

Die Rockefeller-Universität in New York äusserte sich besorgt. Viele Reproduktionskliniken weisen ihre Spender nicht darauf hin, dass ihre Ei- oder Samenzellen eventuell für die Forschung benutzt werden. Amy Wilkerson und Kathaliya Wongsatittham sowie die Bioethikerin Josephine Johnston stellten Nachforschungen an, wer die Spender der NIH-Linien sind und ob diese auch ihr Einverständnis für eine Verwendung in der Stammzellforschung gegeben hatten.

Bei 50 von 200 NIH-Stammzellinien bestehen Zweifel. Wilkerson fordert nun, das NIH darauf hinzuweisen, dass einige Linien nicht den Guidelines entsprechen. In Zukunft sollten Fertilisationskliniken ihre Spender bitten, ihr Einverständnis für die Stammzellforschung zu geben. Auch sollten die Spender der Klinik bekannt sein. Die Kliniken argumentieren immer mit dem Datenschutz ihrer Spender. Johnston ist jedoch der Meinung, dass ethische Angelegenheiten über dem Datenschutz der Spender stehen, die zudem auch ein Recht hätten, zu erfahren, wozu ihre Spende eventuell noch verwendet wird.

Dr. Edith Breburda lebt in den USA – hier ihre Webseite: http://scivias-publisher.blogspot.com/

DIESER ARTIKEL wurde vom Portal der internationalen katholischen Ärztevereinigung übernommen:

http://www.fiamc.org/bioethics/stammzellforschung-in-den-usa-auf-abwegen/

 


Vergeßt nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen; denn an solchen Opfern hat Gott Gefallen.

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Brief an die Hebräer 13,15-17.20-21:

Durch ihn also laßt uns Gott allezeit das Opfer des Lobes darbringen,
nämlich die Frucht der Lippen, die seinen Namen preisen. 
                                                                                                                                                                                                Duccio
Vergeßt nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen;
denn an solchen Opfern hat Gott Gefallen.
 
Gehorcht euren Vorstehern und ordnet euch ihnen unter,
denn sie wachen über euch
und müssen Rechenschaft darüber ablegen;
sie sollen das mit Freude tun können, nicht mit Seufzen,
denn das wäre zu eurem Schaden.
 
Der Gott des Friedens aber, der Jesus, unseren HERRN,
den erhabenen Hirten seiner Schafe,
von den Toten heraufgeführt hat
durch das Blut eines ewigen Bundes,
er mache euch tüchtig in allem Guten,
damit ihr seinen Willen erfüllt.
 
Er bewirke in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus,
dem die Ehre sei in alle Ewigkeit. Amen.