Orthodoxe Kirchenführer über Papst Benedikt: „Höchster Priester und treuer Diener der Kirche“

Der Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., würdigte Benedikt XVI. als großen Theologen:

„Der Papst hinterlässt eine unauslöschliche Spur im Leben und in der katholischen Kirche, die er nicht nur mit seiner kurzen Amtszeit, sondern auch dank seines äußerst großen Beitrages als Theologe und als höchster Priester der Kirche besiegelt hat.“

Über die Schriften dieses Papstes werde man „noch lange sprechen“, so Bartholomaios. Sie zeugten von seiner profunden Kenntnis der Kirchenväter, von seinem Kontakt mit der modernen Welt und von seinem regen Interesse an den Problemen des Menschen. 75743_14122011

Die orthodoxe Kirche werde Benedikt XVI. „als lieben und treuen Freund unserer Kirche und Treuer Diener des heiligen Ideals der Einheit aller“ in Erinnerung behalten, erklärte der Patriarch.

Auch die russisch-orthodoxe Kirche hofft, dass sich unter einem neuen römischen Papst die guten Beziehungen zur katholischen Kirche fortsetzen. „Es gibt keinen Grund zu erwarten, dass es zu einer wesentlichen Veränderung in der Politik des Vatikan gegenüber der orthodoxen Kirche kommt“, sagte der für den Dialog mit den Katholiken zuständige Sekretär des russisch-orthodoxen Außenamtes, Erzpriester Dmitri Sizonenko, laut Moskauer Medienberichten.

Im Verhältnis beider Kirchen gebe es eine positive Dynamik. Noch am Sonntag hatte das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kyrill I., lobende Worte für Papst Benedikt XVI. gefunden:

In der „schwierigen Lage“, in der sich das westliche Christentum heute befinde, verteidige der Papst „mutig“ die Positionen und moralischen Werte seiner Kirche, sagte Kyrill I.

Quelle: Radio Vatikan


Twitter: Papst-Entscheidung führt zu millionenfachen Tweets

Der angekündigte Amtsverzicht von Papst Benedikt hat in den „sozialen Netzwerken“ des Internet hohe Wellen geschlagen:

Allein bei Twitter tauchte laut einer am Dienstag in Hamburg veröffentlichten MEEDIA-Analyse mehr als vier Millionen mal das Wort „Papst“ in verschiedenen Sprachen in Tweets auf.

Mit großem Abstand am häufigsten wurde mit 2,2 Millionen Tweets demnach auf Spanisch und Portugiesisch über den Papst-Rücktritt getwittert, dahinter folgen die Sprachen Englisch (1,6 Millionen Tweets), Französisch (196.000 Tweets), Deutsch (61.000 Tweets) und Russisch (22.000 Tweets).

Die Analysten weisen darauf hin, daß Twitter in Deutschland weiterhin nicht so populär sei wie in anderen Ländern; von daher seien die vergleichsweise geringen Zahlen zu erklären. Der Papst-Rücktritt habe aber mehr Resonanz gefunden als die Sexismus-Debatte in den Wochen zuvor.

Quelle: Radio Vatikan


Die WEA vertritt weltweit 600 Millionen Evangelikale und äußert „Bewunderung“ für Papst Benedikt

„Ein mutiger Theologe und warmherziger Mensch“

Theologisch konservative Protestanten (früher nannten sie sich Pietisten, heute Evangelikale) äußern sich weitgehend positiv über Papst Benedikt:

Die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) würdigt das Oberhaupt der katholischen Kirche als mutigen Mahner und Theologen.

Der Papst habe in Begegnungen mit Evangelikalen u.a. vor den Gefahren eines ethischen Relativismus und einer Verwässerung des Glaubens gewarnt, erklärte Generalsekretär Geoff Tunnicliffe (New York) nach der Rücktrittsankündigung von Benedikt XVI.radiovatikan

Tunnicliffe ist mehrfach mit dem deutschen Papst zusammengetroffen, zuletzt im September 2012, als ihn der Pontifex eingeladen hatte, vor der Bischofssynode zum Thema Neu-Evangelisierung zu sprechen. „Ich habe den Papst immer als warmherzig und aufrichtig wahrgenommen“, erklärte Tunnicliffe.

Er bewundere seinen Mut, auch Ansichten zu vertreten, die dem Zeitgeist entgegenstehen.

Beeindruckt hätten ihn auch die Jesus-Bücher des Papstes; da sie zeigen, dass Christus für Benedikt im Zentrum der Kirche und seines persönlichen Dienstes stehe.

Laut dem Direktor für ökumenische Angelegenheiten der WEA, Pastor Rolf Hille (Heilbronn), hat sich der Papst „mit großer theologischer Klarheit für den ökumenischen Dialog engagiert“:

Angesichts des Säkularismus habe er verstärkt die Gemeinschaft mit konservativen Christen aus den reformatorischen Kirchen gesucht und nachdrücklich zur Evangelisation aufgerufen: „Darin hatte er mit den Evangelikalen eine gemeinsame Perspektive.“

Sie hofften und beteten, „dass sein Nachfolger im Blick auf eine biblisch fundierte Ethik und die gemeinsamen Glaubensbekenntnisse der Alten Kirche Benedikts Weg segensreich fortsetzt und mutige Schritte hinsichtlich der Ökumene geht“.

Die WEA repräsentiert rund 600 Millionen Evangelikalen in 128 Ländern.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA: http://www.idea.de

HINWEIS: Führende Evangelikale in den USA „lieben den Papst“ – siehe hier: http://www.christianitytoday.com/ct/2013/february-web-only/why-evangelical-leaders-love-pope-benedict-xvi.html?utm_source=ctdirect-html&utm_medium=Newsletter&utm_term=9453293&utm_content=153642690&utm_campaign=2013


ISRAEL: Staatspräsident Peres zum angekündigten Amtsverzicht des Papstes

Präsident Shimon Peres hat sich am Montagabend zum angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. geäußert.

Das BILD zeigt Präsident Peres und Benedikt beim Besuch des Papstes im Heiligen Land im Mai 2009 (Foto: GPO)

Der israelische Staatspräsident erklärte:

„Die Entscheidung des Papstes zurückzutreten macht mich traurig. Ich wünsche ihm ein langes und gesundes Leben.

Papst Benedikt besitzt die Tiefe eines großen Denkers, die Ernsthaftigkeit eines großen Gläubigen, die Leidenschaft eines Friedensstifters und die Weisheit, Veränderungen in der Geschichte anzunehmen, ohne dabei seine Werte zu wandeln.

Als Papst Benedikt XVI. Jerusalem und das Heilige Land besucht hat, habe ich ihn mit einem Wort begrüßt, das unseren beiden Religionen gemeinsam ist: Schalom.

Unter seiner Führung war der Vatikan eine klare Stimme gegen Rassismus und Antisemitismus und eine ebenso klare Stimme für den Frieden.

Die Beziehungen zwischen Israel und dem Vatikan waren nie besser  –  und der positive Dialog zwischen der katholischen Kirche und dem jüdischen Volk sind Zeugnis seines Glaubens an Dialog und Zusammenarbeit.“

Quellen: Israelisches Präsidialamt / Botschaft Israels in Deutschland


Prominente jüdische Stimmen aus aller Welt würdigen das Pontifikat von Papst Benedikt: „Er besitzt die Tiefe eines großen Denkers“

Juden anerkennen vor allem Benedikts Offenheit und Herzlichkeit: „Er hat in gegenseitiger Wertschätzung auch schwierige Themen nicht gemieden.“

Der Zentralrat der Juden in Deutschland äußert sich sehr positiv über das Wirken von Benedikt XVI.  – Er habe die christlich-jüdische Annäherung seines Amtsvorgängers beherzt fortgesetzt, erklärte Zentralratspräsident Dieter Graumann am gestrigen Montag:

„Die Leistungen von Papst Benedikt XVI. würdigen wir mit tiefem Respekt und wünschen ihm von Herzen alles Gute und Gottes Segen.“  –  Er habe dem jüdisch-christlichen Verhältnis neue Impulse verliehen und es mit Herzlichkeit erfüllt:

„Die Versöhnung mit dem Judentum war Papst Benedikt XVI. ein ganz persönliches Anliegen.“

Graumann erinnert zudem an mehrere Begegnungen jüdischer Persönlichkeiten mit dem Pontifex:

„Der Papst hat das Gespräch mit der jüdischen Gemeinschaft ausdrücklich gesucht und in gegenseitiger Wertschätzung auch schwierige Themen nicht gemieden. Die Begegnung mit ihm war für uns eine große Freude und getragen von persönlicher Wärme.“

Charlotte Knobloch, die Vorgängerin Graumanns und heutige Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses, hat den angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt „zutiefst“ bedauert:  IMG_1093

„Ein deutscher Papst  –  das war etwas Besonderes und sehr Bedeutsames vor allem für die Gläubigen in der Bundesrepublik“, sagte sie am gestrigen Montag in München  –  und fügte hinzu:

„Dieser zweifellos in tiefstem Glauben und größtem Verantwortungsbewusstsein gefasste Entschluss von Benedikt XVI verdient absoluten Respekt und Hochachtung.“

Ronald Lauder, der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, lobte Papst Benedikt dafür, daß er den katholisch-jüdischen Beziehungen eine „solide theologische Basis gegeben und sie mit Inhalten und Leben gefüllt“ habe.

Das ECHO in POLITIK , RELIGION und MEDIEN in ISRAEL verlief weitgehend positiv:

Staatspräsident Shimon Peres erklärte, er sei traurig über die Entscheidung des Pontifex und würdigte zugleich seine Persönlichkeit:

„Papst Benedikt besitzt die Tiefe eines großen Denkers, die Ernsthaftigkeit eines großartigen Gläubigen, die Leidenschaft eines Friedensstifters und die Weisheit, sich auf Veränderungen in der Geschichte zu beziehen, ohne seine Werte zu verändern.“

Foto: KOMM-MiT-Verlag


Der 89-jährige Präsident des jüdischen Staates hob zudem die Verdienste Benedikts für die Beziehungen zwischen dem Volk Israel und der kath. Kirche hervor.

Der Oberrabbiner der sephardischen Juden, Schlomo Amar, würdigt das Eintreten Benedikts gegen jeden Antisemitismus. Zudem sollten seine Worte in Erinnerung bleiben, laut denen die Juden die „älteren Brüder“ und „Vorfahren“ der Christen seien.

Auch Israels zweiter Oberrabbiner Yona Metzger lobt die Verdienste des Papstes, wie die „Jerusalem Post“ gestern berichtet:

“Während seiner Amtszeit gab es die besten Beziehungen zwischen der Kirche und dem Oberrabbinat. Wir hoffen, dass sich das fortsetzt“, ließ Metzger ausrichten. Der Papst verdiene für sein Wirken „ein hohes Ansehen und viel Anerkennung“. Der führende israelische Gelehrte wünschte dem Papst “gute Gesundheit und ein langes Leben“.

Der Leiter der Abteilung für Diaspora und Religion beim Außenministerium, Schmuel Ben-Schmuel, dankte Benedikt für seine „herzliche und freundliche Haltung gegenüber dem jüdischen Volk“.  –  Er wies zudem darauf hin, daß dies der erste Papst (seit Gründung des Staates Israel) war, der offen den Radikalismus im Islam kritisiert hat.

David Rosen aus Jerusalem, ein führender Rabbi, der noch kürzlich energisch Erzbischof Müller gegen Angriffe in deutschen Medien verteidigte,  erklärte laut israelischer Zeitung „Haaretz“, Papst Benedikt habe die Beziehungen zum Judentum weiter verbessert, wenngleich es ihm „nicht gelungen sei, seinen konservativen Aktionen ein Lächeln aufzusetzen.“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Verlags in Münster

 


Der polnische Kardinal Stanislaw Dziwisz äußerte sich unangemessen über Papst Benedikt

Der Krakauer Kardinal und langjährige Sekretär von Papst Johannes Paul II., Stanislaw Dziwisz, ist mit seiner Aussage über den angekündigten Papstrücktritt nicht nur in Polen ins Gerede gekommen. Er habe zwar „Verständnis“ für die Entscheidung Benedikts, fügte aber hinzu:

Johannes Paul II. habe sein Amt trotz schwerer Krankheit bis zu seinem Tod ausgefüllt und gesagt, „vom Kreuz steigt man nicht herunter“, zitierten polnische Medien ihn am gestrigen Montag.

Ob der vorige Papst sein Amt bis zuletzt „ausgefüllt“ hat, ob er dies wirklich noch konnte, sei dahingestellt.

Zudem war das Kreuz Christi einmalig, denn der Sohn Gottes ist nicht ersetzbar, sein Erlösungswerk sollte sich zum Heil der Welt vollenden.

Ein Papst ist aber sehr wohl ersetzbar, ebenso wie andere Amtsträger: Bischöfe, Pfarrer etc.  – Auch diese Würdenträger dienen Gott und der Kirche mit ihrem Wirken, aber auch dort kennt man überall eine Ruhestandsgrenze.

Der polnische Kardinal sollte sich mit deplazierten Äußerungen mehr zurückhalten. Jeder Mensch ist einmalig, auch jeder Papst, jeder bringt sein eigenes Charisma mit, daher sind derlei Vergleiche und indirekte Vorwürfe unangebracht.

Die Entscheidung von Papst Benedikt ist von Vernunft und Bescheidenheit getragen, zumal von seiner Demut, sich selbst zurückzunehmen, wenn dies dem Wohl der Kirche zugute kommt.

Seine Person tritt gleichsam hinter dem Amt zurück  – und Benedikt trat gerade deshalb zurück, um so dem „überpersönlichen“ Petrus-AMT zu dienen.

 


Papst Benedikt ist ein „cooperator veritatis“: Mitarbeiter der Wahrheit

Von Gabriele Kubykuby

Papst Benedikt XVI. legt sein Amt nieder, der zweite Papst in der Geschichte der Kirche, der lebend aus dem Amt scheidet. Ich hatte damit gerechnet, seit sein Bruder Georg vor nicht allzu langer Zeit andeutete, es sei durchaus denkbar, dass sein Bruder zurücktrete, wenn seine Kräfte nachlassen.

Als ich dem Heiligen Vater am 31. Oktober 2012 gegenüber stand, war ich getroffen von seiner Zerbrechlichkeit. Er schien nur noch Geist zu sein, der mit äußerster Anstrengung und völliger Hingabe seine Pflicht erfüllte,  einige Dutzend Menschen persönlich zu begrüßen.

Dennoch habe ich gehofft, dass er noch bleibt. Sein Glaube, sein überragender Geist, der splendor veritatis seiner Sprache, seine Demut, seine Standhaftigkeit, seine Bereitschaft, das schwere Kreuz zu tragen, dass dieses Amt ihm auferlegte, waren ein Licht, das über die ganze Erde leuchtete und weiter leuchten wird.

Dass sein eigenes Volk ihn mit ununterbrochenem medialem Trommelfeuer bekämpft und geschmäht hat, daran dürfte der überaus feinfühlende Mensch Josef Ratzinger mit am meisten gelitten haben. „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf“, heißt es im Johannes-Prolog über den Sohn Gottes.

Als dessen Stellvertreter hat er sein Schicksal geteilt. Wie Jesus hat er Verrat erlitten durch einen, den er „wie einen Sohn“ geliebt hat. 

In seiner Rücktritterklärung sagt Papst Benedikt: „Ich bin mir sehr bewusst, dass dieser Dienst wegen seines geistlichen Wesens nicht nur durch Taten und Worte ausgeübt werden darf, sondern nicht weniger durch Leiden und durch Gebet.“

Natürlich hat er zu allen Zeiten seines Lebens gewusst, was es verlangt, mit vollständiger Hingabe in der Nachfolge Christi zu stehen. Das Leiden wird dadurch nicht weniger schmerzhaft, aber das Wissen um seine Fruchtbarkeit gibt die Kraft, es zu tragen.

Papst Benedikt XVI. hat die Gläubigen unermüdlich dazu aufgerufen, in eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus einzutreten, aus dieser Liebesbeziehung tatsächlich zu leben. Das ist ohne Gebet, ohne Wissen, was wir glauben, nicht möglich.

Sein letzter großer Versuch, in den Menschen die Bereitschaft zu wecken, dem HERRN, der anklopft, die Tür zu öffnen (vgl. Off 3,20), war die Ausrufung des Glaubensjahres. Aber es ist in Deutschland ein Ruf ohne Echo.

Die Kirche, gelähmt durch staatlich garantierten Reichtum, bürokratische Apparate, Lavieren mit der Wahrheit und Heidenangst vor den Medien, scheint nicht mehr durchlässig zu sein für die inspirierten Wegweisungen ihres obersten Hirten. Verweltlichung  –  was ist das?, fragen jene, die in der Welt sind und von ihr.

Dies war ein Papst,  dessen Geist in einem ununterbrochenen Strom als „cooperator veritatis“ mit Milde und Güte die Menschen auf den schmalen Weg zu Gott gewiesen und gezeigt hat, dass dieser Weg tatsächlich begehbar ist. All die Kritiker und Reformer, die die Kirche dem Zeitgeist anpassen möchten, rufen die Menschen auf den breiten Weg. Dieser hat nur den Nachteil: er führt nicht zu Gott. 

Der Philosoph Dietrich Hildebrand sah dies „als den großen säkularen Irrtum unserer Zeit: die Vorstellung, dass die Religion dem Menschen angepasst werden sollte und nicht der Mensch der Religion.“ 

Wenn es einen Menschen gibt, der die Pflicht erfüllt, die er als Willen Gottes erkennt, dann ist das Joseph Ratzinger. Auch diese revolutionäre Entscheidung hat er, nachdem er sein Gewissen wiederholt vor Gott geprüft hat, ganz gewiss nur getroffen, weil er zu der Erkenntnis gekommen ist, so der Kirche am besten zu dienen.

Er tritt von der sichtbaren Bühne ab und lässt uns wissen, dass er in der Verborgenheit mit gleicher Hingabe sein Leben für die Kirche aufopfert: „Was mich betrifft, so möchte ich auch in Zukunft der Heiligen Kirche Gottes mit ganzem Herzen durch ein Leben im Gebet dienen.“

 


„New York Times“: Respekt für den Pontifex und seine „ausgeprägte Demut“

Während die veröffentlichte Meinung im Heimatland des deutschen Papstes teilweise wieder in ihre bekannte „sprungbereite Feindseligkeit“ abdriftet, reagieren bedeutende Medien in den USA sachlich bis wohlwollend in ihrer Berichterstattung über den angekündigten Rücktritt von Benedikt XVI.

Das gilt weitgehend auch für den nicht gerade kirchenfreundlichen amerikanischen Nachrichtensender CNN. Der CNN titelt, daß die Welt geschockt auf diese Meldung reagiert: http://edition.cnn.com/2013/02/11/world/irpt-storify-pope-global-reaction/index.html?hpt=hp_t1

Es heißt dort: „Diese Nachricht verblüfft sowohl die 1,2 Milliarden Anhänger der Kirche wie auch den Rest der Welt“.  – Sodann wird der vatikanische Pressesprecher Frederici Lombardi zitiert, der erklärte, daß es sich nicht um einen spontanen Entschluß des Papstes handelt, sondern um eine lange durchdachte Entscheidung.

Außerdem schreibt der Sender: „CNN erhielt mehr als 1000 Kommentare auf ihrer Facebook-Seiten innerhalb von Stunden nach der Ankündigung.“

In der New York Times heißt es treffend, die Entscheidung des Papstes sei „ausgereift“ und ein Akt „lobenswerter Großzügigkeit und ausgeprägter Demut“. Hier folgt der Text im Original:

„And in that context, Pope Benedict XVI’s assessment, as he explains it, that he is no longer physically strong enough to give the church the attention it needs and deserves is an act of laudable generosity and striking humility. It’s mature and it’s just.“

Quelle: http://bruni.blogs.nytimes.com/2013/02/11/a-pope-lets-go/?hp

Felizitas Küble