Umfrage: 69% der Katholiken sind zufrieden mit Papst Benedikt – und 53% der Protestanten ebenfalls

Eine knappe Mehrheit der Deutschen (52 %) ist laut einer Infratest-Dimap-Umfrage im Auftrag des ARD-Morgenmagazins mit dem Pontifikat von Benedikt XVI. zufrieden. Dagegen gaben wenige Tage nach Benedikts Rücktrittsankündigung nur 24 % der Befragten an, mit seinem Wirken weniger oder gar nicht einverstanden gewesen zu sein.

Unter den Katholiken war die Zustimmung zu Benedikt am größten. 69 % zeigten sich mit der Amtsführung ihres Papstes zufrieden. Protestanten haben zu 53 % und Konfessionslose zu 34 % ein positives Bild des deutschen Papstes.

Im Jahr 2010 war die Zustimmung für den Papst geringer. Damals zeigten sich 41 % zufrieden mit Benedikt, 45 % waren mit seiner Amtsführung unzufrieden.

Quelle: Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT


FASTENZEIT: Schreiben der päpstlichen Kleruskongregation vom 13.2.2013 an die Priester der katholischen Kirche

 Vollständiges Dokument:

Aschermittwochs-Brief an die PRIESTER zum Beginn der Fastenzeit 

Liebe Priester,

die heilige Fastenzeit ist eine Zeit der Gnade, in der die Kirche ihre Kinder aufruft, sich vorzubereiten, um die Bedeutung und die Früchte des Mysteriums von Passion, Tod und Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus besser verstehen und empfangen zu können: foto 31.5.2010a - Kopie

«Der Geist Gottes, des HERRN, ruht auf mir; denn der HERR hat mich gesalbt. ER hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, damit ich ein Gnadenjahr des HERRN ausrufe» (Jes 61, 1-2).  

Die “Zeit der Gnade” ist jene Zeit, in der Gottvater in seiner unendlichen Barmherzigkeit und durch den Heiligen Geist über alle Menschen, die guten Willens sind, all jene geistlichen und materiellen Gaben ausgießt, die erforderlich sind zum Voranschreiten auf dem Weg der christlichen Vollkommenheit, der das Streben nach einer vollkommenen Ebenbildlichkeit mit dem Sohn ist:

«Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt, bei denen, die nach seinem ewigen Plan berufen sind; denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei» (Röm 8, 28-29).

Damit dies möglich ist, will ER selbst Teil unseres Lebens werden, und ER wünscht darüber hinaus ein Aufleuchten unserer Person, damit der, der uns sieht, in unserem Denken und Handeln die Züge Christi zu erkennen vermag:

«Ich aber bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich für Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat. Ich missachte die Gnade Gottes in keiner Weise» (Gal 2, 19-21). 

Die Episode der Taufe im Jordan (Mt 3, 13-17; Mk 1, 9-11; Lk 3, 21-22; Joh 1, 29-32), auf die die Erfahrung der vierzig Tage in der Wüste folgt, «damit er vom Teufel versucht werde» (Mt 4, 1), fordert uns zur Erkenntnis auf, dass wir, um den Weg der Heiligkeit sicher beschreiten und um die Gnadengaben des Heiligen Geistes erhalten zu können, eine Aufnahmefähigkeit und Fülle erlangen müssen, die uns nicht selbstverständlich gegeben ist.

Der Weg zur Heiligkeit muss Tag für Tag erobert werden  0018

Vielmehr wird sie ständig durch die Sünde bedroht und muss Tag für Tag erobert werden. Die Übung der Busse macht uns daher nicht von sich aus der Errettung teilhaftig. Sie ist aber auf jeden Fall unverzichtbare Bedingung für das Heil:

«Du bedarfst nicht unseres Lobes, es ist ein Geschenk deiner Gnade, dass wir Dir danken. Unser Lobpreis kann Deine Größe nicht mehren, doch uns bringt er Segen und Heil durch unseren Herrn Jesus Christus» (Römisches Messbuch, Präfation für Wochentage IV).

Durch die Last des menschlichen Lebens (die er seinem geliebten Sohn bewusst nicht vorenthalten hat), trägt Gott zur notwendigen Läuterung unseres Denkens, Wollens und Handelns bei. Er tut dies um unseres größeren Wohles willen:

«Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt» (Joh 15, 1).

All dies sollte für einen Diener Gottes von größter Bedeutung sein. Nicht nur weil der Priester einfach „das gute Beispiel“ zu geben hat   –   «Darum laufe ich nicht wie einer, der ziellos läuft, und kämpfe mit der Faust nicht wie einer, der in die Luft schlägt; vielmehr züchtige und unterwerfe ich meinen Leib, damit ich nicht anderen predige und selbst verworfen werde» (1 Kor 9, 26-27)  –   sondern auch aus einem sehr viel tieferen theologischen und übernatürlichen Grund heraus.

Der Priester ist nicht nur ein „Beamter des Heiligen“

Der Priester ist nämlich aufgerufen, nicht einfach nur die göttliche Gnade zu verwalten und Christi Sendung  –  in Erwartung seiner Wiederkehr  – durch die Zeitenläufe hindurch weiterzutragen. Er ist nicht einfach nur ein Beamter des Heiligen. Wie aus der berühmten und zitierten Passage des Galaterbriefes hervorgeht, ist der Priester vielmehr aufgerufen, trotz eigener Schwächen in seinem Sein, in seinem Fleische und in seinem Blute, das Sein Christi, der sich zum geopferten Lamm, zum Liebesopfer gemacht hat, lebendig werden zu lassen.

Für einige mag es eine falsche Einschränkung sein zu sagen, dass das, was den Priester vor allem ausmacht, die Feier der heiligen Messe ist. Sicherlich ist dies nicht seine einzige Aktivität, doch können wir sagen, dass es die einzige ist, durch die das Geheimnis des Priesters als alter Christus, der zugleich opfert und sich darbringt, aufleuchtet und sich in höchster und wirksamster Weise erfüllt.

Bild: Evita Gründler

Bild: Evita Gründler

Die Kraft des Sakramentes der Eucharistie verwandelt die Kirche zum Ebenbild ihres Bräutigams,  –  und verwandelt vor allem jene, die Sinnbild und Mysterium, Zeichen und Realität dieses Bräutigams sind.

Deshalb können wir sehr wohl sagen, dass die Größe des Priesters gerade hierin liegt. Und nicht in der Tragweite seines Wissens, nicht in der seelsorgerischen Fähigkeit, nicht im Geist des Erbarmens, obwohl dies alles notwendige Dinge sind, die eine Vorbereitung erfordern und einen Einsatz, der keinerlei Mittelmaß zulässt.

Doch nichts von alledem ist vergleichbar mit der geheimnisvollen Teilnahme am Opfer Christi. Diese Teilnahme lebt eher im Sein des Priesters als in seinem Handeln. Daraus ergibt sich, dass die Feier der heiligen Messe für einen Priester nicht einfach nur Lobpreisung, Danksagung, Fürbitte und Sühne sein kann, wie jeglicher andere Moment des Gebets oder irgendeiner Buße.

Die hl. Messe: Daseinsgrund des christlichen Priestertums

Sie ist, voll und ganz, Leben und Daseinsgrund des christlichen Priesteramtes, wahrer „Atem“ all jener, die durch das Sakrament der heiligen Weihe unlösbar und auf ewig mit Ihm verbunden sind, der bis zur Erschöpfung seiner Kräfte Gabe der Liebe geworden ist: «Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt» (1 Petr 2, 21).

Möge also diese Fastenzeit für jeden Priester eine Zeit der Buße und der Läuterung sein, der gegebenen und empfangenen Barmherzigkeit, doch mehr noch eine Chance, in der täglichen Zelebration den Wert der Eucharistie, die geheimnisvolle Anwesenheit des Gottes der Liebe, Quell des Lebens für den Priester und die Mitbrüder ist, und der eigenen Beziehung zu ihr wieder zu entdecken.

Maria, die eucharistische Frau  –   weil sie vollkommene Jüngerin jener Liebe ist, die Opfergabe wird  – möge uns helfen, die unermessliche, uns zuteil gewordene Gnade zu erfassen und sie, ihrem Beispiel folgend und ihrem Schutz anbefohlen, in Demut, Innigkeit und Treue zu leben.

Kardinal Mauro Piacenza, Präfekt der päpstlichen Kleruskongregation

Quelle: offizieller Newsletter der Kleruskongregation vom 16.2.2013


SYRIEN: Metropolit Ibrahim über den Bürgerkrieg, die Lage der christlichen Minderheit und Chancen des Friedens

INTERVIEW von Edgar Auth mit Mar Gregorios Y. Ibrahim, Metropolit der Syrisch-orthodoxen Kirche von Aleppo

Was halten Sie von dem jüngsten Angebot der Regierung Assads zu Verhandlungen?

Metropolit Ibrahim: Das ist gut. Man sollte verhandeln. Es gibt drei wichtige Themen. Erstens: jede Übereinkunft sollte bald kommen  – und eine Feuerpause einschließen. Sie können nicht zu einem neuen Level übergehen ohne Waffenruhe.

Danach sollte der zweite Schritt humanitäre Hilfe nach Syrien bringen. Viele Länder sind bereit, zu kommen und zu helfen. Das wäre gut für die Bürger, für Christen und Moslems.

Aber die dritte Frage ist, wie man einen wirklichen Verhandlungstisch etablieren könnte. Das Regime sollte wissen, dass die Opposition durch verschiedene Länder unterstützt wird. Es sind einerseits die Amerikaner, die Russen, die Iraner, dann die Länder der Region, Saudi Arabien, Katar und die Türkei.

Foto: Petrusbruderschaft

Foto: Petrusbruderschaft

Man kann das Problem nicht ohne sie lösen. Also sollten sie zusammenkommen und verhandeln. Aber am Ende sollte man Syrien den Syrern überlassen. Die Syrer sind bereit zusammenzuleben. Denn für viele Jahrhunderte präsentierte sich Syrien als Modell der Koexistenz in verschiedener Hinsicht, religiös, ethnisch etc.

Ich denke, das ist die Hoffnung, auf die wir für die Zukunft bauen. Das Regime sagt, dass es Verhandlungen ohne Vorbedingungen will. Aber die Opposition fordert, dass zuerst die Gefangenen freigelassen werden. Sie sollten zusammenkommen, reden und dann über die Zukunft Syriens entscheiden. Das könnte sehr schnell gehen. Wenn sie über diese beiden Themen einig sind, könnten sie einige Wochen verhandeln und zu einer Übereinkunft kommen, und Syrien wäre gerettet.

Doch derzeit versinkt Syrien in Chaos und Gewalt. Ihre Heimatstadt Aleppo ist in großen Teilen zerstört, viele Einwohner sind geflohen. Gibt es Hoffnung, dass das Leiden der Syrer beendet werden kann?

Metropolit G.: Ja, als Vertreter der Religion sollten wir immer mit Hoffnung leben und an Lösungen glauben. Das ist nicht leicht, aber teilweise und in bestimmten Situationen können wir ein wenig Licht am Ende des Tunnels sehen. Anders könnten wir nicht leben.

Es richtig, zwei Drittel der Stadt Aleppo sind zerstört. Viele Einwohner haben ihren Glauben und ihre Hoffnung verloren. Aber ich glaube, dass schließlich etwas kommen wird, das denen, die noch da sind, Hoffnung bringt. Dann können diejenigen, die geflohen sind, zurückkommen, so dass irgendwann nicht nur Aleppo, sondern der ganze Distrikt, das ganze Land Hoffnung schöpft.

Glauben Sie, es könnte eine Lösung mit Bashar al Assad geben?

Metropolit G.: Es könnte drei Schritte zur Beendigung dieses Kriegs in Syrien geben:

Erstens: zurück zur Verfassung von 1953. Denn dort ist eine Begrenzung der Macht des Präsidenten enthalten.

Zweitens: Man sollte eine neue Regierung haben, die alle Seiten und Parteien in Syrien und außerhalb repräsentiert. Diese Regierung sollte alle Bereiche innnerhalb Syriens kontrollieren.

Drittens wäre es gut, auf die Wahlen des Jahres 2014 zu warten. Wenn die Verfassung von 1953 anerkannt würde und auf der anderen Seite eine Regierung, die alle Bereiche und Parteien repräsentiert, könnten wir bis dahin warten. Wenn Präsident Bashar al Assad erwartet, dass er gewählt werden könnte, warum nicht.

Es ist die Entscheidung des Volkes, wir brauchen keine Einmischung von außen. Wenn es eine syrische Entscheidung wäre, dass Präsident Bashar al Assad zurückkommen soll, warum nicht?

Befürworten Sie ein militärisches Eingreifen von außen?

Metropolit G.: Es ist wichtig, drei Dinge nicht nach Syrien zu bringen: Erstens, eine militärische Intervention wäre eine Katastrophe. Jede militärische Intervention würde bedeuten, dass Syrien besetzt wird durch Truppen, die von außen kommen. Und dann wissen Sie nicht, wann diese Truppen Syrien wieder verlassen würden. Und wir wollen nicht, dass Syrien unter Kontrolle von außerhalb des Landes steht.

Zweitens sollten wir den Bürgerkrieg vermeiden. Es sollte nicht so kommen, dass die Länder von außerhalb diesen unterstützen. Das würde heißen, jeder nimmt ein Gewehr und die Menschen bringen sich gegenseitig um.

Drittens wollen wir keine Teilung des Landes. Denn das Land aufzuteilen wäre ein anderes Desaster. Wir haben von unserer Einheit profitiert. Eine Militärintervention könnte den Bürgerkrieg und dann die Teilung des Landes zur Folge haben. Ich bin also gegen jede Intervention von außen.

Was halten sie von dem Vorschlag, den der CDU-Politiker Volker Kauder in Ägypten gemacht hat, eine Flugverbotszone einzurichten und diese mit den Nato-Raketen in der Türkei zu kontrollieren?

Metropolit G.: Ich habe Herrn Kauder vor einem Jahr getroffen. Er war sehr für jeden Vorschlag, Frieden nach Syrien zu bringen. Ich weiß nicht, was jetzt in Ägypten passierte, aber ich denke, eine Flugverbotszone würde sich nicht negativ auf unsere Existenz auswirken. Es könnte ein wenig helfen, die Situation zu verbessern.

Wer sind die Kräfte, die in Syrien gegeneinander kämpfen?  Man hört von islamischen Extremisten und von Banden. Man hört vom Kampf von Volksgruppen, Alawiten, Sunniten und Kurden gegeneinander. Welches sind die Hauptkräfte?

Metrop0lit G.: Ich denke, es gibt nur zwei Hauptkräfte: Eine ist repräsentiert durch die Freie Syrische Armee. Und innerhalb dieser finden sich verschiedene Gruppen wie die islamischen und andere. Aber diese sind nicht sehr wirkungsvoll. Die FSA ist gut organisiert und einig und sie versucht, alles gegen das Regime zu kontrollieren.

Die zweite Kraft ist das Regime. Sie haben das Militär, sie haben alles und sie kämpfen. Gewiss sind die Kurden ein Teil des Problems. Ich weiß, dass die (kurdische) PKK jetzt das Regime unterstützt und gegen die anderen kämpft, die gegen das Regime sind. Vielleicht sind auch Teile der Kurden auf Seiten der FSA. Aber das heißt nicht, dass da eine ethnische Gruppe gegen eine andere vorgeht. Die islamischen Fundamentalisten, die da kämpfen, sind indirekt unter Kontrolle der FSA. Am Ende, wenn es eine Lösung geben wird, werden diese Kämpfer zusammenkommen unter einem Schirm.  

Den Christen Syriens sagt man nach, dass sie sich mit dem gewalttätigen Regime von Bashar al Assad verbündet hätten. Der Kirchenführung wird gar vorgeworfen, sie sei von Assad gekauft. Wie ist Ihre Haltung dazu?

Metropolit G.: Das ist nicht wahr. Es ist wichtig, zwei Daten zu unterscheiden. Eines ist der März 2011. Davor haben nicht nur Christen, sondern viele Syrer das Regime und den früheren Präsidenten Hafis al Assad und dann seinen Sohn Bashar gepriesen und unterstützt. Das war so etwas wie eine Tradition für alle ethnischen und für alle religiösen Gruppen, zusammenzukommen und sehr nette Worte zum Regime und dem Präsidenten zu sagen  – und darunter waren die Christen, denn bis dahin hatte dieses Regime die Christen in Syrien beschützt.

Aber nach 2011 wurde das Regime beschuldigt, am Töten von Menschen beteiligt zu sein. Beide Seiten beschuldigten sich, an den Problemen schuld zu sein. Die Christen bildeten sich ihre Meinung. 80 Prozent von ihnen blieben ruhig. Von den übrigen zwanzig Prozent war ein Teil für und ein Teil gegen das Regime.

Wenn Sie heute nach Syrien kommen, haben Sie auf beiden Seiten Christen. Das ist eine sehr kleine Zahl. Die Mehrheit ist nicht glücklich und nicht willens, an den Auseinandersetzungen teilzunehmen. Für sie ist das wichtigste, dass jeder Wandel in der Zukunft für sie den vollen Respekt bringen wird. Die Christen erwarten von jedem Wandel, dass er eine neue konstruktive und akzeptierte Verfassung bringen wird, in der ihre Rechte und ihre Würde garantiert werden.

Das Zusammenleben ist für die Christen wichtig. Man kann nicht in einem Getto leben. In einem Getto leben, heißt langsam zu sterben. Wir müssen dynamisch sein und unsere Beteiligung an der Gesellschaft muss wie bei allen anderen sein.

Quelle per Metropolit Mar Gregorios Y. Ibrahim


Wir danken dem Papst für sein klares Auftreten zugunsten der ungeborenen Kinder

Erklärung der „Jugend für das Leben“ aus Linz (Österreich):

Wie wohl die gesamte Katholische Kirche waren wir erschrocken und traurig zugleich über die Bekanntgabe des Rücktritts unseres Papstes Benedikt XVI.

Wir können die in großer Demut und mit Weitblick für die katholische Kirche getroffene Entscheidung nur respektieren. Dennoch wird er uns sehr fehlen.

Wir Mitglieder der Jugend für das Leben sind dankbar für Papst Benedikt, der es verstand, die Geschicke der Kirche zu leiten. Besonders dankbar sind wir ihm für sein mutiges, klares Auftreten in Fragen des Lebensschutzes. Seine Aussage „Mit jeder verhinderten Abtreibung wird eine Seite der Hoffnung für die Zukunft der Menschheit geschrieben“ ist uns tief ins Herz geprägt.

Er wurde nicht müde, in seinen Ansprachen und Predigten immer wieder das Lebensrecht der Ungeborenen und die schrecklichen Auswirkungen der Abtreibung auf die ganze Gesellschaft anzusprechen. Seine Aufforderung, am Glauben fest zu halten, stärkte uns in unserem Engagement für die ungeborenen Kinder.Slogan: "GERECHTIGKEIT für die UNGEBORENEN"

Wir erinnern uns gerne an die vielen „Berührungspunkte“ mit Benedikt XVI.

Unvergesslich bleibt uns das Requiem für Papst Johannes Paul II. Auch an die Weltjugendtage in Köln, Sydney und Madrid sowie die Papstbesuche in Mariazell, München und Regensburg werden wir immer denken. Zwei Mitglieder durften ihm sogar persönlich begegnen, was eine große Gnade ist.

Papst Benedikt ist für uns ein großer Denker und Theologe und ein tiefgläubiger Mensch, der uns sehr geprägt hat. Wir wünschen ihm Gottes Segen für seine Zukunft!

Wir hoffen und beten, dass die Kardinäle im Konklave den wählen, den Gott als nächsten Papst vorgesehen hat.

Quelle: www.jugend-fuer-das-leben.at

 


Kopten-Bischof Anba Damian würdigt Papst Benedikt und dessen Annäherung an die Orthodoxie

Wie die „Neue Westfälische Zeitung“ vom Mittwoch, den 13.Februar berichtet, hat sich Kopten-Bischof Anba Damian aus Brenkhausen positiv über Papst Benedikt geäußert und Respekt für seine Rücktrittsentscheidung bekundet.

Der für die altorientalischen christlichen Kopten in Deutschland zuständige Generalbischof betonte die Sehnsucht vieler Menschen „nach Einheit und Gemeinsamkeiten der Schwesterkirchen“.

Bei Papst Benedikt habe er die „Liebe zur Orthodoxie“ deutlich gespürt   –   ob durch dessen gefährliche Reise in die Türkei oder beim Treffen in Freiburg im Dezember 2011, als er vom Pontifex herzlich mit Umarmung empfangen worden sei   – und dies trotz verkrampfter Protokoll-Vorschriften; seine Präsente, eine Intarsien-Dose und ein Handkreuz, seien als „kostbar“ tituliert worden.

Des Papstes Entscheidung, von seinem Amt zurückzutreten, habe „Hochachtung und Respekt“ verdient. Benedikts Nachfolger werde dessen Weg weitergehen, wie Bischof Damian zuversichtlich glaubt.


Studie: Geben ist besser als nehmen – auch für die eigene Gesundheit!

Der gute Samariter hilft, ohne einen eigenen Vorteil einzukalkulieren. Daß selbstlose Hilfe offenbar nicht nur tugendhaft, sondern auch gesund ist, offenbart eine jüngst im American Journal of Public Health (doi: 10.2105/AJPH.2012.300876) publizierte Studie:

Sie zeigt, daß Menschen, die anderen Menschen  –  auch in eigenen schweren Zeiten  –  beistehen, gesünder und länger leben. Tätige Hilfsbereitschaft sei ein protektiver Gesundheitsfaktor, sagt Studienleiter Michael J. Poulin von der University at Buffalo (vgl. Pressemitteilung, online, 4. 2. 2013).

In einer fünf Jahre dauernden Studie analysierte der Psychologe gemeinsam mit Kollegen von der Stony Brook University/New York und der Grand Valley State University/Michigan das Verhalten von 846 Teilnehmern:

In den Daten wurde erfaßt, ob sie im Vorjahr belastende Ereignisse erlebt hatten,  etwa eine schwere Krankheit, einen Einbruch, Verlust eines bezahlten Jobs, finanzielle Schwierigkeiten oder den Tod eines geliebten Menschen. Ebenso berücksichtigt wurde, ob sie konkrete Hilfe für Freunde oder Familienmitglieder leisteten. Als Beispiele hierfür wurden die Bereitstellung von Fahrzeugen für den Transport, Besorgungen und Einkäufe, die Durchführung der Hausarbeit, Betreuung eines Kindes oder ähnliche Aufgaben genannt.

Mit Hilfe des Cox Proportional Hazard Modells, mit dem sich der Einfluß von erklärenden Variablen auf eine Überlebenszeit untersuchen läßt, ergab sich eine signifikante Wechselwirkung zwischen Hilfeverhalten, belastenden Ereignissen, Morbidität und Mortalität:

Das unmittelbare Todesrisiko stieg bei denen, die belastende Ereignisse erlebten, ohne für andere da zu sein. Bei jenen hingegen, die anderen halfen, reduzierte sich das Mortalitätsrisiko. Tätiges Helfen kann die negativen Auswirkungen von Streß offenbar puffern, folgern die Autoren aus dieser Studie.

Quelle:  http://www.imabe.org/


Brich dem Hungrigen dein Brot, dann wird deine Finsternis hell wie der Mittag

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Buch Jesaja 58,9b-14:

Wenn du dann rufst, wird der HERR dir Antwort geben,
und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich.                  Apollinaris-DSC_0408-2-4 - Kopie
Wenn Du dem Hungrigen dein Brot reichst
und den Darbenden satt machst,
dann geht im Dunkel dein Licht auf
und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.
 
Der HERR wird dich immer führen,
auch im dürren Land macht er dich satt
und stärkt deine Glieder.
Du gleichst einem bewässerten Garten,
einer Quelle, deren Wasser niemals versiegt.
Deine Leute bauen die uralten Trümmerstätten wieder auf,
die Grundmauern aus der Zeit vergangener Generationen
stellst du wieder her.
Man nennt dich den Maurer, der die Risse ausbessert,
den, der die Ruinen wieder bewohnbar macht.
 
Wenn du am Sabbat nicht aus dem Haus gehst
und an meinem heiligen Tag keine Geschäfte machst,
wenn du den Sabbat (den Tag der) Wonne nennst,
einen Ehrentag den heiligen Tag des HERRN,
wenn du ihn ehrst, indem du keine Gänge machst,
keine Geschäfte betreibst und keine Verhandlungen führst,
dann wirst du am HERRN deine Wonne haben,
dann lasse ich dich über die Höhen der Erde dahinfahren
und das Erbe deines Vaters Jakob genießen.
Ja, der Mund des HERRN hat gesprochen.