Evangelische Kritik an jüngsten Äußerungen von EKD-Präses Schneider zur Familie

Von Siegfried F. Storbeck (Hamburg)

Die Meinungsvielfalt des Ratsvorsitzenden der EKD, Präses Schneider, zum Thema Familie und Ehe ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie meine evangelische Kirche auf ganzer Breite daran arbeitet, der öffentlichen und politischen Meinung  zu entsprechen. Zu einer Thematik, die nicht nur bestimmend ist für den Fortbestand unseres Volkes, sondern auch für dessen Kultur und Ethik. 

Ob sich mit dieser besonderen Auslegung von Luthers „dem Volke aufs Maul schauen“ die verbleibenden evangelischen Kirchen wieder füllen lassen, bezweifle ich.

Patchwork-„Familie“ und Alleinerziehung können nicht ersetzen, was die Familie mit ihrer verpflichtenden sozialen, rechtlichen und moralischen Bindung der heranwachsenden Generation an Vorbild für die Zukunft bietet  –  auch dann, wenn „die Ehe eine enorme Anstrengung “ ist.

Der Trend zum Individualismus, zum egoistischen Ich-Ausleben und maßstabsgerechten Partner, gekoppelt mit Anspruchsdenken und Verantwortungsscheu vor dem „durch dick und dünn“ sollte vom Sprachrohr der evangelischen Kirche nicht  unterstützt werden.

Ein Blick zurück in unsere Geschichte beweist die Stärke der Familie in einer Zeit, wo Mütter unter schwierigsten, lebensbedrohenden Umständen ihre Familien retteten und durchbrachten, wartend auf die ungewisse Rückkehr ihrer Männer und Väter.

Mein Berliner Konfirmationspfarrer (1946) würde Herrn Schneiders Thesen mit einem klaren „So nicht“ beantworten, dem ich mich anschließe.

 



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