Der Papst heute: „Die Wahrheit, die Schönheit und die Liebe werden siegen!“

Fasten-Exerzitien: „Ein Spaziergang durch das Glaubensuniversum“

Papst Benedikt hat die diesjährigen Fastenexerzitien im Vatikan als „Spaziergang durch das Glaubensuniversum“ beschrieben. Er bedankte sich am heutigen Samstag bei Kardinal G. Ravasi, der die Exerzitien geleitet hatte. Eine Woche lang hatten sich die Kurienmitarbeiter mit dem Papst in der Marienkapelle im Apostolischen Palast getroffen. 1_0_667570

Der Papst erklärte, daß das Wort „Wahrheit“ eng verbunden sei mit dem Ausdruck „Schönheit“. Diese Begriffe standen im Mittelpunkt der Erläuterungen Kardinal Ravasis, der sich vor allem den biblischen Psalmen widmete.  

Der Papst sagte über das Bild des dornengekrönten Christus:

„In dieser leidenden Figur des Sohnes Gottes beginnen wir die Tiefe der Schönheit zu sehen, die unser Schöpfer und Retter ist. Wir können auf diese Weise in der Stille der „dunklen Nacht“ das Wort Gottes hören. Glauben bedeutet also nichts anderes, als die Hand Gottes in der Dunkelheit der Welt zu berühren und in der Stille das Gotteswort zu hören sowie seine Liebe zu sehen.

Gehen wir weiter auf diesen Spaziergang durch das geheimnisvolle Universum des Glaubens, damit wir immer mehr die Kraft haben, die Wahrheit zu hören, zu beten, zu verkünden und zu bezeugen. Das ist eine Wahrheit, die schön ist. Das ist eine Wahrheit, die Liebe ist.“

Sodann bedankte sich der Papst bei allen Teilnehmern für die achtjährige Zusammenarbeit.

„Ihr Kurienmitarbeiter habt zusammen mit mir mit eurer großen Kompetenz, Zuneigung, Liebe und Glaube die schwere Last des Petrusamtes mitgetragen. Mir bleibt nichts anderes übrig, als euch allen zu danken, und auch wenn nun für mich die öffentlich sichtbare Gemeinschaft  –  wie dies Kardinal Ravasi bezeichnet hat  –  beendet wird, so werde ich mit euch allen geistig verbunden bleiben, und zwar durch das Gebet.

Mit dieser Gewissheit blicken wir in die Zukunft, wobei wir sicher sind, das Gott sowie die Wahrheit, die Schönheit und die Liebe siegen werden.“

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan


Die Hausfrau – wirklich weder Leitbild noch Feindbild?

Von Birgit Kelle (Leiterin von „Frau 2000plus“)  Birgit Kelle neu

Ihr Wort in Gottes Ohr! –  Das möchte man Familienministerin Kristina Schröder zurufen nach diesem Zitat  –  oder auch: Schön wär`s.

Ich begrüße grundsätzlich, dass sich die Ministerin selbst von dem unsäglichen Gutachten, das ihr eigenes Haus in Auftrag gegeben hat, distanziert. Ihre Vorgängerin hat ihr diese Altlast mit auf den Weg gegeben, sie muss jetzt also die Ergebnisse ausbaden.

Es wäre schön, wenn im Familienministerium tatsächlich die Meinung vorherrschen würde, dass auch Hausfrauen in unserem Land noch eine Existenzberechtigung haben.

Gut wäre, wenn sich die Politik dann auch daran ausrichten würde, inklusive allen Schriften, die das Familienministerium herausgibt. Dort lesen wir nämlich nichts von der Unterstützung auch von Hausfrauen; allerdings viel davon, dass dies „traditionelle Rollenmodell“ endlich aufgebrochen und überwunden werden muss.

Wir werden mit Frau 2000plus ab und zu mal nachhaken, wie es denn um die Unterstützung aller Frauen  –  egal mit welchem Lebensweg  – in Deutschland so steht.

Den Beitrag zu den Äußerungen von Ministerin Schröder finden Sie hier:

http://www.faz.net/aktuell/politik/familienpolitik-die-hausfrau-weder-leitbild-noch-feindbild-12052250.html

Am 17. März in München: Alexander Kissler präsentiert Buch über Papst Benedikt

Der Kulturjournalist und Historiker Dr. Alexander Kissler stellt am Sonntag, den 17. März, in München sein neues Buch über das Pontifikat von Papst Benedikt XVI. vor. Das Werk mit dem Titel „Papst im Widerspruch. Benedikt XVI. und seine Kirche 2005-2013“ erscheint Mitte März im Pattloch-Verlag.

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Darin bilanziert der Kirchenkenner das Wirken des bayerischen Papstes und geht der Frage nach, warum der Pontifex es gerade bei seinen Landsleuten so schwer hatte; er arbeitet die Kenpunkte seiner Lehre heraus, analysiert seinen Rücktritt und fragt nach seinem Vermächtnis.

Die Veranstaltung in der von Michael Ragg moderierten Reihe „Domspatz-Matinée“ beginnt um 14:30 Uhr im Großen Saal des Hansa-Hauses, Brienner Straße 39.

Der Eintritt beträgt 12,50 Euro, für Ehepaare zehn Euro pro Person. Jugendliche haben freien Eintritt.

Der Veranstalter, die Agentur „Ragg´s Domspatz“, empfiehlt Platzreservierung unter Telefon: 0 83 85 / 9 24 83 37 oder buero@raggs-domspatz.de.

Das Hansa-Haus, zu Fuß etwa fünfzehn Minuten von Hauptbahnhof entfernt, ist mit der U2, Haltestelle Königsplatz oder der U1 bis zum Stiglmaierplatz erreichbar.

Weitere Infos gibt es unter http://www.raggs-domspatz.de.

Dr. Alexander Kissler schrieb für die FAZ, die Süddeutsche Zeitung und den Focus. Seit Januar 2013 ist er Kulturchef  des Monatsmagazins CICERO. Schon sein 2005 erschienenes erstes Buch „Der deutsche Papst: Benedikt XVI. und seine schwierige Heimat“ gilt vielen als das klügste Papstbuch überhaupt.

 


Volker Jordan: Ein junger Historiker findet zur Kirche des Ewigen

Dieser ausführliche Nachruf auf den 40-jährigen Publizisten und Historiker Volker Jordan, der am 9. Januar dieses Jahres von Gott heimgerufen wurde, erschien in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Theologisches“ (Nr. 1-2/2013)

Der trotz schwerer Krankheit glaubensfrohe Konvertit Jordan (siehe Foto) war zugleich freier Mitarbeiter unseres Webmagazins CHRISTLICHES FORUM.

Wir dokumentieren diesen Beitrag von Felizitas Küble im vollen Wortlaut:

„Wenn Menschen unermüdlich und leidenschaftlich nach der Wahrheit suchen, befinden sie sich nicht immer auf glatter Straße; mitunter bewegen sie sich auf Umwegen und Irrwegen, manchmal geht es vielleicht nur etappenweise vorwärts.  

VOLKER JORDAN

VOLKER JORDAN

Doch wenn Gott dem Aufrichtigen seine helfende Gnade schenkt, gelangt er dennoch zum Ziel: der vollen Wahrheit in Christus, wie ER sie seiner Kirche anvertraut hat.  –  Denken wir zum Beispiel an die heilige Edith Stein, jene deutsch-jüdische Philosophin, die im Rückblick auf ihr Leben erklärte: „Mein leidenschaftliches Suchen nach der Wahrheit war eigentlich ein einziges Gebet“. 

Als der freiberufliche Fachbuch-Übersetzer und studierte Historiker Volker Jordan am 26. Dezember 2008 mit 36 Jahren in die katholische Kirche eintrat, bewegten ihn vielleicht ähnliche Gedanken wie seinerzeit die junge, in Breslau geborene Dr. Edith Stein bei ihrer eigenen Konversion. Auch der niedersächsische Publizist Jordan fand nach langem Ringen sowie gründlichem Nachdenken und Forschen den Weg in die  Kirche Jesu Christi.

Stets geht es vor allem um die Frage nach Christus und seinem umfassenden Heilwerk   –  und um die übernatürliche Stiftung des HERRN: die Kirche, die gleichsam der fortlebende Christus auf Erden ist, gegründet in Wort und Sakrament des Ewigen selbst.

Am Mittwoch, den 9. Januar 2013, wurde Volker Jordan vom Schöpfer allen Lebens frühmorgens ohne Todeskampf in die Ewigkeit heimgerufen. Obwohl der 40-jährige Konvertit unheilbar an Krebs erkrankt war, kam sein Tod ganz unerwartet. Angehörige und Freunde waren daher sehr überrascht und erschüttert.

Auch mir erging es ähnlich: Die Trauernachricht traf mich fast wie ein Keulenschlag, hatte ich doch noch zwei Tage zuvor mit Jordan telefoniert, wobei er trotz gesundheitlicher Beschwerden seelisch recht guter Dinge war und sich insgesamt in einer ausgeglichenen Stimmungslage befand.

Seit fast zwei Jahren waren wir bereits freundschaftlich verbunden; unser Mitstreiter schrieb theologische Artikel und Kommentare für unsere Internetzeitschrift „Christliches Forum“.

Meine Freunde und ich haben Jordan freilich nicht „nur” geistig und theologisch, sondern vor allem charakterlich sehr geschätzt, denn er war immer freundlich und zuvorkommend  –  und von einer natürlichen Bescheidenheit geprägt, zudem aufrichtig, fair, friedliebend und unkompliziert.  Auch seine unscheinbare, bewusst unauffällige Tapferkeit beim geduldigen Ertragen seiner krankheitsbedingen Leiden war eindrucksvoll.

Volker Jordan starb in seinem Elternhaus in Altendorf bei Brome in Ostniedersachsen nahe der früheren Zonengrenze. Seine Mutter Ingeborg Jordan war bei ihm und hatte sich schon zuvor fürsorglich um ihren schwerkranken Sohn gekümmert. Im Sommer und Herbst 2012 hatte er mit ihr noch einige kleinere Reisen und auch Pilgerfahrten (etwa nach Altötting oder Mindelstetten) unternehmen können. Obgleich seine Mutter evangelisch blieb, stand sie ihrem Sohn und seinem Glaubensweg mit großer Toleranz und Aufgeschlossenheit zur Seite.

Der im niedersächsischen Wolfsburg geborene Volker Jordan war trotz seiner vielfältigen konfessionellen „Wanderbewegungen“ von Kindheit an bis zuletzt ein überzeugter glaubenskonservativer Christ; insofern blieb er sich durchaus stets treu.

Zugleich war er phasenweise intellektuell „unruhig“, weil er sich nach der vollen Heilswahrheit ausstreckte und nach einer bibelgemäßen Gestalt von Christentum und Kirche sehnte. Als er in der katholischen Kirche das Werk Gottes entdeckte, war er überaus dankbar für die heiligen Sakramente als wirksame Zeichen der Begegnung mit Christus mitten im Alltag, in guten wie in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit.

Seine christozentrische Gläubigkeit zeigte sich auch bei der Wahl seines Mottos auf der Todesanzeige  –  es handelt sich um jenes bekannte Stoßgebet, das ein ganzes Lebensprogramm ausdrückt: „Jesus, dir leb ich  – Jesus, dir sterb´ ich  – Jesus, dein bin ich  –  im Leben und im Tod.“

0013Zugleich lernte der einstmals evangelische Christ die katholische Marien- und Heiligenverehrung schätzen, die uns keineswegs von Christus wegführt, sondern unsere Liebe zum göttlichen Erlöser vielmehr bekräftigt. Vor allem eine glaubenstiefe Liebe zur Gottesmutter hat den Neu-Konvertiten sehr geprägt und mit großer Freude erfüllt. Die Madonna war für ihn ein Leuchtzeichen der Gnade Gottes, gleichsam seine „beste Freundin im Himmel“, eine hilfreiche Fürsprecherin am Throne Christi.

Als Jordan noch „unterwegs zur Kirche“ war, suchte er quasi „händeringend“ nach einem Christentum, das sich nicht den willkürlichen Wünschen der Menschen beugt, sondern dem Heiligen Geist dient, das biblische Ansprüche unbeirrbar ernst nimmt und die göttlichen Gebote nicht auf dem Altar des Zeitgeistes opfert, sondern sie mit apostolischem Freimut unbeugsam verkündet, sei es gelegen oder ungelegen.

Jordans ungewöhnliche Glaubensorientiertheit zeigte sich schon in jungen Jahren: obwohl evangelisch-lutherisch getauft, trat aber bereits mit 15 Jahren aus der  – ihm  zu liberal  erscheinenden  – evangelischen Landeskirche aus und wandte sich einer freien Baptistengemeinde zu.

Außerdem war er im evangelikalen EC (Jugendbund für entschiedenes Christentum) aktiv, besuchte danach einige pfingstlerische Kreise, diverse Missionswerke und charismatische Gruppen. Doch schon bald wandte er sich von derart schwarmgeistigen Strömungen ab und strebte zielklar ein nüchternes, biblisch geprägtes Glaubensverständnis an.

Ab Oktober 1993 gehörte Jordan etwa zehn Jahre lang zu den sog. „geschlossenen Brüdern“ der „Christlichen Versammlung“, die sich stark an dem Bibelforscher und Theologen John Nelson Darby orientieren und daher auch „Darbysten“ genannt werden; sie vertreten eine „dispensationalistische“ Auslegung der Heiligen Schrift, indem sie verschiedene „Heilszeitalter“ annehmen und eine spezielle Endzeitlehre vertreten, die weder mit der katholischen Kirche noch mit den diesbezüglichen Auffassungen der herkömmlichen protestantischen Konfessionen übereinstimmt. 

Nachdem Jordan erkannte, daß der Darbysmus in wichtigen Punkten der Heiligen Schrift widerspricht, suchte er weiter nach der Wahrheit in Christus und glaubte, sie bei der reformierten Richtung innerhalb des Protestantismus gefunden zu haben.

Allerdings erwies sich auch dies als Trugschluß; er sehnte sich weiter nach den kirchlichen Ursprüngen des Christentums, beschäftigte sich daher intensiv mit den Kirchenvätern und gelangte so im Jahre 2006 zum russisch-orthodoxen Glauben, wobei ihn vor allem die feierliche „Göttliche Liturgie“ überaus faszinierte.

Später wurde dem unermüdlichen Wahrheitssucher, der zunächst nicht sofort „über den Tiber schwimmen“ wollte, allerdings bewußt, daß die Orthodoxie zwar sicherlich einige, aber keineswegs alle Kennzeichen der Kirche Christi aufweist; zudem erkannte er in ihrem Lehrgebäude einige dogmatische und moraltheologische Defizite.

So wurde Jordans Weg frei für den Eintritt in die katholische Kirche. Trotz vielfacher „Seitenwechsel“ war er sich in seinem glaubenskonservativen Fundament durchaus treu geblieben.  Nun war er religiös ganz „daheim“  – oder anders gesagt: „Endlich zuhause“. 

So lautet auch der Titel seines umfangreichen Buches, das nun wie ein Vermächtnis wirkt: „Endlich zuhause. Mein Weg zur Kirche.“  –  Letzte kleine Korrekturen daran konnte ich noch zwei Tage vor seinem Heimgang in die Ewigkeit mit ihm besprechen. Jordan freute sich sehr auf das Erscheinen dieses Interviewbuches, das er leider diesseitig nicht mehr erleben konnte.

Das demnächst im gediegenen Augsburger Dominus-Verlag erscheinende biographische Sachbuch beruht auf einem ausführlichen persönlichen Gespräch mit Jordan über sein bewegtes und bewegendes Glaubensleben, das ich im Vorjahr bei ihm zuhause in Altendorf führte, wobei ich erstmals seine gastfreundliche Mutter Ingeborg kennenlernen konnte.

Nun ist Volker Jordan wirklich endgültig “zuhause”, denn sein HERR und Erlöser hat ihn früher als gedacht zu sich gerufen. Am 12. Januar 2013 wurde der katholische Publizist unter Anteilnahme seiner Angehörigen und zahlreicher Freunde aus nah und fern beigesetzt:

Pater Markus Rindler   –  ein Priester der traditionsorientierten Petrusbruderschaft  – zelebrierte zunächst ein feierliches Requiem im klassischen Ritus in der St.-Raphaels-Kirche von Parsau. Der Geistliche kannte Jordan persönlich; er hat ihn noch wenige Tage vor seinem Tod besucht und stand ihm seelsorglich treu zur Seite. Die Beerdigung fand auf dem Dorffriedhof von Altendorf statt, dem Wohn- und Heimatort des Verstorbenen.

Wir aber bleiben ihm im dankbaren Gedenken und Gebet weiterhin verbunden. Möge ihm der gütige Gott die immerwährende Glückseligkeit in Christus schenken und Anteil an seiner ewigen Herrlichkeit gewähren.“

PS: Das hier erwähnte Buch Volker Jordans ENDLICH ZUHAUSE kann bei uns (Tel. 0251-616768, felizitas.kueble@web.de) oder beim Augsburger  Dominus-Verlag bestellt werden: es umfaßt 352 Seiten, ist bebildert und kostet nur 14,80 €.

WEITERE ARTIKEL von oder über VOLKER JORDAN siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/category/jordan-volker-konvertit/

Hier kann man online „KERZEN anzünden“: http://az.trauer.de/Traueranzeige/Volker-Jordan

1. Foto: L. Kaiser  –  2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz


ORA ET LABORA: Beten und handeln für Kirche + Papst und für mehr Respekt vor der Schöpfungsordnung Gottes

Wochenkommentar von Martin Lohmann in Radio Horeb am heutigen 23. Februar 2013

Liebe Hörerinnen und Hörer,

was sind das für Zeiten, in denen wir leben! Verwirrung, wohin man schaut. Alles scheint durcheinandergeworfen zu werden. Irgendwie scheint nichts mehr zu gelten.   Lohmann5

Die deutschen Bischöfe sind offenbar schlecht beraten und genehmigen, so ist die eigentlich etwas andere Botschaft draußen angekommen, eine Abtreibungspille.

Eine kirchliche Pressestelle bringt im Zusammenhang mit einer Vergewaltigung fahrlässig den Begriff der „verbrecherischen Befruchtung“ in die Öffentlichkeit und stößt eine immer betonte Wirklichkeit um.

Denn bislang galt, dass  –  und so wäre es richtig formuliert  –  auch nach einem Verbrechen der im Augenblick der Befruchtung entstehende Mensch von Gottes Liebe und Gnade umhüllt wird, eine unsterbliche Seele bekommt und nichts Verbrecherisches an sich hat. 

Der angekündigte Rücktritt unseres geliebten Heiligen Vaters weckt allenthalben Begehrlichkeiten zum Selberbasteln unserer endlich ganz modernen und rein Weltlichem angepassten Kirche.

Die Hatz auf treue und mutige Katholiken, die sich noch trauen, in der Öffentlichkeit dem Mainstream der Wertezerstörung zu widersprechen, ist eröffnet. Bischöfe fallen bekennenden Christen öffentlich in den Rücken und verleugnen die Wahrheit. Sie lassen lieber allein als dass sie schützen oder gar stärken.

Ein falsch beratener alter und verdienter Bischof distanziert sich vorsichtshalber lieber öffentlich von einem treuen Katholiken, der auch noch diesen Bischof und seine eigentlich klare Überzeugung verteidigt hatte, ohne dass der Hirte überhaupt wissen, sehen oder hören will, was dieser denn in einer Sendung tatsächlich gesagt hatte. Distanzierung auf Verdacht hin wird zur Unkultur des Verdachts.

Der Papst bekommt für seinen mutigen Schritt viel Applaus  –  von jenen, die nie wissen wollten, was ein Petrusnachfolger eigentlich ist und welchen Respekt er verdient. Zur selben Zeit tanzen nackte antipäpstliche und anti-kirchliche Frauen mit bösen Parolen auf ihrem Körper in der Pariser Kathedrale Notre Dame gegen alles Heilige. 

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

In die Peterskuppel donnert ein Blitz. Das einst katholische Frankreich bekennt sich zur sog. Homo-Ehe, ein hohes Gericht in Deutschland macht den Weg frei zur Adoption von Kindern für Schwule und Lesben. Die christliche Ehe wird so gut wie weggerichtert.

Die Schöpfungsordnung und ihre Konsequenzen im Blick auf die Ehe von Mann und Frau wird geleugnet. 

Und nun: In wenigen Tagen der tatsächliche Rücktritt des Petrus, seine letzte Audienz, sein Abschied von den Kardinälen, sein Verlassen des Vatikans. Alles getimt. Anders als Jahrhunderte früher wissen wir, wann exakt ein Pontifikat, ein „Tu es Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen“ konkret endet.

Am kommenden Donnerstag um 20 Uhr beginnt die papstlose Zeit. Ja, die Verwirrung insgesamt und die jeweils persönliche Irritation sind exorbitant groß. Machen wir uns da nichts vor.

„Ich komme mir seit Tagen vor wie in einem grausamen Alptraum“, sagte mir jemand noch heute, „und ich wünschte, er hört bald einmal auf“. – Ein Wunsch, den wohl viele haben, nicht wahr?!

Verleugnen des Lebensrechtes eines jeden Menschen von der Zeugung bis zum natürlichen Tod, Zulassen einer überall erkennbaren Kathophobie und die sich abzeichnende völlig veränderte Vorstellung dessen, was ein Papst ist  –  all das verlangt viel von uns ab.

Denn auch künftig ist der Petrusnachfolger weit mehr als ein Vorstandsvorsitzender eines globalen Konzerns sein. Darauf verweist nicht zuletzt dieser große und so glaubenstiefe Papst, der in seinem Pontifikat wie kaum ein anderer mit dem Wort der Wahrheit Orientierung geben wollte und der uns einen reichen Schatz an Sensibilität, Schönheit und Vertrauen im Umgang mit dem HERRN und auf Ihn hin hinterlässt.

Ein Papst, den zu verlieren in der Seele schmerzt, auch weil er so wahnsinnig geduldig und demütig versuchte, Glaube und Vernunft zu versöhnen. Ein Papst, der uns beinahe acht Jahre ein edles Geschenk Gottes war, um das ziemlich ins Wanken geratene Schifflein Petri zu steuern.

Ein Papst, der die Größe hat, auf Macht zu verzichten, weil es ihn offenbar umtreibt, wie verworren so vieles geworden ist und der auch künftig auf das alles Entscheidende verweisen will: Gebet. Gebet. Gebet.  borMedia1742201

Benedikt XVI., das wissen Sie, habe auch ich stets gut gekannt. Und seit meiner Kindheit seit beinahe einem halben Jahrhundert verehrt. Und zwar gerade wegen seines Tiefgangs, seines Gottvertrauens, seiner Schönheit der Sprache und seiner Weisheit des Geistes und der Weitsicht des Herzens. Deshalb suche auch ich nach der sich wohl erst später ganz erhellenden Botschaft, die er uns nun hinterlässt.

Am gestrigen Fest der Cathedra Petri haben wir im Evangelium von jener Berufung des Petrus gehört, die wir alle kennen. Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass unser Noch-Petrus leichtfertig die Schlüssel des Himmelreiches zurückgibt. Nein, nein, das würde ganz und gar nicht zu Joseph Ratzinger und Benedikt passen. Leichtfertig hat dieser Mensch mit so viel Vorbildcharakter nie gehandelt. Wohl aber sehr überlegt und nach einer intensiven Zwiesprache mit Gott, um den es ihm immer und überall ging und geht.

Der Schrifttext von gestern machte deutlich, was ein Papst ist und worauf es vor allem ankommt: auf einen starken und unerschütterlichen Glauben. „Du bist der Messias“, sagt Simon, der daraufhin zum Felsen wird.

Und da unser deutscher Petrus, unser deutscher Felsen uns niemals einen starken und schönen und unerschütterlichen und tiefen Glauben schuldig geblieben ist, scheint er zu ahnen und zu wissen, dass es heute – in diesen Zeiten der Totalverwirrung bis hinein in unsere katholische Kirche – wohl wesentlich mehr braucht als „nur“ einen unendlich starken Glauben. Warum sonst sollte er, der so Glaubensklare und Glaubensstarke, die Schlüssel des Himmelreiches in anderen Händen sehen wollen?!

Es gibt so viele Gründe, diesem Benedictus, diesem Gesegneten, der auf so vielfache Weise selbst zum Segen für andere wurde, zu danken. Es gibt unendlich viele Gründe, weiter für ihn zu beten. Aber es gibt vor allem unglaublich viele Gründe und geradezu eine bedrängende Notwendigkeit, für einen vom Geiste Gottes ausgesuchten und treuen neuen Petrus zu beten  –  geschweige denn die ungezählten Gründe, für eine in Jesus Christus und an seinem Herzen erneuerte und glaubensstarke, furchtlose und barmherzige Kirche zu beten. Ja, wir sollten den Himmel bestürmen in diesen Tagen, in denen so viele auch emotional so berührt sind.

Und wir sollten die Heiligen dort oben regelrecht aktivieren, nicht einfach zuzusehen, sondern mitzuwirken, dass nach all diesem Nebel und all dieser Unsicherheit und all den eingeschlagenen Irrwegen wieder viel Licht da ist, um  –  gelegen oder nicht  –  die Wahrheit zu verkünden, Zeugnis abzulegen für Jesus Christus und die Liebe des gerechten Gottes zu jedem und jeder.

Ich denke da meinen Namenspatron, den so überzeugenden heiligen Bischof Martin, die mutige und unerschrockene Caterina von Siena, den heiligen Johannes den Täufer, unseren unvergessenen Johannes Paul den Großen, an den wortgewaltigen Apostel Paulus und nicht zuletzt an den, auf den Christus seine Kirche gebaut hat: den bisweilen wankelmütigen und doch so letztlich starken Petrus.

Und ich glaube fest, dass die Mächte der Unterwelt die Kirche nicht überwältigen werden. Ich glaube an die Zusagen des HERRN. So wie Benedikt XVI., der uns viel mehr hinterlässt als nur ein Pontifikat. Es kommt irgendwie auch auf jeden von uns an, die richtige Botschaft zu erkennen und zu bezeugen.

Danke für diesen Papst! Gebet für unseren neuen Petrus! Für einen in jeder Weise würdigen Nachfolger Benedikts!Gott sei Dank, dass wir gerade jetzt Ja sagen können und dürfen! Gott sei Dank für Benedikt, Gott sei Dank für seinen Nachfolger, Gott sei Dank für Zeiten der Klärung und der Entscheidung.

Deus Caritas Est.
Gott ist die Liebe.
Und die Wahrheit.
Und die Freiheit.
Es ist und bleibt Christus selbst, der die Kirche führt.

Es gibt viel zu tun   –  nicht nur bei Radio Horeb und unserem kath. Fernsehsender K-TV! 

Deo Gratias. Deo Gratias. Deo Gratias.

Gerade jetzt: Uns allen eine gesegnete Zeit.  


Am 2. Sonntag der Passionszeit gedenken evangelische Christen der verfolgten Gläubigen in aller Welt

Pressemitteilung des EAK (Evangelischer Arbeitskreis der CDU/CSU):

Anläßlich des Tages der bedrängten und verfolgten Christen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Sonntag „Reminiscere“ erklärt der Bundesvorsitzende des EAK und Staatssekretär im Forschungsministerium, Thomas Rachel, in einer Pressemitteilung:

„Auch in diesem Jahr ruft uns der zweite Sonntag in der Passionszeit wieder eindringlich dazu auf, unserer bedrängten und verfolgten Geschwister überall auf der Welt fürbittend zu gedenken.

Es ist ein zum Himmel schreiendes Unrecht, dass zu Beginn des dritten Jahrtausends immer noch Menschen überall auf der Welt aufgrund ihres bloßen Glaubens unter Hass, Verunglimpfung, Entrechtung oder Angst um Leib und Leben leiden müssen.

Diese bittere Erkenntnis mahnt uns insbesondere als Christen, uns in der Politik auch weiterhin intensiv für das universale Menschenrecht der Religionsfreiheit einzusetzen. Fehlt es nämlich an wirklicher Religionsfreiheit, werden stets auch alle anderen Menschenrechte früher oder später mit Füßen getreten.

Es ist das Verdienst unserer unionsgeführten Bundesregierung, die Aufnahme dieses besonderen Einsatzes für die Religionsfreiheit ausdrücklich als Ziel der deutschen Außenpolitik verankert zu haben. Und es ist nicht zuletzt auch dem unbeirrbaren Engagement vieler Politiker von CDU und CSU in den letzten Jahren zu verdanken, dass das Thema der religiösen Diskriminierung und Verfolgung von Christen und anderen religiösen Minderheiten heute überhaupt in das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit getreten ist.

Dies alles kann uns als Evangelischer Arbeitskreis jedoch weder trösten noch beruhigen: Blicken wir weltweit auf das Ausmaß religiöser Unfreiheit, spüren wir schmerzvoll, dass wir hier noch ganz am Anfang stehen.

Möge uns der gekreuzigte Gott immer wieder die Kraft und Zuversicht schenken, an dieser Aufgabe und Verantwortung nicht zu verzagen, sondern uns getrost und beharrlich für die weltweite Durchsetzung der Menschenrechte zu engagieren.“


Erzbischof Georg Gänswein auf Platz 16 der „100 bestgekleideten Männer Deutschlands“ – Prälat Wilhelm Imkamp auf Platz 48

Das Männermagazin GQ hat jetzt zwei katholische Geistliche in seine Liste der hundert bestangezogenen Männer Deutschlands aufgenommen:

Foto: Herder-Verlag

Foto: Herder-Verlag

Auf Platz 16 kürte es den päpstlichen Privatsekretär Dr. Georg Gänswein (siehe Foto), den Papst Benedikt unlängst zum Erzbischof geweiht hat.  

Auf Platz 48 kommt Prälat Dr. Wilhelm Imkamp, Direktor der Wallfahrtsstätte Maria Vesperbild im bayerischen Bistum Augsburg. Er wurde kürzlich in die Päpstliche Akademie für Theologie berufen.

Der 61-jährige Pilgerleiter ist stets im Priestertalar mit „römischem Kragen“ zu sehen. Er betrachtet die Auszeichnung auch als Ermutigung für Amtsbrüder „in Zivil“, mehr Wert auf geistliche Kleidung zu legen:

„Das bedeutet für mich, daß man auch in einem ausgesprochen nichtkirchlichen Milieu durch konsequente Zeichensetzung überzeugen kann und auch verstanden wird“,  sagte Prälat Imkamp zu seiner Aufnahme in die Liste der bestgekleideten deutschen Männer.

Gegenüber dem „Grenzland-Kurier“ vom 21. Februar erklärte er außerdem: „Wir brauchen Hirten, die sich zu ihrem Amt bekennen und durch die äußere Form hinter ihrem Amt zurücktreten.“


Der HERR will Dein Gott sein – und Du sollst auf seinen Wegen gehen

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Deuteronomium 26,16-19:

Heute, an diesem Tag, verpflichtet dich der HERR, dein Gott,
diese Gesetze und die Rechtsvorschriften zu halten.
Du sollst auf sie achten und sie halten mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele.
 
Heute hast du der Erklärung des HERRN zugestimmt.
ER hat dir gesagt: ER will dein Gott sein  –  und du sollst auf seinen Wegen gehen,
auf seine Gesetze, Gebote und Rechtsvorschriften achten und auf seine Stimme hören.
Und der HERR hat heute deiner Erklärung zugestimmt.
 
Du hast ihm erklärt:
Du möchtest das Volk werden,
das ihm persönlich gehört, wie ER es dir zugesagt hat.
Du willst auf alle seine Gebote achten;
ER soll dich über alle Völker, die ER geschaffen hat, erheben  – 
zum Lob, zum Ruhm, zur Zierde;
und du möchtest ein Volk werden,
das ihm, dem HERRN, deinem Gott, heilig ist, wie ER es verheißen hat.