Der jüngste Unsinn aus Medjugorje läßt grüßen: Die heutige „Monatsbotschaft“ vom 25. Februar 2013

Der „Seherin“ Marija Pavlovic-Lunetti aus Medjugorje in Bosnien-Herzegowina erscheint  –  eigenen Angaben zufolge  –  täglich (!)  die „Königin des Friedens“  –  und dies sage und schreibe seit dem 24. Juni 1981, also bereits über 31 Jahren Tag für Tag…

Wers glaubt, wird deswegen zwar nicht selig, bleibt aber immerhin naiv  – einmal abgesehen davon, daß diese „Privatoffenbarungen“ ohnehin kirchlich nicht anerkannt sind.

An jedem 25. des Monats empfängt die Visionärin angeblich von der Gottesmutter eine Botschaft, die  –  so heißt es im Medju-Center wörtlich  –   „in besonderer Weise an die ganze Welt gerichtet ist“.   

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Nun wurde heute aus Medjugorje die himmlische Monats-Offenbarung dieses Tages verkündet, die wir  –  ihrer enormen Welt-Bedeutung wegen  –  mit der gebührenden Aufmerksamkeit studieren wollen:

„Liebe Kinder! Auch heute rufe ich euch zum Gebet auf. Die Sünde zieht euch zu den irdischen Dingen, ich aber bin gekommen um euch zur Heiligkeit und zu den göttlichen Dingen zu führen, ihr aber kämpft und verbraucht eure Energie im Kampf mit dem Guten und dem Bösen, das in euch ist. Deshalb, meine lieben Kinder, betet, betet, betet, bis euch das Gebet zur Freude wird und euer Leben zu einem einfachen Gang zu Gott wird. Danke dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

Aus unserer Sicht stellen sich hierzu folgende schlichte Fragen:

1. Warum erscheint die „Madonna“ seit über drei Jahrzehnten alle Tage wieder der „Seherin“ Marija, um ihr beizubringen, daß die „göttlichen Dinge“ wichtiger sind als die „irdischen Dinge“?  – Steht das nicht viel besser formuliert in der Heiligen Schrift? Kann man dies nicht in jedem gediegenen Katechismus nachlesen? Lehrt uns das nicht allein schon der gesunde christliche Menschenverstand?

2. Nun hält die „Erscheinung“ den „lieben Kindern“ vor, daß sie ihre „Energie im Kampf mit dem Guten und dem Bösen verbrauchen“ würden – eine gar merkwürdige Logik: Was soll das Gerede von einem „Kampf“ mit dem „Guten“? 

3. Nun sollen die erscheinungsverwöhnten „Kinder“  – inzwischen längst erwachsene Personen  –  also „beten, beten, beten“, bis das Gebet ihnen zur „Freude“ wird (das hat nach Jahrzehnten offenbar immer noch nicht geklappt)   –  und damit ihr Leben „zu einem einfachen Gang zu Gott wird“.   –  So simpel „einfach“ ist das Christenleben aber noch nie gewesen, denn immer bedeutet es Anstrengung, Überwindung und Kampf  –  freilich nicht mit dem Guten, sondern allein mit dem Bösen!

Aber auf weiteren Unsinn kommt es in den Medju-Botschaften sowieso nicht mehr an  –  es zählt nur noch der Unterhaltungswert dieser vermeintlichen Himmelskundgaben.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Tansania/Sansibar: Nach dem Mord an einem Priester warnt der kath. Bischof vor islamischem Fanatismus

Nach dem Mord an einem katholischen Priester auf Sansibar am 17. Februar 2013 hat der Bischof von Sansibar, Augustine Ndeliakyama Shao, vor wachsender, religiös motivierter Gewalt auf der zu Tansania gehörenden teilautonomen Insel gewarnt. foto 31.5.2010a - Kopie

Im Gespräch mit dem internationalen kath. Hilfswerk „Kirche in Not“ betonte der Oberhirte von Sansibar: „Die Ideologie, die einige wenige Islamisten auf Sansibar verbreiten, besagt, dass die islamische Mehrheit keine anderen Religionen dulden dürfe“.

Nach den Worten von Bischof Shao haben die Spannungen auf der westafrikanischen Insel in den letzten Monaten Stück für Stück zugenommen. Priester und Bischöfe wurden bedroht.

„Wir sind für diese Fanatiker ein Ziel geworden. Bereits Weihnachten war ein Priester angeschossen worden, jetzt wurde ein anderer meiner Geistlichen erschossen. Ein Scheich, der zur Mäßigung aufgerufen hatte, wurde mit Säure attackiert und liegt nun im Krankenhaus“, so Bischof Shao.

Der ermordete Priester Evarist Mushi wurde am 20. Februar unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. In allen Diözesen des Landes wurden Messen für den Verstorbenen gelesen und für den Frieden gebetet. 

Bischof Shao rief die Regierung Tansanias zu entschlossenen Handeln auf: „Die Regierung muss die Sicherheit der Bevölkerung garantieren, insbesondere die der Minderheiten. Zu lange hat sie geschwiegen und zugelassen, dass Propaganda und Hass gegen Andersgläubige verbreitet werden. Wir hoffen, dass die internationale Gemeinschaft die Regierungen von Sansibar und Tanganjika drängt, die Gewalt zu stoppen“.

Von einer heiklen Entwicklung auf Sansibar, deren Bevölkerung mehrheitlich muslimischen Glaubens ist, spricht auch Pater Andrzej Halemba, Referent von „Kirche in Not“. 2012 waren mehrere christliche Kirchen verschiedener Konfessionen in Brand gesteckt worden. Auslöser der Gewalt war offenbar die Festnahme von Mitgliedern einer extremistischen Vereinigung, die auf Sansibar einen islamischen Staat sowie die Scharia einführen will.

Pater Halemba: „Die Entwicklung bereitet uns große Sorge. Hier sind offenkundig extreme Kräfte am Werk, die das Land gezielt destabilisieren wollen. Gerade deshalb fördert ‚Kirche in Not‘ aber auch den Dialog zwischen Christen und Muslimen. Die Bischöfe Tansanias wollen ein friedliches Miteinander sichern“.

Quelle: Kath. Hilfswerk „Kirche in Not“


Evangelikaler Kommentar zur Papstrede im Deutschen Bundestag

In der theologisch-konservativen evangelischen Zeitschrift „Christen für die Wahrheit“ (Nr. 4/2011) nahm Otto Unterrainer (dort ab S. 4) Stellung zur Papst-Ansprache im Deutschen Bundestag im Rahmen des Deutschlandbesuchs Benedikts vom September 2011.

Diese historische Rede ist inhaltlich von zeitloser Bedeutung   – das hat auch dieser evangelikaler Autor glasklar erkannt.

Wir zitieren hieraus die meisten Passagen, die gerade in der gegenwärtigen Situation von Interesse sind:

„Vielleicht bezweifelt mancher Evangelikale, dass ihm der Papst etwas zu sagen habe. Weil aber sein Besuch im September mehr Beachtung fand, als Politiker und Medienvertreter wahrhaben wollten, lade ich ein, seine Rede vom 22. 9. 2011 etwas genauer zu betrachten.

Foto: Bistum Regensburg

Foto: Bistum Regensburg

Im Vorfeld gab es Diskussionen im Bundestag darüber, ob es mit der Gleichbehandlung aller Religionen und der Trennung von Kirche und Staat vertretbar sei, den Papst als obersten Vertreter der katholischen Christenheit zu einer Rede vor dem Bundestag einzuladen.

Eine gespannte Reserviertheit der Zuhörer war spürbar. Der Papst beginnt seine Rede mit den Worten:

„Es ist mir eine Ehre und Freude, vor diesem Hohen Haus zu sprechen, vor dem Parlament meines deutschen Vaterlandes, das als demokratisch gewählte Volksvertretung hier zusammenkommt, zum Wohl der Bundesrepublik Deutschland zu arbeiten.“

Als Landsmann, der sich seiner Herkunft verbunden weiß, verfolgt er mit Anteilnahme die Geschicke seiner deutschen Heimat.

Dem Bischof von Rom, der die oberste Verantwortung für die katholische Christenheit trägt, gilt die Einladung zur Rede. Diese Einladung ist verbunden mit einer Anerkennung des Heiligen Stuhls als Partner innerhalb der Völker- und Staatengemeinschaft und als Vertreter dessen möchte der Papst dem Hohen Haus einige Überlegungen über die Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaats vorlegen.

Und er leitet seine Überlegungen mit einer Geschichte aus der Heiligen Schrift ein:

Was wünscht sich der junge König Salomo bei seiner Thronbesteigung, als ihm Gott einen Wunsch freistellt?

Er bittet nicht um Erfolg und Reichtum, sondern: „Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er sein Volk regiert und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht.“

Der Papst fährt fort: „Die Bibel will uns mit dieser Erzählung sagen, worauf es für einen Politiker letzt- lich ankommen muss. Sein letzter Maßstab und der Grund seiner Arbeit als Politiker darf nicht der Erfolg und schon gar nicht materieller Gewinn sein. Die Politik muss Mühen um Gerechtigkeit sein und so die Grundvoraussetzung für Frieden schaffen.

Natürlich wird ein Politiker den Erfolg suchen, ohne den er überhaupt nicht die Möglichkeit einer politischen Gestaltung hätte. Aber der Erfolg ist dem Maßstab der Gerechtigkeit, dem Willen zum Recht und dem Einstehen für das Recht untergeordnet. Erfolg kann auch Verführung sein und kann so den Weg auftun für die Verfälschung des Rechts, für die Zerstörung der Gerechtigkeit.

„Nimm das Recht weg. Was ist der Staat dann noch anders als eine große Räuberbande?“ , hat der heilige Augustinus einmal gesagt. Wir Deutschen wissen es aus eigener Erfahrung, dass diese Worte nicht ein leeres Schreckgespenst sind.“

Es folgen nun philosophische und geschichtliche Betrachtungen zur Bildung des Rechtsbegriffs in Westeuropa. Der Papst weist darauf hin, wie sehr das positivistische Verständnis der heutigen Naturwissenschaft unser Denken beeinflusst und schließt, dass dies nicht der Weg ist, die Frage nach dem Recht zu beantworten.

Er erklärt, dass die ökologische Bewegung ein Ausdruck dessen war, dass der Umgang mit der Natur nach den selben Gesichtspunkten ablief und ihr nicht gerecht wurde. Er verwies dann darauf, dass auch der Mensch eine Natur habe, die er beachten muss und nicht beliebig manipulieren kann.

Aus diesen drei Quellen  –   Jerusalem, Athen und Rom  – entstand Europa

Er endet mit der Feststellung:

„Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom, aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden. Diese dreifache Begegnung bildet die innere Identität Europas.“

Zurückkommend auf König Salomo endet er: „Wie wäre es, wenn uns, den Gesetzgebern von heute, eine Bitte freigestellt wäre? Was würden wir erbitten? Ich denke, auch heute könnten wir letztlich nichts anderes wünschen als ein hörendes Herz, die Fähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden und so wahres Recht zu setzen, der Gerechtigkeit zu dienen und dem Frieden.  – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.“

Es gibt einen lang anhaltenden, stehenden Applaus.

Eine Rede, die noch viel genauer studiert werden müsste, in der jedes Wort mit Bedacht gesetzt ist:

Das Hohe Haus, das Deutsche Vaterland, die demokratisch gewählte Volksversammlung, die zum Wohl der Bundesrepublik Deutschland arbeitet und durchgehend bis an den Schluss  –  die dreifache Identität Europas.

Hier werden eine Fülle von brisanten Themen der Bundespolitik angesprochen. Und dies in einer ruhigen, feinen Art, so gar nicht den anderen verdammend, niveauvoll, in Inhalt und Form würdig des Hohen Hauses.

Und es hat den einzelnen getroffen und ein Sehnen nach diesem Stil geweckt und ein Empfinden dafür, was Deutschland und dessen Politiker verloren haben.“

Quelle: http://www.cft-online.de/wp-content/uploads/2012/05/CFT-Rundbrief-04-2011.pdf


Venezuela: Kritische Richterin Maria L. Afiuni vom Regime drangsaliert

Venezuelas wohl berühmteste politisch Verfolgte ist zurück im Hausarrest. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurde die an einem Nierenleiden erkrankte Richterin Maria Lourdes Afiuni gegen ihren Willen aus einem Krankenhaus nach Hause gebracht. Die IGFM kritisierte dieses Vorgehen als eine weitere Schikane des Regimes gegen seine bekannteste Gegnerin.  IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Nach Informationen ihres Bruders wurde Frau Afiuni am vergangenen Samstag gegen drei Uhr morgens von Sicherheitskräften zurück in den Hausarrest gebracht. Sie war erst am Tag zuvor wegen starker Nierenschmerzen in die Klinik gebracht worden. Die Richterin war 2009 verhaftet worden, nachdem sie den regimekritischen Bankier Eligio Cedeno bei einem Haftprüfungstermin die Haftentlassung gewährt hatte. Seit 2011 wird sie in ihrem Haus in Caracas festgehalten, während der Prozess gegen sie verschleppt wird. 

Die Hoffnungen, wonach die andauernde Krankheit von Präsident Hugo Chávez dazu führen könne, dass der Druck auf Menschenrechtler und Regimekritiker nachlasse, haben sich bisher nicht erfüllt.: „Die Zeitungen sind dieser Tage voll von Schlagzeilen zur Rückkehr Chávez´ aus Kuba nach Caracas. Es ist jedoch in Venezuela keinerlei Verbesserung der Menschenrechtslage zu beobachten“, stellt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM fest.

Im Gegenteil seien die Rufe des Oppositionsabgeordneten Edgar Zambrano nach einem Menschenrechtsdialog mit Vizepräsident Nicolás Maduro bisher unerhört geblieben. Dazu kommt ein Klima der Straflosigkeit, der täglichen Einschüchterung von Regimekritikern sowie der Pressezensur.

Unterdessen erteilte der Kardinal von Caracas, einer der profiliertesten Chávez-Kritiker, dem kranken Präsidenten einen Ratschlag: Da er aufgrund seiner Krankheit offensichtlich nicht mehr in der Lage sei, die Amtsgeschäfte wahrzunehmen, solle er sich ein Beispiel an Papst Benedikt XVI. nehmen und zurücktreten.

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland


Beim Barte des „Propheten“: Das „Nostradamus-Buch“ und der Papst

Von Bernd Harder

n-tv History zwirbelt mal wieder den Bart des Propheten: der Nachrichtensender n-tv vergackeierte seine Zuschauer mit einem altbekannten Nostradamus-Hoax, betitelt “Das Nostradamus-Buch”.

Wer sich die “Doku” unbedingt antun möchte, hat bei den Wiederholungen in den nächsten Tagen noch Gelegenheit dazu.

In der Ankündigung blurbt die Redaktion:

1994 stieß eine Journalistin zufällig auf einen sagenhaften Fund – ein bis dato verloren geglaubtes Manuskript von Nostradamus. Briefe, merkwürdige Symbole und bizarre Bilder des Propheten geben Rätsel auf. Wie gelangte das Buch in die Bibliothek? Warum blieb es über 400 Jahre lang unentdeckt?

Stimmt es womöglich, dass die darin enthaltenen Zukunftsvisionen so beängstigend sind, dass Nostradamus sie absichtlich im Verborgenen hielt?”

Nicht wirklich. Denn das Buch stammt weder von Nostradamus, noch enthält es Zukunftsvisionen. Aber gehen wir der Reihe nach:Rein zufällig machten die italienischen Journalisten Enza Massa und Roberto Pinotti 1994 einen sensationellen Fund in der römischen National-Bibliothek: ein uraltes Buch mit dem Titel 

„Vaticinia Michaelis Nostredami de Futuri Christi Vicarii ad Cesarem Filium“,

zu Deutsch etwa: „Prophezeiungen des Michel Nostradamus für seinen Sohn Cesar über die Zukunft des Stellvertreters Christi“.

Der brisante Inhalt: 80 Zeichnungen (angeblich “geheime Botschaften”) des französischen Renaissance-Sehers.

Seitdem forschen Nostradamus-Fans nach Zusammenhängen zwischen den neu aufgetauchten Wasserfarbenbildern und den bekannten Prophezeiungen ihres Meister-Propheten. 2007 nahm sich der internationale Kabelsender History Channel des Themas an.

Die TV-Dokumentation „The Lost Book of Nostradamus“ verkettet die gebundene Sammlung von großformatigen Illustrationen zum Beipsiel mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 – und mit der katholischen Kirche.

Denn auf den Darstellungen sind immer wieder Päpste zu sehen, meist werden sie angegriffen und bedrängt.

„Die Visionen beziehen sich auf den Untergang des Papsttums“,

verlautbarte etwa der amerikanische Nostradamus-Forscher Vincent Bridges gegenüber den Fernsehleuten.

Möglicherweise meint n-tv ja, den Rücktritt von Papst Benedikt XVI mit einer Sendung über die gezeichneten Papst-Prophezeiungen des Nostradamus begleiten zu müssen. Ironischerweise ist das nicht einmal völlig daneben – nur sind die Hintergründe ganz andere, als irgendwelche Pseudo-Nostradamus-”Experten” ihrem Publikum weismachen wollen.

Besuchen wir zum Beispiel die Oettingen-Wallersteinsche Bibliothek der Universität Augsburg, deren Buchbestand auf die private Sammlung der Fugger zurückgeht.

Neben anderen bibliophilen Kostbarkeiten stoßen wir hier auf den Druck

„Ein wunderliche weissagung/von dem Bapstum/wie es yhm bis an das Ende der Welt gehen sol/ynn figuren odder gemelde begriffen …“.

Gezeichnet um 1527 von dem Theologen Andreas Osiander. In diesem Büchlein finden sich die bis ins Detail identischen Motive wie in der „Vaticinia Michaelis Nostredami …“, welche von 1629 datiert.

Überzeugt von der Theologie Martin Luthers und befreundet mit dem Maler Albrecht Dürer setzte Osiander an seiner Wirkungsstätte Nürnberg die Reformation durch. Seine Zeichnungen sind mühelos in eine bekannte ikonographische Tradition einzuordnen und greifen in ihrer Kritik an Papst und Kirche auf die damals gebräuchliche Form der Prophezeiung zurück.

Die Texte und Abbildungen in der reformatorischen Streitschrift des Nürnberger Predigers gelangten schon bald in die Hände des Buchdruckers Christian Egenolff, der sie mit verschiedenen Prophezeiungen und weiteren Abbildungen zusammenband und vertrieb.

Sie mögen irgendwann auch in Rom angekommen, dort mit der poetischen Handelsmarke „Nostradamus“ versehen und x-mal kopiert und plagiiert worden sein.

QUELLE und FORTSETZUNG des Artikels mit Abbildungen hier: http://blog.gwup.net/2013/02/23/marchenstunde-bei-n-tv-das-nostradamus-buch/


Olympia-Siegerin Gabby Douglas: erst 16, aber glaubensstark und bekenntnisfreudig

Sie ist die erste Afro-Amerikanerin, die bei den Olympischen Spielen im Geräteturnen Gold holte  – und das gleich zwei Mal: In London 2012 stand Turnerin Gabby Douglas im Mannschafts- und Einzelmehrkampf ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Trotzdem ist das erst 16-jährige Mädchen auf dem Boden geblieben: ihren Erfolg, so sagt sie, verdankt sie Christus.

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Gabby Douglas bei den Olympischen Spielen 2012

Ob auf Facebook, bei Twitter oder in Interviews, Gabby Douglas kommt immer auf das Wichtigste in ihrem Leben zu sprechen  – und das ist nicht ihr Sport, sondern ihr christlicher Glaube, ihre Beziehung zu Gott.

Am Morgen vor dem Einzelmehrkampf in London 2012 twitterte Gabby fröhlich: „Alles in mir soll den HERRN preisen. Niemals will ich vergessen, was ER alles Gutes für mich tut.“

Mit 16 Jahren so entspannt vor solch einem großen Wettkampf?   –  Auf die Frage, woher sie diese Ruhe und Konzentration, antwortet sie: „Vor jedem Wettkampf bete ich und höre Musik. Und dann denke ich intensiv über Bibelverse nach, in welchen steht, was wirklich wichtig ist  – egal, was kommt.“

Als feststand, daß die Turnerin und ihre Teamkollegin Gold gewannen,  postete sie bei Facebook: „Wir alle sind so glücklich. Ein Traum ist wahr geworden! Ich muss Gott die Ehre geben. Danke an alle, die für mich gebetet haben! Das bedeutet mir so viel!“

In den USA hat Gabby Douglas eine Biografie herausgebracht, die es auf die „Young Adult“-Bestsellerliste der „New York Times“ geschafft hat. In «Grace, Gold, and Glory: My Leap of Faith» (Gnade, Gold und Ehre: Mein Sprung im Glauben) schreibt sie über ihren Weg an die Sportspitze, die Schwierigkeiten, die sie dabei überwinden mußte und ihren festen Glauben, der sie durch alles hindurchgetragen hat.

Autorin: Miriam Hinrichs  /  Quelle: http://www.Jesus.ch


Bischof Voderholzer: Benedikt geht als „Theologenpapst“ in die Geschichte ein

Papst Benedikt wird nach Einschätzung des Verantwortlichen für die Herausgabe seines theologischen Gesamtwerks nie wieder publizieren. Er gehe davon aus, daß der Papst nach seinem Rücktritt „nicht ein Wort wird veröffentlichen können“. iMA00370501

Das sagte der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto) am vorigen Freitag im dortigen Papst-Benedikt-Institut, wo unter seiner Leitung die Gesamtausgabe der Werke Joseph Ratzingers erstellt wird.

Zugleich äußerte er die Hoffnung, daß Benedikt XVI. die geistige Frische behalte, um „begonnene Projekte“ noch abschließen zu können, auch wenn sie dann bis zu seinem Tod in der Schublade blieben.

Voderholzer zeigte sich überzeugt, dass Benedikt als  „Theologenpapst und einer der größten Prediger auf dem Stuhl Petri“ in die Geschichte eingehen werde. Das beweise allein schon die ungebrochen hohe Nachfrage nach seinen Büchern, Vorträgen und Gebeten auf der ganzen Welt.  

Von den 16 Bänden der Gesammelten Werke Joseph Ratzingers sind bisher sieben erschienen. Voderholzer sagte, es werde noch drei bis vier Jahre dauern, bis die Arbeit abgeschlossen sei. Außerdem baue das Institut ein Brief- und Tonarchiv auf.

Bei dem im vergangenen Herbst eröffneten Papsthaus in Pentling nehme die Nachfrage nach Führungen stetig zu.

Quelle: Radio Vatikan / Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg


„Du bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten, deinen Bund und deine Gnade“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Buch Daniel 9,4b-10:

Ich betete zum HERRN, meinem Gott, legte ein Bekenntnis ab und sprach:
HERR, du großer und furchterregender Gott,
du bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten,
deinen Bund und deine Gnade.
 
Wir haben gesündigt und Unrecht getan,
wir sind treulos gewesen und haben uns gegen dich empört;
von deinen Geboten und Gesetzen sind wir abgewichen.
 
Wir haben nicht auf deine Diener, die Propheten, gehört,
die in deinem Namen zu unseren Königen und Vorstehern,
zu unseren Vätern und zu allen Bürgern des Landes gesprochen haben.
 
Du, HERR, bist im Recht; uns aber steht bis heute die Schamröte im Gesicht,
den Leuten von Juda, den Einwohnern Jerusalems und allen Israeliten,
seien sie nah oder fern in all den Ländern, wohin du sie verstoßen hast;
denn sie haben dir die Treue gebrochen.
 
Ja, HERR, uns steht die Schamröte im Gesicht, unseren Königen, Oberen und Vätern;
denn wir haben uns gegen dich versündigt.
Aber der HERR, unser Gott, schenkt Erbarmen und Vergebung.
Ja, wir haben uns gegen ihn empört.
Wir haben nicht auf die Stimme des HERRN, unseres Gottes, gehört
und seine Befehle nicht befolgt, die er uns durch seine Diener, die Propheten, gegeben hat.