Papst Benedikt und die Bayernhymne: GOTT mit Dir, Du Papst aus Bayern…

Über Deinem treuen Wirken walte seine Segenshand…

Der bayerische Politiker Alois Glück berichtete kürzlich, daß er Papst Benedikt seit langem als nüchternen, vernunftorientierten Theologen kennt.

Aber auch ein bodenständiger Mann, ein hochgebildeter Geistlicher wie Joseph Ratzinger kennt Momente der inneren Rührung, wie CSU-Mann Glück  erzählt: 

Foto: Bistum Regensburg

Foto: Bistum Regensburg

„Wenn die Bayernhymne erklingt, dann ist er richtig ergriffen. Diese erstaunliche Bandbreite: hier der brillante Kopf und dann der Mann, der ganz emotional im Brauchtum verwurzelt ist. Das ist bei Joseph Ratzinger kein Widerspruch.“

Hohe Geistesklarheit und tiefe Ergriffenheit ergänzen sich durchaus!

Benedikts Verbundenheit mit dieser frommen Hmyne zeigte sich auch anläßlich seiner Abschiedsrede beim Bayern-Besuch am 14. September 2006 auf dem Münchner Flughafen; er beendete seine Ansprache mit der ersten Strophe des Bayernliedes:

„Mit den Worten unserer Hymne, die auch ein Gebet sind, möchte ich meiner Heimat gern noch einen Segenswunsch hinterlassen: „Gott mit dir, du Land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland! / Über deinen weiten Gauen ruhe seine Segenshand! / Er behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau / und erhalte dir die Farben seines Himmels Weiß und Blau!“   –   Allen ein herzlichen „Vergelt‘s Gott!“ und „Auf Wiedersehen!“, so Gott will.

Am vergangenen Sonntag versammelten sich rd. 200.000 Menschen auf dem Petersplatz, darunter viele Pilger aus Deutschland, zumal aus Bayern. Die Landsleute des Papstes sangen begeistert ihre Bayernhymne,  unterstützt durch zünftige Blasmusikkapellen.

Zur Generalaudienz am heutigen Mittwoch  –  der letzten von Benedikt XVI.  – kamen noch mehr Gläubige: etwa eine Viertelmillion Menschen befanden sich bei großartiger Stimmung und strahlendem „Papstwetter“ auf dem Petersplatz und jubelten dem Pontifex ein letztes Mal zu. Unter den Pilgern weilte auch der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer.

Dutzende Gebirgsschützen und viele schmucke Trachtler in ihren farbenfrohen Gewändern überbrachten Papst Benedikt ihre Grüße aus der Heimat. Auch diesmal waren zahlreiche weiß-blaue Flaggen wieder unübersehbar.

Foto: Kopten ohne Grenzen

Foto: Kopten ohne Grenzen

Eine Blaskapelle aus Traunstein, wo Joseph Ratzinger einst zur Schule ging, spielte die Bayern-Hymne. Dieses Lied paßte zweifellos gut zum kirchlichen Anlaß, ist es doch von einer stark religiösen „Note“ getragen und beginnt mit den Worten: „Gott mit dir, du Land der  Bayern…“

Im kath. Blog BEIBOOT PETRI sehen wir ein Video dieser bewegenden Ereignisse aus der Ewigen Stadt: http://beiboot-petri.blogspot.de/2013/02/die-bayernhymne-auf-dem-petersplatz.html

Hier folgen zunächst die Schlußworte der heutigen (letzten!) Benedikt-Ansprache an die deutschsprachigen Pilger  –  danach veröffentlichen wir abschließend den wunderbaren Text der Bayernhymne:

„Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ sage ich allen Brüdern und Schwestern deutscher Sprache  –  euch, liebe Freunde, die ihr zu dieser letzten Generalaudienz meines Pontifikats gekommen seid  –  und allen zuhause.

Gott leitet die Kirche. Der HERR trägt sie immer, gerade auch in schwierigen Zeiten. Diese Sicht aus dem Glauben wollen wir nie verlieren. Wir dürfen stets gewiß sein, daß der HERR uns nahe ist, uns nicht verläßt und uns stets mit seiner Liebe umfängt. Im Gebet bleiben wir miteinander verbunden. Von Herzen segne ich euch alle.“

Die BAYERNHYMNE

Text: Michael Öchsner (1816-1893)
Musik: Max Kunz (1812-1875)

 Gott mit dir, du Land der Bayern, Heimaterde, Vaterland!
Über deinen weiten Gauen walte seine Segenshand!
Er behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau
Und erhalte dir die Farben deines Himmels, Weiß und Blau!

Gott mit dir, dem Bayernvolke, daß wir uns’rer Väter wert,
Fest in Eintracht und in Frieden bauen uns’res Glückes Herd!
Daß mit Deutschlands Bruderstämmen einig uns ein jeder schau
Und den alten Ruhm bewähre unser Banner weiß und blau!

Gott mit uns, dem Bayernvolke, wenn wir, unsrer Väter wert,
Stets in Eintracht und in Frieden bauen unsres Glückes Herd;
Daß vom Alpenland zum Maine jeder Stamm sich fest vertrau‘
Und die Herzen freudig eine unser Banner, weiß und blau!

Gott mit uns und Gott mit allen, die der Menschen heilig Recht
Treu beschützen und bewahren von Geschlechte zu Geschlecht.
Frohe Arbeit, frohes Feiern, reiche Ernten jedem Gau,
Gott mit dir, du Land der Bayern unterm Himmel weiß und blau!


Ausgrenzung: Judenchristliche Gemeinde darf nicht auf dem Evangelischen Kirchentag auftreten

„Messianische Juden stören den christlich-jüdischen Dialog“

Messianische Juden, die an Christus als Messias glauben, dürfen nicht beim Dt. Evangelischen Kirchentag auftreten, der vom 1. bis 5. Mai 2013 in Hamburg stattfindet.

Nach Informationen der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA hatte sich die Berliner jüdisch-messianische Gemeinde „Beit Sar Shalom“ (Haus des Friedensfürsten) beim Kirchentag für den Abend der Begegnung, den Markt der Möglichkeiten, zur Messe im Markt sowie zur Kirchenmusik angemeldet.  IMG_1093

Dies sei vom Kirchentag jedoch abgelehnt worden, erklärte der Pressesprecher der Gemeinde, Andrei Ignatenko (Berlin). Man sei sehr traurig, dass man nicht teilnehmen könne. Der Kirchentag lade Moslems und Buddhisten ein, schließe jedoch jesusgläubige Juden aus.

Folge man dieser Logik, hätten auch die jüdisch-messianischen Apostel Petrus und Paulus keine Chance, an diesem Protestantentreffen teilnehmen zu dürfen. Beit Sar Shalom arbeite auf der Basis der Evangelischen Allianz und sei als befreundetes Werk anerkannt.

Messianische Juden glauben wie Christen, dass Jesus Christus der im Alten Testament angekündigte Heiland ist, halten aber an vielen jüdischen Traditionen fest.

Kirchentagsgeneralsekretärin Ellen Ueberschär erläuterte, dass am Kirchentag nur Organisationen teilnehmen dürften, die dialogorientiert seien und andere nicht verletzen. Zudem besage ein Beschluss des Kirchentagspräsidiums aus dem Jahr 1999, dass die Teilnahme von jüdisch-messianische Organisationen grundsätzlich nicht möglich sei.

In Übereinstimmung mit dem Rat der EKD und dem Zentralrat der Juden in Deutschland lehne man eine auf Bekehrung zielende „Judenmission“ aus theologischen und historischen Gründen ab.

Beim Kirchentag 1999 in Stuttgart wurde der Evangeliumsdienst für Israel, der messianische Gruppen unterstützt, ausgeschlossen mit der Begründung, dass diese Gruppen den christlich-jüdischen Dialog störten.

Quelle: http://www.idea.de


Papst Benedikt und das Schifflein Petri: „Wir beten für Dich – segne uns!“

Pressemitteilung des ZpV (Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen): 

„Die Weisheit hat ihr Haus gebaut“ (Spr 9,1).

Wer über das Wesen des Pontifikates Papst Benedikt XVI. nachdenkt, kann einen Charakterzug nicht übersehen, der in dem biblischen Wort zum Ausdruck kommt: „Der Weisheit Fülle ist Gott fürchten“ (Sir 1,20; cf. Sir 19,18).

Das äußere Merkmal der Gottesfurcht ist die Demut. Man wird lange suchen müssen, um in der Geschichte einen Papst zu finden, der allen Menschen mit so großer Demut und nahezu unendlicher Geduld die wesentlichen Lehren der göttlichen Weisheit nahegebracht hat wie er.  

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Seine „Machtausübung“ bestand in dem beharrlichen Mahnen und Lehren, wie es der hl. Apostel Paulus seinen Schüler Timotheus gelehrt hat (vgl. 2 Tim 4,2). Der Papst wußte: Was von den Hörenden nicht mit Verstand und Herz aufgenommen wird, kann nicht wirksam werden.

Wichtige Beispiele für die Kirche in Deutschland sind: der Aufruf zur „Entweltlichung“; die dem Kirchenrecht (CIC) entsprechende Verwendung der Kirchensteuergelder; die Verpflichtung, keine Geschäfte mit dem „Mammon“ zu machen; die Bitte an alle Priester und Ordensleute, gemäß ihrer gewählten Lebensform geistlich zu leben; die Ermahnung (adhortatio) zur korrekten Feier der hl. Eucharistie, was die authentische Übersetzung der Wandlungsworte einschließt, von den deutschen Bischöfen aber nach wie vor nicht befolgt wird.

Diese wenigen Beispiele zeigen hinreichend, wie intensiv der Papst im Sinne des Apostels Paulus gedacht und gehandelt hat.

Benedikt XVI. hat sicher bemerkt, daß mancher der „unterstützenden Hilfe“ durch einen Befehl aus Rom bedurft hätte. Er hat geistige Anstöße gegeben, aber nicht wie unter Menschen üblich: Für seine „Belehrungen“ hat man ihn vielfach abgelehnt und gehaßt.

Stattdessen sollte er dem Mainstream folgen und die sattsam bekannten Forderungen erfüllen: Frauendiakonat und -priesterweihe, Aufhebung des Zölibates, Anerkennung der Homo-Ehe, der Abtreibung etc.

Sein geduldiges Lehren wurde als purer Machtmißbrauch desavouiert. Darunter hat er persönlich gelitten bis hin zum Kräfteverschleiß. Daher setzte er schließlich sein Vertrauen auf Gott:

„Wie Petrus und die Jünger im Boot auf dem See von Galiläa wusste ich, der HERR ist im Boot, ja, es ist sein Boot. ER führt das Schiff der Kirche. Nichts kann diese Gewissheit verdunkeln.“ (Mittwochsaudienz vom 27. Februar 2013).

Das ist seine persönliche Stärke, mit der er die Brüder stärkt. Seine Würde bestand darin, der Versuchung zu widerstehen, sein Amt im weltlichen Sinne zu gebrauchen. Dafür sind wir ihm zu tiefem Dank verpflichtet; denn letztlich gibt er uns mit einem solchen Verhalten ein Beispiel und erinnert uns an das Wort Jesu: „Seid gewiß, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!“

Die Geschichte der Kirche ist voll solcher Ereignisse: Wenn das Schiff der Kirche zu sinken drohte, erhob sie nach einer Zeit der Verfolgung strahlender als vorher ihr Haupt, so daß ihre Feinde entsetzt zurückwichen.

Danke, Heiliger Vater, wir beten für Dich, segne uns!

Kontakt: Reinhard Dörner, Vorsitzender
http://www.papsttreue-vereinigungen.de
ZpV e.V. • Estermannstr. 71 • D-53117 Bonn  –  Mail: zpv@papsttreue-vereinigungen.de

EHE und FAMILIE, frohe KINDER und GEBORGENHEIT sind des GLÜCKES UNTERPFAND

Neues POSTER des ECCLESIA-Plakatdienstes in Münster (KOMM-MIT-Verlag)

Neues POSTER des ECCLESIA-Plakatdienstes  (aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster)


Wirtschaftsstudie: Leistungsgerechtigkeit für Arbeitnehmer in Deutschland deutlich angestiegen

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat 28 OECD-Staaten im Internationalen Gerechtigkeitsmonitor 2013 verglichen und gute Fortschritte bei der Gerechtigkeit in Deutschland festgestellt.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Weiß, in einer Pressemitteilung:

„In den vergangenen Jahren ist Deutschland gerechter geworden. Das belegt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Damit ist die Behauptung der Opposition widerlegt, in Deutschland hätten sich die sozialen Gegensätze vertieft.

In einem Vergleich von 28 Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat sich Deutschland von Platz 19 im Jahr 2005, zum Ende der rot-grünen Regierungszeit,  auf Platz 7 im Jahr 2012 hervor gearbeitet, mit weiter steigender Tendenz nach oben.

Die unionsgeführte Bundesregierung hat mit ihrer umsichtigen Politik maßgeblich zur wirkungsvollen Verbindung von wirtschaftlichem Erfolg und sozialem Fortschritt beigetragen. Die Studie belegt, dass die Leistungsgerechtigkeit in Deutschland gestiegen ist. Beschäftigte hätten durch Lohnsteigerungen wesentlich vom Produktivitätszuwachs profitiert.

Lag Deutschland 2005 zu Zeiten der rot-grünen  Bundesregierung bei der Leistungsgerechtigkeit noch Platz 20, hat es sich nun auf Platz 10 verbessert. Zuletzt hatte schon eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bescheinigt, dass sich die Einkommensschere in Deutschland seit 2007 wieder schließt. 

Das Ergebnis der Untersuchung, dass es unter Rot-Grün in Deutschland weniger gerecht zugegangen ist als heute, muss ein Schlag ins Gesicht von SPD und Grünen sein, die sich nach eigenem Bekunden gerade für einen Gerechtigkeitswahlkampf aufstellen wollen  –  ebenso wie der vom IW und vom Institut für Demoskopie Allensbach erbrachte Nachweis, dass es gerade nicht die von der Opposition so oft beschworene Verteilungsgerechtigkeit ist, die die Deutschen am meisten bewegt. Die höchste Bedeutung kommt demnach der Chancengerechtigkeit zu.

Insbesondere durch eine nachhaltige Haushaltskonsolidierung belegt Deutschland bei der Generationengerechtigkeit Platz 9. Diesen Weg gilt es weiter auszubauen. Die nicht finanzierbaren Wahlversprechen der SPD stehen diesem Ziel allerdings eklatant entgegen.“


DANK an Papst Benedikt, den Schutzpatron für das Lebensrecht aller Menschen

Pressemeldung der CDL:

Anläßlich des Rücktritts von Papst Benedikt XVI. erklärt Mechthild Löhr (siehe Foto), die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL):

„Mit großer Dankbarkeit blicken die Christdemokraten für das Leben (CDL) gemeinsam mit vielen anderen für den Lebensschutz aktiven Organisationen auf das herausragende und bedeutende Pontifikat Benedikt XVI. zurück.   _DSC4662

Wie bereits Papst Johannes Paul II. hat er als sein kongenialer Nachfolger die seit Mitte der 70er Jahre weltweit entstehenden Bewegungen und Initiativen zum besonderen Einsatz für das ungeborene Leben mit stärkenden Worten und Taten jederzeit unterstützt und gefördert.

Das unüberhörbare und international vielfältig fruchtbare Plädoyer dieser Pontifikate hat entscheidend dazu beigetragen, daß sich Christen auf allen Kontinenten in Gesellschaft und Politik für das Recht auf Leben von der Zeugung an vehement einsetzen und dies als christlichen Auftrag in der Welt verstehen.

Mit seiner intellektuellen Brillianz sowie menschlich faszinierenden und überzeugenden Persönlichkeit hat Papst Benedikt XVI. viele Millionen Menschen konfessions- und religionsübergreifend für die großen sozial- und bioethischen Herausforderungen unserer Zeit interessieren und gewinnen können.

Gerade auch die Sensibilität der jüngeren Generationen und ihre Betroffenheit, jedes Leben zu achten und zu schützen, konnte er wie sein Vorgänger fördern und motivieren.

Schon seit seiner Zeit als Verantwortlicher für die Glaubenskongregation ab 1981 hat Kardinal Ratzinger in zahlreichen Stellungnahmen und Veröffentlichungen ebenso detailliert wie grundsätzlich und kenntnisreich zu den Auseinandersetzungen zur Abtreibung und der Mitwirkung daran Stellung genommen und die unbedingte Würde jedes Menschen kompromißlos verteidigt.

Auch in späteren bioethischen Kontroversen  –  sei es um die embryonenverbrauchende Stammzellforschung, Klonexperimente, Präimplantationsdiagnostik (PID) oder andere Formen der Selektion und Vernichtung von Ungeborenen  –  hat Benedikt XVI. für die Kirche ein uneingeschränktes Bekenntnis zum Wert jedes Menschen abgelegt und als geltendes Menschenrecht eingefordert. Baby (2)

Das unermüdliche Bemühen und die zahlreichen Mahn- und Protestrufe haben zwar die bedauerlicherweise wachsende politische und gesellschaftliche Förderung von Abtreibung als ein Mittel der Familienplanung nicht verhindern können, sind jedoch von wesentlicher und fortwirkender internationaler Bedeutung für die ebenfalls wachende Kritik an dieser für die Menschen und Familien negativen Entwicklungen.

Bei seinem letzten Besuch in Deutschland im September 2011 hat Benedikt XVI. wie bei vielen seiner Reisen öffentlich den Schutz jedes Lebens in besonders bemerkenswerter Weise im Deutschen Bundestag eingefordert und formuliert: Er prägte dort den neuen Begriff von der „Ökologie des Menschen“, der nicht nur die Umwelt und das Klima, sondern auch sich selbst als kostbar und daher immer und unbedingt schützens- und achtenswert erkennen müsse.

Daß der Schutz jedes Menschen ein zentrales Anliegen und ein Grundmotiv der letzten Pontifikate ist, verdeutlicht der Papst auch in einer seiner letzten Reden:

„Jeder sollte sich also fragen: Welchen Platz hat Gott in meinem Leben? Ist er der Herr oder bin ich es? Die Versuchung zu überwinden, Gott sich selbst und den eigenen Interessen zu unterwerfen oder ihn in eine Ecke zu stellen, und sich zur rechten Ordnung der Prioritäten zu bekehren, Gott den ersten Platz zu geben, ist ein Weg, den jeder Christ immer wieder aufs neue beschreiten muß. …

Es ist nicht leicht, sich öffentlich Entscheidungen zu widersetzen, die viele als selbstverständlich betrachten – wie die Abtreibung im Falle einer unerwünschten Schwangerschaft, die Euthanasie im Falle schwerer Krankheiten oder die Selektion von Embryonen, um Erbkrankheiten vorzubeugen. Die Versuchung, den eigenen Glauben beiseite zu stellen, ist stets gegenwärtig, und die Umkehr wird zur Antwort an Gott, die im Leben öfter bestätigt werden muß. …“ (Ansprache bei der Generalaudienz am 13. Februar 2013).

Die deutsche und internationale Lebensschutzbewegung, die sehr stark christlich geprägt ist, hat Benedikt XVI. als einen herausragenden und richtungsweisenden Schutzpatron für die Menschenwürde und das Lebensrecht und für Jahrzehnte der Begleitung, Ermunterung und Bestärkung zu danken.

Als Christen bleiben wir Benedikt XVI. in größter Dankbarkeit und tiefster Verehrung  als leuchtendem Vorbild im Einsatz für die in wachsendem Maße bedrohte Würde jedes Menschen verbunden.

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU mit 5000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europa-Abgeordnete sowie Kommunalpolitikern.


Erneute anti-israelische Aktion der EU: Kennzeichnung von Waren aus „besetzten Gebieten“

Die Europäische Union (EU) hat ihren Mitgliedsstaaten offiziell empfohlen, israelische Aktivitäten in Judäa und Samaria (Westbank) durch einen Boykott zu verhindern. Dies geht aus dem „Jerusalem Report 2012“ hervor, der soeben veröffentlicht wurde.

Die EU-Mitgliedsstaaten werden darin aufgefordert, Finanztransfers zugunsten des Siedlungsbaus zu verhindern. Jüdische Wohnungen im Ostteil von Jerusalem werden in dem Bericht als „größte Gefahr“ für eine Zwei-Staaten-Lösung bezeichnet. imm026_25A

Da die Besetzung „illegal“ sei, dürften die in den jüdischen Siedlungen hergestellten Produkte nicht von den Zoll-Vergünstigungen zwischen der EU und Israel profitieren. Diese Produkte müßten klar gekennzeichnet werden als „aus den besetzten Gebieten stammend“.

In Israel betrachtet man den Bericht als Propaganda-Erfolg für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA). Diese habe Judäa und Samaria zum Gebiet ihres noch nicht existierenden Staates erklärt und versuche, eine halbe Million dort lebender Juden aus ihren Häusern zu vertreiben.

Israelische Medien zeigen sich in ersten Reaktionen auf den Bericht befremdet, daß sich die EU nicht zur anhaltenden Weigerung der Palästinenservertreter äußert, mit Israel Friedensgespräche ohne Vorbedingungen zu führen.

Quelle: http://www.israelheute.com


Wachsende Anfeindungen gegen bibeltreues Christentum und gegen den Wahrheitsanspruch des Ewigen

Von Jörgen Bauer

Am 14. April 2012 sprach der katholische Pfarrer Wolfgang Beck in der ARD das „Wort zum Sonntag“, das unter der Überschrift „Der liebevolle Blick auf meine Kompromisse stand.

Dem Pfarrer ging es dabei darum, zwischen „fanatischen Rechthabern“ und „toleranten Menschen“  –  die bereit sind, Kompromisse einzugehen  –  zu unterscheiden.

Die „fanatischen Rechthaber“, die „grundsätzlich abzulehnen sind“, weil sie intolerant und nicht gesprächsbereit sind, wurden dabei wie folgt dargestellt:

Egal, ob Piusbrüder, ob evangelikale Gruppierungen oder muslimische Salafisten, denen wir in diesen Wochen in den Fußgängerzonen begegnen können: Sie alle haben mehr gemeinsam, als ihnen wahrscheinlich lieb ist: Vor allem dieses Bemühen um größtmögliche Eindeutigkeit. Alle Kraft wird da hinein gesetzt, dass das Leben völlig übereinstimmt mit dem, was gepredigt wird. Das beeindruckt mich manchmal, und daneben sehe ich mit meinen Kompromissen meist recht schwach aus.“  0013

Als biblisches Beispiel für solcherart „intoleranten Fanatismus“ führte der Pfarrer das Gottesurteil auf dem Karmel an (AT, 1. Kön 18,1–40), wo es darum geht, dass sich der Gott der Bibel  –  im Gegensatz zum Götzen Baal  –  als lebendig erweist.

Dies wird von Pfarrer Beck wie folgt dargestellt:  

Vielleicht fasziniert mich deshalb eine Erzahlung aus dem Alten Testament der Bibel. Da wird von dem Propheten Elija berichtet, dass er in einen Konflikt mit den sogenannten Baals-Priestern gerät, als Angehörigen einer anderen Religionsgemeinschaft. Wieder geht es um die Frage nach der Wahrheit und darum wer den richtigen Gott anbetet. In dieser schwierigen Lagen macht Elija einen aberwitzigen Vorschlag: Gott soll entscheiden…“

Aus dem Bericht in 1. Könige 18 wissen wir, wie die Sache ausging: Gott nahm Elias Opfer an, was Pfarrer Beck wie folgt kommentiert:

Dabei ist die Entscheidung am Ende für mich gar nicht so wichtig. Das Wichtige ist, dass die Menschen die Fragenden bleiben. Sie ziehen die Antwort, die Gott zusteht, nicht an sich.Das ist genau das Gegenteil von dem, was uns bei Fundamentalisten begegnet. Denn die lassen in der Regel keine Fragen zu…“

Am Ende folgt dann der „seelsorgerliche Rat“:

Wenn du die Menschen lieben möchtest, musst du ihre Kompromisse und ihre kleinen Schummeleien lieben. Du darfst sie nicht nur tolerieren. Du musst sie lieben. Denn sie machen das Leben aus und nehmen ihm die Härte“.

Ich habe das deshalb so ausführlich dargestellt, weil hier die derzeit weit verbreitete Sichtweise überdeutlich wird  –  und die lautet:

Es gibt nichts Richtiges und nichts Falsches. Jeder kann sich sein Gottesbild selbst zurecht machen und die Gebote relativieren. Es ist ohnehin alles relativ und gleich gültig. Wer das anders sieht, ist ein gemeingefährlicher Fundamentalist.

Und im Übrigen ist der „kreative Umgang mit der Wahrheit“ (Lügen) eine liebenswerte Eigenschaft.

Schlussfolgerung: Auch bibeltreue Christen, die dem Wort Gottes glauben und sich an diesem orientieren, sind solche Fundamentalisten. 

Diese grob vereinfachenden und ehrenrührigen Schlussfolgerungen führten seitens der Evangelikalen zu Einsprüchen und Protesten. Der Medienbeauftragte der EKD bezeichnete die von Pfarrer Beck gemachten Vergleiche als völlig inakzeptabel. Der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz hielt die Einsprüche gegen diese Vergleiche ebenso für berechtigt, zumal er viele evangelikale Christen kennt und persönlich schätzt. 

Auch wenn Proteste und Einsprüche letztlich nichts an dem zeitgeistlichen Relativismus ändern, ist es trotzdem notwendig, zu protestieren und die Dinge richtig zu stellen, weil es in der Öffentlichkeit nicht ohne Folgen bleibt, wenn bibeltreue Christen ständig mit gewalttätigen Fanatikern auf eine Stufe gestellt werden, denn hier wird unmerklich ein Feindbild aufgebaut. (…)

Die ablehnende Haltung gegenüber bibeltreuen Christen ist nicht nur in den Medien zu beobachten, die sich sensationslüstern auf alles stürzen, was sich zum Nachteil der Kirche vermarkten lässt, sondern ist auch in der Kirche selbst anzutreffen.

Je entschiedener das christliche Bekenntnis ist, umso massiver die Angriffe. Nachdem die evangelische Kirche nichts Wesentliches mehr zu sagen hat, weil sie größtenteils zeitgeisthörig ist, ist sie weniger Angriffen als die katholische Kirche ausgesetzt.

Wenn man die gesamte Faktenlage und Struktur der Berichterstattung in Sachen Missbrauchsskandal und die weiterhin am Kochen gehaltene Empörung analysiert, wird deutlich, dass es dabei weniger um Berichterstattung, sondern mehr um Stimmungsmache geht, wobei viel geheuchelt wird. (…)

In diesem Zusammenhang wird auf den Beitrag „Gewollter Missbrauch“ in den „Christlichen Impulsen“ des FCDI verwiesen, in dem dargelegt wird, wie im Zusammenhang mit der „Sexuellen Revolution“ eben dieser Missbrauch in einer unglaublichen Weise als „pädagogisch wertvoll und notwendig“ begrüßt wurde.  

Ein antichristlicher Trend wird deutlich erkennbar. Was kann vom Wort Gottes dazu gesagt werden?Foto: KOMM-MIT-Verlag

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und allerlei Übles gegen euch reden, wenn sie damit lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren“ (Mt.5, 11-12).

Es ist unverkennbar, dass Irrlehren zunehmen und Irrlehrer immer massiver auftreten. Im Wort Gottes werden wir auf solche Entwicklungen vorbereitet. Auch darauf, dass viele den Irrlehren auf den Leim gehen werden und dabei noch meinen, dass diese „christlich“ sind.

Wir müssen nicht die „liebenswerten kleinen Schummeleien“, schätzen, wenn wir die Menschen lieben wollen. Für uns gilt, dass große und kleine Schummeleien immer Lügen sind, wofür wir allerdings niemanden verurteilen.

Wir weisen aber auf Jesus Christus als unseren Erlöser und Heiland hin, der uns dahin führt, dass wir umkehren und dadurch mehr und mehr auf die „kleinen Schummeleien“ verzichten können, damit wir vor Gott bestehen.    

Den zunehmenden Trend zu Irrlehren können wir allerdings nicht aufhalten. Diese werden zunehmen und immer noch mehr Menschen verführen.   

Deshalb können wir Gott nur bitten, dass er uns hält, trägt und bewahrt, damit wir treu und fest bei der ursprünglichen Lehre des Evangeliums bleiben und uns davon nicht abbringen lassen.

Bleiben wir fest, müssen wir damit rechnen, geschmäht, verfolgt und verleumdet zu werden, was uns allerdings nicht belasten sollte. Nach Jesu Worten sollen wir stattdessen fröhlich und getrost bleiben, weil wir wissen, dass ER der Sieger ist und wir auf seiner Seite, auf der Seite des Siegers stehen.

Gott möge uns ein allzeit fröhliches Herz schenken, damit wir mit allen Anfeindungen ruhig und gelassen umgehen können.

Jörgen Bauer aus Heidenheim ist evangelischer Christ  –  Kontakt zu ihm per Mail siehe hier: auftanken@evangelium.de


Die 13-jährige Anna – Opfer von Inzest und Mißbrauch – trug ihr Baby aus: „Josey ist das größte Geschenk meines Lebens!“

Von Dr. Edith Breburda

In einem  Bericht, den die bekannte US-Autorin Jill Stanek in ihrem Blog veröffentlichte, erfährt der Leser von einer E-Mail, die eine 13-jährige Anna an Jill richtete: Anna schildert darin die Vergewaltigung durch ihren Stiefvater und ihre Entscheidung, das Baby auszutragen.

Anna wurde seit frühester Kindheit von dem Mann ihrer Mutter belästigt  –  ebenso auch ihre kleine Schwester. Der Stiefvater befahl dem Kind stillzuschweigen, sonst würden schlimme Dinge passieren. Anna glaubte ihm und wurde im Alter von 12 Jahren schwanger. Sie hatte Angst und berichtete ihrem Stiefvater davon. Der schlug sie und gab ihr Drogen, dann erzählte er der Mutter, Anna sei beim Spielen gefallen.

„Er tötet mein Baby, ich werde es niemals kennenlernen und nie wissen, was aus meinem Kind geworden wäre“,  schreibt Anna an Jill Stanek. Im Alter von 13 Jahren wurde sie wieder schwanger. Diesmal schwieg sie, bis ihre Mutter merkte, dass sich Anna  verändert hatte. Sie war erst im 2. Monat,  faßte aber den Mut, ihr alles zu erzählen: „Mutter packte sofort ihre Sachen, nahm meine zwei Geschwister und fuhr zu unserer Tante, von dort rief sie die Polizei.“  images (2)

Der Stiefvater bekam eine 10-jährige Haftstrafe.  –  Therapeuten, Lehrer, Freunde ja selbst Unbekannte rieten Anna dazu, ihr Kind abzutreiben. Anna schreibt, dass sie von ihrer Biologiestunde her wusste, dass ihr Kind zur Hälfte ihre DNA trägt, also stammte es genetisch zur Hälfte von ihr  –  und da sie es nun 9 Monate austrägt, sollte es ganz ihr Baby sein  –  und nicht etwa das des Vergewaltigers.

Sie wusste noch von ihrer ersten Schwangerschaft, dass ihr Stiefvater das Kind nicht haben wollte  –  und sie wußte, wenn sie nun dieses Baby abtreibt, tut sie genau das, was ihr Peiniger von ihr wollte, womit er zum zweiten Mal seinen Willen durchgesetzt hätte. Er hätte ihr nicht nur ihre Unschuld geraubt, sondern auch ihre Tochter getötet.

Es wäre einfacher gewesen, eine Abtreibung durchzuführen, dann hätte sie nicht so viele Dinge ertragen müssen. Aber Anna hatte etwas, wofür sie kämpfen konnte  –  und ihre Tochter war es wert, berichtet sie.

„Ich war nicht sehr gross, 1,27 Meter und wog 44 kg, so gab es eine Risikoschwangerschaft. Bei meiner ersten Ultraschalluntersuchung im 3. Monat sah ich das Herz des Kindes schlagen und fing an, es zu lieben. Niemals hätte ich es zur Adoption abgegeben. Die nächsten Monate wurden sehr schwer für mich. Die Blicke der Leute und die Kommentare waren hart zu ertragen. Ich hatte alle meine Freunde verloren bis auf zwei,“ berichtet Anna.

Das Wissen, bald eine Tochter zu haben, half ihr über alles hinweg. Am 31. Juli kam die kleine Josey zur Welt. „Worte können die Freude nicht beschreiben, die ich empfand,“ erzählt Anna in ihrer E-Mail. Sie hatte zwar immer noch Alpträume, doch als sie aufwachte, sah sie das Lächeln ihres Babys.

Wenn Anna schlecht behandelt wurde, ging sie heim, um das Lachen ihrer Tochter zu hören. Es war ihr Licht in der dunkelsten Zeit ihres Lebens: „Ein Leben ohne mein Kind hätte ich mir nicht vorstellen können.“

Annas Mutter passte auf Josey auf  – und Anna konnte ihre Schulen beenden. Dann traf Anna einen Mann, der sie und Josey sehr liebte. Nun hat Anna noch vier weitere Kinder.

Josey ist mittlerweile 17 und ein wunderschönes, intelligentes Mädchen: „Wenn ich sie sehe, erinnere ich mich nicht an das, was ich durchmachen musste, sondern an Gottes Liebe und dass er aus etwas Schlechtem etwas sehr Gutes fügen kann. Ja, es ist das größte Geschenk meines Lebens. Ich würde alles wieder so machen wie damals,“ schreibt Anna –   und fügt hinzu:

„Wenn Du da draussen das liest und Dich in der gleichen Situation befindest, halte durch  –  und Dein Kind wird Dir mehr Freude bringen, als Du Dir vorstellen kannst.“

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin)  –  hier folgt ihre Webseite: http://scivias-publisher.blogspot.com/