Ausgrenzung: Judenchristliche Gemeinde darf nicht auf dem Evangelischen Kirchentag auftreten

„Messianische Juden stören den christlich-jüdischen Dialog“

Messianische Juden, die an Christus als Messias glauben, dürfen nicht beim Dt. Evangelischen Kirchentag auftreten, der vom 1. bis 5. Mai 2013 in Hamburg stattfindet.

Nach Informationen der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA hatte sich die Berliner jüdisch-messianische Gemeinde „Beit Sar Shalom“ (Haus des Friedensfürsten) beim Kirchentag für den Abend der Begegnung, den Markt der Möglichkeiten, zur Messe im Markt sowie zur Kirchenmusik angemeldet.  IMG_1093

Dies sei vom Kirchentag jedoch abgelehnt worden, erklärte der Pressesprecher der Gemeinde, Andrei Ignatenko (Berlin). Man sei sehr traurig, dass man nicht teilnehmen könne. Der Kirchentag lade Moslems und Buddhisten ein, schließe jedoch jesusgläubige Juden aus.

Folge man dieser Logik, hätten auch die jüdisch-messianischen Apostel Petrus und Paulus keine Chance, an diesem Protestantentreffen teilnehmen zu dürfen. Beit Sar Shalom arbeite auf der Basis der Evangelischen Allianz und sei als befreundetes Werk anerkannt.

Messianische Juden glauben wie Christen, dass Jesus Christus der im Alten Testament angekündigte Heiland ist, halten aber an vielen jüdischen Traditionen fest.

Kirchentagsgeneralsekretärin Ellen Ueberschär erläuterte, dass am Kirchentag nur Organisationen teilnehmen dürften, die dialogorientiert seien und andere nicht verletzen. Zudem besage ein Beschluss des Kirchentagspräsidiums aus dem Jahr 1999, dass die Teilnahme von jüdisch-messianische Organisationen grundsätzlich nicht möglich sei.

In Übereinstimmung mit dem Rat der EKD und dem Zentralrat der Juden in Deutschland lehne man eine auf Bekehrung zielende „Judenmission“ aus theologischen und historischen Gründen ab.

Beim Kirchentag 1999 in Stuttgart wurde der Evangeliumsdienst für Israel, der messianische Gruppen unterstützt, ausgeschlossen mit der Begründung, dass diese Gruppen den christlich-jüdischen Dialog störten.

Quelle: http://www.idea.de

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2 Kommentare on “Ausgrenzung: Judenchristliche Gemeinde darf nicht auf dem Evangelischen Kirchentag auftreten”

  1. […] Judenchristliche Gemeinde darf nicht auf dem Evangelischen Kirchentag auftreten […]

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  2. quer sagt:

    Was die EKD mit den christlichen Juden anstellt, ist ähnlich dem, was z.B. das Bistum Freiburg-Genf mit den Katholiken der Pius-Bruderschaft anstellt.

    Die einen erteilen erteilen den Gläubigen an den Erlöser eine Abfuhr zugunsten seiner Leugner und gar noch Moslems, die anderen gewähren lieber Protestanten und anderen Papstgegnern Zutritt in ihre Kirchen, als ihren Brüdern im Glauben.

    Beides ist gleichermaßen pervers. Hat nur alles mit Christentum u oder gar Nachfolge Christi recht wenig zu tun.

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