Das Lazarus-Gleichnis Christi und die Warnungen des hl. Johannes vor der Sucht nach „Offenbarungen“

„Sie haben Moses und die Propheten: darauf sollen sie hören!“

Die heutige liturgische Lesung der katholische Kirche befaßt sich mit Christi Gleichnis vom reichen Prasser und dem armen Lazarus, das uns in Lukas 16,19-31 berichtet wird. media-80458-2

Der reiche Mann war ein rücksichtsloser Egoist, daher verscherzte er sich das ewige Heil. Lazarus hingegen wurde „von den Engeln in Abrahams Schoß getragen“, wie es in der Bibel heißt.

Der reiche Prasser ruft Abraham in der Unterwelt zu, er möge Lazarus zu seinen fünf Brüdern senden, damit diese gewarnt werden und „nicht an diesen Ort der Qual kommen“.  

Doch Abraham lehnt dieses Ansinnen rundweg ab: „Er aber sagte: Sie haben Moses und die Propheten, auf die sollen sie hören.“

Ahnen wir, wie zeitlos gültig diese Antwort ist?

Wie oft erfahren wir auch in diesem CHRISTLICHEN FORUM  zornigen Widerspruch von erscheinungsbewegter Seite, wenn wir den kirchlichen Standpunkt erklären:

Wir brauchen keine Visionen und Neu-Offenbarungen, keine „himmlischen“ Botschaften, keine Jenseits-Auskünfte vermeintlich „begnadeter Seelen“ usw., denn wir haben durch Bibel und Tradition, Sakramente und Lehramt der Kirche bereits alles, was wir für unser ewiges Heil benötigen.

Abraham, der „Vater des Glaubens“, erklärt in Christi Gleichnis kurzerhand: Auch diese Männer  – die Brüder des reichen Prassers  –  „haben Moses und die Propheten“   –   vergleichbar dem, was wir heute „Bibel und Lehramt“ nennen  –  und eben darauf sollen wir hören!

Eindringliche Mahnungen des hl. Johannes vom Kreuz

Das betonte auch der hl. Kirchenlehrer und Mystiker (!) Johannes vom Kreuz immer und immer wieder. Auch damals waren Wundersucht und vorwitzige Neugier nach besonderen „Offenbarungen“ weit verbreitet.

In seinem Klassiker „Aufstieg zum Berge Karmel“ (2. Buch, Kap. 21) warnt der Heilige im 7. Absatz strikt vor diesen raffinierten Gefahren für das Seelenheil:

Ich sage nur, dass es eine äußerst gefährliche Sache ist, auf solchen Wegen mit Gott umgehen zu wollen  –  und dass derjenige, der zu solchen Methoden hinneigen sollte, nicht umhin kommen wird, sich gewaltig zu irren und oftmals in Verwirrung zu geraten.“media-377708-2

Johannes vom Kreuz erwähnt sodann die „Schwierigkeit“, die darin bestehe, „bei inneren Ansprachen und Visionen keinem Irrtum zu verfallen“, da diese vielfach „vom Bösen stammen“, der sich als Engel des Lichtes tarnt bzw. wie der hl. Johannes wörtlich schreibt: der Erzfeind „schleicht sich auf Umwegen ein, wie der Wolf im Schafspelz in die Herde, so dass man es kaum erkennen kann.“

Einer der satanischen Tricks bestehe darin, daß „er nämlich viele wahre und vernunftgemäße Dinge sagt  –  und Dinge ankündigt, die sich bewahrheiten“  – und daher könne man  sich „leicht täuschen lassen“.  

Johannes empfiehlt: „Vor allen Erscheinungen  f l i e h e n !“

In Absatz 11 heißt es, daß „der Böse äußerst spitzfindig ist beim Einflüstern von Lügen. Von ihm kann man sich nicht befreien, außer man flieht vor allen übernatürlichen Offenbarungen, Visionen und inneren Ansprachen.“

Der Heilige erklärt also, daß man sich „übernatürliche Offenbarungen“ nicht nur keineswegs wünschen soll; er empfiehlt seinen Lesern aus großer Vorsicht sogar die Flucht vor „allen“ Erscheinungen,  falls diese jemals ungewollt in ihr Leben treten. Er weiß um die Schwierigkeit, in diesem heiklen Bereich den häufigen Spreu vom seltenen Weizen zu trennen – und daher seine Empfehlung, besser gleich alles zu meiden.

Den deutlichen Warnungen des Kirchenlehrers könnte man theoretisch entgegenhalten, daß es doch auch wenige Erscheinungen himmlischen Ursprungs geben kann, die zu „fliehen“ dann nicht sinnvoll sei.

Doch der hl. Johannes vom Kreuz will offenbar auf „Nummer Sicher“ gehen, zumal der katholische Glaube grundsätzlich sowieso keine Privatoffenbarungen benötigt   –  auch keine „echten“.  Dies ist nun freilich nicht die Privatmeinung des hl. Johannes, sondern verbindliche Lehre der Kirche seit jeher.

Im 11. Absatz des Buches „Aufstieg zum Berge Karmel“ heißt es weiter:

„Darum ist Gott zu Recht über den verärgert, der sie zulässt, weil er sieht, dass es Waghalsigkeit ist von dem, der sich derart in große Gefahr begibt  –   und weil Anmaßung, Neugier und Auswüche der Überheblichkeit die Wurzel für Prahlerei und Geringschätzung der Dinge Gottes sind –  und der Anfang zahlreicher Übel, in die viele Menschen hineingeraten sind.“

In Absatz 12 schreibt der hl. Johannes vom Kreuz, dem Teufel sei es möglich, „viele mit Blindheit und Täuschungen zu schlagen, weil ihre Sünden und Waghalsigkeiten es verdienen. Das vermag und erreicht der Böse, sofern sie ihm glauben und ihn für einen guten Geist halten  –  und zwar so sehr, dass es keine Abhilfe gibt, aus den Täuschungen herauszukommen“.

Wer in diesem gefährlichen Netz bereits verstrickt ist, wer durch seinen Hochmut oder durch vermessene Leichtgläubigkeit  in der Trickkiste Satans gefangen ist und ihn für einen „Engel des Lichts“ hält, der kommt nur selten  –  und dann oft erst sehr spät  –  aus diesem buchstäblichen „Teufelskreis“ wieder heraus.

Daher setzt der hl. Kirchenlehrer hier klar auf  das Prinzip „Vorbeugung“ durch seine mahnende Stimme  –  ähnlich wie Christus  mit dem Gleichnis von Lazarus, der keineswegs auf Erden erscheinen durfte, um gefährdete Menschen zu warnen: „Sie haben Moses und die Propheten  –  darauf sollen sie hören!“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

 


21 Kommentare on “Das Lazarus-Gleichnis Christi und die Warnungen des hl. Johannes vor der Sucht nach „Offenbarungen“”

  1. Ester sagt:

    @ Wolfgang Heuer
    Wir sind uns schon einig, dass das, was man Zivilisation nennt, nur eine dünne Schicht auf einem tobenden Abgrund ist.
    So ist ja auch unsere Welt (ein dünne Schicht 25km auf 24000 km flüssige Lava und so)
    Wie gesagt nix Neues, und was die Bewertung von Welt angeht, auch das steht schon in der Schrift.
    Und dass selbige Welt todkrank, „verloren“ ist, auch das lässt sich da schon nachlesen.
    Genau deshalb ist Christus ja gekommen und hat so gelitten!
    Trotzdem haben wir nur dies Erde und diese Welt und naja ganz so schlimm, wie Sie schreiben, ist es auch nicht.
    ja ich seh das auch so, dass viele der Verrückten die Dinge klarer sehen als viele der sogenannten Normalen (das sagt auch Manfred Lütz in seinen Büchern „Bluff“ und „Irre“).
    Aber pauschalisieren kann man das nicht und so differenziert die Sache mit dem Gesundheitswesen zu betrachten ist, es ist andererseits auch wieder gut, dass es das gibt.

    Nur brauch ich deshalb keine Visonen und schamanische Praktiken

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    • Wenn Sie meinen, so schlimm wie ich schreibe, sei es nicht, dann können Sie halt die wirkliche Wirklichkeit nicht erkennen – aus Gründen der inneren „Abtrennung“ vom höheren, wahrhaft ERKENNENDEN Bewußtsein. Um dorthin gelangen zu können, muß der „Schutzmechanismus“ der Kindheit überwunden werden: das „automatische“ Verdrängen / Ausblenden / Umdeuten / Beschönigen. Das geht schleichend über bis zum typisch neurotischen „Abwehr- / Vermeidungsverhalten“ – um „unbequeme“ Wahrheiten nicht erkennen zu müssen. Wahrheiten, die ein kindliches / unreifes Bewußtsein überfordern könnten.
      Um diesen automatischen Mechanismus auszuschalten und VOLL BEWUSST zu werden, müssen Sie selbst ihrem Bewußtsein glaubhaft vermitteln, daß Sie dazu bereit und fähig sind. Und der beste Beweis für Ihre Fähigkeit ist, sich der ANGST – bzw. dem „Unbekannten“ – mutig zu stellen. Wenn Sie DIE Kraft aufbringen, öffnet sich quasi ein „Relais“ und gibt FREI, was Ihnen bis dahin verschlossen war: Die WIRKLICHE Wirklichkeit, die GANZE Wahrheit.

      In diesem höheren Bewußtsein, dem evolutionsgemäß WAHREN Erwachsenen-Bewußtsein leben die allermeisten Menschen der zivilisierten Gesellschaft NICHT. Nicht regelhaft. Diese Menschen haben ihre wahre Heimat, ihren Ursprung, NOCH nicht gefunden; sind noch nicht bei sich selbst – in ihrem WAHREN SELBST – angekommen.

      Die Bibel aber sagt, daß wir dort WOHNEN und von dort aus HERRSCHEN sollen – über unser Leben (in der „Materie“).

      Fragen Sie sich mal ernsthaft selbst, was Sie noch fest- / zurückhält. Fragen Sie ihr (Unter-)Bewußtsein nach Ihrer wahren Identität, nach Ihrem Potenzial, nach dem „Sinn“ – oder was auch immer. Zeigen Sie Ihrem höheren (Bewußt-)Sein, daß Sie ein ehrliches, aufrichtiges Interesse an sich selbst, an Ihrem wahren Sein, an der tiefsten / höchsten Wahrheit haben und ALLES erfahren möchten. Meditieren Sie damit. Legen Sie sich mit diesen Gedanken schlafen. Erfahrungsgemäß bekommen Sie Antwort.

      Alles Gute!

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  2. Simone Meier sagt:

    Sehr geehrter Herr Heuer,

    zunächst einmal habe ich Sie nicht verurteilt, sondern nur Ihren Kommentar meinerseits kommentiert. Des Weiteren habe ich lediglich ein Zitat Ihrer Website erörtert. Ich kenne Sie als Person nicht und kann und werde Sie nicht verurteilen. Es tut mir sehr leid, wenn Sie sich von mir verurteilt vorkommen. Das ist und war nicht meine Absicht. Vielleicht habe ich mich etwas unglücklich in meinen Ausführungen ausgedrückt. Dafür entschuldige ich mich.

    Jetzt aber zu Ihrem Statement:

    Nein, ich habe keine Angst vor den von Ihnen angeregten Gedanken oder allgemein Fragen zu stellen. Im Gegenteil. Ich war selbst in diesem Glaubensgut beheimatet und kenne Ihre Ausgangsposition deshalb nur zu gut. Weshalb aber bitte soll ich zu etwas zurückkehren, das mich weder glücklich gemacht hat noch einen andere Menschen meiner Umgebung? Ich spüre jetzt Frieden und Heil. Damals spürte ich nur Unfriede, Unzufriedenheit und ein ständiges Streben nach dem Höheren Selbst, wie es in dieser Szene so schön genannt wird. Überhaupt haben gerade Esoteriker oft Probleme mit der Nächstenliebe, wenn etwas gegen ihre Meinung gesagt wird … Ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt herzensgute Menschen mit einem aufrichtigen Herzen selbstverständlich auch in dieser Szene. Dennoch fällt gerade bei Esoterikern auf: Sie sind ständig auf der Suche, obwohl Sie selbst „predigen“, schon angekommen zu sein … Ich habe übrigens auch keine Angst vor Fragen. Im Gegenteil. Mein Fragen hat mich heute dahin gebracht, wo ich heute stehe. In einem Punkt haben Sie recht: Ich spüre tatsächlich eine Tendenz in mir. Und zwar die, die Geister zu prüfen. Ich verwerfe das von Ihnen Geschriebene aus dem Grund, weil ich diesem „Sumpf“, wie ich Ihn heute benennen möchte, entwachsenen bin. Und ich fühle mich JETZT glücklich. Damals war ich unglücklich und unzufrieden. Und wenn Sie sich wohlfühlen mit Ihrer Lehre (darf ich das so schreiben, ich will Sie nämlich nicht beleidigen, wirklich nicht), dann ist das doch in Ordnung. Sie müssen doch keine andere Meinung annehmen. Keiner zwingt Sie doch dazu, oder?

    Zu Ihren genannten Punkten mit der Liebe:

    Eben, es heißt:

    Du sollt den Herrn deinen Gott lieben (ein Gegenüber also)
    Du sollst deinen NÄCHSTEN lieben wie dich selbst (also wieder ein Gegenüber)
    Du sollst deine Feinde lieben (und wieder haben wir ein Gegenüber)

    Was habe ich also nicht verstanden? Ich habe doch geschrieben, dass es ein Hauptcharakteristikum der Liebe ist, ein Gegenüber zu lieben. Selbstverständlich dürfen wir uns auch selbst lieben. Schließlich hat Gott uns nach seinem Ebenbild gemacht. Es spricht nichts dagegen. Aber EGOismus ich auch etwas anderes als eine gesunde Selbstliebe, die niemals EGOistisch sein sollte. EGOistisch kann übrigens auch sein, anderen meine Meinung aufzwingen zu wollen und wütend zu werden, wenn diese eine andere Meinung vertreten. Und nachsichtig mit sich selbst und seinen Fehlern zu sein, dagegen haben auch Christen nichts. Im Gegenteil. „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünden, so verführen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns“ (1. Johannes 1,8) Selbstverständlich sollen wir uns in unserer Schwachheit annehmen, denn gerade in unserer Schwachheit ist er starkt. Aber ein Streben zu einem göttlichen Höheren Selbst ist ja genau das Gegenteil. Hier will man sich ja nicht schwach annehmen, sondern göttlich werden. Und das ist im Übrigen die Ursünde gewesen. In einem Punkt gebe ich Ihnen aber schon recht: Nur, wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere lieben. Aber dieser Satz muss mit den richtigen Augen betrachtet werden, denn wie heißt es so schön in der Bibel: „Denn wessen das Herz voll ist, geht der Mund über“. Wenn das Herz voller Liebe ist, wird man sich selbst nicht hassen. Und wenn Gott mich so sehr liebt, dann darf ich mich auch selbst in und mit Liebe annehmen. Mit EGOistischer Selbstliebe hat das aber dennoch nichts zu tun. Wie gesagt. Das ist meine Meinung. Sie müssen diese nicht teilen.

    Aber gerne dürfen Sie sich in der Nächstenliebe gleich mal bei mir üben 😉

    Gottes reichen Segen für Sie (damit meint ein Christ, dass er Ihnen nur das Allerbeste wünscht)

    Simone Meier

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  3. Uli sagt:

    Die Menschen brauchen keine neuen Erscheinungen, Visionen usw. weil alles bereits in der Bibel steht.

    Ich frage mich, warum Menschen so sensationslustig sind.

    Viele Gläubigen kennen sich viel zu wenig in der Bibel aus (ich gehöre dazu) und wissen ja gar nicht, was da so alles drinsteht. Leute können uns veräppeln und wir merken es gar nicht,
    weil wir (viele) die Bibel kaum lesen. Zum eigenen Schutz vor sog. falschen Propheten,
    sollten wir wohl die Bibel besser kennen.

    Weiterhin haben die Jünger damals schon geglaubt, dass die zweite Wiederkunft von JESUS
    noch während ihrer Lebzeit passieren wird – noch bevor ihr Geschlecht vergehen wird.
    Jetzt sind es schon 2000 Jahre her und die zweite Wiederkunft ist noch nicht erfolgt, so wie wir uns sie vorstellen.

    Genau wie damals, als Mose so lange nicht mit den 10 Geboten vom Berg heruntergekommen ist und die „Gläubigen“ angefangen haben, das goldene Kalb zu verehren, ist es heute auch wieder.

    Die einen haben die Hoffnung schon aufgegeben und denken überhaupt nicht mehr an so eine Wiederkunft.

    Die anderen klammern sich an Erscheinungen, an Wunder, an Heilungen – weil diese
    auch eine Botschaft vom Himmel sein könnten – aber wohl nicht immer sind.

    Was ich auch sehr sehr wichtig finde, ist, dass Priester identisch sind –
    die WORTE plus ihr DENKEN plus ihr HANDELN müssen zusammenpassen.

    Je jesusähnlicher ein Priester ist, desto weniger jagen Menschen den „falschen Propheten“ nach.,

    Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag.

    Ulrike

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    • Guten Tag,
      im allgemeinen haben Sie recht mit Ihren Hinweisen.
      Allerdings hat der hl. Paulus in seinem Brief an die Thessalonicher bereits damals vor einer „Nah-Erwartung“ der Wiederkunft Christi gewarnt:

      “Laßt euch von niemandem irreführen, denn zuerst muß der Abfall kommen und der Mensch der Sünde offenbar werden, der Sohn des Verderbens… Erinnert ihr euch nicht, daß ich euch dies wiederholt gesagt habe, als ich bei euch war?” (2 Thess 2 ff)

      Damit ist bewiesen, daß die von „modernen“ Exegeten gerne aufgestellte Behauptung über die Naherwartungshaltung der frühen Kirche keineswegs allgemein zutrifft.

      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Uli sagt:

        Frau Küble, vielen Dank für diese Information.

        Wie oft habe ich schon mal auch im Beisein von „theologisch geschulten Menschen“
        dieses Thema angesprochen, aber noch niemals habe ich so eine beruhigende
        Antwort bekommen.

        Ulrike

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    • In des Menschen „Beziehung“ mit Gott ist es VORGESEHEN und SOLLTE regelhaft so sein, daß JEDER einzelne Mensch SEINE eigene „Erscheinung“ / „Offenbarung“ erlebt zum „Einstieg“ in die höhere Dimension des Seins / Lebens; vom KINDsein zum WAHREN ERWACHSENsein. Dazu gehört, daß Gott „ruft“ – im Bewußtsein des Einzelnen – und darauf ist zu antworten und der Weg „nach oben“ zu beschreiten, der „Aufstieg“ und möglicherweise ist das auch mit „auf den Berg gehen“ oder das „höhere Stockwerk aufsuchen“ oder mit „Himmelfahrt“ gemeint.

      Aber die Menschen sind über diese Dinge nicht informiert, nicht aufgeklärt – und vor allem die „Kirche(n)“ klären darüber nicht auf. Es sollten aber eigentlich die ELTERN oder sonstige nahestehenden Personen sein, die den Kindern schon diese Dinge vorleben und ungtereinander auch offen darüber reden, so daß die Kinder spüren, daß es zum Leben dazugehört, daß es üblich ist, darüber zu reden und, daß es WICHTIG ist für das Leben, für die – richtige, vollständige – Entwicklung.

      Ich kann mich erinnern, daß ich zur Zeit meiner Pubertät MEHRMALS meinen Namen rufen hörte, ohne einen Rufenden entdecken zu können. In einer GESUNDEN Gesellschaft – was die zivilisierte Gesellschaft nicht ist! – wäre ich über die Möglichkeit solcher Phänomene UND über ihre BEDEUTUNG aufgeklärt gewesen. So aber konnte ich es damals nicht deuten, und weil ich nicht antwortete, kam der Kontakt damals nicht zustande.

      Am tiefsten Punkt meiner schweren Krise 1987, im 41. Lebensjahr, am „Nullpunkt“, vernahm ich WIEDER eine Stimme. Diesmal konnte ich sie erkennen: Es war die Stimme meines zwei Tage zuvor durch Selbstmord verstorbenen Bruders. Und sie sagte etwas, das ich damals nicht verstand – deswegen bin ich der Meinung, daß der Inhalt nicht aus meinem Kopf stammte. Jahre später erst verstand ich den Sinn dessen, was seine Stimme mir gesagt hatte.

      Und seit ich mich ehrenamtlich in der Selbsthilfe-Bewegung „Psychiatrie-Erfahrener“ engagiere und mit vielen Hundert – wenn nicht über tausend – Betroffenen gesprochen habe, erkenne ich, daß etwa die Hälfte aller von „psychischer Störung“ betroffenen Menschen AUCH entweder Stimmen gehört haben oder „fremde Gedanken im Kopf“ oder „Visionen“ erlebt haben, symbolträchtige innere Bilder gesehen, „Erlösergedanken“ hatten oder konkret so etwas wie die Idee „Ich bin Jesus“ oder die „Braut Christi“ oder „Ich bin ein Engel“ oder ähnliche „Eingebungen“ / „Ideen“ mit religiösem / spirituellen Inhalt oder „touch“.

      Die Psychiater erteilen stur Diagnosen aus dem „schizophrenen Formenkreis“, „Psychose“ oder ähnliches – weil sie meinen, einen „religiösen Wahn“ zu erkennen.
      Da aber zeigt sich die geistig-seelische Störung des zivilisierten Menschen vor allem in den wissenschaftlich-schulmedizinisch denkenden Psychiatern, die im Bewußtsein von diesem Sektor der Wirklichkeit völlig abgetrennt sind und NULL Ahnung haben und entsprechend völlig widersinnig ihre Diagnosen stellen und diese Menschen kontraproduktiv psychiatrisieren und einem leidvollen Schicksal übergeben. Zwar werden aus Sicht der Psychiater und der vom wissenschaftlichen Weltbild geprägten Öffentlichkeit diese Menschen als „nicht normal“ oder als „verrückt“ gesehen / bezeichnet, aber aus Sicht des GANZheitlichen Weltbildes sind die Psychiater die „Irren“.

      Wenn man in einer normal irren Gesellschaft „verrückt“ wird, ist das ein Schritt zur absoluten Gesundheit.
      Die zivilisierte Gesellschaft ist schwer krank. Die große Mehrheit – auch wenn die Menschen (noch) keine Diagnose haben, wenn sie noch arbeitsfähig sind und völlig NORMAL erscheinen, sind schon allein durch ihr Hineingeborenwerden in diese Gesellschaft Opfer der „Kollektiven (Zivilisations-)Neurose“, der „Krankheit der Gesellschaft“. Es ist dieselbe, von der die Menschen befallen waren, die um das „Goldene Kalb“ tanzten (Mose). Und dieselbe, auf die Jesus hinwies mit den Worten „…denn sie wissen nicht, was sie tun“.
      Dieselbe, von der Kain befallen und beeinträchtigt war, als er seinen Bruder Abel tötete.
      Dieselbe, über die im Johannes-Evangelium steht: „…hat ihre Augen verblendet und ihre Herzen verstockt, auf dass sie nicht sehen und ich sie heile“.

      Jesus hat diese Krankheit damals nicht geheilt – und hätte sie auch nicht heilen KÖNNEN; denn dazu bedarf es ZWEIER Faktoren:
      1. der heilenden KRAFT (die ist immer da – allgegenwärtig)
      und
      2. das SICH-ÖFFNEN desjenigen, der geheilt sein/werden will.

      Es ist FALSCH, ein IRRTUM / eine LÜGE, Menschen glauben machen zu wollen, JESUS würde wiederkommen und würde hier auf Erden „alles richten“. Er wird nicht „kommen“ – denn er – das CHRISTUS-Bewußtsein, das göttliche (Bwußt-)Sein ist SCHON DA, ist schon in jedem Menschen als höheres Bewußtsein (zunächst noch „das Unbewußte“) latent vorhanden, als ruhende Kraft, als Potenzial.
      Das einzige, was noch zu tun bleibt, ist das Sich-hinwenden, Sich-öffnen, EINlassen, ZUlassen, der alles heilenden Kraft; sich im Bewußtsein wandeln – VER-wandeln – in DIE Qualität / Schwingung, die die Schwingung des höheren, göttlichen, universellen, Bewußtseins ist.

      Weder Gott noch Christus noch der Heilige Geist werden sich in die „niedere“ Schwingung / Qualität verwandeln, um unglückliche Menschen „hier unten“ glücklich zu machen oder ihre Krankheit(en) zu heilen. Niemals! So „funktioniert“ das nicht!
      Der MENSCH ist gefordert, sich in die höhere Schwingung / Qualität zu verwandeln, um des Glücklichseins und Gesundseins teilhaftig zu werden.

      Wer etwas anderes glaubt, hat das – höchste – Prinzip noch nicht erkannt, noch nicht verstanden – befindet sich gewissermaßen (noch) in einem „Kinder“-Glauben. Und so ein Glaube trägt nicht! Denn dieser Glaube ist ein Konstrukt des IRDISCHEN, materie-orientierten, Bewußtseins. Der WAHRE, wirklich wirksame, wahrhaft tragende, Glaube ist der aus dem GÖTTLICHEN, nicht-materie-orientierten Bewußtsein.

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      • Ester sagt:

        Junge Junge, so ehrenvoll ihr Engagement ist, so sehr ist doch zwischen Einbildung und Echtheit zu unterscheiden.
        Es ist in der Tat so, dass viele der Schamanen und Medizinmänner der Druiden u.ä. Leute waren, die einfach nicht normal waren, also eine Behinderung hatten.
        Nachzulesen bei dem keinerlei katholischer Regungen zu verdächtigenden Hans-Peter Dürr in „Traumzeit“.
        Viele einfache Kulturen hielten psychisch Kranke für des Kontaktes mit den Göttern fähig.
        Nur: so sehr heutzutage die Achtung vor der Würde der Kranken fehlt, so sehr gilt für Christen: schamanische Praktiken sind nogo.
        Ja, mein lieber, der ganze Kram funktioniert (da wo er keine Scharlanterie ist), aber es ist untersagt. Steht schon im AT und wird im NT nicht aufgehoben.
        So erkennen die bösen Geister Christus als den Messias und bezeugt die hellsehende Sklavin in Tessalonich Paulus als Gesandten des Höchsten Gottes.
        Aber wie gesagt, damit sollen wir nix zu tun haben. Punkt.

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      • „Junge Junge, so ehrenvoll ihr Engagement ist, so sehr ist doch zwischen Einbildung und Echtheit zu unterscheiden.“:

        Worauf soll sich das beziehen?
        Ich bitte um Beispiel(e).

        *
        „Es ist in der Tat so, dass viele der Schamanen und Medizinmänner der Druiden u.ä. Leute waren, die einfach nicht normal waren, also eine Behinderung hatten.“:

        Au weia!
        „Normal“ ist eine zivilisatorische Kategorie, kommt von „Norm“, und sollte man auf Menschen besser nicht anwenden. Wer die Wahrheit kennt, der weiß, daß die „Normalität“ der zivilisierten Gesellschaft krank und krankmachen ist. Hier sind die „Normalen“ die Irren.

        *

        Die Geschichte ist „geklittert“. Man weiß das. Genau genommen ist ALLES in der zivilisierten Gesellschaft „geklittert“ – denn die jeweiligen Mehrheiten und vor allem die „Großkopferten“ /und „Wissenschaftler“ sind befallen und beeinträchtigt von der „Kollektiven Neurose“. Das weiß ich nicht aus Büchern, sondern aus dem LEBEN.

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  4. Ester sagt:

    Also die Sache mit den Privatoffenbarungen ist bekanntlich so, selbst wenn sie anerkannt sind, muss ich nicht dran glauben. Ich kann z.B gut katholisch sein, wenn ich behaupte, die Erscheinungen von Fatima seien „Spiegelungen aus der Innenwelt von Kindern“.
    Die Kirche sagt dann eigentlich nur, das was der angeblich von der Erscheinung erfahren hat, das widerspricht nicht der kirchlichen Lehre! Damit kann keine Offenbarung was offenbaren, was man nicht eh schon weiß!
    Dann es ist ein großer Fehler vieler Frommer, sich selber nicht zu lieben, wobei das was anders ist als Egoismus.
    Es ist zwar einer der Gipfel christliche Existenz, sich beim Dienst am Nächsten „zu verzehren“, aber das funktioniert nicht, wenn man sich selber hasst. (Das nur nebenbei)

    Zu Lourdes z.B ist zu sagen, das ist ein wundervoller Ort, ein sehr friedlicher, erfüllter Ort, obwohl oder weil es dort von Kranken nur so wimmelt. Aber spirituell geht es in Lourdes um die Taufe, das Neugeborenwerden aus dem Wasser, die „Erneuerung“ der Taufe , und nicht um die Erscheinung, die ist sozusagen nur Aufhänger.
    Es werden dort beständig irgendwo Messen gefeiert, das Allerheiligste angebetet und so weiter.
    Es wird auch mit dem Lourdeswasser sehr sorglos umgegangen, das lässt sich dort aus einer Leitung mit ganz normalen Wasserhähnen zapfen und fliest einfach in einen Abfluss.
    Wenn man das vergleicht mit nicht anerkannten Erscheinungsorten, dann spürt man schon den Unterschied, obwohl die Leiter diverser „Gebetsstätten“ (was ja die meisten nicht anerkannten Erscheinungsstätten geworden sind) sich sehr mühen, die Leute weg von den Erscheinungen zu bringen.

    Die Seherin Anna Katharina Emmerich vergleicht irgendwo das, was sie schaut, mit einem Hemd. Das was sie dann wiedergibt, sieht sie auch als Hemd und ist völlig von den Socken, wie schlampig und auch teilweise verkehrt das Hemd geworden ist.
    Ich denke, das ist ein prinzipielles Problem mit der Seherei. Man sieht etwas, was nicht von dieser Welt ist und hat nur die Worte dieser Welt, es zu beschreiben und so muss es notwendig verkehrt werden.
    So als ob man in der Sprache der Mathematik übers Kuchenbacken reden wolle.

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  5. „Wir brauchen keine Visionen und Neu-Offenbarungen, keine “himmlischen” Botschaften, keine Jenseits-Auskünfte …“:

    Doch! JEDER einzelne Mensch sollte die Offenbarung selbst, im eigenen höheren / göttlichen Bewußtsein erleben. JEDER sollte in das höhere, göttliche, FEINstoffliche, Bewußtsein aufsteigen und über das GROBstoffliche hinauswachsen / aufsteigen. DARIN besteht das Vorbild des Jesus, dem JEDER von uns NACHFOLGEN sollte. Denn nur DANN ist der Mensch WAHRHAFT erwachsen, nur DANN ist er GANZ und HEIL. Nur DANN ist er fähig, die wirkliche Wirklichkeit zu erkennen und nur DANN weiß jeder, worum es geht und, was zu tun ist.

    Die umfassende, tiefgreifende, schwerwiegende, Kritik des Jesus an seinem damaligen größeren „Umfeld“ verdichtet sich in dem Satz „…denn sie wissen nicht, was sie tun“. Und das wissen noch immer nicht!
    Es ist sogar seitdem noch schlimmer geworden mit der Krankheit, auf die Jesus damit aufmerksam gemacht hat – die „Kollektive Zivilisations-Neurose“.

    Die Möglichkeit der grundlegenden Heilung bestand damals und besteht auch heute für jeden Einzelnen, auch unabhängig vom Kollektiv.

    Es bedarf nur des Mutes (der Liebe), zur Erkenntnis der Wahrheit – der EIGENEN Wahrheit vor allem!

    *

    „…denn wir haben durch Bibel und Tradition, Sakramente und Lehramt der Kirche bereits alles, was wir für unser ewiges Heil benötigen.“:

    Ein schwerwiegender, fataler, Irrtum!
    Aus diesen „Quellen“ läßt sich nicht das schöpfen, was der Mensch braucht. Jeder Mensch braucht für die Erfüllung seiner selbst die Anbindung an das göttliche (Bewußt-)Sein – und das ist nur herzustellen durch den Aufstieg vom GROBstofflichen Bewußtsein („Niederes Selbst“ / „Ego“ zum FEINstofflichen Bewußtsein, dem „Höheren / wahren Selbst“. DAS ist die wahre Identität des ERWACHSENEN.

    Die Kollektive Zivilisations-Neurose jedoch, von der zunächst mal ALLE Menschen befallen und beeinträchtigt werden, die in der zivilisierten Gesellschaft sozialisiert werden und von der nur ca. 0,1% wahre Heilung anstrebt / findet, verhindert den Aufstieg, verhindert das WAHRE Erwachsenwerden, verhindert das regelhafte Gesundsein ebenso wie das bedingungslose Glücklichsein. Mehr und mehr Unglücklichsein und auch ganz konkrete psychische und psychosomatische Störungen zeigen deutlich, daß die zivilisierte Gesellschaft auf dem falschen Weg ist. Obwohl die Lehre des Jesus Christus EIGENTLICH eine Lehre der HEILUNG ist – oder zumindest anfangs WAR – aber sie wurde verfälscht, falsch verstanden und falsch vermittelt und hat so ihre Wirkkraft eingebüßt.

    Grob geschätzt 99,99 % der Menschen der zivilisierten Gesellschaft verstehen die WICHTIGEREN Aussagen der Bibel nicht; DIEjenigen vielen Aussagen, die NICHT in Worten in der Bibel zu finden sind, sondern in den Symbolen der bildhaften „Sprache Gottes“, die nur dem EINGEWEIHTEN erkennbar und verstehbar ist. Diese Einweihung wird aber nicht von der Kirche gewährt / durchgeführt, sondern ist eine Angelegenheit zwischen Gott und dem einzelnen Menschen. Und um die „Zeichen“, die die Bereitschaft dazu ankündigen, richtig deuten zu können, brauchen die jungen Menschen VOR Beginn der Pubertät die wahrheitsgemäße Aufklärung, dann Anleitung und Begleitung auf dem zu gehenden Weg.

    DAS wiederum kann von ca. 99,99 % der „erwachsenen“ Menschen der kranken zivilisierten Gesellschaft nicht geleistet werden. Weil sie davon durch die Entwicklungen der letzten Jahrhunderte / Jahrtausende weitestgehend ENTFREMDET wurden.
    Rom hat dazu in Germanien, bei unseren Vorfahren, einen ganz wesentlichen Beitrag geleistet.
    Wir wurden quasi „spirituell kastriert“.
    Aber selbst DAS ist grundlegend heilbar. Durch die Kraft, die ALLES heilt: Die universelle (Bewußtseins-)Energie, Lebens-Energie, die spirituelle Liebe.

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    • Simone Meier sagt:

      Du meine Güte, ein „christlicher“ Esoteriker meldet sich zum Thema zu Wort. Wenn ich nicht selbst aus diesem Sumpf entwachsen wäre, liefe ich vielleicht Gefahr, dieses Statement ernst zu nehmen. Unserem Herrn Jesus Christus sei dank, dass er mir den Schleier der Verwirrung wegnahm. Gelobt sei Jesus Christus. Herr Heuer, bitte entschuldigen Sie diese Theatralik, aber Ihre Ausführungen muten derart esoterisch-wahnwitzig an, dass man meinen könnte, man lese einen Sciencefiction-Energiebewusstseins-Hightech-Roman. Und ich weiß, von was ich rede, denn ich steckte einst selbst in genau jenem Schwingungslichtkörpersumpf fest und wurde von unserem Herrn Jesus dank eines „Befreiungsschlages“ von derartigen Irrlehren befreit. Selbstverständlich dachte ich, die Wahrheit gepachtet zu haben. Und nein. Heute denke ich das nicht mehr. Heute weiß ich, dass ich selbst aus mir heraus gar nichts weiß. Jesus Christus ist im Übrigen nicht irgendein feinstoffliches Lichtkörperwesen mit einem Meistertitel, sondern vielmehr Gott selbst, der aus Liebe zu seinen Kindern Mensch wurde. Bitte seien Sie jetzt mal ganz ehrlich zu sich selbst: Glauben Sie allen ernstes, spirituell erwachsen zu sein. Glauben Sie wirklich dieser „Leben und Lehren der Meister im Fernen Osten“-Manie? Glauben Sie zudem wirklich ernsthaft, all die großen Theologen, Kirchenlehrer und -väter hätten sich geirrt? Und mit einem Blick auf Ihr eigenes Leben: Fühlen Sie sich wirklich schon angekommen oder schreit da nicht doch noch ein Sehnen in Ihrer Seele nach einem Frieden, den die Welt nicht geben kann? Es ist nur unser Herr Jesus Christus, der Ihnen diesen Frieden geben kann. Nicht, weil Sie spirituell erwachsen wären, sondern allein aus Gnade. Nehmen Sie seine Hand und bitten Sie ihn, Sie aus diesem Esoteriksumpf zu ziehen, der Ihnen niemals wahren Frieden schenken wird. Bitten Sie ihn, Ihnen die Augen zu öffnen und Sie auf den wahren Weg zu setzen. Er hört und erhört jedes Gebet. Zwar nicht immer nach unserem Willen, aber er antwortet auf seine Art auf jedes Gebet. Klopfen Sie an seine Tür. Er wird aufmachen.

      Herzliche Grüße

      Simone Meier

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    • Simone Meier sagt:

      Ich möchte noch einen kleinen Zusatz schreiben. Ich habe mir gerade Ihre Website angeschaut. Sie schreiben: „Das höchste mir derzeit erkennbare geistige Gesetz ist die bedingungslose Liebe – mir selbst und allem anderen gegenüber.“ Mir selbst? Ein Hauptcharakteristikum der Liebe ist, ein Gegenüber, also einen Mitmenschen zu lieben. Liebe zeigt sich im Hinwenden zum DU, nicht im Blick auf das ICH. Erst, wenn ich liebevoll auf mein Gegenüber blicke, kann ich wirklich lieben. Denn Lieben kann man nun mal nur ein Gegenüber. Alles andere ist Egoismus. Weiter schreiben Sie allem anderen gegenüber. Allem anderen? Menschen sind personelle Wesen. Sie degradieren sie zu seelenlosen Sachgegenständen oder beziehen sich tatsächlich auf materielle Manifestationen. Weiter schreiben Sie: „Aber wenn ich versage, schwach bin und es im Einzelfall nicht schaffe, nehme ich mich und mein niederes Selbst (Ego) auch damit liebevoll an und bleibe dennoch bemüht, es weiter anzustreben und beim nächsten Mal erneut wieder zu versuchen, aus der Haltung der bedingungslosen Liebe zu denken und zu handeln.“ Sie stellen hier im Grunde Ihren Egoismus zur Schau. Mit keinem Wort werden hier die Bedürfnisse eines Gegenübers thematisiert. Es geht ausschließlich um Ihr Ego. Typisch übrigens für esoterische Lehren. Mir soll es gut gehen. Wie es dem anderen geht, ist erst mal zweitrangig. Mit der christlichen (Nächsten-)Liebe hat das rein gar nichts zu tun.

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      • „Mir selbst? Ein Hauptcharakteristikum der Liebe ist, ein Gegenüber, also einen Mitmenschen zu lieben.“:

        „Liebe Gott, deinen Herrn, …“;
        „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“;
        „Liebe deine Feinde…“

        Insofern haben Sie, liebe Simone Meier, die Lehre des Jesus Christus offenbar noch nicht richtig verstanden.
        Da ich mich seit der betreffenden Erkenntnis in der Hauptsache als das göttliche Bewußtsein in mir verstehe, als das „Höhere / wahre Selbst“, das „Christus-Bewußtsein“, sind die o.g. Gebote AUCH anzuwenden auf die Beziehung zwischen dem „Höheren / wahren Selbst“ und dem „Niederen Selbst“ / „Ego“.

        Und da die Natur des „Höheren Selbst“ die göttliche bedingungslose Liebe ist, ist auch das „Ego“ – wie ALLES Sein, nach bestem Vermögen bedingungslos zu lieben.

        Statt so massiv zu unterstellen, zu beschuldigen, zu verurteilen, sollten Sie bestrebt sein, mehr und besser zu verstehen. Und dazu müßten Sie FRAGEN, in die Haltung des „inter esse“ gehen. Das können Sie aber nicht, wenn Sie in der Haltung sind, die Sie mir und meinen Darstellungen gegenüber schon vorurteilsgelenkt eingenommen haben.

        Daraus meine ich zu erkennen, daß Sie – noch – von der zivilisationsgesellschaftlich kollektiven komplexen Störung behaftet sind, die – in der Soziologie als „Kollektive Neurose“ bekannt – von mir die „Kollektive Zivilisations-Neurose“ genannt wird. Die besteht aus einer ganzen Reihe von einzeln benennbaren Störungen, denen die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens erliegen – natürlich ohne sich dessen bewußt zu sein oder später bewußt zu WERDEN – weil diese Kollektive Neurose die „Grundlage“ dessen ist, was als unsere – vermeintliche / angebliche – „Normalität“ aufgefaßt wird.(…)
        „Prüfet alles – und das Gute behaltet“. Das habe ich getan – und tue ich noch immer. Sind Sie in der Lage zu prüfen?
        Oder spüren Sie eine Tendenz in sich, zu verwerfen, was ich schrieb?Oder zu verdrängen? Spüren Sie evtl. gar ANGST vor dem einen oder anderen Gedanken?
        Das wären ernst zu nehmende Hinweise auf die Störung.
        Grundlegende Heilung ist immer möglich. Auch und vor allem unabhängig vom Kollektiv, in jedem Einzelfall. Voraussetzung ist der Mut zur – vor allem eigenen – Wahrheit.

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    • Anonymous sagt:

      War es nicht Uriella, die mit einem Kochlöffel in der gefüllten Badewanne gerührt hat, um das Wasser mit kosmisch feinstofflicher Energie aufzuladen?

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  6. Simone Meier sagt:

    Vielen Dank für diesen wirklich sehr interessanten Beitrag. Allerdings kommt mir auch gleichzeitig eine Frage in den Sinn. Ist es nicht so, dass auch Fatima, Lourdes und andere Marienerscheinungsorte von Offenbarungen geprägt sind und diese von der katholischen Kirche nicht nur anerkannt, sondern als Glaubensvertiefung erlaubt und teilweise sogar empfohlen sind? Ich kann Ihre mahnenden Worte nur unterstreichen: In der Tat gibt es gerade in den heutigen Tagen viele Wunder- und Offenbarungssüchtige. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass einzelne Personen durchaus Offenbarungen erhalten, die von Gott sind. Ob dabei JEDE Offenbarung immer von Gott ist, das würde ich bezweifeln, denn auch die Heiligen haben sich ja nie getraut, eindeutig sagen zu können, dass alle ihre Einsprechungen zweifelsfrei von Gott kommen. Deshalb sollten „Seher“ oder mystisch begnadete Personen ja auch immer einen Seelenführer haben und ihre Charismen unter das Lehramt der Kirche stellen, so wie es der Vatikan vorschreibt. Die Charismen müssen geprüft werden und dürfen niemals als wichtiger erachtet werden als das Lehramt der Kirche. Alle Offenbarungen müssen also geprüft werden. Und ja: Leider, leider wandern immer wieder nicht geprüfte Offenbarungen in die Hände der Gläubigen, da es ja mittlerweile erlaubt ist, auch ungeprüfte Offenbarungen publizieren zu dürfen, die der Lehre der Kirche nicht widersprechen. Wobei diese Offenbarungen ja noch in Ordnung sind. Problematisch wird es bei Offenbarungen wie „Die Warnung“, von der vonseiten der Kirche sogar gewarnt wird. Dennoch schenken viele Katholiken diesen Irrlehren Glauben. Schade.

    Herzliche Grüße

    Simone Meier

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    • Guten Tag, Frau Meier,
      Ihre Frage liegt in diesem Zusammenhang natürlich nahe – und indirekt habe ich den Einwand im Artikel aufgegriffen, weil dort ja steht, daß der hl. Johannes in seiner Argumentation eben stark auf „Nummer Sicher“ ging.
      Er wollte damit keineswegs ausschließen, daß es „echte“ Erscheinungen geben kann (diese sind ja in biblischer Zeit durchaus vorgekommen, wenngleich selten, etwa bei den Makkabäern oder bei der Verklärung Christi auf dem Berg Tabor), sondern es ging dem Kirchenlehrer um das Problem der Unterscheidung:
      Die Trennlinie zwischen echten und unechten Erscheinungen kann so „knapp“ sein („haarscharf daneben“), daß man gut daran tut bzw. nichts falsch machen kann, von vornherein davon die Finger zu lassen – denn selbst wenn eine Vision wirklich „von oben“ käme, so ist sie ja für das Christenleben und für das ewige Heil ohnehin nicht „nötig“.
      Also geht man nur dann in diesem schwierigen Bereich null Risiko ein, wenn man grundsätzlich alle Erscheinungen bzw. Visionen etc. „flieht“.
      Nun hat die Kirche tatsächlich einige wenige Erscheinungen anerkannt (die Rate liegt übrigens unter 1% aller gemeldeten Privatoffenbarungen). Zu bedenken ist aber, daß sich das Buch des hl. Johannes vom Kreuz an den einzelnen Leser richtet, nicht an die Kirche als „Institution“.
      Zudem bedeutet eine kirchl. Anerkennung lediglich eine Genehmiung nach dem Motto: Es steht dem nichts entgegen (daran zu glauben). – Eine Verpflichtung ist damit nicht verbunden, auch keine amtlich-verbindliche Empfehlung im Sinne eines „Du sollst“ – es bedeutet vielmehr: „Du darfst“ oder „Du kannst“.
      Im Weltkatechismus heißt es daher, daß auch anerkannte Erscheinungen nicht zum „Glaubensgut“ der Kirche gehören, sie sind also nicht Gegenstand amtlicher Verkündigung.
      Wie kompliziert die Angelegenheit mit den „Privatoffenbarungen“ ist, zeigt zudem die Tatsache, daß sich diesbezüglich sogar Heilige geirrt haben, darunter z.B. die Kirchenlehrerin Katharina von Siena, die damals im Hochmittelalter behauptet hatte, die Gottesmutter Maria sei keineswegs „unbefleckt empfangen“, das habe sie per Erscheinung von ihr erfahren.
      Nun war die Immaculata damals noch kein Dogma, sondern zwischen den theologischen Schulen (zumal den Dominikanern und Franziskanern) heiß umstritten. Das Problem besteht also nicht darin, daß die hl. Katharina sich hier theologisch geirrt hat (das tat insoweit bekanntlich sogar der große Thomas von Aquin), sondern daß sie ihren Irrtum auf eine Marienerscheinung zurückführte. Diese kann demnach nicht von oben gekommen sein, was natürlich im nachhinein klar wurde, spätestens seit Verkündigung des Immaculata-Dogmas.
      Also wenn selbst Heilige einer Täuschung anheimfallen können, dann zeigt dies nur, daß die eindringlichen Mahnungen des hl. Johannes vom Kreuz nicht von ungefähr kommen.
      Herzlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      PS: Ja, leider ist es 1966 erlaubt, Schriften über „Privatoffenbarungen“ auch ohne kirchliche Genehmigung (Druckerlaubnis) zu veröffentlichen – und seitdem haben wir es mit einer wahren Flut von Schwärmer- und Erscheinungsliteratur zu tun, wodurch viele Gläubige theologisch und spirituell auf Abwege geraten: sie ersetzen den Glauben durch den Aberglauben, ohne dies zu bemerken. Verhängnisvoll und tragisch!

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      • Simone Meier sagt:

        Hallo Frau Küble,

        vielen lieben Dank für Ihre Stellungnahme. Ich pflichte Ihren genannten Punkten sowie Ihrer Warnung, auf Nummer Sicher zu gehen, bei. In der Tat finden wir alle wichtigen Offenbarungen und Weisungen in der Bibel. Uns ist alles gesagt worden, was wir brauchen, um als Christen leben zu können. Zudem haben wir den Heiligen Geist, der uns führt und leitet. Wir brauchen keine zusätzlichen Offenbarugnen, um noch bessere Christen sein zu können. Überhaupt ist Vorsicht geboten, der Bibel etwas hinzufügen zu wollen, denn: (Zitat Offenbarung 22,18) „Ich bezeuge jedem, der die prophetischen Worte dieses Buches hört: Wer etwas hinzufügt, dem wird Gott die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht. 19 Und wer etwas wegnimmt von den prophetischen Worten dieses Buches, dem wird Gott seinen Anteil am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, von denen in diesem Buch geschrieben steht. 20 Er, der dies bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. – Amen. Komm, Herr Jesus! 21 Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!“

        In diesem Sinne: Vielen Dank für Ihr Statement und Ihre warnenden Worte, die in den heutigen Tagen unbedingt ausgesprochen werden müssen, denn viel zu viele Christen gehen mit Privatoffenbarungen zu arglos um und stellen diese sogar über das Lehramt und die Heilige Schrift. Zudem interpretieren sie diese auch noch munter mit eigenen Meinungen getränkt und kommunizieren diese dann auch noch. Herauskommt meist eine Droh- aber ganz bestimmt keine Frohbotschaft. Leider!

        Möge Gott jeden Leser segnen, ihm ein verständiges Herz und SEINE Wahrheit ins Herz legen. Möge uns unser Herr Jesus Christus mit seinem Heiligen Geist salben, dass wir stets auf rechten Pfanden wandeln. Amen

        Die besten Grüße und Gottes reichen Segen wünscht

        Simone Meier

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      • „Möge Gott jeden Leser segnen, ihm ein verständiges Herz und SEINE Wahrheit ins Herz legen. Möge uns unser Herr Jesus Christus mit seinem Heiligen Geist salben, dass wir stets auf rechten Pfanden wandeln. Amen

        Auch in diesen Worten zeigt sich der/das Irrtum.
        „Möge“ ist überflüssig!
        Alles ist schon da!

        Es geht nur noch darum, dass die Menschen, die noch in diesem – niederdimensionalen – Bewußtsein / Denken gefangen sind, die – tiefere – Wahrheit ihres Seins erkennen, die WIRKLICHE Wirklichkeit, und die schon gegebenen Gaben, die „bereit liegenden Geschenke“, ANNEHMEN; daß sie – im Bewußtsein – dort hin gehen, wo diese Geschenke „lagern“. „In die oberen Stockwerke“, wie Jesus formulierte.

        *

        „…und Gottes reichen Segen wünscht…“:

        Wer so schreibt, hat NICHTS verstanden.

        Mag sein, daß manche Menschen wirklich „bibelfest“ sind und sich in der Schrift sehr gut auskennen, sehr gut zitieren können und auch Zitate zuordnen können, wo sie in der Schrift stehen. Dennoch wird es bei den meisten so sein, daß sie den tieferen Sinn weder wirklich verstehen noch ihn überhaupt erkennen.

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