Friedrich Klopstocks Ostergedicht: „Preis dem Todesüberwinder!“

Preis dem Todesüberwinder!

Sieh, ER starb auf Golgatha!

Preis dem Retter aller Sünder!

Was ER uns verhieß, geschah.

Laßt des Dankes Harfe klingen,

bis das Herz vor Freude bebt!

Laßt uns mächtig singen jenem,

der da starb und ewig lebt.

2. Überwunden, überwunden

hat der HERR der Herrlichkeit.

Sieh, ER schlummerte nur Stunden

in des Grabes Dunkelheit!

Singt dem HERRN,

singt Ihm mit Psalmen! 

Jesus Christus hat gesiegt!

Streut dem Überwinder Palmen,

die ihr bang und weinend schwiegt!

3. Ich will gerne hier noch wallen,

HERR, solange Du es willst.

Knieend will ich niederfallen,

flehn, bis Du Dich mir enthüllst.

Jetzt, da ich an Dich nur glaube,

seh ich dunkel und von fern,

ich, ein Wandrer noch im Staube,

Dich, die Herrlichkeit des HERRN.

4. Die Gemeinschaft Deiner Leiden

sei an mir hier stets zu sehn.

Schenke mir die Kraft beizeiten,

HERR, von Deinem Auferstehn,

dass ich mich schon hier recht willig

in der Sünde Tötung schick,

bis bei Dir mir einst auch völlig

wird zuteil mein ewges Glück!

 Friedrich Gottlieb Klopstock (1724 – 1803)


John Templeton, sein Buch und seine Stiftung für eine „humanistische“ Spiritualität ohne christliches Dogma

Von Christel A. Koppehele

Weltweit wachsen bedenkliche Tendenzen zum Synkretismus, also zur Religionsvermischung, zu einer Welteinheit der Religionen, von manchen auch als „Theologie der Demut“ schöngeredet.

Was ist das: eine „Theologie der Demut“?  –  Eine Ideologie im Gewand christlicher Versatzstücke?   –  Das Nähere wird uns in dem Buch “Die nächsten 40 Jahre  –  John Marks Templeton blickt in die Zukunft” erklärt. Templeton

Doch wer ist John M. Templeton?   –  Ein “Held der Wall-Street”, wie ihn seine Freunde nennen.  Ein evangelischer Presbyter, natürlich “Christ”.

Der mehrfache Milliardär und freimaurernahe Mäzen kann offenbar nicht nur in die Zukunft blicken, sondern war bemüht, diese auch kräftig mit zu gestalten, zu beeinflussen und in die “richtige Richtung“ zu lenken.

Jetzt allerdings nicht mehr auf dieser Welt: er verstarb  –  seine Stiftung hingegen lebt munter weiter und sie hat das gegründet, was John Templeton ein “Zentrum für Demutstheologie” nennt, das sich der Förderung wissenschaftlicher Forschung auf dem Gebiet der Spiritualität widmet; diese beruhe auf der offenen und ehrfürchtigen Haltung, die von neuen Entdeckungen der Wissenschaft unter Theologen und Wissenschaftlern hervorgerufen wurde (vgl. Seite 191).

Wir werden vielleicht den Beginn eines neuen Zeitalters (New Age) der “experimentellen Theologie” erleben, so der Autor, die zeigen könnte, „dass spirituelle Gesetze und universelle Prinzipien im Bereich des Spirituellen wirken, ebenso wie die Naturgesetze im Bereich der Materie wirken.”

Templeton prophezeit  eine neue Renaissance des menschlichen Wissens, da unsere religiösen Traditionen einer neuen Interpretation bedürfen  –  ein für  a l l e s  offenes Denken sei in der Zukunft gefragt. 

“Die Evolution unseres Universums erscheint unermesslich in der Planung, ist aber trotzdem seltsam experimentell und zögerlich, ein wirklich kreatives, in der Entwicklung begriffenes Werk. Ihr Endprodukt, wenigstens bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt, ist ein Wesen mit Bewusstsein und einem bemerkenswerten Gehirn, mit einem spirituellen Hunger nach Sinngebung und einer alles durchdringenden Zielstrebigkeit.” (S.190) 

 Er will sich “voller Demut” über alle Religionsstreitigkeiten hinaus mit allen Brüdern und Schwestern in der ganzen Welt um Versöhnung bemühen.  – U.R.I., also die United Religions Initiative lässt grüßen. Die schlußendliche Welteinheits-Kirche und -Religion des Völkerfriedens.  Wer’s glaubt…wird nicht selig. Die Wissenden lächeln demütig-gütig.

Die Fokolari-Gründerin Chiara Lubich erhielt den Templeton-Preis mit einer Million Dollar, desgleichen Mutter Teresa und der evangelistische Prediger Billy Graham, was seinerzeit zu Kritik im evangelikalen Spektrum führte.

Der „christliche Humanist“ John Templeton gibt folgende Unterweisung:

“Die uns angeborene Güte ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Existenz. Wenn wir diese Wahrheit begreifen, dann erfahren wir den Frieden des Himmels und der Erde und Gottes Gegenwart in uns (…) Liebe jeden Teil deines Wesens, die Gottheit in dir.“ (zitiert nach „Rom-Kurier“ Okt-Nov. 2003, Nr. 122) . – Klar, daß Jesus Christus als Erlöser dann überflüssig ist.  

Trotz des Schöpfers mitsamt seiner unvollkommenen Schöpfung ist aber klar von der „wissenschaftlichen“ Erkenntnis einer “Selbstorganisation des Kosmos” die Rede. Auch Darwin und seine Evolutionstheorie müssen nur noch etwas verwissenschaftlich werden für das erweiterte Bewusstsein heute.

Templeton schreibt (S. 181): “Aus Materie wurde Geist, der jetzt über seinen Ursprung nachdenkt.“ –  Teilhard de Chardin wird nicht erwähnt, aber genau dies ist ein Kernsatz der Philosophie dieses evolutionistischen Jesuiten-Forschers und Freimaurers. 


Osterjubel: Christus ermöglicht uns allen einen neuen Anfang!

Predigtimpulse von Prälat Dr. Peter von Steinitz (Münster):

„Am ersten Tag der Woche…“  –  Die Worte, mit denen der Bericht von der Auferstehung des HERRN beginnt, vermitteln spontan den Eindruck eines wunderbaren Neubeginns. „Das Alte ist vergangen…“ .

Und wie furchtbar war das „Alte“, das die Jünger und die heiligen Frauen mitgemacht haben; teils mit und teils ohne eigenes Verschulden.

Aber das ist eben die Art und Weise, wie Gott in seiner unbegreiflichen Güte mit uns Menschen umgeht. ER ist  –  völlig zu Recht  –  von uns Menschen oft maßlos enttäuscht. Würde ER uns vorrechnen, wo wir versagt haben, gäbe es kein Ende. Aber immer wieder zieht ER einen Schlussstrich und sagt: ‘Es ist alles vergeben und vergessen, machen wir gemeinsam einen neuen Anfang!’ CapellaSistina

Und so sehen wir, wie Jesus Christus, der eben noch in furchtbaren Peinen und Qualen untergegangen ist, buchstäblich „im Triumph aus dem Grabe ersteht“, wie das schöne Kirchenlied singt. ER ist nur strahlende Freude und Liebe.

Das Versagen der Jünger, immerhin seiner besten Freunde, die ihn im Stich gelassen, verraten und verleugnet haben, ist nun absolut kein Thema mehr. Als ER den Jüngern das erste Mal erscheint, sind sie hocherfreut, wundern sich aber gleichzeitig, dass der HERR auf ihr Versagen gar nicht, auch nicht andeutungsweise, zurückkommt.

Hier wie überall ist es so, wie Papst Franziskus es mehrfach zum Ausdruck gebracht hat: „Gott wird nicht müde, seine Barmherzigkeit zu erweisen“.   – Allerdings dürfen wir auch nicht müde werden, unsere Fehler zu bereuen und sein Erbarmen anzusprechen.

Wie ergreifend sind die Begegnungen des Auferstandenen mit den Menschen. Wem ist ER zuerst erschienen? Die Abfolge dürfte nicht zufällig sein. Da die Frauen im Gegensatz zu den Männern, die weggelaufen sind, treu bei ihm ausgeharrt haben bis unter das Kreuz, erscheint ER ihnen zuerst…

Dann erfahren auch die Männer von der Auferstehung: zuerst zwei der Apostel, nämlich Johannes und Petrus, danach die anderen. Johannes, weil er als einziger Mann bis unter das Kreuz bei ihm ausgeharrt hat  –  und Petrus, weil er der wichtigste ist  –  und es auch trotz seines Versagens bleibt, hat er doch an das Erbarmen Gottes mit seinen Tränen in so rührender Weise appelliert.

Wir sehen, alles hat auch für uns Vorbildcharakter. Die Größe des heiligen Petrus besteht gerade nicht darin, dass er besonders intelligent oder in der damaligen Gesellschaft gut vernetzt ist  –  oder darin, dass er besonders charakterfest ist.

Nein, Christus erwählt ihn zu seinem Stellvertreter, weil er, durch die Erfahrung der eigenen Schwäche gewitzigt, sich nicht auf sich selbst, sondern ganz auf den HERRN verlässt  –  und dadurch auch die Milde des HERRN ausstrahlen wird.

Johannes, der dem Herzen des HERRN am nächsten steht, kommt zuerst am Grabe an, aber er wartet, bis Petrus angekommen ist und lässt ihm den Vortritt.

Quelle: ZENIT.org

Das BILD zeigt ein Gemälde aus der Sixtinischen Kapelle (Foto von Prof. Sprenger-Menzel)


Der kleinste Staat der Welt und die größte Botschaft aller Zeiten

Ostergruß des „Forum deutscher Katholiken“:

Wir haben in den letzten Monaten epochale Ereignisse der Kirchengeschichte erlebt: den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. und die Wahl des neuen Papstes Franziskus. Diese Vorgänge haben weltweit Menschen in den Bann gezogen.

Worin liegt ihre Bedeutung?  – Nicht in der Demonstration weltlicher Macht. Der kleinste Staat der Welt kann nicht mit Militärparaden oder Produktionsziffern aufwarten.

Es war die Botschaft dieser Päpste und das Zeugnis ihres Glaubens, das sie vorleben. Damit haben beide die Menschen beeindruckt: Papst Benedikt wie er sich mit seinen letzten Reden verabschiedet hat, als noch einmal seine Größe, sein Geist, seine Liebe und Demut aufleuchteten  –  und Papst Franziskus,  wie er sich den Menschen, die sich vaterlos und verwaist fühlten, in seiner schlichten und natürlichen Art zugewandt hat.

Beide verkünden nicht ihre Botschaft, sondern die des gekreuzigten und auferstandenen HERRN. Deswegen geht davon Hoffnung aus. Das gilt auch für uns, wenn wir den neuen, den österlichen Menschen anziehen.

Dr. Hubert Gindert


Osternacht mit 1500 Gläubigen im Regensburger Dom – Bischof Rudolf Voderholzer taufte vier Erwachsene

In der Nacht von Karsamstag auf Ostersontag feierten rund 1500 Menschen im vollbesetzten Regensburger Dom die Auferstehung des HERRN. Wie viele Menschen darüber hinaus per TV oder Internet mit dabei waren, ist zur Zeit nicht bekannt.

Der Bayerische Rundfunk übertrug die Ostermette aus Regensburg deutschlandweit und tauchte die hohen Gewölbe in das ungewohnte Farbenspiel telegener Lichtwerfer. 

Osternacht 2013 DOMDer Schrecken des Todes und die Unbegreiflichkeit einer ewigen Heimat bewegten die Menschen wohl bereits seit aller Zeit. Wie ein Schmetterling, der als fliegendes Juwel in den Himmel der Frühlingssonne tanzt und doch zuvor als Raupe auf der Erde kroch:

So könnte man sich vielleicht den Weg des Menschen vorstellen, den der auferstandene Christus vorangegangen ist. Bereits vor 700 Jahren ließ sich ein Künstler von dieser Idee führen, als er das Schmetterlingsreliquiar schuf, das man 1991 im Hinterkopf einer Christusfigur in der Regensburger Schottenkirche wiederfand.

Bischof Rudolf Voderholzer stellte es in den Mittelpunkt seiner Predigt: Betrachte man das Reliquiar genauer, „sehen wir, dass es den Schmetterling mit dem Kreuz verbindet. Die am Kreuz ausgebreiteten Arme des Herrn weiten sich in die Flügel des Schmetterlings. Unter dem Kreuz stehen, von den leuchtenden Farben Blau und Grün, also des Glaubens und der Hoffnung umgeben, Maria und Johannes…“

Das Bild des Schmetterlings hilft dem Menschen, eine Ahnung der Verwandlung zu gewinnen, die mit der Auferstehung Christi geschieht und die wir Ostern feiern. Der Bischof sagte hierzu:

„Gott selbst verwandelt das Kreuz, ursprünglich Zeichen der Grausamkeit des Menschen, in das Zeichen der göttlichen Liebe. Die am Kreuz schmerzhaft auseinandergerissenen Arme des Herrn weiten sich zur Umarmung der ganzen Schöpfung. Die Finsternis des Todes wird von innen her aufgehellt und vom österlichen Licht umfangen. Von all dem spricht der Schmetterling!“  Osternacht 2013 Bischof Osterkerze

Die Liturgie der Osternacht feiert die Verwandlung mit dem ganzen Reichtum einer zweitausendjährigen kirchlichen Überlieferung: Vom Dunkel zum Licht, von der Sklaverei in Ägypten zur Freiheit im gelobten Land, vom auserwählten Volk Gottes zum weltumspannenden Heilsangebot Christi an alle Menschen, von der Verstrickung des Menschen in der Erbsünde zur reinigenden Taufe im Namen Christi.

Bischof Rudolf taufte in der Osternacht vier Erwachsene: Ines, Olga, Marcel und Machmud Matthias.  – Auch für sie deutete er das Bild des Schmetterlings:

„In der Taufe werden Sie jetzt gleich in einer besonders intensiven Weise in diese Verwandlung aufgenommen. Getauft werden heißt: mit Christus sterben und mit ihm zum neuen und unzerstörbaren Leben auferstehen. Das ewige Leben beginnt nicht erst in der Stunde des Todes, es gründet in der Begegnung mit Christus und bricht hier und jetzt an.“    ??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????

Die Botschaft der Osternacht spricht zu allen Menschen. Jedem, der sie hören will, müsste das Herz vor Freude hüpfen. Bischof Rudolf fasste das so zusammen:

„Lassen Sie sich vom Schmetterling die Botschaft von der Verwandlung nahe bringen! Von einer Verwandlung freilich, die alle irdisch und natürlich erfahrbaren Verwandlungen noch einmal überschreitet: Christus ist auferstanden von den Toten und hat uns ein Leben erschlossen, das keinen Herbst, keine Verwesung, keinen Tod mehr kennen wird.“

Quelle (Text/Fotos): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Frohes Brauchtum: OSTER-Witze und OSTER-Märlein fürs OSTER-Lachen

Von Felizitas Küble

Um die Auferstehungsfreude auszudrücken, gab es vor allem in katholischen Gebieten den alten Brauch des Osterlachens, wobei die Kanzel fast zur Bühne wurde, weil der Pfarrer seine Schäflein zu Beginn der Predigt durch Witze oder lustige Verse zum Schmunzeln oder gar zum Lachen brachte  – gleichsam eine „Theologie mit Augenzwinkern“.a (1)

Der Zusammenhang mit Ostern war klar: Christus ist auferstanden, dem Teufel ist dabei das Lachen vergangen, den Gläubigen aber umso weniger. Zugleich lacht der HERR über den Tod, den ER überwunden hat. Für den Himmel verspricht Christus jedenfalls: „Ihr werdet lachen!“ (Lukas 6,21)

Diese kirchliche Gewohnheit entstand im Mittelalter; besonders in Bayern war das „Ostergelächter“ bis ins 19. Jahrhundert hinein weit verbreitet. Mitunter erzählte der Pfarrer auch ein paar drollige Geschichten oder Anekdoten, die dann als „Ostermärlein“ bezeichnet wurden.

Allerdings wurde in einigen Regionen dabei wohl etwas übertrieben, so daß das Osterlachen in einem derben Klamauk ausartete. Daher wurde der Brauch zeitweise von den zuständigen Kirchenoberen verboten.

Manche Volkskundler vermuten, daß der Brauch mit den Scherzen am 1. April (jemanden in den April schicken) mit dem Osterlachen zusammenhängt: Von der Kirche aus habe sich das Scherzen in den privaten Bereich ausgedehnt – zumal auch die zeitliche Nähe besteht.

Heute werden mancherorts passende Witze oder heitere Geschichten beim Ostereier-Essen im Pfarrheim erzählt. In einigen Gemeinden trifft sich das Kirchenvolk nach der Osternachtsfeier zum gemütlichen Beisammensein mit dem Pfarrer.

Wir wollen nun dem alten Brauch die Ehre und ein paar Osterwitze zum Besten geben:

„Würden die Christen erlöster aussehen, dann würden auch mehr Menschen an die Erlösung glauben“, sagte einst Nietzsche. Ein Seminarleiter erklärte den angehenden Geistlichen: „Wenn Ihr vom Himmel predigt, lasst Euer Gesicht strahlen. Wenn Ihr von der Hölle predigt, genügt Euer normales Aussehen.“ 

Der feste Freund der großen Schwester wurde Ostern zum Mittagessen eingeladen. Nach dem Essen sagt er brav: „Mein großes Kompliment. So gut habe ich lange nicht mehr gegessen!“  – Da meint der kleine Bruder etwas brummig: „Wir auch nicht…“

Ein Rollstuhlfahrer, ein Vietnamese, eine Frau aus der ehem. „DDR“ und ein Schwuler unternehmen einen Osterspaziergang, einen sog. „Emmausgang“. Die vier Wanderer kommen in ein Gasthaus und der Wirt meint: „Ihr seid ja eine interessant gemischte Gruppe. Wer seid Ihr denn?“  –  Darauf antworteten sie gemeinsam: „Wir sind die Bundesregierung.“  DSC_0172-2-2-2

Am Samstagabend sitzt Mutti noch spät in der Küche und färbt die Ostereier für das Fest heimlich hinter geschlossener Tür. Die dreijährige Tochter liegt im Bett und schläft. Plötzlich wird sie wach, steht auf und sieht die Mutter beim Eierfärben. „Was machst Du denn da?“ fragt sie ganz überrascht. „Ach weißt Du, der Osterhase hat doch so viel Arbeit jedes Jahr und ich wollte ihm einfach dabei helfen.“  –  Die Tochter schluchzt und sagt nur „Arme Mutti.“ –   Am nächsten Tag gehen sie zusammen in ein großes Kaufhaus. Sie stehen auf der Rolltreppe; durch die Regale sieht die Dreijährige einen großen Osterhasen im Gras liegend mit einer Möhre in der Pfote. Das Kind ruft empört: „Schau Mutti, dieser faule Sack! Der liegt da im Gras und Du kannst für ihn arbeiten!“

Zwei Hennen stehen vor einem Schaufenster und betrachten die bunten Oster-Eierbecher. Da sagt die eine erstaunt: „Sagenhaft, tolle Kinderwagen haben die hier!“

Einem 60-jährigen Mann erscheint im Traum ein Engel und sagt zu ihm: „Du hast einen Wunsch frei. Gott will dir eine neue Oster-Erfahrung schenken. Aber überlege gut, was Du Dir wünscht. Gott erhört Gebete, aber oft ganz anders, als wir denken.“ –  Der Mann überlegt und sagt dann nicht gerade sehr christlich: „Ich möchte eine 30 Jahre jüngere Frau.“  – Als er am nächsten Morgen aufwacht, war er 90.

Die Religionslehrerin fragt: „Na, wer war denn Ostern in der Kirche  –  und wie hat es Euch gefallen?“  –  Darauf Fritz: „Oh, stinklangweilig, der Pfarrer hat so lange gepredigt.“  –  Theo: „Die eintönige Musik ist echt nicht so mein Ding.“  – Dann meldet sich Julia begeistert zu Wort: „Ich fand es ganz toll. Die Leute haben ständig gesungen: Hallo Julia, Hallo Julia, Hallo Julia.“   Wasser-008-2-4-2

Auf dem Hühnerhof ist Hochbetrieb. Ostern steht vor der Tür. In einer kleinen Arbeitspause kommen zwei Hennen ins Gespräch. Sagt die eine Henne: „Nanu, Sie legen ja kugelrunde Eier!“  – Meint die andere Henne: „Ja, das ist ein Spezialauftrag vom Golfklub.“

Stefan kauft alle paar Tage in der Apotheke Schlankheitsmittel. Eines Tages fragt ihn der Apotheker: „Ist das alles für Deine Mutter?“  –  „Nein, für meine Kaninchen. Mein Vater hat gesagt, wenn sie fett genug sind, werden sie zu Ostern geschlachtet…“

Internationales Managerseminar: 30 Teilnehmer treffen sich um Ostern herum zu einem Wissenstest. „Das geht ganz einfach“, erklärt der Seminarleiter, „ich nenne ein Zitat und Sie sagen mir, wer es wo und wann geschrieben hat.“   –  Der Manager beginnt mit dem bekannten Gedicht „Osterspaziergang“ von Goethe: „Also los: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…“  –  Eisiges Schweigen, bis sich ein Japaner meldet: „Johann Wolfgang von Goethe, Faust,  Osterspaziergang, 1806.“   –  Alle murmeln anerkennend, der Seminarleiter nennt das nächste Zitat: „Der Mond ist aufgegangen, die goldenen Sternlein prangen…“  –   Wie aus der Pistole geschossen kommt die Antwort vom Japaner: „Matthias Claudius, Abendlied, 1782.“   –  Die anderen Teilnehmer sehen betreten zu Boden, als der Tagungsleiter wieder loslegt: „Festgemauert in der Erden…“  – „Schiller“, strahlt der Japaner, „das Gedicht von der Glocke, 1799.“   –  In der ersten Reihe murmelt einer der Manager: „Scheiß Japaner!“   – Wieder ertönt die Stimme des Japaners: „Max Grundig, CEBIT, 1982!“

Nach der Kreuzigung Christi kommt Nikodemus zu Josef von Arimathäa und bittet ihn, sein Grab für Jesus zur Verfügung zu stellen, doch dieser nennt Ausflüchte: „Ich brauche das Grab für mich und meine Familie.“  –  Darauf Nikodemus: „Stell dich nicht so an  – ist doch nur übers Wochenende!“

Wer einen weiteren Osterwitz kennt, möge ihn bitte mitteilen –  danke!

FOTOS: Dr. Bernd F. Pelz


Richtet euren Sinn auf das Himmlische!

Aus der heutigen Osterlesung der kath. Kirche: Kol 3,1-4:

Ihr seid mit Christus auferweckt;
darum strebt nach dem, was im Himmel ist,
wo Christus zur Rechten Gottes sitzt.
Richtet euren Sinn auf das Himmlische
und nicht auf das Irdische!
 
Denn ihr seid gestorben
und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott.
Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird,
dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden
in Herrlichkeit.