Unionsparteien vorerst gegen Gleichstellung von Homo-Partnerschaften mit der Ehe

Die Diskussion über die Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaft mit der Ehe  ist in der Union zunächst abgebrochen worden. Am Montag verkündete CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, dass CDU und CSU an ihrem Parteitags-Beschluss vom Dezember festhalten wolle: „die steuerliche Privilegierung der vom Grundgesetz geschützten Ehe und Familie“.

Eines ist aber sicher: Die Debatte spaltet die Union. Beim Parteitag wurde der Antrag auf Gleichstellung zwar abgelehnt, aber es gab überraschenderweise eine „beachtliche Minderheit“, wie es der Versammlungsleiter formulierte. Die Kanzlerin wollte in der Präsidiumssitzung ein Machtwort sprechen und tat es auch: Die CDU hält am traditionellen Familienbild fest.

Doch beendet diese Entscheidung den Streit in der Union? CSU-Politiker Thomas Goppel glaubt das nicht. Im Gespräch mit dem Kölner Domradio sagte er:

„Den Streit wird es nicht beenden, weil wir in eine offizielle Diskussion gedrängt wurden, natürlich auch durch das Verfassungsgericht. Das Adoptionsrecht von einem Paar gleichgeschlechtlicher Art, das dem zweiten Partner das Recht gibt, die Adoption bei sich nachzuvollziehen, ist noch nicht die volle Entscheidung, die man sich auf der anderen Seite erwartet.

Ich habe nichts dagegen, dass jeder sein Leben gestalten kann, wie er will. Aber ich habe was dagegen, dass der Staat in seiner grundlegenden Festlegung über das Zusammenleben von Mann, Frau und Kindern Grundsätze anwendet, die dem Normalfall nicht entsprechen.“

Quelle: Radio Vatikan



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