Kardinal Newman über Marias Diskretion und Bescheidenheit auf Erden – und im Himmel !

Als Christus zu predigen begann, zog sich seine Mutter zurück; sie mischte sich nicht in sein Werk ein; ebenso begann sie nicht zu lehren und zu predigen, nachdem Jesus in den Himmel zurückgekehrt war; sie setzte sich auch nicht auf den päpstlichen Stuhl; sie nahm am priesterlichen Dienst nicht teil; sie beschränkte sich darauf, ihrem Sohn demütig in der von den Aposteln täglich gefeierten hl. Messe zu begegnen. Die Apostel sind nun ihre Diener im Himmel aber auf Erden waren sie ihre Oberen in der Kirche.

Foto: Paul BaddeSelbst damals, nach ihrem Tod und den der Apostel, als sie Königin wurde und zur Rechten ihres Sohnes Platz genommen hatte, wandte sie sich nicht an das gläubige Volk, damit es ihren Namen bis an die Enden der Erde bekannt mache und die Welt auf sie blicke, sondern wartete geduldig auf den Zeitpunkt, an dem ihre Glorie dazu beitragen konnte, der Glorie ihres Sohnes zu dienen. (…)

Als man gegen ihre Verehrung Einwände vorbrachte, hat sie geduldig auf den Tag gewartet, an dem man ihr ihre Rechte nicht mehr streitig machte; ja, sie hat bis heute gewartet, um endlich, wenn Gott es erlaubt, und ohne jeden Widerspruch, die prächtigste ihrer Kronen zu erhalten, indem man unter dem Jauchzen der ganzen Kirche die makellose Reinheit ihrer Empfängnis anerkennt.

Quelle:   John-Henry Newman (1801 – 1890): „Konferenzen für Protestanten und Katholiken“, 17. Konferenz, Die Glorie Mariens hat die Glorie ihres Sohnes zum Gegenstand


Die Holzfigur – das besondere Geschenk zum Wiegenfest des Vaters

Von Reinhold Ortner

„Papi, ich mache dir zum Geburtstag ein besonderes Geschenk!“  –  Mit dieser Ankündigung unterbricht mein fünfjähriger Sohn die abendliche Zeitungslektüre.

„Aber es ist noch geheim!“ – „Da bin ich aber gespannt!“ erwidere ich. – „Du wirst dich freuen“, sagt er schon halb abgewandt und verschwindet in seinem Schlafzimmer.

„Welche Überraschung hat er denn vor?“ frage ich meine Frau. – „Es ist zwar noch ein strenges Geheimnis, aber es wird dir doch nicht verborgen bleiben: Er schnitzt dir eine Holzfigur.“ – „Mit seinem Taschenmesser, das ich ihm schenkte?“ – „Ja, und aus einem Stück Haselnuss-Ast.“  ????????

Die Tage vergehen. Einmal kann  ich meinen kleinen Sohn durch Zufall beobachten, wie er an seinem „Werk“ arbeitet. Konzentriert, mit vor Anstrengung rotem Gesicht. Seine des Schnitzens unkundigen Hände mühen sich ab, dem Holz Form und Figur abzuringen.

Mein Geburtstag ist da. Unter meinen Geschenken liegt ein geheimnisvoll eingewickeltes Etwas. Ich packe es als erstes aus. Ich habe die Holzfigur in Händen. Der Kopf ist erkennbar, der Rumpf, andeutungsweise die Beine und Arme. Und mit buntem Filzstift sind Augen, Mund und Nase aufgemalt. Es ist zweifellos nicht das Werk eines Michelangelos.

Mit einem Gemisch aus Erwartung, Stolz über das Vollbrachte, aber auch im Bewusstsein der „Unvollkommenheit“ seines künstlerischen Produkts sieht mich mein Sohn an. „Das bin ich, Papi. Und es ist mein Geschenk für dich“, kommt es mehr zaghaft als selbstbewusst aus seinem Mund.

Ich denke daran, wie er sich abgemüht hat, wie er sich vorgestellt hat, ein „Kunstwerk“ zu schaffen, und wie hinter all dem die Liebe zu seinem Vater stand, dem er eine Freude bereiten wollte. Da verblassen plötzlich alle Skulpturen Michelangelos hinter dieser Holzfigur, und ich schließe meinen kleinen Sohn voll Liebe und Freude in die Arme.

*

„Lieber Vater im Himmel, ist nicht mein Leben auch eine solche Holzfigur, an der ich Tag für Tag ’schnitze‘, um sie Dir eines Tages zu schenken? Da ist mein Wille, ein vollendetes Werk daraus zu machen, indem ich zeitlebens an mir arbeite. Doch wie ungeschickt, schwach und oft hilflos stelle ich mich dabei an.

So vieles missglückt, sieht nicht gut aus oder bleibt unvollendet. Manchmal bin ich verzagt und drohe den Mut zu verlieren. Und da möchte ich die „Holzfigur“, die mein Leben darstellt, am liebsten verstecken. Denn ich stelle fest, dass mein Leben allem Anschein nach kein Kunstwerk wird. Doch dann fasse ich immer wieder Mut und arbeite weiter an mir. Das Vertrauen darauf, dass du mir ins Herz siehst, gibt mir neue Kraft. 30037_Ortner_Liebe_schenken_bezug.indd

Herr, du kennst meine Unvollkommenheit besser als ich selbst. Du siehst mein Bemühen, meinen guten Willen, meine immer neuen Ansätze. Du weißt, dass es oft nicht gelingt, dir meine Liebe und Dankbarkeit besser zum Ausdruck zu bringen.

So werde ich am Abend meines Erdendaseins zaghaft vor Dir stehen und Dir mein Leben als Geschenk mitbringen. Ich werde im Bewusstsein der sichtbaren Mängel dieses meines ’selbstgeschnitzten‘ Lebensbildes sagen: ‚Das bin ich, Vater!‘  – Und während ich es in Deine Hände lege, bin ich voll Hoffnung und Vertrauen, dass Du nicht die Unvollkommenheit des äußeren Erscheinungsbildes wertest, sondern alle gute Absicht, jeden neuen Ansatz und alle Liebe, die dahinterstehen.“

Prof. Dr. Reinhold Ortner ist katholischer Pädagoge und Publizist; zuletzt erschien sein fundiertes und praxisnahes Erziehungsbuch LIEBE schenken (siehe Foto) im Media-Maria-Verlag


Eine fürchterliche Heuschreckenplage zog von Ägypten nach Israel

Aus dem heutigen Newsletter der israelischen Botschaft in Berlin:

Ein wenig unheimlich erscheint es schon: Weniger als drei Wochen vor Pessach (Passah-Fest), an dem im Judentum des Auszugs aus Ägypten gedacht wird, ist eine Heuschreckenplage, die zuvor Ägypten in Atem gehalten hatte, nun auch in der Negev-Wüste angekommen. Die Heuschrecken sind in der Bibel eine der zehn Plagen, die Gott den Ägyptern geschickt hatte, nachdem der Pharao das Volk Israel nicht hatte ziehen lassen.
Einzelne Tiere waren bereits seit Sonntag in Israel gesichtet worden, erst am gestrigen Dienstag jedoch fielen Schwärme von Millionen Tieren über das Gebiet her.

BILD: Schwärme von Millionen Tieren (Foto: Ynet)

Die Behörden haben am frühen Mittwochmorgen nun begonnen, aus Flugzeugen massiv mit Pestiziden gegen die hungrigen Gäste vorzugehen, die eine Gefahr für die Ernten auf Feldern, in Treibhäusern und Obstplantagen darstellen. Zusätzlich wird auch am Boden gesprüht.

Landrat Shmulik Rifman erklärte, die eingesetzten Mittel seien ungiftig und hätten nur eine Wirkungszeit von etwa einer Stunde. Ein Schaden für Menschen sei daher nicht zu befürchten.

BILD: Gesprüht wird auch am Boden (Foto: Ynet)


Liturgisches Abendgebet der Kirche: BLEIBE BEI UNS, HERR

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ISRAEL: Zahl der Deutschland-Touristen steigt – vor allem der Schwarzwald wird immer beliebter

Das deutsche Tourismusbüro in Tel Aviv hat die Besucherzahlen des vergangenen Jahres veröffentlicht. Es gibt eine erfreuliche Überraschung für die deutsche Tourismusindustrie:

Die Zahl der israelischen Besucher hat sich von 2011 auf 2012 um fast 20 Prozent auf 660.936 erhöht. Damit kommen mehr Touristen aus Israel nach Deutschland als zum Beispiel aus Kanada, Indien und der Türkei.

Besonders der Süden des Landes, speziell der Schwarzwald, hat einen enormen Zuwachs an israelischen Besuchern erfahren. Dort verbuchten Hotels und Herbergen ein Plus von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bisher war Berlin das beliebteste Ziel vor allem junger Israelis. Die steigenden Besucherzahlen im Südwesten Deutschlands sprechen eher für den Trend zu Gesundheits- und Entspannungsreisen bei Israelis.

Quelle: http://www.israelheute.com


25. April in München: Domspatz-Soirée zum 100. Geburtstag des „Speckpaters“ Werenfried van Straaten

Mit Leben und Werk des bekannten Pater Werenfried van Straaten (siehe Foto), der in diesem Jahr hundert Jahre alt geworden wäre, befaßt sich eine Domspatz-Soirée am Donnerstag, den 25. April, in München.

Die öffentliche Veranstaltung mit der Vorsitzenden des kath. Hilfwerks „Kirche in Not“ in Deutschland, Antonia Willemsen, beginnt im Kulturzentrum Movimento um 19:30 Uhr.  imagescaofqd5k

Den niederländischen Prämonstratenser Werenfried van Straaten kennen viele vor allem als „Speckpater“, weil seine originellen Hilfsaktionen für die deutschen Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg noch bekannt sind.

Aus seinem Einsatz, der ihn in den Fünfziger- und Sechziger-Jahren populär machte, erwuchs ein weltweites Hilfswerk, das zuletzt in den Rang einer Päpstlichen Stiftung erhoben wurde.

Im Gespräch mit Antonia Willemsen, einer Verwandten Pater Werenfrieds und bis 2005 mehr als vierzig Jahre Generalsekretärin des Gesamtwerks „Kirche in Not“ sowie in Filmausschnitten will Moderator Michael Ragg einiges Persönliche über den 2003 verstorbenen Priester zur Sprache bringen, die großen Linien seines Wirkens und seine fortdauernde Bedeutung herausarbeiten.

Antonia Willemsen, die heute ehrenamtlich den Vorsitz im deutschen Zweig des Hilfswerks führt, gehörte mehreren päpstlichen Räten an und wurde für ihre Verdienste  unter anderem mit dem päpstlichen Ehrenkreuz ausgezeichnet.

Jeder Interessierte ist herzlich eingeladen. Der Eintritt beträgt 12,50 Euro, für Ehepaare  je 10 Euro. Jugendliche bis 17 Jahre sind eintrittsfrei.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Veranstalter empfiehlt eine unverbindliche Reservierung unter: buero@raggs-domspatz.de oder Telefon: 0 83 85 / 9 24 83 37.  –  Nähere Infos gibt es unter http://www.raggs-domspatz.de

Das Kulturzentrum Movimento (Neuhauser Straße 15) findet man in der Fußgängerzone, direkt gegenüber der Sankt-Michaels-Kirche, Eingang durch die KULT-Passage (früher: Haertle-Passage).


Venezuela: Der sozialistische Präsident Chavez ist tot, aber der Chavismus lebt noch

Mit Hoffnung wie auch mit Sorge hat die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) auf den gestrigen Tod des venezolanischen Autokraten Hugo Chavez reagiert.

„Der nach langem Krebsleiden verstorbene Commandante hat zu Lebzeiten die Weichen gestellt, dass das von ihm geschaffene autokratische Herrschaftssystem nach seinem Tod weiterbesteht. Der von Chavez bestimmte Nachfolger Nicholas Maduro muss sich von der Vergangenheit lösen und sofort alle politischen Gefangenen freilassen“, fordert Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.  IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

“Aus Sicht der Menschenrechte hinterlässt Präsident Chavez eine desaströse Bilanz. Entgegen seiner Selbstdarstellung als Befreier, als zweiter Simon Bolivar, hat er Hunderte unschuldiger Menschen aus politischen Gründen gefangengenommen, die Justiz gleichgeschaltet und regimekritische Medien systematisch zum Schweigen gebracht”, so Lessenthin.

Chavez hat den außenpolitischen Schulterschluss mit den Diktatoren und Despoten dieser Welt gesucht  – Muammar al-Gaddafi, Mahmud Ahmadinedschad, Baschar al-Assad und besonders Fidel Castro.

Bereits nach seinem gescheiterten Militärputsch vom 4. Februar 1992 war klar, dass Chavez die venezolanische Gesellschaft spalten wollte – in Gut und Böse, sozialistisch und nicht sozialistisch, westlich und antiwestlich und letztendlich in seine Unterstützer und seine Gegner. Er baute einen Personenkult um sich auf, im Rahmen dessen er sich seinen Anhängern als eine Art sozialistischer Messias präsentierte und die staatliche Propagandamaschinerie zu seiner eigenen Verherrlichung nutzte, kritisiert Lessenthin.

Hintergrund:

Der Chavismus besteht auch nach dem Tod seines Begründers weiter. „Chavez´ Nachfolger soll nach dessen Willen fortsetzen, was Commandante Hugo angefangen hat. Gemäß Chavez‘ Vorstellung soll es weiterhin keine freien Wahlen geben, bei denen alle Beteiligten eine faire Chance haben.“

Die IGFM fordere den amtierenden Präsidenten auf, den Tod Chavez´ für einen sauberen Bruch mit der Vergangenheit zu nutzen und sofort demokratische und rechtsstaatliche Reformen einzuteilen. „Als ersten Schritt muss die Regierung alle politischen Gefangenen in Venezuela freilassen, und sie sowie alle Oppositionellen und Regimekritiker, die unter Hausarrest stehen oder denen der Prozess gemacht wird, von allen politisch motivierten Vorwürfen freisprechen“, fordert Lessenthin.

Die Bürger von Venezuela sind nun vor die Wahl gestellt, entweder weiterzumachen wie bisher, einstweilen unter Chavez´ designiertem Nachfolger und derzeitigem amtierenden Präsidenten Nicholas Maduro, oder einen Neuanfang als demokratischer Rechtsstaat zu wagen. Allerdings sind die Voraussetzungen für beide Seiten bei den innerhalb eines Monats verfassungsmäßig vorgesehenen Wahlen nicht gleich – Chavez hat dafür gesorgt, dass seine Partei jeden nur erdenklichen Vorteil hat. Gleichzeitig besteht zudem der Unterdrückungs- und Einschüchterungsapparat, dessen sich Chavez bei der letzten Wahl im Oktober 2012 bedient hat, weiter fort.

Weitere Infos unter:
http://www.menschenrechte.de