Arabische Studenten attackieren britischen Diplomaten Sir Vincent Fean

Der britische Generalkonsul in Jerusalem, Sir Vincent Fean, hat einen unangenehmen Empfang in der palästinensischen Universität Birzeit bei Ramallah erhalten.

Fean wollte eine Rede in der Universität halten, aber eine aufgebrachte Menge hinderte ihn daran, den Vorlesungssaal zu betreten. Nachdem der Diplomat mit dem Präsidenten der Uni gesprochen hatte, wurde er von aufgebrachten Studenten erwartet, die ihn beschimpften und ihn angegriffen hätten, wenn Sicherheitskräfte ihn nicht schnell in sein Auto gebracht hätten.

Aber auch dort war er nicht sicher, da die Randalierer auf den Wagen einschlugen und ihn auch beschädigten. Die Menge schrie „Raus aus Birzeit!“ und „Zerstört den Kopf des Kolonisten!“, während sie mit ihren Fäusten auf den Wagen des Diplomaten einhämmerten.

Die Studenten gaben an, gegen die „britische Position in der Palästinenserfrage“ zu demonstrieren sowie gegen deren Balfour-Deklaration aus dem Jahre 1917, die die Schaffung eines jüdischen Staates anstrebte.

Quelle: http://www.israelheute.com


Jetzt wieder mehr Zulauf bei der Evangelisation „ProChrist“

Die Evangelisation ProChrist zieht am zentralen Veranstaltungsort Stuttgart wieder mehr Menschen an. Nach einem mit rund 4000 Teilnehmern gut besuchten Eröffnungsabend am 3. März nahm das Interesse zunächst ab. Am 4. März waren beim Vortrag von Pfarrer Steffen Kern die fast 6000 Plätze in der Porsche-Arena nur zu einem guten Drittel gefüllt. 

Zu den nächsten Abenden, bei denen ProChrist-Leiter Ulrich Parzany die Ansprachen hielt, kamen 2800 beziehungsweise 3300 Besucher. Die Stuttgarter Veranstaltung wird per Satellit an rund 900 Orte in Deutschland und 16 weiteren europäischen Ländern übertragen und jeweils mit einem eigenen Rahmenprogramm versehen. ProChrist_Impulse_Presse02

Man erwartet, daß bis zum Ende der Evangelisation am 10. März etwa eine Million Menschen die Veranstaltungen besucht haben werden.

Ein großes Interesse registriert auch ERF Medien (früher „Evangeliums-Rundfunk“), das die Stuttgarter Veranstaltung per Satellit und Internet live überträgt. Nach ERF-Angaben haben sich bisher an jedem Abend knapp 20.000 Internetnutzer in 51 Ländern in die Übertragung auf der Seite http://www.erf.de eingeschaltet. Außerdem hätten in den ersten vier Tagen über 50.000 Nutzer die ProChrist-Sendungen in der Mediathek abgerufen.

Zentrale Veranstaltungsorte der bisherigen ProChrist-Evangelisationen waren Essen (1993 und 2003), Leipzig (1995), Nürnberg (1997), Bremen (2000), München (2006) und Chemnitz (2009). Die Gesamtzahl der Besucher lag bei insgesamt 7,4 Millionen. In Chemnitz kamen zum Auftakt 6400 Besucher, an den beiden folgenden Tagen waren es 5600 beziehungsweise 5500. Wegen des großen Andrangs hatten die Veranstalter vor der Chemnitz-Arena ein Zelt mit 2000 zusätzlichen Plätzen aufgebaut.

Quelle: http://www.idea.de


Abt Barnabas Bögle (Kloster Ettal) zur IPP-Studie: „Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Opferverein“

Erklärung anläßlich der Vorstellung der IPP-Studie am heutigen 7. März in München:

Die Studie des IPP bildet einen weiteren wichtigen Schritt in der Aufarbeitung eines dunklen Kapitels in der Geschichte unseres Internats und Klosters.

Diese Studie wurde von uns in Abstimmung mit dem „Verein der Ettaler Misshandlungs- und Missbrauchsopfer“ in Auftrag gegeben. Auch wenn unser Kloster der Auftraggeber der Studie war, so kann doch kein Zweifel darüber bestehen, dass das IPP die Vorkommnisse in unserem Internat nach wissenschaftlichen Grundsätzen objektiv aufgearbeitet hat.

ALTARRAUM im Kloster Ettal

ALTARRAUM im Kloster Ettal

Dies war möglich durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Vertretern des IPP, den Vertretern des Opfervereins sowie den Mediatoren und allen, die bereit waren, durch Interviews und Berichte zum Gelingen der Studie beizutragen. Ihnen allen gilt unser besonderer Dank.

So sehr die IPP-Studie uns auch erneut mit einem dunklen Kapitel unserer Geschichte konfrontiert und deshalb belastet, so sehen wir in der Studie doch auch einen ganz bedeutenden Schritt in der Aufarbeitung unserer Vergangenheit.

Im Rückblick können wir sagen: So schwer der gemeinsame Weg gerade in der Anfangszeit für uns und mehr noch für die Geschädigten war, so war gerade dieser Weg der richtige.

Keine Entschädigungszahlung und keine Therapie kann letztlich das Geschehene ungeschehen machen. Aber das gemeinsame Bemühen, das Geschehene zu begreifen und die Folgen anzuerkennen, hat dazu beigetragen, dass doch eine gewisse Verständigung und  – so hoffen wir  –  ein stückweit wieder Vertrauen möglich wird.

Die Studie gibt uns im Kloster wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Frage, wie es zu den Vorfällen in unserem Internat kommen konnte, welche Fehler in der Vergangenheit bei uns gemacht wurden. Sie hilft uns damit, künftig solche Fehler zu vermeiden und neue Wege einer Kultur des Hinschauens und der offenen Kommunikation zu gehen.

Sie zeigt auch auf, welche Folgen der Missbrauch bei den Geschädigten hatte und immer noch hat. Dies hilft uns nicht nur bei der Aufarbeitung der Fälle der Vergangenheit, es stellt für uns auch eine wichtige Hilfe für notwendige Präventionsmaßnahmen und die Sorge um die fortlaufende Weiterentwicklung unsres Präventionskonzeptes dar.

In diesem Sinne stellt die Studie für uns keinen Abschluss dar! Die Aufarbeitung und das Bemühen unsererseits, weiterhin mit den Geschädigten in Kontakt zu kommen und zu bleiben, bildet auch in Zukunft eine Aufgabe und Herausforderung für uns. Die Erfahrungen der Geschädigten können uns über die aufgezeigten Ergebnisse der Studie hinaus wertvolle Hilfen für unsere weitere Arbeit geben.

Daher sind wir allen dankbar, die diesen Weg mit uns gegangen sind. Dieser Dank gilt besonders auch den Opfern, die bereit waren, trotz ihrer schlimmen Erfahrungen mit uns zusammenzuarbeiten.

Unser Kloster mit Schule und Internat ist nach dem Jahr 2010 nicht mehr wie vorher: Von jedem Leid, das durch unsere Schuld einem der uns Anvertrauten zugefügt wurde, bleibt eine schmerzende Narbe zurück.

Es bleibt unsere Aufgabe, uns verantwortungsbewusster und mit offeneren Augen unseren Herausforderungen in Kirche und Welt zu stellen.

Ettal,  den 7.3.2013
Abt Barnabas Bögle OSB

Opfer-Initiative würdigt Kloster Ettal für seine Aufarbeitung der Vergangenheit: „Mutig und konsequent“

Der „Verein Ettaler Misshandlungs- und Missbrauchsopfer“ veröffentlichte am heutigen Donnerstag folgende Pressemitteilung:

„Drei Jahre nach Öffentlichwerden der Missstände im Internat des Klosters Ettal wird heute  –  entsprechend des Planes, der am 17. Februar 2011 von Prof. Jentsch bekanntgegeben wurde  –    die vom Institut für Praxisforschung und Projektberatung München (ipp) durchgeführte Studie „Sexueller Missbrauch, psychische und körperliche Gewalt im Internat der Benediktinerabtei Ettal, Individuelle Folgen und organisatorisch strukturelle Hintergründe“ vorgestellt und veröffentlicht.  

Benedikterabtei ETTAL

Benediktiner-Abtei ETTAL

Ettal geht einen mutigen und konsequenten Weg in der Aufarbeitung Das Kloster Ettal geht damit einen mutigen und konsequenten Weg die Vergangenheit in Zusammenarbeit mit uns, den Betroffenen, aufzuarbeiten.

Bei der Konzeption der Studie, die auf Initiative des „Vereins Ettaler Misshandlungs- und Missbrauchsopfer“ durchgeführt wurde, war es uns wichtig, dass verstanden wird, wie es sukzessive zu den Zuständen kommen konnte, die von Ruf und Selbstverständnis weit entfernt waren.

Dieses Ziel erreicht die Studie des ipp:

Mönche ohne pädagogische Ausbildung mussten meist über 40 Kinder betreuen, hatten keine Anleitung, keine kollegiale Reflexion der Erziehungsarbeit, sondern oftmals gewalttätige Vorbilder.

Der Gruppendynamik der Kinder boten sie nicht Einhalt, sondern verstärkten diese noch. Eltern gaben ihre Kinder ins Internat, sowohl beeindruckt von der Klosteranlage als auch in blindem Vertrauen auf Kloster und Kirche. Von Seiten der Internatskinder wurde  – unbewusst  –  ein Verhalten entwickelt, die Erwartungen der Eltern nicht zu enttäuschen.

Der Verein wird die Umsetzung von Verbesserungen in Ettal kritisch begleiten. Den Dialog mit den heutigen Erziehern, den wir im vergangenen Jahr begonnenen haben, werden wir fortsetzen. Ein Schwerpunkt wird die Rolle und die Vorgehensweisen der Erzieher in der Phase der Reifung der Sexualität und deren Integration in die Persönlichkeit darstellen. Ebenso werden wir darauf hinwirken, dass es ein ausformuliertes Erziehungskonzept vorliegt und dieses überprüfen.

Die Kinder, die das Internat Ettal besuchen, sind nach wie vor nur in den Ferien bei ihren Eltern, so dass den Erziehern eine besondere Verantwortung übertragen wird. Heutige Ganztagesbetreuung muss die Entwicklung von Kindern lenken und nicht nur funktionierende Tagesabläufe sicherstellen.

Die Aktualität der Studie zeigt sich darin, dass zunehmend Ganztagsbetreuung von Kindern eingeführt und gefordert wird und vielerorts keine klaren pädagogischen Konzepte vorliegen und teilweise nicht qualifiziertes Personal zum Einsatz kommt. Dies ist oftmals dort der Fall, wo aufgrund fehlenden Angebots qualifizierter Einrichtungen die Eltern auf improvisierte Lösungen angewiesen sind, um Familie und Beruf vereinbaren zu können.

Im Quervergleich kommt die Aufarbeitung in Ettal gut voran

Die Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs seit 2010 kommt an vielen Orten nur langsam voran. Auch der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Hr. Rörig, spricht aktuell über große Versäumnisse gegenüber den Betroffenen.

Dies liegt aus unserer Sicht daran, dass im Rahmen der Aufarbeitung notwendige Fragen und Bedürfnisse nicht konsequent beantwortet werden:
1. Was ist wann durch welche Täter geschehen?
2. Erkennt die Organisation der Täter die Geschehnisse an?
3. Wie werden die Opfer entschädigt bzw. erhalten Zeichen tätiger Reue und Hilfen?
4. Sind die Ursachen, die zu den Missständen führen, durch die Organisation erkannt und akzeptiert, sodass sie für die Zukunft eliminiert werden können?
5. Bleibt das Geschehene unvergessen ?

Die Studie ist ein wichtiger Schritt zum vierten Punkt.
Dennoch  –  für viele gilt: Der Verlust der Kindheit wird nicht geheilt. Die Taten nicht ungeschehen gemacht. Die Folgen für den Betroffenen und die Familien bestehen weiterhin.

Es muss seitens des Klosters mehr an die ehemaligen Schüler kommuniziert werden, was sich in der Ettaler Aufarbeitung und zu Prävention getan hat.

Robert Köhler  


UNGARN gedenkt der Vertreibung von Deutschen nach 1944. – CDU/CSU: „Großartige Geste“

Am kommenden Montag findet eine Gedenkstunde zu Ehren der aus Ungarn vertriebenen Deutschen im ungarischen Parlament statt. Dazu erklärt die Menschenrechtsbeaufragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto), die zugleich als Präsidentin des BdV (Bund der Vertriebenen) amtiert, in einer heutigen Pressemitteilung:

„Der 19. Januar erinnert nun jährlich als nationaler Gedenktag der Vertreibung der Deutschen aus Ungarn. Durch den einstimmigen Beschluss der im ungarischen Parlament vertretenen Parteien geht Ungarn wiederholt unter den Ländern, aus denen Deutsche nach 1944 vertrieben wurden, mit der Aufarbeitung dieser Menschenrechtsverletzung voran. 10

Das ist mehr als eine großartige menschenrechtliche Geste.

Auch die ungarische Bevölkerung wertet die Vertreibung der Deutschen, die mit dem Datum ihres Beginns, dem 19. Januar 1946, für Ungarn verbunden ist, als ein Verbrechen.

Bis zu 15 Millionen Deutsche wurden am Ende des Zweiten Weltkrieges aus Mittel- und Osteuropa zwangsausgesiedelt. Viele von ihnen kamen dabei ums Leben.

Die Aufarbeitung des Verbrechens der Vertreibung an circa 250.000 Ungarn-Deutschen begann von ungarischer Seite sofort nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1990 und setzte sich mit der Entschuldigung für die Vertreibung 1995, der Einrichtung einer Landesgedenkstätte im Jahr 2006 und der Errichtung eines Denkmals in Budapest fort.

An einer Gedenkkonferenz, die im Jahr 2007 im ungarischen Parlament durchgeführt wurde, nahmen auch der Bundestagspräsident Nobert Lammert und unsere menschenrechtspolitische Sprecherin, Erika Steinbach teil.

Die am kommenden Montag stattfindende Gedenkstunde und feierliche Übergabe des Parlamentsbeschlusses durch den Präsidenten des Ungarischen Parlaments, Laszlo Köver an Bundestagspräsident Norbert Lammert, sind Ausdruck der seit langem bestehenden engen Zusammenarbeit mit den deutschen Vertriebenen und ein in die Zukunft weisendes Signal.“
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1  / 11011 Berlin
fraktion@cducsu.de
http://www.cducsu.de


Die „Malachias-Prophezeiungen“ und der Mythos um einen künftigen Papst „Petrus Romanus“

Derzeit wird nicht nur in traditionellen oder erscheinungsbewegten Kreisen über die rätselhaft erscheinenden „Papst-Weissagungen“ des Bischofs Malachias diskutiert; selbst das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ nahm sich jetzt des Themas an und titelte: „Der Nächste soll der Letzte sein“.

Der „Kölner Stadtanzeiger“ ließ seine Leser sogar wissen: „Einer Prophezeiung zufolge steht das Ende des Papsttums unmittelbar bevor  –  und damit auch der Untergang der Welt”.

Bereits im vorigen Jahr sorgte der heidnische „Maya-Kalender“ für Schlagzeilen auch im weltlichen Blätterwald, soll jene Weissagung doch für Ende 2012 den Weltuntergang angekündigt haben (in Wirklichkeit ging es bei jenem Maya-Text lediglich um das Ende einer Epoche).

Nun kommt mancherorts erneut Endzeitstimmung auf, allerdings bezogen auf jene „Malachias-Prophezeiungen“, denen zufolge nun der letzte Papst gewählt würde, der dort als „Petrus, der Römer“ bezeichnet wird, mitunter auch „Petrus II.“ genannt.   qqKLfd77n55SDamit würde der letzte Papst den Namen des ersten tragen und sich somit gleichsam der „Kreis schließen“, was durchaus interessant und „überzeugend“ wirkt.

Jenem Mythos zufolge seien dem hl. Malachias in einer Vision alle zukünftigen Päpste erschienen, wobei Papst Benedikt der 266. Pontifex wäre   –   beim nächsten Papst wäre die „Reihe“ (und die Welt) schlichtweg zu Ende.

Jene alte Weissagung, die allerdings zu Unrecht dem 1148 verstorbenen, irischen Erzbischof Malachias zugeschrieben wird, schließt mit folgenden lateinischen Worten (siehe auch nebenstehende Abbildung):

„In persecutione extrema S. R. Ecclesiae sedebit Petrus Romanus, qui pascet oves in multis tribulationibus, quibus transactis civitas septicollis diruetur et judex tremendus judicabit populum suum. Finis.”

Der Text lautet übersetzt:

“Während der äußersten Verfolgung der heiligen römischen Kirche wird Petrus, ein Römer, regieren. Er wird die Schafe unter vielen Bedrängnissen weiden. Dann wird die Sieben-Hügel-Stadt zerstört werden  –  und der furchtbare Richter wird sein Volk richten.Ende.“

Die Malachias-Prognosen bestehen aus 111 kurzen, mehrdeutigen Sprüchen, die sich nacheinander auf Päpste (beginnend im 12. Jahrhundert) beziehen, wobei aber keine Namen genannt werden, sondern jedem Pontifex gleichsam ein Leitwort zugedichtet wird.

Diese „Prophezeiungen“ sind ähnlich orakelhaft und vieldeutig wie jene des französischen Astrologen Nostradamus. Manchmal werden sie statt dem hl. Malachias auch dem hl. Philipp Neri zugeschrieben, was freilich ebenfalls unsinnig ist.

Papst Benedikt wird in der Malachias-Weissagung als zweitletzter Pontifex vor dem Weltende angesehen und mit den Worten “Gloria olivae” (Herrlichkeit der Olive bzw. Ruhm des Ölbaums) umschrieben, was freilich alles mögliche heißen kann. Der Ölbaum gilt sowohl ein Symbol des Friedens ist wie auch des Judentums oder kann einfach nur die Mittelmeer-Region bezeichnen.

Die angebliche Papstprophetie kann allerdings gar nicht aus dem 12. Jahrhundert  und damit auch nicht vom heiligen Malachias stammen, da sie erstmals 1595 auftauchte. Der Verfasser schrieb sie Erzbischof Malachias zu, um dadurch ihre Bedeutung und „Glaubwürdigkeit“ zu erhöhen. Dies weiß die wissenschaftliche Forschung schon seit dem 17. Jahrhundert.

Wahrscheinlicher Autor der orakelhaften Verse ist Alfonso Ceccarello, Sekretär von Kardinal Simoncelli, der beim Konklave 1590 als „papabile“ galt, aber nicht zum Papst gewählt wurde, obwohl die „Malachias-Weissagungen“ genau dies bezwecken sollten. Der Sekretär wollte also seinen Gönner also auf diese „prophetische“ Weise unterstützen. Die Wahl fiel allerdings auf einen anderen, nämlich Nikolaus Sfondrato, der sich Gregor XIV. nannte.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Weihbischof Scicluna, vatikanischer Mißbrauchsbeauftragter, würdigt den Einsatz Papst Benedikts für Aufklärungsarbeit

Charles Scicluna  –  er von 2002 bis 2012 Mißbrauchsbeauftragter des Vatikan  –  beklagt Probleme in der kirchlichen Priesterausbildung. Scicluna ist seit November 2012 Weihbischof in Malta.

Es gebe zwar keinen Zusammenhang zwischen dem Zölibat und Mißbrauch, so Scicluna, doch sollte es so sein, daß die Pflicht zur priesterlichen Enthaltsamkeit einen zusätzlichen Schutz bieten müsse: „Ein Zölibatärer sollte gelernt haben, seine sexuellen Impulse zu kontrollieren. Daher haben wir es mit einem Defizit in der Priesterausbildung zu tun.“

Scicluna war zehn Jahre lang für die kirchenrechtliche Bearbeitung der an den Vatikan gemeldeten Mißbrauchsfälle zuständig. Er würdigte die besonderen Verdienste des zurückgetretenen Papstes Benedikt bei der Aufarbeitung   –  und zwar schon in dessen Zeit als Präfekt der Glaubenskongregation:

Auf Betreiben von Kardinal Joseph Ratzinger habe Papst Johannes Paul II. im Jahr 2001 strengere Bestimmungen über die Ahndung sexuellen Mißbrauchs erlassen.

Quelle: ORF (österr. TV)