Evgl. Gemeindehilfsbund: „Praktizierte Homosexualität ist auch im 21. Jahrhundert eine Sünde“

Die Kirche darf nicht verschweigen, daß praktizierte Homosexualität nach dem biblischen Zeugnis auch im 21. Jahrhundert eine  Sünde ist, die vom Reich Gottes ausschließt.

Diese Ansicht vertrat der Geschäftsführer des Gemeindehilfsbundes, Johann Hesse, bei einer Tagung der Evangelisch-Lutherischen Bekenntnisgemeinschaft Sachsens zum Gesprächsprozeß innerhalb der sächsischen Landeskirche am 1. März in Rathen (Sächsische Schweiz).media-358103-2

Sie stand unter dem Thema „Es steht geschrieben… Zur Autorität der Schrift“.  – Hintergrund ist die Debatte um die Öffnung des Pfarrhauses für homosexuelle Pfarrer und ihre Partner in seelsorgerlich begründeten Einzelfällen und die darum entbrannte Debatte.

Wie Hesse sagte, muß die Aufgabe der Kirche darin bestehen, den Sünder zur Umkehr zu rufen und zu lehren, daß Veränderung und Erneuerung möglich sind. Sie sollte seelsorgerliche Angebote machen, die den Betroffenen helfen, mit ihren Gefühlen geistlich umzugehen und in den Ordnungen biblischer Ethik zu leben, anstatt zentrale Aussagen der Bibel zum Thema zu relativieren.

Leider werde die Autorität der Heiligen Schrift inzwischen selbst von Bischöfen infrage gestellt, so Hesse in seinem Referat zum Thema „Die Autorität der Heiligen Schrift in der Schrift“. 

So habe der Bischof der badischen Landeskirche, Ulrich Fischer, auf der Landessynode in Bad Herrenalb im April 2012 erklärt, daß Gott nicht selbst im Alten und Neuen Testament rede, „sondern wir haben es mit menschlichen Worten zu tun, durch die uns Gottesworte und -bilder vermittelt werden“.

Ein solches Verständnis vom Ursprung und Wesen der Bibel öffne einer „Auslegung der Beliebigkeit“ Tür und Tor: „Reden nur Menschen Worte und Bilder von und über Gott, so kann die Schrift jederzeit gesellschaftlichen Trends und Meinungen angepasst werden.“

Aus der „Bekennenden Kirche“ hervorgegangen

Die Evangelisch-Lutherische Bekenntnisgemeinschaft Sachsens entstand 1933/34 aus dem „Pfarrernotbund“ als Bekennende Kirche in Sachsen. Sie war eine kirchliche Widerstandsbewegung gegen die nationalsozialistische Unterwanderung der lutherischen Kirche in Sachsen durch die „Deutschen Christen“.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie maßgeblich an der Bildung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens beteiligt.

Der Leiter der Bekennenden Kirche, Hugo Hahn, wurde nach dem Krieg der erste Landesbischof der sächsischen Landeskirche. 1996 wurde die Bekennende Kirche Sachsens in einen eingetragenen Verein umgewandelt und in Bekenntnisgemeinschaft umbenannt, wie sie zu Beginn der 30er Jahre schon einmal hieß.

Die Mitglieder fühlen sich bis heute dazu verpflichtet, die Entwicklung der Kirche immer wieder auf Fehler zu überprüfen und gemäß der Heiligen Schrift und ihrem Bekenntnis neu auszurichten.

Quelle: http://www.idea.de


Klagegebet des Propheten Jeremias: „Sie zeigten mir den Rücken und nicht das Gesicht“

Aus der heutigen ligurgischen  Lesung der kath. Kirche: Buch Jeremia 7,23-28:

Vielmehr gab ich ihnen folgendes Gebot:
Hört auf meine Stimme, dann will ich euer Gott sein,                                Duccio
und ihr sollt mein Volk sein.
Geht in allem den Weg, den ich euch befehle,
damit es euch wohl ergehe.
Sie aber hörten nicht und neigten mir ihr Ohr nicht zu,
sondern folgten den Eingebungen und Trieben
ihres bösen Herzens.
Sie zeigten mir den Rücken und nicht das Gesicht.
Von dem Tag an, als eure Väter aus Ägypten auszogen,
bis auf den heutigen Tag sandte ich zu euch immer wieder
alle meine Knechte, die Propheten.
Aber man hörte nicht auf mich und neigte mir nicht das Ohr zu,
vielmehr blieben sie hartnäckig
und trieben es noch schlimmer als ihre Väter.
Auch wenn du ihnen alle diese Worte sagst,
werden sie nicht auf dich hören.
Wenn du sie rufst, werden sie dir nicht antworten.
Sag ihnen also: Dies ist das Volk,
das nicht auf die Stimme des HERRN, seines Gottes, hörte
und sich nicht erziehen ließ.
Die Treue ist dahin, aus ihrem Mund verschwunden.