„Münstersche Zeitung“ verunglimpft friedliche Lebensrechtler als „radikal“ und bezeichnet Krawall als „bunten“ Protest

Manipulation pur: Wie eine Tageszeitung am heutigen Sonntag die Opfer zu Tätern umschreibt

Die Münstersche Zeitung, deren einseitige „Berichterstattung“ seit Jahrzehnten bekannt ist, hat in ihrem heutigen Online-Artikel über den Gebetszug der Lebensrechtler am gestrigen Samstag ihrem Linksdrall wieder alle Unehre gemacht:

Schon der Titel ist bezeichnend:  „1000-Kreuze-Marsch: 400 Demonstranten erheben Stimme gegen Abtreibungsgegner“. 

Warum heißt es nicht: „Lebensrechtler erheben Stimme für die Ungeborenen?“  – Weil an die bedrohten Kinder im Mutterleib nicht erinnert werden soll?  PICT0027

Sodann waren die gegen den Gebetszug Protestierenden keine „Gegendemonstranten“, sondern Randalierer, die das Demonstrationsrecht der friedlichen Christen attackierten, weshalb ca. zweihundert Polizisten nötig waren, um die Lebensrechtler vor Chaoten zu schützen.

Doch damit nicht genug: Schon im Einleitungssatz des MZ-Artikels ist sodann von „radikalen Abtreibungsgegnern“ die Rede.

Wie bitte? Die betenden und singenden Christen sind also „radikal“ – und nicht etwa die linksradikalen Krawallmacher?!

Die Randalierer werden folgendermaßen vorgestellt: „Hinter den Absperrungen werden die christlichen Fundamentalisten mit buntem und lautstarkem Protest empfangen.“

Daß die MZ sehr genau über den wahren Sachverhalt informiert ist und insofern bewußt die Sachlage unrichtig darstellte, geht aus ihrer eigenen Fotostrecke hervor, die sie gemeinsam mit ihrem Bericht veröffentlichte: PICT0165

Auf dem 6. Bild erkennt man gegen die Polizei randalierende Protestler (einer davon ist vermummt, was strafrechtlich verboten ist).   – Auf dem 29. Foto sieht man ein hochgehaltenes, gotteslästerliches Plakat der Chaotenseite: „Hätt Maria bloß abgetrieben.“ 

Wohlgemerkt: das ist also „bunter“ Protest   – und die durchweg friedlichen Lebensrechtler sind „Radikale“.

Wie gut (für die Linksradikalen!), daß es die „Münstersche Zeitung“ gibt, der es mit manipulativer Wortwahl gelingt, den wirklichen Sachverhalt komplett umzudrehen.

Der Vorgang ist umso dreister, als im Bericht selber aus der gestrigen Polizeimeldung zitiert wird, wonach die Beamten sieben Strafanzeigen gegen die ultralinken Protestler erstellten,  sechs wegen Vermummung und „eine siebte Strafanzeige wird schließlich fällig, weil ein Unbekannter in der Nähe des Bahnhofs Pyrotechnik zündet.“  –  Das war dann wohl auch ein echt „buntes“ Anliegen, wie wir annehmen?!

Die Negativ-Berichterstattung der MZ über die Lebensrechtler setzt sich dann wie folgt fort:

„Mit starren Gesichtern bemühen sich die „ProLife“-Anhänger, die Pfiffe, die Trommeln und die „Haut ab“-Rufe hinter den Polizei-Absperrungen zu ignorieren.“

Hätten die Lebensrechtler ihren Gebetszug vielleicht in Faschingslaune vollziehen sollen?  – Abgesehen davon: Wie wenig „starr“ die christlichen Teilnehmer in Wahrheit wirken, kann man an unserer Fotostrecke erkennen.

Natürlich hat die Zeitung einige Erklärungsnot, um die vermeintliche „Radikalität“ der Lebensrechtler zu belegen. Aber wer sucht, der findet: 

„Einer der Abtreibungs-Gegner hat sich demonstrativ Lärmschutz-Kopfhörer aufgesetzt. Dialog-Bereitschaft sieht sicherlich anders aus.“

Wie bitte?!  –  Chaoten stören mit ohrenbetäubendem Lärm einen friedlichen Gebetszug  – und dann wird den Opfern fehlende „Dialog-Bereitschaft“ vorgeworfen.

Wie sich ein „Dialog“ mit Krawallmachern konkret „gestaltet“, hat die Redaktion ihren Lesern freilich nicht erläutert.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

DIESER ARTIKEL wurde auch vom medienkritischen Internetportal JOURNALISTENWATCH veröffentlicht: http://journalistenwatch.com/cms/2013/03/10/munstersche-zeitung-verunglimpft-friedliche-lebensrechtler-als-radikal-und-bezeichnet-krawall-als-bunten-protest/

 


5 Kommentare on “„Münstersche Zeitung“ verunglimpft friedliche Lebensrechtler als „radikal“ und bezeichnet Krawall als „bunten“ Protest”

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  2. […] Manipulation pur: Wie eine Tageszeitung am heutigen Sonntag die Opfer zu Tätern umschreibt […]

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  3. Wattwunder sagt:

    Ja und nun? Stehen lassen und liebevoll schweigen und somit Lüge und Rechtsbruch akzeptieren und gutheißen? Gibt es keinen mannhaften christlichen Anwalt, der diesem Lügenblatt entgegentritt? Der Klage erhebt gegen Blasphemie? Okay, warten wir halt, bis die ersten „gewalttätigen“ Demonstranten im Knast sitzen!

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    • gesundheit sagt:

      Hallo Wattwunder
      Da werden wir wohl lange warten müssen, bis der Knast sich füllt. Die Polizei hat doch selbst Angst vor solchen Typen. Und was bringt das – Kosten für den Steuerzahler – die kommen raus – und schon geht es wieder los. Die Bestrafung muss richtig weh tun – der Geldbörse…

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  4. gesundheit sagt:

    Da sieht man mal wieder, womit Journalisten ihr Geld verdienen, mit Lügen und alles ins falsche Licht setzen.Da kann ich nur sagen – pfui.Und leider werden solche Unwahrheiten auch noch geglaubt – wie in Funk und Fernsehen.Solche Lügenzeitungen müssten verboten werden.

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