CDU/CSU-Fraktion widerspricht Steinbrück: Deutsche Marine nicht infragestellen

„Schlag ins Gesicht der Marine-Soldaten“

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat sich auf einer Fachkonferenz zur gemeinsamen europäischen Sicherheitsarchitektur geäußert. Dazu erklärt der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ernst-Reinhard Beck:

„Der Kanzlerkandidat der SPD verfügt offensichtlich nicht über ein ausreichendes außen- und sicherheitspolitisches Grundwissen. Sein Vorschlag über eine gemeinsame europäische Marine („Warum nicht eine gemeinsame Marine?“) bedeutet faktisch die Auflösung der bestehenden Deutschen Marine.

Dabei steht die Marine gerade heute vor großen Herausforderungen, wie die Sicherung freier Handelswege, die Bekämpfung von Piraterie und die Absicherung von Seegrenzen. Dies ignoriert Herr Steinbrück mit seinen Vorschlägen.

Mit seinem Vorstoß hat er zudem jedem Angehörigen der Marine einen Schlag ins Gesicht versetzt; sie leisten hervorragende Arbeit bei internationalen Friedenseinsätzen und tragen weltweit zur Piraterie- und Terrorbekämpfung bei, zum Beispiel im Rahmen des UNIFIL-Mandates vor der libanesischen Küste, der EU-geführten Anti-Piraterie-Mission ATALANTA am Horn von Afrika oder der Operation Active Endeavour im Mittelmeerraum.

Selbstverständlich ist es ein gemeinsames Ziel, die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Außen- und Sicherheitspolitik mit den europäischen Partnern und den NATO-Verbündeten weiter voranzutreiben und gegebenenfalls Kompetenzen zu bündeln. Dafür gibt es bereits umfassende vertragliche Vereinbarungen. Eine derartige Bündelung von Kompetenzen kann aber nur den Erhalt der Deutschen Marine bedeuten, die sich dann  –  so wie jetzt schon eingeleitet  –  auf Kernkompetenzen beschränkt. Auch dies ist Teil der von der die christlich-liberale Koalition angeschobenen Bundeswehrreform.

„Deutsche Marine gehört zum Profil der Bundeswehr“

Gerade die Deutsche Marine ist ein Paradebeispiel für gut funktionierende Bündnisfähigkeit, weil sie seit ihrer Gründung stets in multinationalen Einsatzverbänden operiert und geübt hat. Diese Teilstreitkraft bildet mit ihren einzigartigen Fähigkeiten einen zentralen Kern des Fähigkeitsprofils der Bundeswehr. Die Deutsche Marine zur Disposition zu stellen, so wie es Herr Steinbrück vorschlägt, wäre unverantwortlich und würde die Stellung der Bundesrepublik als sicherheitspolitischer Partner nachhaltig schwächen.  Der SPD-Kanzlerkandidat irrt sich gewaltig, wenn er glaubt, „Pooling und Sharing“ könne man mit einer Abschaffung der Marine gleichsetzen.

Als CDU/CSU-Bundestagsfraktion wollen wir die Eigenständigkeit der jeweiligen Streitkräfte im engen Verbund mit den Bündnispartnern stärken, gerade weil wir auch weiterhin über deutsche Bundeswehreinsätze im Deutschen Bundestag entscheiden wollen.“

 
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
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Augsburg: Bischof Zdarsa hofft auf „Vertiefung von Gebet und Frömmigkeit“ durch den neuen Papst

Bischof Konrad Zdarsa äußerte sich gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“ über Papst Franziskus erfreut darüber, daß der neue Papst die deutsche Sprache beherrscht. Sein erster Auftritt sei von wenigen Worten und viel Demut geprägt gewesen.

„Ich hoffe, dass sich unter ihm der Blick wieder weitet. Wir sind eine Weltkirche. Was in Deutschland als heißes Thema behandelt wird, spielt in großen Teilen der Weltkirche keine Rolle“, erklärte der Augsburger Oberhirte. Er fügte hinzu: „In der Diözese Augsburg hat die Wahl all diejenigen bestätigt, die auf eine Vertiefung der Geistlichkeit und Gebetsfrömmigkeit gesetzt haben.“

Prälat Wilhelm Imkamp, Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild im Bistum Augsburg, hat ebenfalls eine klare Meinung: „Dass die Wahl so schnell war, zeugt davon, wie viel Unsinniges im Vorfeld auch von Professoren geredet wurde“, sagte er und erklärte: „Bei dieser Wahl hat man gesehen, wie perfekt das Kardinalskollegium funktioniert.“

Quelle: Augsburger Allgemeine vom 15.3.2013


Yad Vashem: Israel plant eine Ehrung des deutschen Judenretters Albert Göring als „Gerechter unter den Völkern“

Albert Göring, der Bruder des führenden Nationalsozialisten Hermann Göring, gehört zu den Kandidaten für die Auszeichnung „Gerechter unter den Nationen“, die vom Holocaust-Museum Jad Vashem in Jerusalem vergeben wird.

Vor und während des Krieges half Albert Göring vielen Juden, Ausreisepapiere zu erhalten und rettete so ihr Leben. Er schickte auch Lastwagen in Konzentrationslager mit Anforderungen nach Arbeitern. Diese Lastwagen hielten dann in abgelegenen Gebieten, um den Arbeitern die Flucht zu ermöglichen. BRD + Israel

Irena Steinfeldt, Direktorin der Abteilung für “Gerechte unter den Nationen“ in Jad Vaschem, bereitet offenbar eine Akte über Albert Göring vor, die ihm die Auszeichnung sichern soll. Ein „Gerechter unter den Völkern“ wird jemand, der nicht nur jüdische Leben rettete, sondern auch sein eigenes dafür riskierte.

Trotz ihrer gegensätzlichen politischen Ansichten standen sich die Göring-Brüder nahe. Albert nutzte jedoch den Einfluß seines älteren Bruders, um jüdischen Freunden oder politischen Gefangenen zu helfen. Der überall bekannte Familienname schüzte ihn auch vor allzu starker Überwachung durch die Gestapo. Ein Bericht dieser Behörde bezeugt den Widerwillen Albert Görings gegen das Nazi-Regime: Er duldete zB. keinen „Heil Hitler“-Gruß in seiner Gegenwart.

Der Judenretter lebte nach dem Krieg in München. Er wurde wegen seines Familiennamens gemieden. In diesen Jahren bitterer Armut und Arbeitslosigkeit wurde er von Überlebenden des NSDAP-Regimes, denen er geholfen hatte, unterstützt. Er arbeitete gelegentlich als Autor und Übersetzer. Seine bescheidene Wohnung in München war weit entfernt vom Luxus seiner Kindheit. Er starb am 20. Dezember 1966 im Alter von 71 Jahren an Krebs, ohne daß seine tapfere Judenrettung von der Öffentlichkeit anerkannt worden wäre.

Quelle: http://www.israelheute.com


„Der Gerechte ist unserer Gesinnung ein lebender Vorwurf, schon sein Anblick ist uns lästig“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Buch der Weisheit 2,1a.12-22:

Die Ungerechten tauschen ihre verkehrten Gedanken aus und sagen:

„Kurz und traurig ist unser Leben; für das Ende des Menschen gibt es keine Arznei, und man kennt keinen, der aus der Welt des Todes befreit. Laßt uns dem Gerechten auflauern! Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg.

Dr. Bernd F. Pelz

Dr. Bernd F. Pelz

Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung. Er rühmt sich, die Erkenntnis Gottes zu besitzen, und nennt sich einen Knecht des HERRN.

Er ist unserer Gesinnung ein lebendiger Vorwurf, schon sein Anblick ist uns lästig; denn er führt ein Leben, das dem der andern nicht gleicht, und seine Wege sind grundverschieden.

Als falsche Münze gelten wir ihm; von unseren Wegen hält er sich fern wie von Unrat. Das Ende der Gerechten preist er glücklich und prahlt, Gott sei sein Vater. Wir wollen sehen, ob seine Worte wahr sind, und prüfen, wie es mit ihm ausgeht. Ist der Gerechte wirklich Kind Gottes, dann nimmt sich Gott seiner an und entreißt ihn der Hand seiner Gegner.

Roh und grausam wollen wir mit ihm verfahren, um seine Sanftmut kennenzulernen, seine Geduld zu erproben. Zu einem ehrlosen Tod wollen wir ihn verurteilen; er behauptet ja, es werde ihm Hilfe gewährt.“

So denken sie, aber sie irren sich; denn ihre Schlechtigkeit macht sie blind. Sie verstehen von Gottes Geheimnissen nichts, sie hoffen nicht auf Lohn für die Frömmigkeit und erwarten keine Auszeichnung für untadelige Seelen.