Petition für mehr Rentengerechtigkeit zugunsten älterer Mütter

Von Dr. Johannes Resch

Hier folgt ein Link zu einer Petition für die Renten älterer Mütter, die jüngeren Müttern gleichgestellt werden sollen:

https://www.openpetition.de/petition/online/3-entgeltpunkte-bei-der-rente-auch-fuer-muetter-die-ihre-kinder-vor-1992-geboren-haben

Die Forderung der Petition bleibt zwar noch hinter den Forderungen nach Gerechtigkeit zurück.
Aber immerhin wäre eine Gleichstellung älterer Mütter beim Anspruch auf die Anerkennung von drei Erziehungsjahren ein Fortschritt.

(Wenn das Fenster  bei der Petition nicht gleich aufgeht, ist es vielleicht noch durch ein aktives Fenster verdeckt.)

Die Verbesserung der Renten von Müttern, die vor 1992 Kinder geboren haben, ist zwar mal wieder in der Diskussion. Es ist aber lange noch nicht sicher, dass sie verwirklicht wird.

Sie können den Link gerne weiter verbreiten.  Hier macht eine Kettenreaktion mal Sinn.


Familienfreundlichkeit Fehlanzeige – SPD will Ehegattensplitting abschaffen

In Deutschland sinkt die Geburtenrate. Doch wirklich willkommen sind kinderreiche Familien hierzulande oft keineswegs.  Das ist die These eines Berichtes der Sendung „Report München“, der unlängst ausgestrahlt wurde. Für den Generalsekretär der Dt. Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, ist es höchste Zeit, daß Probleme der Familienpolitik thematisiert werden.

Die Autoren des Beitrages bringen Beispiele dafür, wie wenig familienfreundlich es in Deutschland mitunter zugeht. Sie begleiteten etwa Familie Gaßmann einen Tag lang. Diese Familie besteht aus dem Ehepaar Gaßmann und neun Kindern.

In dem Bericht heißt es, dass der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück derzeit damit Wahlkampf betreibe, das Ehegattensplitting abschaffen zu wollen. Gegenüber „Report“ habe sich Steinbrück dazu aber nicht äußern wollen. „Er und seine Partei möchten das Geld in Betreuungsplätze stecken. Doch macht das mehr Sinn?“, fragen die Autoren.

PLAKAT des KOMM-MiT-Verlags

Ecclesia-PLAKAT des KOMM-MiT-Verlags in Münster

 

Die Reporter besuchen in Bonn den Präsidenten der Dt. Gesellschaft für Demographie, Tilman Mayer. Er stellt fest, daß die Geburtenrate in Ehen wesentlich höher sei. „Ich würde der politischen Öffentlichkeit und auch der Politik raten, an einem Instrument, das sich insgesamt bewährt hat, festzuhalten, einfach weil nach aller Erfahrung auch die Planungen des Kinder-Habens damit verbunden sind.“

Für die Sontheimers würde die Abschaffung des Ehegattensplittings über 4000 Euro weniger im Jahr bedeuten. Für Frau Haug-Sontheimer hieße das, daß sie nicht zuhause bleiben könnte und das Kind in die Krippe gehen müsste.

Der Staatsrechtler Christian Seiler von der Universität Tübingen erklärt, in der Ehe würden auch Leistungen erbracht, die den Staat entlasten. Deswegen werde die Ehe im Grundgesetz geschützt. Seiler sagt: „Stellen Sie sich nur einmal vor, all die Leistungen der Betreuung von Kranken, von Alten und so weiter, die in der Ehe geleistet werden, müsste der Sozialstaat übernehmen – er wäre damit rasch überfordert.“

Hartmut Steeb, Generalsekretär der Evangelischen Allianz und selbst kinderreicher Familienvater,  stimmt der Aussage zu, daß es Großfamilien nicht leicht haben in Deutschland: „Für eine Großfamilie ist es preisgünstiger, ein Fahrzeug für eine gemeinsame Fahrt anzumieten als mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Wo Familie draufsteht, ist selten wirklich Familie drin!“ 

Das Ehegattensplitting nennt Steeb eine „sinnvolle und sachgemäße Regelung“. Nach Artikel 6 des Grundgesetzes werde nicht nur die Familie unter den Förderungs- und Schutzmantel des Staates gestellt, sondern eben auch schon die Ehe. „Dabei spielt natürlich der Grundgedanke eine große Rolle, dass die Ehe im Normalfall auch den besten Boden für eine gelingende Familie bildet, aber sie ist auch schon davor schlicht und ergreifend eine gute Schöpfungsordnung Gottes.“

Wer was wie viel zu welchem Verdienst arbeitet und wie –  das sei alleine die souveräne Entscheidung dieser Ehe überlassen. Eine Abschaffung des Ehegattensplitting bezeichnet er als „ehe- und im höchsten Grad familienfeindlich“.

Steeb erklärt: „Man muss dann schauen, dass die Ehepartner möglichst gleich viel Geld verdienen, weil unter ihnen kein Ausgleich mehr möglich ist, beziehungsweise steuerlich irrelevant, man könnte auch sagen bestraft wird.“

Vor allem würden Ehepartner benachteiligt, bei denen einer für einige Jahre für das Kind auf ein Einkommen verzichtet. „Das ist auch politisch dumm, wirtschaftlich schwach und höchst unsozial“, sagt Steeb.

Quelle: Medienmagazin PRO


Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten

Aus der Sonntagslesung der kath. Kirche: Psalm 126 (125),1-2ab.2cd-3.4-5.6:

Als der HERR das Los der Gefangenschaft Zions wendete,
da waren wir alle wie Träumende.                                                            TochterZion
Da war unser Mund voll Lachen
und unsere Zunge voll Jubel.
Da sagte man unter den anderen Völkern:
«Der HERR hat Großes an ihnen getan.»
 
Ja, Großes hat der HERR an uns getan,
deshalb waren wir fröhlich.
Wende doch, HERR, unser Geschick,
wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.
Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten.
Sie gehen hin unter Tränen und tragen den Samen zur Aussaat.
Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein.
 
 

Fulda: Evangelischer Pastor wird katholisch – vor allem im Hinblick auf Kirchenväter und Eucharistie

 „Ich bleibe meinen evangelikalen Glaubensgeschwistern von Herzen verbunden.“

Der ehemalige Baptistenpastor Ingo Heinrich (Fulda) ist in die römisch-katholische Kirche gewechselt. Wie erst jetzt bekannt wurde, fand der Schritt gemeinsam mit Ehefrau Annette bereits Ende Dezember im Bonifatiuskloster in Hünfeld bei Fulda während einer hl.  Messe statt.

Foto: E. Gründler

Foto: E. Gründler

Der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte Heinrich dazu auf Rückfrage, er habe mit diesem Schritt auch seinen über 20-jährigen Dienst als freikirchlicher Pastor beendet. Ursprünglich war er Pastor im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden. Mit der Berufung in den Gemeindedienst der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Fulda im Jahr 2008 war er Baptist geworden. „Die Frage nach der Wahrheit“ sei für ihn nun der entscheidende Grund für seinen Konfessionswechsel gewesen.

So sei er davon überzeugt, daß das frühe Christentum und das Leben der Kirchenväter sich am ehesten mit dem ursprünglichen Willen Christi decke. Diese Anschauung finde er in der Lehre der katholischen Kirche wieder.

Zudem glaube er,  daß das Abendmahl nicht nur sinnbildlich verstanden werden dürfe, sondern daß in der Eucharistie Jesus Christus selbst den Gläubigen begegnet.

Seinen katholischen Glauben empfinde er als eine Vertiefung und Weiterführung dessen, was er als Protestant geglaubt habe. Deshalb sei er dankbar für seine evangelische Zeit: „Ich bleibe meinen evangelikalen Glaubensgeschwistern von Herzen verbunden.“

Die berufliche Zukunft des ev. Ex-Pastors ist noch ungewiß.  hat sich an der kath. Theologischen Fakultät Fulda eingeschrieben, um sich auf einen eventuellen Dienst als Diakon oder Priester vorzubereiten. Darüber hinaus hat er eine Anstellung im Umfang einer halben Stelle im Jugendbüro der Ordensgemeinschaft „Hünfelder Oblatenmissionare“.

Quelle: http://www.idea.de