Ansprache von Papst Franziskus vor dem Diplomatischen Corps im Vatikan am 22.3.2013: „Es gibt keinen wirklichen Frieden ohne Wahrheit“

Am heutigen Freitagmorgen traf Papst Franziskus das Diplomatische Corps, das beim Heiligen Stuhl akkreditiert ist, im Vatikan. Wir dokumentieren hier vollständig seine auf italienisch gehaltene Rede in einer Übersetzung von Radio Vatikan:

Exzellenzen,
meine Damen und Herrn,

ich danke Ihrem Dekan, Botschafter Jean-Claude Michel, von Herzen für die schönen Worte, die er im Namen aller an mich gerichtet hat, und mit Freude empfange ich Sie zu dieser einfachen, aber zugleich intensiven Begrüßung, die gleichsam für die Umarmung steht, mit der der Papst die Welt umfängt. Denn durch Sie begegne ich Ihren Völkern, und so kann ich in gewissem Sinn jeden Ihrer Mitbürger erreichen, mit seinen Freuden, seinen dramatischen Situationen, seinen Erwartungen, seinen Wünschen.

Foto: Radio VatikanDass Sie so zahlreich erschienen sind, ist auch ein Zeichen dafür, dass die Beziehungen, die Ihre Länder mit dem Heiligen Stuhl unterhalten, erfolgreich sind, dass sie wirklich eine Möglichkeit zum Wohl der Menschheit darstellen. Das ist es ja, was dem Heiligen Stuhl am Herzen liegt: das Wohl eines jeden Menschen auf dieser Erde!

Und genau mit dieser Intention beginnt der Bischof von Rom seinen Dienst, wobei er weiß, dass er auf die Freundschaft und die Zuneigung der Länder zählen kann, die Sie vertreten, und die Gewissheit hat, dass Sie diesen Vorsatz teilen.

Zugleich ist es, wie ich hoffe, auch die Gelegenheit, einen Weg zu beginnen mit den wenigen Ländern, die noch keine diplomatischen Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl unterhalten und von denen einige, denen ich von Herzen danke, bei der Messe zu meiner Amtseinführung zugegen waren oder Botschaften als Geste der Verbundenheit gesandt haben.

Wie Sie wissen, gibt es mehrere Gründe, warum ich bei der Wahl meines Namens an Franziskus von Assisi gedacht habe  –  eine Persönlichkeit, die über die Grenzen Italiens und Europas hinaus und auch bei denen, die nicht den katholischen Glauben bekennen, wohlbekannt ist.

Einer der ersten Gründe ist die Liebe, die Franziskus zu den Armen hatte. Wie viele Arme gibt es noch in der Welt! Und welchen Leiden sind diese Menschen ausgesetzt! Nach dem Beispiel des heiligen Franziskus von Assisi hat die Kirche immer versucht, sich in jedem Winkel der Erde um die Notleidenden zu kümmern, sie zu behüten, und ich denke, dass Sie in vielen Ihrer Länder das großherzige Wirken jener Christen feststellen können, die sich engagieren, um den Kranken, den Waisen, den Obdachlosen und allen Ausgegrenzten zu helfen, und die so daran arbeiten, menschlichere und gerechtere Gesellschaften aufzubauen.

„Es gibt auch die geistliche Armut unserer Tage“

Doch es gibt auch noch eine andere Armut. Es ist die geistliche Armut unserer Tage, die ganz ernstlich auch die Länder betrifft, die als die reichsten gelten. Es ist das, was mein Vorgänger, der liebe und verehrte Benedikt XVI., „Diktatur des Relativismus“ nennt und was jeden sein eigener Maßstab sein lässt und so das Zusammenleben unter den Menschen gefährdet.

Und damit komme ich zu einem zweiten Grund für meinen Namen. Franziskus von Assisi sagt: Arbeitet, um den Frieden aufzubauen! Aber es gibt keinen wirklichen Frieden ohne Wahrheit!

Es kann keinen wahren Frieden geben, wenn jeder sein eigener Maßstab ist, wenn jeder immer und einzig sein eigenes Recht einfordern kann, ohne sich gleichzeitig um das Wohl der anderen – aller – zu kümmern, angefangen von der Natur, die alle Menschen auf dieser Welt verbindet.

Einer der Titel des Bischofs von Rom ist Pontifex, das heißt Brückenbauer  –  Brücken zu Gott und zwischen den Menschen. Ich wünsche mir wirklich, dass der Dialog zwischen uns dazu beiträgt, Brücken zwischen allen Menschen zu bauen, so dass jeder im anderen nicht einen Feind, einen Konkurrenten sieht, sondern einen Bruder, den er annehmen und umarmen soll!

Außerdem drängt mich meine eigene Herkunft dazu, Brücken zu bauen. Wie Sie wissen, kommt ja meine Familie aus Italien; und so ist in mir stets dieser Dialog zwischen Orten und Kulturen lebendig, die voneinander entfernt sind  –  zwischen dem einen und dem anderen Ende der Erde, die heute einander immer näher rücken, voneinander abhängig sind, es nötig haben, einander zu begegnen und wirkliche Räume echten Miteinanders zu schaffen.

Grundlegend in diesem Werk ist auch die Rolle der Religion. Man kann nämlich keine Brücken zwischen den Menschen bauen, wenn man Gott vergisst. Doch es gilt auch das Gegenteil: Man kann keine wahre Verbindung zu Gott haben, wenn man die anderen ignoriert.

Darum ist es wichtig, den Dialog zwischen den verschiedenen Religionen zu verstärken  –  ich denke besonders an den mit dem Islam  –, und ich habe die Anwesenheit vieler ziviler und religiöser Autoritäten der islamischen Welt bei der Messe zu meiner Amtseinführung sehr geschätzt. Und es ist auch wichtig, die Gegenüberstellung mit den Nichtgläubigen zu intensivieren, damit niemals die Unterschiede, die trennen und verletzen, überhand nehmen, sondern bei aller Verschiedenheit doch der Wunsch überwiegt, wahre Bindungen der Freundschaft zwischen allen Völkern zu aufzubauen.

Die materielle wie die geistliche Armut bekämpfen, Frieden schaffen und Brücken bauen  –  das sind gleichsam die Bezugspunkte eines Weges, den mitzugehen ich jedes der Länder, die Sie vertreten, einlade. Das ist jedoch ein schwieriger Weg, wenn wir nicht immer mehr lernen, diese unsere Erde zu lieben.

Auch in diesem Fall hilft es mir, an den Namen Franziskus zu denken, der eine tiefgreifende Achtung gegenüber der gesamten Schöpfung und die Bewahrung dieser unserer Umwelt lehrt, die wir leider allzu oft nicht zum Guten gebrauchen, sondern sie gierig ausbeuten zum gegenseitigen Schaden.

Liebe Botschafter, meine Damen und Herren,

ich danke Ihnen nochmals für all die Arbeit, die Sie in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat vollbringen, um Frieden zu schaffen und Brücken der Freundschaft und des Miteinanders zu bauen. Über Sie möchte ich Ihren Regierungen noch einmal meinen Dank übermitteln für ihre Teilnahme an den Festlichkeiten anlässlich meiner Wahl, in der Vorausschau auf eine fruchtbare gemeinsame Arbeit. Der allmächtige Herr erfülle jeden von Ihnen, Ihre Familie und die Völker, die Sie vertreten, mit seinen Gaben.

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan


CDU/CSU-Fraktion: Aufarbeitung der „DDR“-Diktatur konsequent fortsetzen

Am heutigen Freitag wurde im Deutschen Bundestag der Bericht der Bundesregierung zum Stand der Aufarbeitung der SED-Diktatur debattiert. Dazu erklärt der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen, in einer Pressemeldung:

„Wie keine andere Fraktion stand und steht die CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Notwendigkeit, in der wichtigen Aufarbeitungsarbeit nicht nachzulassen. Es darf keinen Schlussstrich unter die Aufarbeitung geben!

Deshalb bewertet unsere Fraktion den Bericht der Bundesregierung zum Stand der Aufarbeitung der SED-Diktatur als einen wichtigen Meilenstein auf dem langen Weg der Vergangenheitsbewältigung. Die christlich-liberale Koalition hat diesen Bericht im Koalitionsvertrag angefordert, um die Maßnahmen zur geschichtlichen Aufarbeitung der DDR-Diktatur zu verstärken und der zunehmenden Verklärung entgegenzuwirken.

Auch wenn es noch Defizite beim Wissen um die DDR-Diktatur  –  besonders bei Jugendlichen  –  gibt und sich die Opfer bei der strafrechtlichen Rehabilitierung nicht immer „gerecht“ vertreten fühlen, ist die politische und wissenschaftliche Aufarbeitungsleistung insgesamt beispielhaft.

Dafür spricht auch, dass sich viele Staaten in Osteuropa und aktuell auch in Nordafrika bei ihrer Aufarbeitung der Geschichte an unserem Vorgehen orientieren…

Alle politischen Entscheidungen, die in den vergangenen 23 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur geleistet haben, beruhen auf der Initiative und der maßgeblichen Beteiligung der CDU/CSU-Fraktion:

Das Stasiunterlagengesetz, die Enquete-Kommissionen „Zur Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“, die Gründung der Stiftung Aufarbeitung , die Einführung einer SED-Opferrente, die Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption, die sogenannte Schnipselmaschine, ein Computerprogramm, das die virtuelle Rekonstruktion zerrissener Stasi-Unterlagen ermöglichen soll und unlängst die Einrichtung eines Zeitzeugenbüros.“

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1  –  11011 Berlin
fraktion@cducsu.de
http://www.cducsu.de


Das aktuelle Desaster der EU-Rettungspolitik am Beispiel Zypern

Stellungnahme des FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler:

Jeder erpresst nun jeden. Neulich schrieb ich, dass Irland sich in der Lage sähe, Deutschland und die Eurozone zu erpressen. Es ging um neue und vorteilhaftere Konditionen für die irischen Banken. Nun erpresst die Troika Zypern mit einem Nimm-10-Milliarden-oder-gar-nichts-Angebot. Dessen Regierung stimmt zu, während seine Regierungskoalition es geschlossen ablehnt.

Frank Schäffler

Frank Schäffler

Dann verbessert Zypern seine Verhandlungsposition, indem es die Troika mit den Russen in die Zange nimmt. Die EZB leistet umgehend Hilfe an der offenen Flanke und droht mit Kündigung der ELA-Kredite, mit denen sie über zwei Jahre lang still und heimlich die zyprischen Banken finanziert hat.

Während dieser Zeit hat sie dem Abfluss von Haftkapital tatenlos zugesehen. Die Rettungspolitik hat aus der Eurozone einen Schacher- und Erpresserclub gemacht. Auf jedem Basar geht es ehrlicher und anständiger zu.

Aus dem Gebälk der Eurozone raucht es. Wenn sich die Politik nicht ändert, dann werden bald Flammen daraus schlagen und die Rettungseuropäer vor den Trümmern dessen stehen, was einmal die europäische Einigung werden sollte. Diese andere Politik habe ich mehrfach skizziert und immer wieder gefordert. Ich will meinen Plan C einmal mehr zunächst allgemein und dann speziell am Beispiel Zypern schildern.

Wir brauchen – allgemein gesprochen – eine Rückkehr zur Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit. Das bedeutet, dass der Staat es toleriert, wenn Unternehmen bankrott gehen. Was für Schlecker und Opel richtig ist, das ist auch bei Banken richtig. So wie die Insolvenz von Schlecker ohne Steuergelder zur „Rekapitalisierung“ auskommt, kommt auch die Insolvenz einer Bank ohne Steuergelder aus. Das gilt für jede Bank. Die Politik konzentriert sich auf die Rahmenbedingungen, der Staat stellt den Insolvenzrichter. Insolvenzen sind regelgebundene Verfahren, die sich nach Gesetzen richten. Sie sind eine Angelegenheit für Insolvenzverwalter und Gerichte, nicht für eine Troika oder Regierungen.

Marktwirtschaft heißt, dass wer Risiken eingeht, die Chance auf den Ertrag hat. Marktwirtschaft heißt, dass Risiken sich verwirklichen können und dürfen. Das gilt für Investoren in Banken und ihre Gläubiger. Das gilt für Anleger in Staatsanleihen.

Speziell in Bezug auf Zypern heißt das, dass die die zyprischen Banken getrennt von den Problemen des zyprischen Staates zu betrachten sind. Die Troika behauptet, der „zyprische Banksektor“ bräuchte 10 Milliarden Euro zur Rekapitalisierung. Das ist in seiner Allgemeinheit schlicht Unfug. Nicht der Banksektor braucht Geld, sondern einzelne Banken.

In einer Marktwirtschaft gibt es kein Branchenkollektiv. Vielmehr handelt jedes Unternehmen eigenverantwortlich. Das gilt auch und gerade im Hinblick auf seine Finanzierungsstruktur. Wenn eine Bank in finanzielle Schwierigkeiten gerät, dann betrifft das ihre verschiedenen Gruppen von Gläubigern und Eigentümern. Diese haben komplexe Verträge geschlossen. Aus diesen ergibt sich, wer im Falle einer Insolvenz an welcher Rangstelle befriedigt wird. Aus diesen Verträgen ergibt sich auch die Verhandlungssituation in der Insolvenz oder der Insolvenznähe. Manchmal zeigt sich, dass es für Gläubiger und Eigentümer vorteilhaft ist, frisches Geld nachzuschießen.

Wenn zum Beispiel russische Einleger oder Gläubiger zyprischer Banken es für nötig halten, so könnten sie Kapital nachschießen. Überlegungen dazu gab es. Manchmal zeigt sich, dass man dem guten Geld kein schlechtes hinterherwerfen sollte. Dann beißen Gläubiger und Eigentümer in den sauren Apfel und tragen die Verluste. So ist die Marktwirtschaft. So ist das bei zyprischen Banken.

Ließe die Politik das Funktionieren der Marktwirtschaft zu, so würde das Schicksal seiner Banken Zyperns Staatshaushalt nicht belasten. Bei einer marktwirtschaftlichen Lösung kommt die Bankenrettung ohne Steuergeld aus. Immer wenn Steuergeld beteiligt ist, gilt: Der Staat mischt sich ein und verhindert und stört die Marktfunktionen.

Quelle und Fortsetzung des Artikels auf Frank Schäfflers Webseite: http://www.frank-schaeffler.de/node/2296

 


Neues aus Medjugorje: Jährliche „Marienerscheinung“ der Seherin Mirjana an ihrem Wiegenfest (18. März)

Mehrere tausend Pilger haben sich am 18.3.2013 in Medjugorje versammelt, einer kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsstätte in Bosnien-Herzegowina. Die Vision Mirjanas begann kurz vor 14 Uhr und dauerte 6 Minuten lang.

Diese „Seherin“ will vom 24.6.1981 bis 25.12.1982 tägliche Marienerscheinungen erlebt haben. An jenem Weihnachtsfest hat ihr die „Madonna“ das zehnte „Geheimnis“ anvertraut und gesagt, daß sie ihr ganzes Leben lang jährlich eine Erscheinung haben werde  –  und zwar am 18. März, ihrem Geburtstag. media-377708-2

Die „himmlische“ Botschaft am diesjährigen Wiegenfest Mirjanas lautet wie folgt:

„Liebe Kinder! Ich rufe euch auf, dass ihr mit vollkommenem Vertrauen und Freude den Namen Gottes preist und Ihm von Tag zu Tag von Herzen für die große Liebe dankt. Mein Sohn hat euch durch diese Liebe, die Er durch das Kreuz gezeigt hat, die Möglichkeit gegeben, dass euch alles vergeben wird, so dass ihr euch nicht schämen und verstecken müsst und aus Angst die Tür eures Herzens meinem Sohn nicht öffnet. Im Gegenteil, meine Kinder, versöhnt euch mit dem himmlischen Vater, so dass ihr euch selbst werdet lieben können, so wie euch mein Sohn liebt. Wenn ihr euch selber liebt, dann werdet ihr auch die anderen Menschen lieben; ihr werdet meinen Sohn in ihnen sehen und die Größe Seiner Liebe erkennen. Lebt im Glauben! Mein Sohn bereitet euch durch mich für die Werke vor, die Er durch euch bewirken möchte und durch die Er sich verherrlichen möchte. Dankt Ihm. Besonders dankt Ihm für die Hirten, für eure Vermittler in der Versöhnung mit dem himmlischen Vater. Ich danke euch, meinen Kindern. Ich danke euch.“

Hierzu stellen wir fest:

1. Es wird gesagt, daß Gott „euch alles vergeben wird, so dass ihr euch nicht schämen und verstecken müsst“.    – Warum ist hier nicht vom Bußsakrament die Rede?  –  Was soll überhaupt dieser pubertäre Hinweis  vom „verstecken“?

2. Die Aufforderung, sich mit Gott zu versöhnen, wird sodann ausdrücklich damit begründet, „so dass ihr euch selbst werdet lieben können, so wie euch mein Sohn liebt. Wenn ihr euch selber liebt, dann werdet ihr auch die anderen Menschen lieben“.  –  Erst wird die Beichte unterschlagen, dann wird auch noch der Sinn der Reue in eine egoistische Richtung gewendet, nämlich damit wir „uns selbst lieben können“. – Zudem wird unsinnigerweise behauptet: „Wenn ihr euch selber liebt, dann werdet ihr auch die anderen Menschen lieben“.

Nun könnte der Einwand kommen, eine gesunde Selbstliebe sei ebenfalls ein göttliches Gebot, heiße es doch: „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst“. 

Aber dann gäbe es ja drei Hauptgebote  – es sind jedoch zwei: Gottes- und Nächstenliebe. Bei der Formulierung „wie dich selbst“ wird die Selbstliebe als selbstverständliche Gegebenheit und Seelenverfassung vorausgesetzt  – und der Mensch aufgefordert, den anderen so zu lieben, wie er sich selber  o h n e h i n  schon liebt.

Zudem heißt es bei Paulus: „Einer achte den anderen höher als sich selbst.“  –  D a s  ist biblische Botschaft und echt christliche Haltung, nicht das psychologisierende Schönwettergerede von Medjugorje!

 

 


Entlastung des Mittelstands: Für Peer Steinbrück kommt die Stunde der Wahrheit

Regierungsentwurf: Verkürzung der Aufbewahrungspflicht für Belege und Rechnungen von 10 auf 5 Jahre  

Der Koalitionsausschuss hat am gestrigen Donnerstag beschlossen, einen Gesetzentwurf zur Verkürzung der Aufbewahrungspflichten auf den Weg zu bringen.  –   Hierzu erklärt der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Christian Freiherr von Stetten (siehe Foto):

„Die Verkürzung der Aufbewahrungspflichten für Belege und Rechnungen wird unsere Unternehmen von unnötiger Bürokratie und Kosten von insgesamt 2,5 Milliarden Euro jährlich entlasten. Das schafft Freiräume für Investitionen in die Zukunft.

English: Christian Freiherr von Stetten

Freiherr v. Stetten (Foto: Wikipedia)

Wir erwarten, dass der Gesetzentwurf diesmal auch von der SPD mitgetragen wird und die rot-rot-grüne Bundesratsmehrheit zustimmt. Denn in seinen Siegener Thesen für den Mittelstand vom 4. März hat der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ausdrücklich diese Maßnahme gefordert.

Dies kam zwar sehr überraschend, denn SPD und Grüne hatten genau diese Maßnahme im letzten Oktober im Bundestag und im Dezember im Bundesrat noch abgelehnt. Wir nehmen Herrn Steinbrück aber beim Wort und sind gespannt, ob er bei der Abstimmung im Bundestag Wort hält.

Sollte Herr Steinbrück der Verkürzung der Aufbewahrungsfristen im Bundestag erneut nicht zustimmen, wären unsere Vermutungen und die Befürchtungen vieler Unternehmer und Verbände bestätigt:

Herrn Steinbrücks Beteuerung, den Mittelstand nicht belasten zu wollen, sind nichts als leere Worte. Wenn es konkret wird, braucht er keinerlei Beinfreiheit, sondern muss sich Herrn Gabriel und Frau Nahles anpassen. Und wenn das schon bei der Frage der Aufbewahrungsfristen so ist, dann wird das bei der Vermögensteuer, der Erbschaftsteuer und der Einkommensteuer nicht anders sein.

Wir werden Herrn Steinbrück im Bundestag mit dem Gesetzentwurf zur Verkürzung der Aufbewahrungsfristen stellen. Dann wird sich zeigen, ob das Steinbrück‘sche Kartenhaus aus Versprechungen für den Mittelstand schon weit vor der Wahl zusammenbricht.“

Hintergrund:

Die Bundesregierung hatte in ihrem Eckpunktepapier zum Bürokratieabbau am 14.12.2011 beschlossen, die Aufbewahrungspflichten für Belege nach Handels- und Steuerrecht von zehn auf fünf Jahre zu verkürzen. Nach Beratungen mit den Ländern hatte die Bundesregierung am 23. Mai 2012 mit dem Entwurf des Jahressteuergesetzes 2013 eine Regelung auf den Weg gebracht, die eine Verkürzung der Aufbewahrungsfristen zunächst auf acht Jahre, ab 2015 auf sieben Jahre vorsah. Mit dieser Initiative würde die Wirtschaft von Bürokratiekosten in Höhe von 2,5 Mrd. Euro jährlich entlastet.

Diese Regelung wurde im Deutschen Bundestag mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP, d.h. unter Ablehnung der SPD und der Grünen, am 25. Oktober 2012 beschlossen. Im Dezember 2012 lehnten die rot-grün regierten Länder im Bundesrat diesen Entwurf einstimmig ab. Eine Einigung im Vermittlungsausschuss konnte nicht erzielt werden.

In der Braunschweiger Erklärung für mehr Steuergerechtigkeit vom 14. Januar 2013 brüsten sich SPD und ihr Kanzlerkandidat damit, diese Maßnahme verhindert zu haben. Dort heißt es: „Die Regierung Merkel wollte die Aufbewahrungsfristen für Geschäftsunterlagen verkürzen. Wenn die von SPD und Grünen geführten Länder dies im Bundesrat nicht verhindert hätten, hätte die Verkürzung von Aufbewahrungsfristen zu Mindereinnahmen im Staatshaushalt von 200 Millionen Euro ab 2013 und 1 Milliarde Euro ab 2015 geführt. Darüber hinaus wären künftige Betriebs- und Steuerfahndungsprüfungen erschwert worden.“

In seinen Siegener Thesen zum Mittelstand vom 4. März 2013 hat der Kanzlerkandidat der SPD Peer Steinbrück sein mittelstandspolitisches Wahlprogramm vorgelegt. Darin fordert er unter anderem – abweichend vom Abstimmungsverhalten seiner Partei im Deutschen Bundestag – nunmehr genau diese Maßnahme: „Ich will, dass unnötige, für den Mittelstand kostenträchtige Regelungen abgeschafft werden: Verkürzung der Aufbewahrungspflichten für Rechnungen und Belege und Anhebung der Umsatzsteuer für die Ist-Besteuerung bei der Umsatzsteuer.“

Im Wahlprogramm der SPD, das Herr Steinbrück mit dem SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel am 11. März 2013 vorgestellt hat, ist die Maßnahme nicht mehr als Forderung enthalten.


Nigeria: Feldzug einer radikal-islamischen Sekte – „Boko Haram“ greift weiter gezielt Christen an

IGFM: Zahl der Toten des Anschlags auf 108 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer des Bombenanschlags auf den Busbahnhof in der nordnigerianischen Millionen-Metropole Kano hat sich auf mindestens 108 Personen erhöht.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, ereignete sich der Anschlag am Montag, den 18. März gegen 16 Uhr. Ein VW-Golf, vollgepackt mit Sprengstoff, explodierte im Busbahnhof der Stadt Kano zwischen zwei vollbesetzten Bussen. Alle Passagiere in beiden Bussen wurden dabei getötet. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die Explosion zerstörte auch mehrere andere Busse im Busbahnhof. Zuerst wurde von 60 Toten und 154 Verletzten berichtet. Der Anschlag trägt deutlich die Handschrift der islamischen Terrorsekte Boko Haram, da er erneut in einem überwiegend von Christen bewohnten Stadtteil stattgefunden hat.

Durch Anschläge und Angriffe von Boko Haram haben in Nigeria allein in den vergangenen drei Monaten mindestens 509 Christen ihr Leben verloren. Die IGFM appellierte erneut an die nigerianische Regierung, sich sichtbar zu engagieren, um das Leben sowie das Hab und Gut der Christen in Nordnigeria zu schützen.

Der Anschlag fand im Stadtteil Sabon Gari in der Hauptstadt Kano des gleichnamigen Bundesstaates statt. Kano gehört zu jenen zwölf Bundesstaaten im Norden Nigerias, die seit 2000 nur die Scharia  – das islamische Religionsgesetz –  als Basis ihrer Gesellschaftsordnung anerkennen.

Der Stadtteil Sabon Gari, was in Haussa soviel wie „Ausländerviertel“ bedeutet, wird vor allem von Einwanderern aus dem christlichen Süden Nigerias bewohnt. Der angegriffene Busbahnhof liegt im Herzen des Viertels. Dort wohnen vor allem Igbo, aus dem Süden stammende überwiegend christliche Nigerianer. Sabon Gari wurde von den in der Region lebenden Haussa-Fulani als unfruchtbar angesehen und den einwandernden Igbo überlassen. Inzwischen aber hat sich das Gebiet zu einer der verkehrsreichsten und teuersten Bezirke im Bundesstaat Kano gewandelt, in dem über 3 Millionen Igbos wohnen.

Christen sollen in Glaubenskrieg verwickelt werden

Es gab bisher kein Bekennerschreiben zu dem Anschlag, aber er trägt die Handschrift Boko Harams, die schon mehrfach in der Stadt zugeschlagen hatte und Regierung und Christen offen den Krieg erklärt hat.

Die Terrorgruppe versucht jetzt, die vorwiegend christlichen Igbo und andere Christen Nigerias in einen Glaubenskrieg zu verwickeln, indem sie Angriffe auf immer wieder Wohnhäuser, Geschäfte und Kirchen von Christen verübt. Die Vorgehensweise entspricht der Methode wie in der Stadt Maiduguri im nordnigerianischen Bundesstaat Borno, wo von 52 Kirchen bereits 50 zerstört wurden.

Seit 2009 ist Boko Haram auf einem Feldzug mit dem erklärten Ziel, eine christenfreie Zone in Nord-Nigeria zu schaffen. Im Dezember 2011 hatte diese Terrorgruppe den Christen ein dreitägiges Ultimatum gestellt, wonach sie Nordnigeria zu verlassen oder weitere Anschläge zu erleiden hätten.

Die IGFM hat erneut an die nigerianische Regierung appelliert, deutlich und sichtbar das Leben und das Hab und Gut von Christen in Nordnigeria zu schützen. „Die nigerianische Regierung muss deutliche Schritte unternehmen, um die Sicherheit ihrer Bürger und die Glaubensfreiheit für Angehörige aller Religionen zu gewähren“, so Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM:

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland


Ungarns Verfassung wird zugunsten der Kirchen und der Familie geändert

Gegen den Protest der EU hat das ungarische Parlament jetzt mit großer Mehrheit eine vierte Änderung der Verfassung beschlossen. Die von der konservativen Regierung unter Victor Orbán beschlossenen Ergänzungen und Änderungen betreffen die Bereiche Ehe/Familie, Ausbildung, Religion und Justiz.

So sehen sie eine Stärkung der Ehe als Verbindung von Mann und Frau vor. Zudem können sich Religionsgemeinschaften unter festgesetzten Bedingungen als Kirchen anerkennen und damit von Steuern befreien lassen. Die staatliche Förderung von Studenten wird damit verknüpft sein, daß diese nach dem Studium im Land bleiben.

Die Verfassungsänderung hat  –  neben der Kritik aus dem europäischen Ausland  –  teilweise scharfen Protest von der Opposition im eigenen Land hervorgerufen.

Von vielen deutschen Medien wird die neue Regierung unter Victor Orbán, die die sozialistische, korrupte Koalition seit 2010 abgelöst hat, seit ihrem Antritt stark angegriffen. Aufgrund dieser Änderungen wird sogar ein EU-Ausschlussverfahren gefordert.  Regierungsschef Orbán hat die vorgebrachten Vorwürfe zurückgewiesen und betont,  für einen Dialog mit der EU bereit zu sein.

Quelle: Jan Bentz in ZENIT.org