OFFENER BRIEF an Katja Dörner, Grünen-Sprecherin für Familienpolitik: „Ein Kleinkind braucht Verläßlichkeit, Sicherheit und Geborgenheit“

Von Almut Rosebrock

Sehr geehrte Frau Dörner!                                           
Auf Ihre Presseerklärungen zum Betreuungsgeld möchte ich gerne antworten: Sie wollen Millionen dafür ausgeben, dass ein- und zweijährige Zwerge fernab von ihrer Mama „gefördert“ und „gebildet“ werden.

Wie sind Sie selbst aufgewachsen? Finden Sie es wirklich erstrebenswert, diese kleinen, zarten Wickelkinder, die gerade Laufen und Sprechen lernen, in Gruppen von „Professionellen“ betreuen zu lassen, damit die Mütter endlich wieder „was Richtiges“ arbeiten können?  

Almut Rosebrock

Almut Rosebrock

Ich hätte meine Zwerge (die inzwischen 11 und 13 Jahre sind) in dem zarten Alter  n i e  abgegeben!  Ab 2,5 oder 3 Jahren (die Kinder reagieren auch hier unterschiedlich!) sind sie dann von sich aus in der Lage und bereit, eine Weile ohne die vertraute Bezugsperson zu bleiben und den „Schutzraum Familie“ zu verlassen.

Freiwillig! Nicht gezwungen!

Zählt für Sie die Freiheit der persönlichen Entscheidung von Eltern (und auch den Kindern) nichts? –  Müssen Frauen dafür, dass sie von Ihnen als „vollwertige Menschen“ anerkannt werden, in Erwerbsarbeit stehen? Wollen Sie Menschen zu ihrem „Glück“ zwingen?

Ich finde das eine sehr einseitige Sicht der Dinge – denn liebevoll, qualitätsbewusst und individuell für seine eigenen Kinder verantwortlich da zu sein, ist Arbeit und eine große Herausforderung – die leider gesellschaftlich  –  auch unter Ihrer Führung  –  keinerlei Achtung mehr erfährt. 

Bei der Geburt hat ein Baby ca. 30 % der Gehirnzellen  –  mit dem 3. Geburtstag sind es ca. 90%!
Es liegen wahnsinnig komplexe Wachstums-, Vernetzungs-  und Entwicklungsvorgänge in diesen ersten 3 Jahren – die aber auch äußerst anfällig auf Störung reagieren! Ein Kleinstkind muss ja erstmal zu seinem eigenen „ICH“ finden, seinen „Platz“ in der Welt finden und einnehmen.

Dafür braucht es Verlässlichkeit, Sicherheit und Geborgenheit. Menschen, die es von Herzen lieben –  und als SCHATZ genauso annehmen, wie es ist, auch wenn die Windel schon wieder vollgekackt ist, auch wenn es gar nicht in unser „System“ von Normalität passen will, ständig schreit, sich nicht von der MAMA lösen will, gerne „trödelt“ und  –  in geborgener Umgebung –  auf eigene Faust die kleine Welt um es Schritt für Schritt erkunden will  – und schon wieder hinfällt. Aber MAMA ist ja da (die es von der Zeugung an „kennt“!)

Die Geborgenheit, die Liebe (in vielfältigen Signalen im Streicheln, Reden, Trösten, Füttern, alltäglichen Miteinander), das lebendige Miteinander, ob vor der Waschmaschine, beim Türmchenbauen, beim „Ausräumen“ der Tupper-Schublade in der Küche, beim mühsamen Einschlafen oder Aufwachen, beim Kuscheln, beim Trösten nach Hinfallen oder bei „Bauchweh“, etc., beim gemeinsamen Lachen, Spazierengehen, Wegrennen und Einfangen, beim ermutigenden Loben, Ansehen, Unterstützen, Auffangen  –  alles sind bedeutende Signale für die Entwicklung zum komplexen Menscheneine Riesenanzahl sich bildende Vernetzungen der Nervenzellen im Gehirn –  und zur Persönlichkeit, die 70, 80 oder 90 Jahre auf dieser Erde vor sich hat!

Unter STRESS und Unsicherheit geht der Körper in einen Nothaushalt: Verteidigung, Abwehr, Totstellen sind natürliche Schutzreflexe, die das Überleben sichern. Komplexe Vorgänge – wie es das Wachstum und die Neubildung von Nervenzellen sind – werden da zurückgestellt.

Man hat bei Krippenkindern erheblich höhere Cortisolwerte („Überträgerstoff“ von Stress) messen können. Dieser Stress löst die Schutzreflexe aus – und beeinträchtigt somit die ungestörte Entwicklung des Gehirns. Mit dem Zeitfenster von 3 Jahren hören jedoch die Fähigkeiten zur Zellvermehrung im heranwachsenden Menschlein  auf.  DorisBub (2)

Studien von vernachlässigten Kindern in rumänischen Waisenhäusern zeigen eine mangelnde Zelldichte (regelrechte „Löcher“) gerade an Stellen, an denen komplexe Reaktionen und Emotionen verarbeitet werden – im Präfrontalen Kortex. Die Kinder sind später regelrecht „verkümmert“ – die (Reiz- und Liebesmangel-) Schäden sind irreparabel bzw. nur mit sehr großem Aufwand später zu bearbeiten!

Diese Gehirn-Zentren sind für die komplexe Verarbeitung von Erfolg, Misserfolg und zentralen Emotionen, Bindungsfähigkeit verantwortlich –
aggressive Reaktionen werden hier „moduliert“ (reguliert).

Wer in der frühen Kindheit (auch schon vorgeburtlich besteht Sensibilität!) Stress ausgesetzt ist, bei dem ist die Stressverarbeitung im späteren Leben (bis ins Jugend- und Erwachsenenalter) beeinträchtigt. Es treten vermehrt Abwehrreaktionen / Aggressivität / Gewalt sowie „Fehlverarbeitung“ im Sinne von Suchtverhalten, Abhängigkeit und geringem Selbstwertgefühl auf! Darum ist diese frühkindliche Phase so prägend wichtig, mit ihren vielen Eindrücken, „Erfolgen“, Emotionen.

In der politischen „Krippen-Diskussion“ werden die Grundbedürfnisse der Kleinstkinder (Entwicklungspsychologie!) „ausgeklammert“. Man will den „besseren Menschen“ schaffen. Im Zentrum stehen die „Bedürfnisse“ der Gesellschaft (Ideologie) bzw. der Frauen („Emanzipation“, Quote), der Wirtschaft (billige Arbeitskräfte) und der Politik (Steuergelder).

Um doch noch „für die Kinder“ (pro forma) zu sprechen, wird „frühkindliche Bildung“ als neuer Begriff eingeführt und propagiert.

Das Baby braucht den Schutzraum Familie

Die tatsächliche „Bildung“, die ein Kleinstkind braucht, ist verlässliche, vertrauens- und liebevolle frühkindliche Bindung an die engsten Bezugspersonen in der Familie! Aus der Sicherheit und Geborgenheit heraus im „Schutzraum Familie“ (natürlich sind die Verhältnisse nicht überall optimal, dahingehend müsste man Eltern schulen und auch konstruktiv unterstützen!) kann der Nachwuchs nach und nach in kleinen „Ausflügen“ die Welt erkunden. Immer wieder, bis ins Erwachsenenalter hinein, wird es die Rückversicherung und den Rückhalt des „Schutzraumes Familie“ suchen und benötigen.

Kinder ohne Schutzraum bekommen keine festen Wurzeln, keinen festen Halt. Sie suchen sich Halt – wo und wie auch immer. Die Gefahr, dass sie in den Armen „falscher Freunde“ (Missbrauch, Sex, Drogen, Alkohol) landen, ist deutlich erhöht.

Es ist für die Entwicklung wichtig, die Eltern (bzw. Mutter)-Kind-Bindung zu fördern und zu stärken. Fremdbetreuung von Kleinstkindern und Zwingen von jungen Müttern in Erwerbsarbeit ist jedoch das Gegenteil dessen! Der (gesellschaftlich gewollte) Druck, der auf Müttern lastet, schwächt das Einfühlungsvermögen und die LIEBE zueinander (Zerbruch von Ehen!).

Gelingende Beziehung braucht ZEIT –  und Kinder brechen als „zeitlose Wesen“ in unsere durchrationalisierte Welt ein. Kinder in dieses“SYSTEM“ zu zwängen, und das frühestmöglich (es geht dann weiter mit (Zwangs-)Ganztagsschule, Erfolgs- und Lerndruck, Funktions- und Arbeitsdruck- bis zum Tod) ist eine Gefährdung für die gesunde, kreative, freiheitliche Entwicklung der gesamten Menschheit!

Das Elterngeld, mit dem der Politik Kinder von Vielverdienern viel mehr Geld wert sind als die von nicht verdienenden Müttern, ist eine große Ungerechtigkeit!

Auch hierdurch wird die soziale Ungleichheit verstärkt und zementiert.

Das früher dem Mutterschaftsgeld (einkommensabhängig, 14 Wochen gezahlt) folgende Erziehungsgeld wurde „sozial“ für 2, in einigen Bundesländern über 3 Jahre in einem festen Betrag (300 Euro,  n i c h t  auf Sozialleistungen angerechnet) gezahlt:
Großverdiener bekamen es gar nicht, Menschen mit mittlerem Einkommen nur für 6 Monate und Menschen mit geringem Verdienst für 2 bzw. 3 Jahre. Das ermöglichte allen verantwortliche elterliche Sorge für die ersten Jahre.

Das vielgepriesene „Elterngeld“ war ein großer Einbruch für Familien –  und für weniger „betuchte“ Eltern eine klare Verschlechterung (nur noch ein Jahr!)  – bis dahin, dass ganz arme Eltern (Hartz 4) es gar nicht bekommen; denn es wird als „Einkommen“ den Eltern zugeschlagen, so dass weniger Hartz 4 fällig wird (nachträglich berechnet und zurückgefordert, wenn es bereits ausgegeben ist).

Babies und Kleinkinder von armen wie von reichen Eltern haben dieselben Bedürfnisse: Sie brauchen liebevolle und verlässliche Rund-um-die-Uhr-Betreuung und Fürsorge! Es ist nicht einzusehen, warum reiche Eltern dafür mehr Geld bekommen sollen als arme!

Kinder armer wie reicher Eltern haben dasselbe Grundbedürfnis nach Fürsorge durch die vertraute und geliebte Mutter! Arme wie reiche Mütter / Eltern sollten das Anrecht haben, ihre Kinder in den ersten 3 „sensiblen“ Jahren eigenverantwortlich zu betreuen!

Es ist nicht zu akzeptieren, dass Erwerbsarbeit von Frauen / Müttern  w i c h t i g e r  als das Wohl der Kleinstkinder sein soll!  Dass man die Fremdbetreuung mit tausenden Euros fördert –  und die selbst ihre Kinder betreuenden Mütter (wie es Millionen von Jahren in der Menschheitsgeschichte gewesen ist) leer ausgehen lässt!

SELBSTBESTIMMTES LEBEN hat für mich oberste Priorität!  – FREIHEIT, VERNUNFT und auch TRADITION stehen klar  v o r  Ideologie und Zwang!

Ich empfinde wie viele andere Menschen das Betreuungsgeld als positives Signal der Anerkennung und Wertschätzung an verantwortliche Eltern, die sich mit gutem Recht für die eigenverantwortliche Betreuung ihrer kleinen Kinder entscheiden (WAHLFREIHEIT).

Ich wäre dafür, das Betreuungsgeld bei hohen Familieneinkommen nicht oder abgestuft zu zahlen. Ärmere Eltern sollten nicht benachteiligt, sondern in ihrer Entscheidungsfreiheit und Elternliebe (Menschenwürde!) akzeptiert werden! Das erfordert natürlich ein gewisses Vertrauen (evtl. Bildung) in ihre Fähigkeiten – was heutzutage ein „wunder Punkt“ ist.

Es ist wichtig, mehr für die Eltern- und vor allem Mütterbildung zu tun!
Die Sorge für Haushalt und Kinder (gesunde Ernährung, Organisation, wirtschaftliches (sparsames!) Handeln und Entscheiden) wird einem nicht in die Wiege gelegt – es ist harte Arbeit! Man wächst an den Herausforderungen!

Gender Mainstreaming und „Emanzipation“ sorgen in ihrer Verachtung bzw. Negierung des Mutterseins für eine Überlastung und weitere Ungleichbehandlung der FrauenDas OPFER sind die KINDER  –  denen in dieser „modernen Zeit“ die Ganzheitlichkeit der Mutter vorenthalten wird! Aber auch die Frauen / Mütter, die sich zwischen Beruf  – „Karriere“ und Kindern – Familie quasi „zerreißen“ müssen. Um ihr Kleinstkind in die Krippe zu bringen, muss eine Mutter den angeborenen Schutzinstinkt für ihr Kinder aktiv bekämpfen und niederringen!

Familien und Kinder sind die Zukunft unsere Gesellschaft!

Diejenigen, die dort die Arbeit tun (und das sind nach wie vor zumeist die FRAUEN!) brauchen dafür ANERKENNUNG! Wichtig und zu fördern (nicht zu erzwingen!) ist auch die Partnerschaftlichkeit von Vätern und Müttern in der Verantwortung für die Kinder!
Mit freundlichen Grüßen
Almut Rosebrock, Apothekerin und Mutter, Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“, www.glmk.de

Mein Offener Brief an Gerhard Schröder und S. Gabriel zur „Herdprämie“ vom August 2012

Almut Rosebrock, Rheinblick 1, D – 53343 Wachtberg


10 Kommentare on “OFFENER BRIEF an Katja Dörner, Grünen-Sprecherin für Familienpolitik: „Ein Kleinkind braucht Verläßlichkeit, Sicherheit und Geborgenheit“”

  1. Die Legende über die Gründung Roms besagt, daß die Gründer, Romolus und Remus, von einer Wölfin gesäugt / aufgezogen wurden. Diese Geschichte – wie typischerweise Legenden, Sagen, Märchen, (Bibel-)Geschichten sollen nicht mit der außenweltgerichteten Bewußtseinsebene wahrgenommen / verstanden werden, sondern mit der INNENweltgerichteten Bewußtseinsebene, dem „Höheren / wahren Selbst“, dem Christus-Bewußtsein, dem göttlichen Bewußtsein im Menschen. Denn nur auf dieser, höheren, Ebene offenbart sich der grundsätzliche, weitreichendere – „ewige“ – Wahrheitsgehalt dieser Geschichten.

    Ge-schichten haben Schichten!
    Und zwar mindestens ZWEI. Die „oberflächliche“, geschriebene, außenweltbezogene, Handlungsebene UND die hintergründige, „zwischen den Zeilen“ zu lesende, aus dem Geschriebenen zu deutende / zu erkennende, innenweltbezogene SYMBOL-Ebene.

    Und bei der Legende über die Gründer Roms handelt es sich um einen Hinweis auf das prägende Bewußtsein der Träger des Römischen Reiches, Hinweis auf einen MANGEL, eine Entwicklungsstörung, eine Störung in der emotionalen / geistig-seelischen Entwicklung.

    DARAUF zielt der Hinweis, daß die Gründer NICHT von einer Menschenfrau gesäugt / aufgezogen wurden; daß ihnen also das (wahrhaft) Menschliche nicht gegeben war.

    Dem HEUTE Kundigen ist klar, daß mit dem beschriebenen Mangel diejenige schwere geistig-seelische Störung gemeint ist, die in der Literatur der letzten ca. 100 Jahre meist als „Kollektive Neurose“ benannt / beschrieben wurde, auch als „Gesellschaftsneurose“, „Krankheit der Gesellschaft“, „Massenneurose“ – oder wie von Sigmund Freud: „Menschheitsneurose“, für die er „(die) Religion“ hauptverantwortlich gemacht hat.

    Außerhalb des Römischen Reiches gab es – vor allem im Norden, in Germanien und Nachbargebieten – einige Völker, die noch mit gesunder Spiritualität und Weisheit gesegnet waren und die klar erkannten, welchen/wessen Geistes die damaligen Römer waren…

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  2. F. M. sagt:

    Frau Küble, „Notlösung im Einzelfall“ ist doch der pure Hohn, angesichts der Lage der Familien von Arbeitnehmern, die seit mindestens der Jahrtausendwende immer weniger Kaufkraft in der Lohntüte haben.
    Die Zahl der Familien, die trotz zwei Einkommen auf Hartz vier Niveau aufstocken müssen und nicht wissen wo sie ihre Kinder sicher unterbringen können, während beide Eltern fürs Leben Arbeit müssen, ist nicht auf zwei Dutzend beschränkt und nimmt schon gar nicht täglich ab, im Gegenteil.

    Eine gerechte Argumentation wäre eine FÜR Einkommen, von denen eine Familie nicht vegetieren muss, sondern leben kann. Am besten natürlich von einem Einkommen alleine, aber seit die Kirche in ihrer hysterischen Panik vor dem Sozialismus nach dem Motto, der Feind meines Feindes muss mein Freund sein, den Kapitalismus heilig gesprochen hat, glaubt kein Mensch mehr den halbherzigen Anrufungen der katholischen Soziallehre.

    Der Kampf gegen die Kinderbetreuung ist völlig unsinnig, so lange nicht Gerechtigkeit herrscht. Und er ist ein Schlag ins Angesicht aller hart arbeitenden Mütter und Väter, die sich tagtäglich schinden, um für ihre Kinder zu sorgen.

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    • Guten Tag,
      der Staat zahlt pro Krippenplatz monatlich rd. 1000 Euro Zuschuß. Käme dieses Geld direkt in die Tasche der jungen Familie, würde sich die Berufstätigkeit für die meisten Mütter kleiner Kinder von selbst erledigen. Es wäre beiden geholfen: den Kindern sowieso, die zuhause betreut werden – wie auch den Familien. Das wäre übrigens ganz im Sinne der von Ihnen erwähnten katholischen Soziallehre und des darin vertretenen Subsidiaritätsprinzips. Da Sie so entschieden für ein besseres Einkommen der Familien plädieren, müßten Sie es doch begrüßen, wenn der Staat den jungen Eltern unter die Arme greift, statt einseitig die Fremdbetreuung zu fördern.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • F. M. sagt:

        Noch mehr Steuergelder verwenden, um die himmelschreienden Sünden der Srbeitgeber zu verstecken?
        Ja, Sie lesen richtig Frau Küble, Arbeitern ihren gerechten Lohn, das ist einer von dem eine Familie gut auskommen kann, vorzuenthalten, ist eine himmelschreiende Sünde, aber das traut sich angesichts des ständigen Sexualitätsgedonners kaum einer der Pfarrherren zu sagen.
        Sie wollen die Umverteilung von unten nach oben (noch geringere Löhne durch direkte Subventionen ausgleichen, wie jetzt schon durch Hartz 4 Aufstockung?), weg von denFamilien die es bitter nötig haben, aber mit aller Macht weiterführen und gar noch verstärken?
        Das ist doch Klassenksmpf von oben pur und ich dachte immer Klassenkampf wäre
        schlecht; jetzt plädieren Sie ernsthaft dafür? Das kann ich kaum glauben!

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      • Guten Tag,
        anscheinend ist Ihnen entgangen, daß das Bundesverfassungsgericht schon vor Jahren nicht etwa die Arbeitgeber, sondern die Politik energisch zu einer stärkeren finanziellen Unterstützung der Familien aufgefordert hat. In Frankreich fällt das Kindergeld viel höher aus als hierzulande.
        Sie wollen, wenn Sie staatliche Förderung für Familien ablehnen, offenbar nicht wahrhaben, was das Grundgesetz betont, nämlich den besonderen Schutz von Ehe und Familie.
        Stattdessen lassen Sie pauschale klassenkämpferische Sprüche gegen „die“ Unternehmer vom Stapel, wie man sie so unsachlich nicht einmal in linken Gewerkschaftsblättern zu lesen bekommt.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • F. M. sagt:

        Und das entlässt Ihrer Ansicht nach die Arbeitgeber aus ihrer Verantwortung, den Arbeitnehmern den gerechten Lohn zu zahlen, so dass von einem Einkommen für eine Arbeitsstelle auch eine ganze Familie leben kann?

        Sie bestätigen hier meine Ansicht aufs nachhaltigste, dass die immer wieder beschworene katholische Soziallehre ein Mäntelchen ist, das sich die Kirche und manche Gläubige gerne umhängen, wenn sie ihre gnadenlose Lobbyarbeit gegen die Familien bemänteln und beschönigen wollen.

        Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen Frau Küble, so lange nicht ein Arbeitnehmer in einer Vollzeitstelle eine Familie (mit so vielen Kindern, wie sie haben wollen) gut über die Runden bringen kann (und da ist jeder Mindestlohn, der bisher genannt wurde ein beleidigendes Almosen für die Familien!), ist alles was Sie von der Politik verlangen massive Umverteilung von unten nach oben, weg von den Familien mit Kindern oder noch ohne Kindern.
        Wie soll ein Ehepaar, das mit zwei Vollzeitstellen kaum die Miete in München oder Stuttgart bezahlen kann, an Kinder denken? Dazu braucht man eine angemessene -und natürlich viel teurere- Wohnung und sollte vor allem sicher sein, dass man sein Einkommen noch hat, wenn die Kinder dann einmal da sind.
        Ein beinahe unmögliches Unterfangen in Zeiten ausufernder prekärer Arbietsverhältnisse.

        Und wenn ich mir das Gejammer der Deutschen über zu hohe Steuern so anhöre, dann ist es mit Ihren Wünschen an die Politik auch Essig. Niemand will für Familien mit Kindern höherer Steuern zahlen, solange man das Geld braucht, um es zum Beispiel Hoteliers zum Geschenk zu machen.

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      • Guten Tag,
        Ihr ebenso unbegründeter wie pauschal-lächerlicher Vorwurf, „die“ Arbeitgeber würden „den“ Arbeitnehmern „den“ gerechten Lohn vorenthalten, ist ebenso dummdreist wie das Ignorieren der Tatsache, daß wir in Deutschland sage und schreibe 15 Millionen Vollzeit-Hausfrauen haben, es also immer noch der Regelfall ist, daß das Einkommen des Mannes für die ganze Familie ausreicht.
        Sie sind es, der zynische Propaganda gegen die Familie betreibt, weil Sie den Hausfrau-Müttern die ohnehin minimale Staatsknete offenbar nicht gönnen – und den Kleinkindern nicht das Aufwachsen im Schutzraum ihrer Familie.
        Ihre substanzlose sozialistische Sprücheklopferei lohnt keine weiteren Antworten mehr.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • F. M. sagt:

        Wenn Sie das wirklich glauben …

        wie pauschal-lächerlicher Vorwurf, “die” Arbeitgeber würden “den” Arbeitnehmern “den” gerechten Lohn vorenthalten, ist ebenso dummdreist

        …erübrigt sich jede weitere Diskussion, weil Sie angesichts hunderttausender Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihren Hungerlohn mit staatlicher Hilfe auf Sozialhilfeniveau aufstocken müssen, um sich und ihre Familien ernähren zu können, anscheinend jeden Bezug zur Wirklichkeit verloren haben und in einer religiös verblendeten Wunschwelt leben.

        Gott segne Sie, Sie haben es bitter nötig!

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  3. F. M. sagt:

    “Ein Kleinkind braucht Verläßlichkeit, Sicherheit und Geborgenheit”

    Genau das habe ich im katholischen Kindergarten in Oberösterreich Anfangs der Fünfziger Jahre gefunden, als mein Vater als Kriegsheimkehrer ein spätes Studium begonnen hatte und meine Mutter als Alleinverdienerin den Lebensunterhalt für uns alle drei verdient hat.

    Sollen jetzt alle katholischen Kindertagesstätten geschlossen werden? Und gar alle SOS-Kinderdörfer?

    Und mit Verlaub, das Betreuungsgeld kann die ganze Arbeitskraft eines Arbeitnehmers niemals abdecken, noch nicht einmal bei den kirchlich geduldeten (oder gar gewollten?) Hungerlöhnen!

    Für uns damals war der katholische Kindergarten und die erwerbstätige Mutter eine gute Lösung, warum glaubt man, angesichts der wirtschaftlichen Lage der meisten Familien, das unbedingt torpedieren zu müssen?

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    • Guten Tag,
      hier soll nichts „torpediert“ werden, hier wird argumentiert; zudem geht es in dem Artikel keineswegs kritisch um den Kindergarten (sei er katholisch oder sonstwas), sondern um die staatlich geförderte Fremdbetreuung durch Kitas in den ersten zwei bis drei Jahren, also bei Kleinkindern.
      Krippen/Kitas können natürlich eine Notlösung im Einzelfall sein (das bestreitet hier keiner), aber sie eignen sich nicht als allgemeine Empfehlung (inkl. staatlichem Nachdruck).
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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