Vollständiger Wortlaut der Predigt von Papst Franziskus am Palmsonntag, den 24. März 2013, auf dem Petersplatz: „Der Königsthron Christi ist das Kreuz!“

„Christus ist Gott  –  ER hat uns das Antlitz des Ewigen gezeigt; ER ist der König des Kreuzes“

Jesus zieht in Jerusalem ein. Die Menge der Jünger begleitet ihn in Feststimmung, die Kleider sind vor ihm ausgebreitet, man spricht von den Wundertaten, die ER vollbracht hat, ein Lobruf ertönt: „Gesegnet sei der König, der da kommt im Namen des HERRN. Im Himmel ist Friede und Herrlichkeit in der Höhe!“ (Lk 19,38).

Menschenmenge, Fest, Lobpreis, Frieden  –  ein Klima der Freude liegt in der Luft. Jesus hat in den Herzen viele Hoffnungen geweckt, vor allem bei den bescheidenen, einfachen, armen, vergessenen Menschen, bei denen, die in den Augen der Welt nicht zählen.

Er war imstande, das menschliche Elend nachzuempfinden, hat das Gesicht der Barmherzigkeit Gottes gezeigt, hat sich niedergebeugt, um Leib und Seele zu heilen.

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

So ist Jesus! So ist sein Herz, das auf uns alle schaut, das auf unsere Krankheiten, auf unsere Sünden schaut. Groß ist die Liebe Jesu!  –  Und so zieht ER in Jerusalem ein: mit dieser Liebe. Und schaut uns alle an. Es ist eine schöne Szene: voller Licht  –  Licht der Liebe Jesu, Licht seines Herzens  –  Freude, Feststimmung.

Zu Beginn der Messe haben auch wir es wiederholt. Wir haben unsere Palmen geschwenkt. Auch wir haben Jesus empfangen; auch wir haben die Freude zum Ausdruck gebracht, ihn zu begleiten, ihn nahe zu wissen, in uns und unter uns gegenwärtig als ein Freund, als ein Bruder, auch als König, das heißt: als leuchtender Bezugspunkt unseres Lebens.

Jesus ist Gott, doch ER hat sich erniedrigt, unseren Weg mitzugehen. ER ist unser Freund, unser Bruder. Hier gibt ER uns Licht auf unserem Weg. Und so haben wir ihn heute empfangen. Und dies ist das erste Wort, das ich euch sagen möchte: FREUDE!

Seid niemals traurige Menschen: ein Christ darf das niemals sein! Lasst euch nie von Mutlosigkeit überwältigen!

Unsere Freude entspringt nicht aus dem Besitzen vieler Dinge, sondern daraus, einer Person begegnet zu sein: Jesus, der in unserer Mitte ist; sie entspringt aus dem Wissen, dass wir mit ihm niemals einsam sind, selbst in schwierigen Momenten nicht, auch dann nicht, wenn der Lebensweg auf Probleme und Hindernisse stößt, die unüberwindlich scheinen  –  und davon gibt es viele!

„Hört nicht auf den Feind, den Teufel!“

Und in diesem Moment kommt der Feind, kommt der Teufel, oftmals als Engel verkleidet, und heimtückisch sagt er uns ein Wort. Hört nicht auf ihn!  –  Folgen wir Jesus! Wir begleiten, wir folgen Jesus, aber vor allem wissen wir, dass ER uns begleitet und uns auf seine Schultern lädt: darin liegt unsere Freude, die Hoffnung, die wir in diese unsere Welt tragen müssen. Und bitte lasst euch die Hoffnung nicht nehmen! Lasst nicht zu, dass die Hoffnung geraubt wird  –  jene, die Jesus uns schenkt.

Warum zieht Jesus in Jerusalem ein  –  oder vielleicht besser: Wie zieht Jesus in Jerusalem ein? –  Die Menschenmenge bejubelt ihn als König. Und ER widersetzt sich nicht, ER bringt sie nicht zum Schweigen (vgl. Lk 19,39-40). 1521 - Kopie (2)

Doch was für eine Art König ist Jesus?  – Schauen wir ihn an: ER reitet auf einem Fohlen, hat keinen Hof, der ihm folgt, ist nicht von einem Heer als Symbol der Macht umgeben. Die ihn empfangen, sind niedrige, einfache Leute, die das Gespür haben, in Jesus mehr zu sehen; die das Gespür des Glaubens haben, der sagt: Das ist der Retter!

Jesus zieht nicht in die Heilige Stadt ein, um die Ehren zu empfangen, die den irdischen Königen, den Machthabern, den Herrschern vorbehalten sind; ER zieht ein, um gegeißelt, beschimpft und geschmäht zu werden, wie Jesaja in der ersten Lesung ankündigt (vgl. Jes 50,6).

ER zieht ein, um eine Dornenkrone, einen Stock und einen Purpurmantel zu erhalten, sein Königtum wird Gegenstand des Spottes sein; ER zieht ein, um mit einem Balken beladen zum Kalvarienberg hinaufzugehen.

Christus zieht als König in Jerusalem ein, um am Kreuz für uns zu sterben

Und da haben wir das zweite Wort: KREUZ.  –  Jesus zieht nach Jerusalem ein, um am Kreuz zu sterben. Und genau hier erstrahlt sein Königsein im Sinne Gottes: Sein Königsthron ist das Holz des Kreuzes!

Ich denke an das, was Benedikt XVI. zu den Kardinälen sagte: „Ihr seid Fürsten  –  aber die eines gekreuzigten Königs. Das ist der Thron Jesu.“

Jesus nimmt das Kreuz auf sich  – warum?  Weil ER das Böse, den Schmutz, die Sünde der Welt  –  auch unsere Sünde, unser aller Sünde!  –  auf sich nimmt, und ER wäscht es mit seinem Blut, mit der Barmherzigkeit, mit der Liebe Gottes.

Schauen wir uns um: Wie viele Wunden schlägt das Böse der Menschheit!  – Kriege, Gewalttaten, Wirtschaftskonflikte, die die Schwächeren treffen; Geldgier  –  und keiner kann es doch mitnehmen; man muss es zurücklassen! Meine Großmutter sagte zu uns Kindern: Das letzte Hemd hat keine Taschen.  –  Gewinnsucht, Machtstreben, Korruption, Spaltungen, Verbrechen gegen das menschliche Leben und gegen die Schöpfung!

Und auch  –  jeder von uns weiß es und kennt sie  – unsere persönlichen Sünden: der Mangel an Liebe und Achtung gegenüber Gott, gegenüber dem Nächsten und gegenüber der gesamten Schöpfung.

Und am Kreuz spürt Jesus das ganze Gewicht des Bösen, und mit der Kraft der Liebe Gottes überwindet ER es, besiegt es in seiner Auferstehung. Das ist das Gute, das Jesus uns allen erweist  –  auf dem Thron des Kreuzes. Das mit Liebe angenommene Kreuz Christi führt niemals in die Traurigkeit, sondern zur Freude, zur Freude, gerettet zu sein, und ein klein wenig das zu tun, was er an jenem Tag seines Todes getan hat.

„Mit Christus bleibt unser Herz immer jung!“

Heute sind auf diesem Platz sehr viele junge Menschen: Seit 28 Jahren ist der Palmsonntag der Tag der Jugend! Und da haben wir das dritte Wort: JUGEND! 

Liebe junge Freunde, ich habe euch in der Prozession gesehen, als ihr eingezogen seid; ich stelle mir vor, wir ihr in Jesu Umgebung feiert, indem ihr die Olivenzweige schwenkt; ich stelle mir vor, wie ihr seinen Namen ruft und eure Freude, bei ihm zu sein, zum Ausdruck bringt!

Ihr spielt eine wichtige Rolle beim Fest des Glaubens! Ihr bringt uns die Freude des Glaubens und sagt uns, dass wir den Glauben mit einem jungen Herzen leben müssen, immer: mit jungem Herzen, auch mit siebzig, achtzig Jahren!  –  Ein junges Herz! Mit Christus wird das Herz niemals alt!

Doch wir alle wissen  –  und ihr wisst es sehr wohl  –, dass der König, dem wir folgen und der uns begleitet, ein ganz besonderer König ist: ein König, dessen Liebe bis zum Kreuz geht und der uns lehrt zu dienen, zu lieben. Und ihr schämt euch des Kreuzes nicht!

Nein, Ihr bekennt euch zu ihm, denn ihr habt begriffen, dass in der Selbsthingabe  –  im Verschenken des eigenen Selbst, im Herausgehen aus sich selbst  –  die wahre Freude liegt und dass ER mit der Liebe Gottes das Böse überwunden hat.

Ihr tragt das Pilgerkreuz durch alle Kontinente, auf den Straßen der Welt! Ihr tragt es, indem ihr der Einladung Jesu folgt: „Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern“ (Mt 28,19); das ist auch das Motto des diesjährigen Weltjugendtags. Ihr tragt es, um allen zu sagen, dass Jesus am Kreuz die Mauer der Feindschaft, die Menschen und Völker voneinander trennt, niedergerissen und Versöhnung und Frieden gestiftet hat.

Liebe Freunde, auch ich mache mich mit euch auf den Weg, von heute an, auf den Spuren des seligen Johannes Pauls II. und Benedikts XVI. –   Schon sind wir der nächsten Etappe dieser großen Pilgerreise des Kreuzes nahe. Mit Freude sehe ich dem kommenden Juli in Rio de Janeiro entgegen!

„Ich verabrede mich mit euch nach Rio!“

Ich verabrede mich mit euch in dieser großen Stadt Brasiliens! Bereitet euch gut vor, vor allem in spirituellem Sinn in euren Gemeinschaften, damit dieses Treffen ein Zeichen des Glaubens für die ganze Welt wird.

Die jungen Menschen müssen der Welt sagen: Es ist gut, Jesus zu folgen; es ist gut, mit Jesus zu gehen; gut ist die Botschaft Jesu; es ist gut, aus sich herauszugehen, bis an die Grenzen der Erde und der eigenen Existenz, um Jesus zu bringen.

Drei Worte: Freude, Kreuz, Jugend.

Erbitten wir die Fürsprache der Jungfrau Maria. Sie lehrt uns die Freude der Begegnung mit Christus, die Liebe, mit der wir unter dem Kreuz auf IHN schauen müssen, die Begeisterung des jungen Herzens, mit der wir ihm in dieser Karwoche und in unserem ganzen Leben folgen sollen. Ja, so sei es!

Copyright 2013 – Libreria Editrice Vaticana]

 


Schwimmendes Bibel-Erlebnisschiff „Arche Noah“ ist in Emden angekommen

Das Holzschiff „Die Arche Noah“ hat am 22. März im Binnenhafen von Emden angelegt. Der einzige schwimmende Bibel-Erlebnispark in Europa befindet sich auf dem Weg zum Dt. Evangelischen Kirchentag vom 1. bis 5. Mai in Hamburg. Besitzer Aad Peters ist mit der Resonanz in Emden sehr zufrieden. Am 24. März habe man einen neuen Tagesrekord mit 1300 Besuchern erreicht. fc31338143

Gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte der Niederländer: „Die Leute sind immer wieder überrascht, wie wir die Bibel erlebbar machen, und sie loben die Schönheit des Schiffes.

Die Weiterfahrt zur nächsten Station Cuxhaven hängt vom Wetter ab und ist wegen des starken Windes frühestens am Ostermontag möglich. Die Arche ist nur bedingt hochseetauglich und darf nur bis Windstärke 3 von zwei Schleppern über die Nordsee gezogen werden.

Die Fahrt nach Hamburg ist für den 27. April 2013 angedacht. Peters: „Es ist mein erster Kirchentag überhaupt. Ich bin sehr auf die Reaktionen gespannt.“

Auf vier Decks zeigt die Ausstellung – teilweise interaktiv – Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Die Ausstellung ist mit vielen lebensgroßen Holzfiguren bestückt, die den Besuchern Geschichten der Bibel nahebringen. Die Arche Noah ist 70 Meter lang, 13 Meter hoch und zehn Meter breit.

Von Juli 2011 bis September 2012 lag sie in Köln vor Anker und zog rund 70.000 Besucher an

Quelle: http://www.idea.de  

Foto: Bistumsblatt „Der Dom“


Regensburger Bischof: „Ostern ist der Ursprung aller Sakramente der Kirche“

Bevor das Kirchenvolk zusammen mit Bischof Rudolf Voderholzer im Regensburger Dom am Palmsonntag den Beginn der Heiligen Woche feierte, versammelten sich zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor der Niedermünsterkirche.

Hier segnete der Regensburger Oberhirte die liebevoll geschmückten Palmbuschen, welche die Gläubigen in den Vortagen angefertigt hatten. Palmbuschenweihe 1

Danach zogen Bischof, Domkapitel, die Regensburger Domspatzen und Ministranten in die Kathedrale St. Peter.

In seiner Predigt forderte Bischof Rudolf die Gläubigen auf, sich in den kommenden Tage von der Liturgie in das Geschehen der Karwoche mitnehmen zu lassen:

„Ostern ist der Ursprung aller Sakramente der Kirche! Und im heiligen Schauspiel der Liturgie ist die heilschaffende Gegenwart Christi nicht nur spielerisch anschaulich, sondern ganz real gegenwärtig“.

Quelle (Text/Foto): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Kuba: Kommunistische Ärzte weigern sich, Bürgerrechtler medizinisch zu betreuen

„Zuerst sind wir Revolutionäre, dann Ärzte“

Immer häufiger müssen Kritiker der kommunistischen Diktatur auf Kuba hinnehmen, daß sie nicht nur durch die Regierung der Castro-Brüder, die Sicherheitsdienste und regimetreue Schlägertrupps bekämpft werden, sondern auch von einer wachsenden Zahl von Ärzten des Landes.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, weigern sich immer wieder Ärzte in den Krankenhäusern der Karibikinsel, Bürgerrechtler medizinisch zu versorgen. Die Verweigerung ärztlicher Hilfe erfolgt dabei mit Hinweis auf die politischen Aktivitäten der missliebigen Patienten. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Nachdem die afro-kubanische Sprecher in  der „Rosa Parks“-Bewegung, Perez Aguilera am 7. März 2013 von Castro-Anhängern mißhandelt und dabei schwer verletzt worden war, weigerten sich die Ärzte des Provinzkrankenhaus im zentralkubanischen Villa Clara, sie zu behandeln: „Zuerst sind wir Revolutionäre, dann Ärzte“, so ihre Begründung gegenüber dem Opfer und deren Ehemann. Perez Aguilera mußte in das Krankenhaus der benachbarten Stadt Placetas transportiert werden, und wurde erst dort, mehrere Stunden nach ihrer Mißhandlung, ärztlich versorgt.

Die Afro-Kubanerin Sonia Garro, langjähriges Mitglied der christlichen Bürgerrechtsbewegung „Damen in Weiß“, ist ebenfalls Opfer verweigerter ärztlicher Hilfe. Sie sitzt seit März 2012 ohne Anklage und Verfahren in Untersuchungshaft. Wegen einer Nierenerkrankung ist sie auf medizinische Betreuung angewiesen. Bei ihrer Verhaftung wurde sie zudem durch Gummigeschosse verletzt; durch mangelnde Hygiene im Gefängnis hat sich eine ihrer Verletzungen mit Staphylokokken infiziert. Dies führte zu großflächigen und bedrohlichen Entzündungen mit dem Eitererreger; Frau Garro benötigt dringend medizinische Hilfe.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, zeigt sich entsetzt über die Haltung vieler kubanischer Ärzte. “Offenbar gibt es in Kuba schwarze Listen von Oppositionellen, denen die elementarsten Rechte vorenthalten werden, einschließlich medizinischer Versorgung im Notfall.“

Das Regime schüre Ressentiments und hetze Kubaner gegeneinander auf: Regimetreue gegen Bürgerrechtler, weiße gegen schwarze Kubaner, um Bürgerrechtler in jeder nur denkbaren Hinsicht zu bekämpfen, so Lessenthin. “Selbst wenn das Castro-Regime morgen fiele, stünde Kuba eine lange und schwierige Zeit bevor, ehe es dort wieder ein gesundes, funktionierendes Gemeinwesen gibt.”

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/Kuba.456.0.html


Skandalöse Benachteiligung der Mütter, die ihre Kinder vor 1992 geboren haben

Von Birgit Kelle (Leiterin von Frau 2000plus)

Wir haben uns schon derart daran gewöhnt, dass Frauen eben in der Altersarmut landen, wenn sie zuviel Zeit auf Kindererziehung verschwenden, dass es leider keinen modernen „Aufschrei“ mehr provoziert. Ich möchte mich damit nicht zufrieden geben. Das Prinzip „Was nichts kostet, ist nichts wert“ kann nicht auf menschliche Zuwendung übertragen werden. 

Birgit Kelle

Birgit Kelle

Und während wir bei der Pflege von älteren Menschen sehr wohl noch betonen, wie wichtig und schön es ist, wenn ein Mensch nicht in ein Heim muss, sondern ZU HAUSE gepflegt werden kann, haben wir das bei Kindern längst aufgegeben. In der Pflege ist es auch selbstverständlich, dass pflegende Angehörige dafür bezahlt werden (wenn auch ebenfalls auf niedrigem Niveau), aber jedenfalls wird das noch als Wert betrachtet.

Erziehungsarbeit bei Kindern ist uns jedoch nur dann etwas wert, wenn sie von allen möglichen Menschen erbracht wird – um Himmels willen aber bitte nicht von der eigenen Mutter oder dem eigenen Vater. Dann ist sie wertlos  –  und dies Prinzip zieht sich durch bis zur Rente.

Am schlimmsten trifft es die Generation der Mütter, etwa neun Millionen Frauen sind betroffen, die ihre oft zahlreichen Kinder vor 1992 geboren haben  – und deren Kinder unsere Rentenkasse stabil halten. Diese Mütter speisen wir in der Rente mit nur einem anerkannten Erziehungsjahr pro Kind ab. Das ist ein Skandal.

In meiner neuen Kolumne auf dem Internetportal „361 Grad – Die Neuerfindung der Familie“ habe ich mich dieser Ungerechtigkeit einmal verbal angenommen: Meine Kinder, deine Rente“.   –  Hierzu ein Ausschnitt:

Warum ist die Erziehungsarbeit der Mütter nichts wert?

Die besondere Absurdität dieser Bewertung von familiärer Erziehungsleistung wird dann klar, wenn man realisiert, dass jede andere Erziehungsleistung selbstverständlich bezahlt wird, anerkannt ist und Rentenansprüche produziert. Niemand verlangt schließlich, dass Erzieherinnen in Krippen und Kitas, Kindermädchen, Tagesmütter, Lehrer, Aufsichtspersonen in den Ganztagsschulen, Babysitter und sogar Au-Pair-Mädchen ohne Lohn arbeiten. Selbstverständlich werden sie bezahlt, sie leisten ja etwas! Nur wenn Frau die eigenen Kinder groß zieht, ist es nichts wert. Leistet sie keinen Beitrag ans System.

Wenn ich mir also meine eigenen Erziehungsjahre ansehe bei meinen vier Kindern, dann habe ich jetzt schon seit 14 Jahren nahezu nichts geleistet. Und ich werde auch die nächsten zehn Jahre vermutlich kaum etwas leisten, die ich mindestens noch brauchen werde, bis auch meine Jüngste halbwegs auf eigenen Beinen steht.

Hätte ich jedoch mit meiner Nachbarin die Kinder getauscht, Sie meine vier und ich ihre vier großgezogen und hätten wir uns gegenseitig für diese Arbeit als Tagesmütter bezahlt, dann wären wir voll berufstätig gewesen und hätten nun die Anerkennung der Gesellschaft und der Rentenkasse. Nein, Sie müssen das nicht verstehen, ich versteh es auch nicht.“

Den ganzen Artikel finden Sie hier: http://www.atkearney361grad.de/2013/03/25/meine-kinder-deine-rente/

Unterstützen Sie bitte zudem die Aufstockung der Rentenjahre für diese Generationen von Müttern durch eine offene Petition. Ich würde mich freuen, wenn sich viele beteiligen. Sie finden die Petition unter folgendem Link:
https://www.openpetition.de/petition/online/3-entgeltpunkte-bei-der-rente-auch-fuer-muetter-die-ihre-kinder-vor-1992-geboren-haben


Bischof Rudolf Voderholzer besuchte die Passionsprozession in Saal an der Donau

Am Palmsonntag-Nachmittag fand in Saal an der Donau die traditionelle Passionsprozession statt Viele hundert Gläubige säumten die Straßen, als sich der Gebetszug mit der Darstellung der wichtigsten Kreuzwegstationen über die Straßen der niederbayerischen Gemeinde bewegte. borMedia1818201

Allein die Prozession mit dem unübersehbaren Feld an Figuren, Kreuzen und weiteren Marterwerkzeugen auf den Holzstangen war mehrere hundert Meter lang. Drei Bläsergruppen begleiteten die Beter mit kirchlichen Chorälen.

Bischof Rudolf Voderholzer, der sich mit zahlreichen Geistlichen an der Prozession beteiligte, zeigte sich von der gesammelten Atmosphäre ergriffen und bewegt. Nach etwa einer halben Stunde erreichte die Passionsprozession die Pfarrkirche Christkönig, die Bischof Rudolf Graber vor 50 Jahren geweiht hatte.

Träger der Passionsprozession ist der in Saal beheimatete Passionsspielkreis. Die erste Prozession wurde 1996 durchgeführt. Vor vier Jahren hatte Erzbischof Gerhard Ludwig Müller an der geistlichen Veranstaltung teilgenommen.

Bürgermeister Peter Buberger begrüßte die vielen Geistlichen des Dekanats, die Ordensleute aus dem Benediktinerkloster Weltenburg und die Franziskanerinnen aus Mallersdorf. Besonders dankte er dem Regensburger Oberhirten für seine Teilnahme. borMedia1818301

Bischof Rudolf Voderholzer zeigte sich erfreut, daß es auch im Bistum Regensburg diese Tradition gibt, die er bereits aus Lohr am Main kenne. Dies sei Ausdruck eines lebendigen und profunden Glaubens. Er habe keinen Augenblick gezögert, auf die Einladung einzugehen, an der Prozession teilzunehmen.

Außerdem sprach der Bischof die Hoffnung aus, daß die Teilnehmer dadurch die innere Stärkung erfahren würden, das Kreuz zu tragen, das jeder zu tragen hat.

Andreas Weiß, Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Saal, dankte Bischof Voderholzer für seine „ermunternden Worte“. Durch ihn wüßten sich die Gläubigen mit Papst Franziskus und über Papst Franziskus mit allen Christen auf der Erde verbunden.

Auf die Prozession folgte das Prozessionskonzert; es spielte das Bayerische Polizeiorchester.

Quelle (Text/Fotos): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Paris: Protestmarsch zum Triumphbogen gegen die Einführung der Homo-Ehe

In der französischen Hauptadt kam es am gestrigen Sonntag, den 24. März, erneut zu einer Massendemonstration gegen die staatlich geplante Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe sowie gegen ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare.

Bereits im Januar gab es Großkundgebungen gegen diese Gesetzentwürfe der sozialistischen Regierung unter Präsident François Hollande.

Die Angaben über die gestrige Teilnehmerzahl schwanken zwischen 300.000 und 1,5 Millionen. Der Protestzug verlief vom Bankenviertel La Défense bis zum Arc de Triomphe.

Unter dem Titel „Nix Liberté“ schreibt die links-alternative Berliner Tageszeitung „taz“ eingangs: „1,4 Millionen Menschen sind bei einer Protestveranstaltung am Sonntag in Paris gegen die Homo-Ehe auf die Straße gegangen.“

Beim Triumphbogen kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, als Demonstranten versuchten, die Absperrungen zu den Champs-Élysées zu überwinden. Die Beamten setzten Tränengas ein.

Der Chef der konservativen Partei UMP, Jean-François Copé, machte den sozialistischen Präsidenten François Hollande persönlich dafür verantwortlich, daß „Familien mit ihren Kindern“ von Sicherheitskräften unverhältnismäßig angegriffen worden seien.

 

Die „Frankfurter Allgemeine“ berichtet hierzu:

„Nach der Großkundgebung in Paris gegen die Homoehe hat die Polizei am Abend unter Einsatz von Tränengas und Schlagstöcken hunderte von Demonstranten von den Champs-Elysées vertrieben. Mehrere Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, dass die Polizei gegen die Demonstranten mit großer Härte vorging.“