Gemeinsam betende Päpste: „Ein Bild für den Himmel“

Wir alle waren tief bewegt von jenen Bildern, die uns aus Castel Gandolfo erreichten, als Papst Franziskus und Benedikt XVI. einander trafen und gemeinsam beteten. Ein Bild für den Himmel. WOW

Besonders häufig wurde auf jene Szene in der Kapelle abgehoben, in der Papst Franziskus nicht den Ehrenplatz einnahm, der ihm als Papst zukommt, sondern sich zusammen mit seinem „Bruder“ Benedikt in die Bank setzte.

Darin sehen die Beobachter vollkommen zu Recht ein Zeichen der tiefen Demut und Bescheidenheit, die den Hl. Vater auszeichnet und die sich in eine ganze Serie von Gesten einreiht.

Eine weitere Geste möchte ich jedoch auch betrachten, die, weil sie scheinbar so selbstverständlich ist, oft vergessen wird: Benedikt wollte, dass Franziskus den Ehrenplatz nimmt. Er scheint sogar ziemlich nachdrücklich darauf bestanden zu haben, wenn man sieht, wie der alte Mann richtig Tempo aufnimmt, um seinen Nachfolger auf den Stuhl hinzuweisen.

Auch diese Handlung Benedikts steht in einer ganzen Serie von Gesten, die er im Laufe seines Pontifikats gesetzt hat und die nachdrücklich das beweist, was die Papst-Fans immer gehofft, die Papst-Kritiker immer bezweifelt haben: 

Benedikt ging es bei aller Pracht der Riten und Zeremonien nie um sich und seine persönliche Eitelkeit. Wenn dem so gewesen wäre, hätte er den Weg seines Nachfolgers einfach hingenommen und sich neben ihn gesetzt nach dem Motto: Ich war ja auch mal Papst, passt schon.   –  Nein. Er möchte dem Papstamt jenen Vorrang lassen und geben, der diesem zukommt, auch wenn es nicht mehr ihm zukommt.

Er weist mit dieser kleinen Geste auf den Geist hin, in dem Macht und Pracht der Päpste inszeniert werden. Damit gibt der alte Lehrer uns eine letzte Lektion in einem gelebten Beispiel, Bescheidenheit und Größe gemeinsam zu denken und zu leben.

Wenn es das letzte war, was wir von Benedikt vor seinem Tod gehört und gesehen haben, war es ein guter Abschluss.

Quelle (Text/Foto): http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/03/demut-mal-2.html


5 Kommentare on “Gemeinsam betende Päpste: „Ein Bild für den Himmel“”

  1. Uli sagt:

    Genau – Papst Franziskus und Papst Benedikt haben gegenseitig aufeinander Rücksicht genommen.

    Ob das „Duo“ auch gemeinsam den Sommerurlaub verbringen kann oder lebt
    Papst Benedikt dann bereits im Kloster.

    Papst Benedikt wirkt schon ganz schön schwach, hoffentlich rappelt er sich nochmal auf.

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  2. Anonymous sagt:

    Was soll dieser blöde letzte Satz?????

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    • Kassandra sagt:

      Wieso finden Sie diesen Satz blöd?
      Gehören Sie auch zu den Vielen, die den Gedanken an den Tod verdrängen?

      Wie sagte Franz von Sales:
      „Dieses Leben ist kurz und ist uns nur gegeben, um das andere Leben zu gewinnen. Das Kreuz ist die königliche Pforte, durch die man in den Tempel der Heiligkeit eintritt. Wer sie anderswo sucht, wird niemals auch nur eine Spur davon finden.“

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