Evangelischer Bischof kritisiert neues „Chrismon“-Magazin der EKD: Karfreitag und Ostern ausgeblendet!

Heftige Kritik am EKD-Monatsmagazin „Chrismon“ hat der nordelbische Altbischof Prof. Ulrich Wilckens geübt. Das Blatt gehe in der April-Ausgabe weder im Leitartikel noch mit anderen Beiträgen auf die bevorstehenden zentralen kirchlichen Feiertage Karfreitag und Ostern ein, schrieb er an Mitherausgeber Landesbischof a. D. Johannes Friedrich.

„Chrismon“ erscheint in einer Auflage von 1,6 Millionen Exemplaren als Beilage in Tages- und Wochenzeitungen. Autor des aktuellen Leitartikels ist Friedrich, der von 1999 bis 2011 als Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern amtierte. 

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Nach Ansicht von Wilckens ist es ein „geistlicher und kirchlicher Skandal“, dass das Blatt in der Osterausgabe das Zentrum des christlichen Glaubens nicht thematisiert. Er fragt Friedrich:

„Trauen Sie im Herausgeberkreis den Lesern dieser Beilage in großen und wichtigen deutschen Zeitungen ein klärendes Wort und ein geistlich-begeisterndes persönliches Zeugnis zum Thema des Todes Christi für unsere Sünden und seiner Auferstehung zum vollendenden Leben durch Gottes Heilshandeln schlicht nicht mehr zu?

Oder ist dieses Thema für die Herausgeber selbst so unwichtig, dass sie es bei der Vorbereitungsarbeit schlicht vergessen oder einfach nicht beachtet haben?“

Wilckens erwartet eine Entschuldigung der Herausgeber in der nächsten Ausgabe oder die Streichung von „evangelisch“ im Untertitel von „Chrismon“.

Da Letzteres der EKD-Rat beschließen müsste, so Wilckens, würde dies auch das Ende des EKD-Zuschusses in Höhe von jährlich rund vier Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln bedeuten. In der Selbstdarstellung des Blattes bezeichnet sich „Chrismon“ als „das Biblischste, was der deutsche Protestantismus zu bieten hat“.

Evangelikale: Große Chance vertan

Unterstützung bekommt Wilckens von der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands. Für den Vorsitzenden der theologisch konservativen Organisation, Pastor Ulrich Rüß, ist das völlige Ausblenden der elementaren Botschaft von Kreuz und Auferstehung Jesu in der aktuellen Ausgabe „unverständlich, befremdend und empörend“.

„Chrismon“-Mitherausgeber Friedrich wies die Kritik zurück. Es sei eine „unglaubliche Unterstellung“ anzunehmen, er traue sich nicht, modernen Menschen zentrale Inhalte des christlichen Glaubens nahezubringen, sagte er der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Zu Kreuz und Auferstehung habe er sich in zahlreichen Artikeln geäußert, und auch in „Chrismon“ gebe es dazu immer wieder Beiträge. Der Herausgeberkreis schreibe der Redaktion nicht vor, welche Beiträge in einzelnen Ausgaben erscheinen sollten.

Weitere Herausgeber von „Chrismon“ sind der EKD-Ratsvorsitzende, Nikolaus Schneider, und die EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann. Chefredakteur ist Arnd Brummer.

Quelle: http://www.idea.de


3 Kommentare on “Evangelischer Bischof kritisiert neues „Chrismon“-Magazin der EKD: Karfreitag und Ostern ausgeblendet!”

  1. Heinz sagt:

    Dummkatholischer Kommentar.

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    • Guten Tag,
      erstens handelt es sich nicht um einen Kommentar, sondern um eine Meldung der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, zweitens ist diese Kritik an „Chrismon“ keine katholische, sondern stammt von einem evangelischen Bischof, wie der Titel schon ausweist – drittens ist das einzig offensichtlich Dumme Ihr Kommentar.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  2. huckyfin307 sagt:

    Der Landesbischof Friedrich, der in Bayern von 1999 bis 2011 „gewirkt“ hat, war schon immer ein Looser und für mich höchst unglaubwürdig wie überhaupt ein Großteil des selsbtgemachten Glaubens der evangelischen Kirche. Der Worte spie der „Landesbischof“ viel, desse Taten sehen wir nun realitätsnah, insbesondere dessen „Feedback“ auf die berechtigte Kritik von Altbischof Prof. Ulrich Wilckens.

    Von daher kann es nicht wundern und wird uns auf eine Zeit vorbereiten in der noch ganz andere Dinge kommen werden. Es ist besser sich nicht mit Ungläubigen zu beschäftigen. Die Kritik an Friedrich ist natürlich in vollem Umfang berechtigt, weil auch Käßmann und Schneider mit verantwortlich sind.

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