Christus-Hymnus zu Karfreitag

 
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Du hast, o HERR, am Kreuze die Arme ausgestreckt,
um alle heimzuholen, die sich von dir gewandt.
Gib, daß durch unser Wirken die Welt erkennen kann,
was du für uns getan hast, als du am Holze starbst.
In deinem Geist zu wirken, hast du uns ausgesandt.
So laß uns als Erlöste für alle glaubhaft sein.
Damit die Welt erkenne, wie sehr du uns geliebt,
und wie der Vater wartet, bis uns dein Geist vereint.  
 
(Stundengebet der Abtei Kellenried)
 
Foto: Dr. Bernd F. Pelz

ZDF zeigt an Karfreitag sehenswerten Film zur Christenverfolgung im Nahen Osten

An Karfreitag zeigt das ZDF zur besten Sendezeit um 19:30 Uhr eine 45-minütige Dokumentation zur Christenverfolgung mit Schwerpunkt auf die Lage in den nahöstlichen Ländern Syrien und Ägypten.

Autorin und Regisseurin ist Andrea Oster, die dazu mehrere nahöstliche Länder mit Filmteams bereist hat.

Die Doku setzt mit der Frage ein, ob nicht mit der Kreuzigung Jesu selbst dem Christentum die Verfolgung vorgegeben wurde und zeichnet die Geschichte der Verfolgung nahöstlicher Kirchen nach, bevor zur Gegenwart christliche Flüchtlinge und Kirchenführer und Experten befragt werden. 

Foto: Petrusbruderschaft

Foto: Petrusbruderschaft

Zu den Experten der Sendung gehören der Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit der UN, Prof. Heiner Bielefeldt, der kath. Neutestamentler Prof. Thomas Södig und der evanglikale Religionssoziologe Prof. Thomas Schirrmacher.

Schirrmacher, der das Filmteam zeitweise begleitete, zeigte sich beeindruckt von dem differenzierten Fachwissen und dem Einfühlungsvermögen etwa gegenüber traumatisierten Flüchtlingen. „Das wird eine wirklich gediegene und dem Sendetermin an Karfreitag angemessene Dokumentation, die zum Vorbild für andere Fernsehbeiträge werden könnte.“

Quelle: http://www.bucer.org/bq.html

Der folgende Text ist der Webseite des ZDF entnommen:

Gefährlicher Glaube  –  2000 Jahre Christenverfolgung

Im Jahre 30 unserer Zeitrechnung wird auf dem Richtplatz von Jerusalem ein Mann gefoltert und ans Kreuz genagelt. Es ist die qualvollste Todesart für einen Verurteilten. Die Anklage lautet auf Volksverhetzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Seine Anhänger sahen in ihm einen Propheten, ja sogar den von den Juden lang erwarteten Messias und Erlöser. Sie waren überzeugt, dass er Frieden und Heil in die Welt bringen würde. Was mit einem Dutzend Jüngern begann, wurde nach dem Tod des Jesus von Nazareth zu einer Bewegung, die den gesamten Mittelmeerraum erfasste. Durch nichts ließ sie sich aufhalten. Aus den ersten drei Jahrhunderten sind uns Geschichten überliefert von Menschen, die für ihren Glauben an Christus freiwillig in den Tod gingen.

Die Christenverfolgungen der römischen Herrscher waren an Grausamkeit kaum zu überbieten, so erzählen es die Chronisten von damals. Christen wurden bei lebendigem Leibe im Zirkus verbrannt, in Tierfelle eingenäht, den Löwen zum Fraß vorgeworfen oder, wie Jesus, ans Kreuz genagelt.

Heute ist das Christentum mit 2,2 Milliarden Menschen die mitgliederstärkste Religion der Welt, nahezu jeder dritte Erdenbürger ist Christ. Noch vor wenigen Jahren galten Christenverfolgungen, zumindest in der westlichen Welt, als Geschichten aus längst vergangenen Zeiten, bestenfalls als Vorlage für Romane oder Spielfilme. Doch das hat sich in der jüngsten Vergangenheit dramatisch verändert. Immer häufiger sieht man in den Nachrichten aus dem Nahen und Mittleren Osten brennende Kirchen, misshandelte und flüchtende Menschen. Die meisten von ihnen sind Christen.

Vertreter der christlichen Kirchen, Menschenrechtsorganisationen, aber auch Politiker verwenden zunehmend das Wort „Christenverfolgung“ und warnen vor der zunehmenden Fundamentalisierung und Radikalisierung insbesondere in den islamischen Staaten. Die Opfer berichten von Diskriminierungen und Misshandlungen sowie unterlassener Hilfeleistung durch die jeweiligen Staatsorgane.

Die Dokumentation geht der Frage nach, was Christenverfolgung ist. Hat sie ihre Wurzeln bereits in der Bereitschaft Jesu, für seine Überzeugung zu sterben, und darin, dass er dies auch von seinen Anhängern erwartet? Warum verfolgen Menschen einander um des Glaubens Willen? Gibt es Parallelen zur heutigen Situation in der Geschichte? Wie ist das Christentum selber in den vergangenen fast 2000 Jahren mit Gewalt, Andersglaubenden und Andersdenkenden umgegangen? Was passiert, wenn Politik, Staat und Religion eine Verbindung eingehen?

Das Filmteam besuchte im Nahen Osten Orte, in denen Jahrtausende alte christliche Glaubenstraditionen verankert sind und bis heute gelebt werden. Es kommen Menschen zu Wort, die Gewalt am eigenen Leibe erfahren haben. Flüchtlinge, die aus Angst vor der aktuellen Situation ihre Heimat verlassen haben.


Papst anerkennt Martyrium eines Priesters und Judenretters

Papst Franziskus hat am heutigen Donnerstag, den 28. März, ein Dekret unterzeichnet, mit dem das Martyrium des im KZ Dachau ums Leben gekommenen italienischen Dominikanerpaters und Judenretters P. Giuseppe Girotti anerkannt wurde. In diesem KZ gab es einen „Priesterblock“ mit über 3000 inhaftierten katholischen Geistlichen.

Pater Girotti starb am 1. April 1945 im Alter von 39 Jahren.  Er wurde 1995, zum 50. Jahrestag seines Todes, von der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt, denn er war wegen seiner Hilfe für Juden nach Dachau gekommen.

Es handelt sich um das erste Dekret des neuen Papstes; in diesem werden auch 58 Märtyrer aus dem Spanischen Bürgerkrieg und zwei Opfer der kommunistischen Kirchenverfolgung in Ungarn bzw. Rumänien anerkannt.

Die Seligsprechungsfeiern finden zu unterschiedlichen Zeitpunkten in den jeweiligen Diözesen der neuen Seligen statt. Die ersten Heiligsprechungen wird Papst Franziskus am 12. Mai durchführen.

Es handelt sich bei den neuen Heiligen ebenfalls um Märtyrer:  Franziskus wird Antonio Primaldo und seine zahlreichen Gefährten heiligsprechen, die 1480 im süditalienischen Otranto auf Befehl der osmanischen Machthaber ermordet wurden; sie hatten sich nach der Eroberung ihrer Stadt geweigert, zum Islam überzutreten.


Weltweit leben 14 Millionen Juden, davon 6 Mio in Israel und 5,5 Mio in den USA

Die israelische Tageszeitung „Jediot Achronot“ berichtet erfreut: „65 Jahre nach der Staatsgründung Israels leben nun über 6 Millionen Juden im Judenstaat Israel.“

Zwei Wochen vor dem 65. Unabhängigkeitstag überschritt die Anzahl der israelischen Bevölkerung die 8 Millionen-Grenze, darunter 2 Millionen Nichtjuden. 1,6 Millionen Moslems sowie 0,4 Millionen Christen oder Angehörige anderer Religionen. 

Foto: K. Ruprecht

Foto: K. Ruprecht

Aber außerhalb Israels leben immer noch mehr Juden als im Heiligen Land. Gemäß Prof Sergio Della Pergola verteilen sich 96 % der Diaspora-Juden auf zehn Länder:

In den USA leben 5,5 Millionen, in Kanada 380.000, in Argentinien 180.000, in Brasilien 75.000, in Deutschland 120.000, in Frankreich 500.000, in Großbritannien 300.000, in Russland 190.000 und in Australien 102.000 Juden. Die Mehrheit der jüdischen Weltbevölkerung, nämlich 11,5 Millionen an der Zahl, leben in Israel und in den USA.

„Insgesamt zählt die jüdische Bevölkerung weltweit knapp 14 Millionen Juden“, sagte der Experte für jüdische Demographie an der Hebräischen Universität in Jerusalem.

Quelle: http://www.israel.heute.com


Strategie gegen Mütter: Von der Teilzeit-Chance zur „Teilzeitfalle“

Von Birgit Kelle (Leiterin von Frau 2000plus)

Vollzeit, Teilzeit – ich würde mal sagen: Macht mal Halbzeit!   –  In der Debatte um die Rechte von Müttern, die nach der Kinderpause (Pause, auch so ein Begriff wie übrigens auch Erziehungsurlaub  –  als würde man Pause machen oder Urlaub, wenn man den ganzen Tag mit kleinen Kindern beschäftigt ist) wieder in den Beruf einsteigen wollen, hat sich erneut eine Kehrtwende vollzogen.

Birgit Kelle

Birgit Kelle 

Kämpfte man noch vor wenigen Jahren darum, dass Mütter ein RECHT AUF TEILZEIT bekommen, damit sie nicht gleich Vollzeit wieder einsteigen müssen und so die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie auch mit kleinen Kindern hinbekommen, so hat sich heute das Blatt gewendet.

Einen Anlass gibt es dazu eigentlich nicht. Nach wie vor bestätigen alle Umfragen, auch die des Familienministeriums selbst, dass Mütter und Väter gerne mehr Zeit mit den Kindern verbringen wollen, dass sie möglichst erst Teilzeit wieder einsteigen wollen, um das Stück für Stück weiter auszubauen, wenn die Kinder eigenständiger und älter werden.

Jetzt haben sich allerdings Arbeitsministerin von der Leyen und Familienministerin Schröder zusammen getan und fordern das RECHT AUF VOLLZEIT für Mütter, die wieder in den Beruf einsteigen wollen. Gerne wird dabei von der „Teilzeit-Falle“ geredet, die man überwinden müsse. Gemeint ist die Tatsache, dass Frauen, die Teilzeit erwerbstätig sind, zu wenig Rentenansprüche erwerben und damit in die Altersarmut rutschen.

Merken Sie etwas? Auch hier wird stringent das Schema durchgezogen, Altersarmut könne nur durch mehr Erwerbstätigkeit gelöst werden, nicht etwa durch Honorierung auf anderem Wege.

Wieder mal ein Schelm, der Böses dabei denkt. Warum fordert man eigentlich etwas, was die meisten Mütter gar nicht wollen? Wem nützt es? Den Müttern jedenfalls nicht.

Aber es passt natürlich ins Schema. Wenn wir jetzt den Rechtsanspruch auf der Krippenplatz haben, dann sollen die Mütter auch gefälligst wieder Vollzeit erwerbstätig sein. Irgendjemand muss ja mit seinen Steuern die Kosten für die Krippenbetreuung wieder reinholen.

Lesen Sie dazu den folgenden Beitrag in der FAZ „Frauen in der Falle“ – ein Ausschnitt:

„Kanzlerin Angela Merkel wirbt vor Arbeitgebern und Gewerkschaften für ein familienfreundlicheres Arbeitsleben. Anders als ihre Ministerinnen für Arbeit und Familie, Ursula von der Leyen und Kristina Schröder, macht sie sich jedoch nicht den SPD-Vorschlag zu eigen, Teilzeitbeschäftigten einen Rechtsanspruch auf Rückkehr in Vollzeit zu gewähren. Von der Leyen und Schröder wollen damit (nach der Wahl) Mütter „aus der Teilzeitfalle“ holen. Doch neuer Zwang führt nicht ans Ziel.“

Den ganzen Beitrag finden Sie hier: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/familienpolitik-frauen-in-der-falle-12111904.html


Psalmgebet: „Dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Psalm 116 (115),12-13.15-16bc.17-18:

Wie kann ich dem HERRN all das vergelten, was er mir Gutes getan hat?
Ich will den Kelch des Heils erheben und anrufen den Namen des HERRN.
Kostbar ist in den Augen des HERRN das Sterben seiner Frommen.
Ach HERR, ich bin doch dein Knecht, dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd.

Du hast meine Fesseln gelöst.

Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen und anrufen den Namen des HERRN.
Ich will dem HERRN meine Gelübde erfüllen –  offen vor seinem ganzen Volk.