Israel: Christliche Familie in Polen erhält Ehrenbürgerschaft für Judenrettung im 2. Weltkrieg

Stanislawa Szlamowie aus Jaskrów in der Nähe von Tschenstochau, die bereits den Titel „Gerechte unter den Völkern“ trägt, hat die Ehrenbürgerschaft des Landes Israel  erhalten, weil sie mit ihrer Familie mehrere Juden während des Zweiten Weltkrieges versteckt und gerettet hat.

Diese Auszeichnung wurde in Czestochowa vom israelischen Botschafter in Polen, Zvi Rav-Ner, verliehen. Zusammen mit dem Diplomaten war auch Michaela Linial anwesend, die Tochter von Mordechaj Lichter, einem der Juden, die von Stanislawa gerettet wurden. Sie hob hervor, dass die Polin ihre Familie „ohne materielle Vergütung“ geschützt habe.davidstern (2)

Beim Empfang der Auszeichnung sagte Stanislawa gerührt: „Wir müssen der Opfer gedenken, aber wir müssen uns auch an die zahllosen Menschen erinnern, die während des Zweiten Weltkrieges Juden und andere verfolgte Personen mutig geschützt und versteckt haben.“

Das Ehepaar Marianna und Stanislaw Szlamowie lebte mit ihren Kindern Stanisława und Janek in dem polnischen Dorf Cykarzew in der Nähe des bekannten Marienheiligtums Tschenstochau.

Am Vorabend von Weihnachten 1942 klingelten zwei Juden an ihrer Tür: Moshe Lichter und sein Cousin Mordechaj Lichter, die vom Transport in das Vernichtungslager Treblinka geflohen waren.

Für einige Monate hatte sich die Familie Lichter, Moshe, seine zwei Töchter und Mordechai, in den Wäldern versteckt. Dabei wären sie in dem kalten Winter fast ums Leben gekommen. Sie beschlossen, in einem Haus Zuflucht zu suchen und trafen so auf die Familie Szlamowie.

Diese bereitete ein Versteck für sie und versorgte sie mit Essen und Kleidung. Stanislawa kümmerte sich jeden Tag um die Ernährung der Familie Lichter. Als 1944  deutsche Truppen in der Stadt ankamen, musste die Familie Lichter wieder aus dem Haus in die benachbarten Wälder fliehen. Auch hierhin brachte Familie Szlamowie einmal pro Woche ein großes Nahrungspaket.

Die Lichters überlebten dank dieser Hilfe und lebten zunächst versteckt, nach 1945 dann offen. Bevor er nach Israel auswanderte, bot Moshe Lichter der Familie von Stanislawa seine gesamte Habe einschließlich guter Immobilien an, aber die Szlamowies wollten keine Belohnung.

Am 24. Februar 1988 verlieh die Holocaust-Gedenkstätte „Yad Vashem“ dem Ehepaar Szlamowie und ihrer Tochter Stanisława den Titel „Gerechte unter den Völkern“.

Quelle: ZENIT.org


Wirtschaftspolitische Fakten zum Zauberwort „Leistungsgerechtigkeit“

Von Frank Schäffler (FDP-Bundestagsabgeordneter)

 „Wer sich anstrengt, soll entsprechend seiner Leistung fair entlohnt werden.“  –  Dieser verführerische Satz drückt das aus, was in der Kurzformel „Leistungsgerechtigkeit“ zum Ausdruck kommen soll.

Doch was ist Leistungsgerechtigkeit?  – Mit dem Problem der gerechten Entlohnung hatte sich schon Karl Marx auseinandergesetzt. Die marxistische Metaphysik des Wertes geht fälschlich davon aus, dass das, was getauscht wird, gleichen Wert haben müsse. Dieser Wert bestimme sich durch die dafür geleistete Arbeit. Doch im Kapitalismus stimmen die Preise nicht mit dem Arbeitsaufwand überein. Dies ist die Grundlage für die sozialistische These von der Ausbeutung der Arbeiterschaft.

Frank Schäffler

Frank Schäffler

Dass die Arbeitswerttheorie falsch ist, musste schon Vincent van Gogh im 19. Jahrhundert erfahren. Er hatte zweifelsohne eine große Schaffenskraft. Immerhin hat er viele hundert Bilder und Zeichnungen der Nachwelt hinterlassen.

Zeitlebens wollte diese Bilder aber keiner kaufen. Erst im vorigen Jahrhundert stieg die Nachfrage  –  und die Preise explodierten. Aber van Gogh lebte von der Hand in den Mund und musste sich von seiner Familie aushalten lassen. Ganz so, wie Marx sich von Engels aushalten ließ, der Sohn eines reichen Fabrikbesitzers war.

Trotz der falschen Marxschen Theorie folgern jetzt mitfühlende Politiker, es müsse verbindliche Lohnuntergrenzen und eine dadurch leistungsgerechte Entlohnung für alle geben. Doch wer kann Leistung, wer kann gerechte Entlohnung quantifizieren? Wer hat dieses Wissen? Das Kanzleramt? Gregor Gysi? Die Markttransparenzstelle? Oder doch das Tarifkartell aus Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften?

Richtig ist: Der Lohn ist ein Preis. Nicht die Leistung ist für die Entlohnung entscheidend, sondern Nachfrager und Konsument entscheiden über den Preis der Arbeitskraft. Es ist eine Anmaßung von Wissen, den von den Parteien ausgehandelten Preis für die Leistung als nicht der Leistung angemessen zu bewerten.

Wer stramm mit Marx und seiner Arbeitswerttheorie glaubt, der Preis lasse sich aus der Arbeitsleistung folgern, glaubt auch, dass der Trabbi die Krönung deutscher Ingenieurskunst war.

Erstveröffentlichung des Beitrags in der liberalen Zeitschrift eigentümlich frei.


Markus Lanz und sein Erlebnis mit der zufriedenen „kleinen, alten Frau“, die in sich ruht

„Man muß halt nur ein bißchen gucken“

In einem Interview mit dem Kölner Domradio erzählt ZDF-Moderator Markus Lanz („Wetten daß“, „Lanz kocht“) einige Erfahrungen und Anekdoten aus seinem Leben. Der 44-jährige Südtiroler schildert dabei auch folgendes nachdenkliche Erlebnis:

„Ich komme gerade aus Wien von „Wetten dass…“  –  und da gab es einen Moment, der mir seitdem durch den Kopf geht:

Ich kam von einem Gespräch mit Depeche Mode, mit Dave Gahan, einer der größten Popstars der Welt. Wir gingen danach durch die Katakomben runter und liefen durch einen langen dunklen Flur  –  und am Ende dieses Flurs saß eine alte, kleine Frau.

Die Art und Weise, wie sie da saß, es war eine Putzfrau und   –  wie sie sich selber nannte  –  eine „Klofrau“, zeigte: sie erwartet jetzt gar nicht, dass man mal mit ihr redet, dass man sie anspricht, sie guckte gar nicht hoch. Sie war so vertieft in ihr Buch und wartete auf den nächsten „Einsatz“ und saß da ganz alleine.

Wir waren schon an ihr vorbei, dann bin ich wieder zurück, weil ich ihr Gesicht so faszinierend fand und hab sie gebeten, ein Foto von ihr zu machen. Das haben wir dann bleiben lassen, weil das Licht nicht gut war und so weiter.

Aber ich kam kurz mit ihr ins Gespräch  –  und es war total anrührend, mal zu hören, was sie so für ein Leben hat. Ich hab sie gefragt, wo sie herkommt. Sie erzählte, aus dem und dem Wiener Bezirk, sie war ursprünglich aus Niederösterreich  –  und man merkte, da ist jemand, der ist zufrieden mit dem, was er so hat.

Sie machte einen ganz gelassenen und glücklichen Eindruck und hat mir dann das Buch gezeigt, in dem sie gerade las  –  und sie ruhte in sich.

Und ich dachte: Mein Gott, wie viele von denen, die Du  im Laufe der ganzen Veranstaltung treffen wirst, ruhen überhaupt gar nicht in sich und sind so viel privilegierter als diese kleine, alte Frau, die da saß.

Das sind diese Momente, die man sich nicht nehmen lassen sollte. Das sind diese kleinen Dinge im Alltag, für die man immer noch einen Blick haben sollte  –  und wenn man den hat, dann tun sich plötzlich Dinge auf und Türen auf und Tore auf, die sonst für immer verschlossen sind. Man muss nur ein bißchen gucken.“


„Was kommt, wenn Familie geht?“ – Staatliche Ersatzlösungen statt Förderung der Originalfamilie

Von Birgit Kelle (Leiterin von Frau 2000plus)

Die für 25. Mai geplante Tagung des Familiennetzwerkes in Frankfurt „Was kommt, wenn Familie geht?“ hat mich mit ihrem Titel dazu inspiriert, darüber nachzudenken, was eigentlich geschieht, wenn Familie nicht mehr da ist?

Dazu der Bericht, den mir eine Leserin zusandte, wonach in Bremer Schulen jetzt Babys auf Besuch in die Schulklassen kommen, damit die Kinder anhand eines kleinen Menschenkindes Mitgefühl lernen. Wie traurig ist das doch!

Birgit Kelle

Birgit Kelle

Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, solche Projekte durchzuführen, aber es ist doch schlimm, dass wir anscheinend inzwischen so etwas brauchen, weil Familie zunehmend nicht mehr da ist, Geschwister zunehmend nicht mehr da sind und die Erfahrungen, die Generationen vor uns noch zu Hause machen durften, heute in der Schule professionell vermittelt werden müssen.

Es stellt sich allerdings die Frage, wieso schaffen wir Surrogate und Ersatzfamilien, anstatt die Original-Familie zu unterstützen?

Hier ein Ausschnitt aus meiner Kolumne beim Kulturportal The European:

„Die Mutter soll heute nicht mehr zu Hause sein, sondern berufstätig, dafür haben wir jetzt Tagesmütter, die wir bezahlen. Die Väter fehlen zunehmend in den Familien, es gibt immer weniger männliche Vorbilder, dafür haben wir jetzt das Programm „Mehr Männer in die Kitas“.

Die Kinder haben keine Geschwister mehr, dafür sollen sie jetzt Sozialkompetenzen in der Krippe und in Spielgruppen aller Art lernen. Familien essen immer weniger gemeinsam an einem Tisch, dafür wird das jetzt in kleinen Tischgruppen in der Ganztagsschule vollbracht. Kinder lernen nichts mehr über Lebensmittel und ihre Zubereitung, weil zu Hause keiner mehr Zeit zum Kochen hat, dafür machen wir jetzt Ernährungs- und Kochkurse in der Schule.

Die Kinder kennen immer weniger die Großfamilie, dafür bauen wir jetzt Mehrgenerationenhäuser. Die Kinder kennen keine Großeltern mehr, dafür gibt es jetzt Leihopas und Leihomas, die man engagieren kann. Die Kinder haben zu Hause keine Vorbilder mehr bei berufstätigen Eltern, dafür gibt es jetzt Benimm-Unterricht in der Schule.

So lagern wir Stück für Stück bisherige familiäre Erziehung und soziales Lernen und damit eine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit in die Kindergärten und Schulen und somit an den Staat aus.“

Den ganzen Text finden Sie hier:
http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/6693-auslagerung-der-kindererziehung-aus-der-familie


Christian F. Gellerts Osterjubel: „JESUS lebt – mit ihm auch ich!“

JESUS lebt, mit ihm auch ich;
Tod, wo sind nun deine Schrecken?
Jesus lebt und wird auch mich
Von den Toten auferwecken.
ER verklärt mich in sein Licht:
Dies ist meine Zuversicht.
 
2. JESUS lebt! Ihm ist das Reich
Über alle Welt gegeben.
Mit ihm werd‘ ich auch zugleich
Ewig herrschen, ewig leben.
Gott erfüllt, was ER verspricht:
Dies ist meine Zuversicht.
 
3. JESUS lebt! Wer nun verzagt,
Lästert Ihn und Gottes Ehre.
Gnade hat ER zugesagt,
Daß der Sünder sich bekehre.
So verstößt ihn Christus nicht;
Dies ist meine Zuversicht.
4. JESUS lebt. Sein Heil ist mein:
Sein sei auch mein ganzes Leben;
Reines Herzens will ich sein
Und der Sünde widerstreben.
ER verläßt den Schwachen nicht:
Dies ist meine Zuversicht.
 
5. JESUS lebt. Ich bin gewiß:
Nichts soll mich von Jesus scheiden,
Keine Macht der Finsternis,
Keine Herrlichkeit, kein Leiden.
ER gibt Kraft zu jeder Pflicht:
Dies ist meine Zuversicht.
 
6. JESUS lebt. Nun ist der Tod
Mir der Eingang in das Leben.
Welchen Trost in jeder Not
Wird ER meiner Seele geben,
Wenn sie gläubig zu ihm spricht:
HERR, Du meine Zuversicht.