Goethes „Osterspaziergang“: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche

Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,

Im Tale grünet Hoffnungsglück;

Der alte Winter, in seiner Schwäche,

Zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dort her sendet er, fliehend, nur

Ohnmächtige Schauer körnigen Eises

In Streifen über die grünende Flur.

Aber die Sonne duldet kein Weißes,

Überall regt sich Bildung und Streben,

Alles will sie mit Farben beleben;

Doch an Blumen fehlts im Revier,

Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen

Nach der Stadt zurück zu sehen!

Aus dem hohlen finstern Tor

Dringt ein buntes Gewimmel hervor.

Jeder sonnt sich heute so gern.

Sie feiern die Auferstehung des Herrn,

Denn sie sind selber auferstanden:

Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,

Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,

Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,

Aus der Straßen quetschender Enge,

Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht

Sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge

Durch die Gärten und Felder zerschlägt,

Wie der Fluß in Breit und Länge

So manchen lustigen Nachen bewegt,

Und, bis zum Sinken überladen,

Entfernt sich dieser letzte Kahn.

Selbst von des Berges fernen Pfaden

Blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,

Hier ist des Volkes wahrer Himmel,

Zufrieden jauchzet groß und klein:

Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

Johann Wolfgang von Goethe (in „Faust“ I)

Hier folgt eine moderne PARODIE auf dieses klassische Gedicht:

VOM EISE BEFREIT SIND CHROM UND BLECHE: http://blog.zeit.de/zeit-der-leser/2012/04/12/osterspaziergang-2012-nach-johann-wolfgang-von-goethe-faust-i/

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26 Kommentare on “Goethes „Osterspaziergang“: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…”

  1. nickname sagt:

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  2. Anonymous sagt:

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  3. Anonymous sagt:

    Na nu, na nu? Heute morgen lies ich mich von einer völlig falschen Meinung hinreißen, na nu? wo is sie denn? I find sie nich.
    Irgendwie polemisierte sie : „Hier ist des Volkes wahrer Himmel“…und der „GROSSE“ Goethe mal wieder. Häh häh.

    Also Frau Küble könnte euch Faustianer ja mal synkretisch-vergleichende GedichtsLogik lehren:
    in Zusammenhang mit dem Jahreskreis der Kirchenfeste, den Jahreszeiten in unserer gemäßigten KlimaZone und vielleicht noch für das Wachstum eurer Seele den Kreislauf des Lebens, des ewigen, in diesem Zusammenhang.

    Nun gut > „…denn Sie sind selber auferstanden!
    Aus niedriger Häuser dumpfer Gemächern,
    aus Handwerks- und GewerbeBanden,
    aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
    aus der Straßen quetschender Enge…“
    …..
    >>>zu: “ Hier ist des Volkes wahrer Himmel!“

    Es ist doch innerhalb des Gedichtes alles stimmig – ab in die Natur.
    Die Freimaurer hätten einen Sternenhimmel , vielleicht in der 3. Etage. Aber im Gedicht steht nichts von Freimaurern oder EsoterikerOutern. Lest es euch doch noch einmal durch. Bitte, auch Faust ist nicht erwähnt. Wirklich, wann ward ihr das letzte mal in der Natur draußen, so mit frischer Luft und blauen Himmel und Sonnenschein, ohne Ablenkung und trübe Gedanken des Unmöglichen, jenseits von abseits und so….

    Was ist an der Kirchen „ehrwürdiger Nacht“ aus zu setzen im Gegensatz zu JETZT im Gedicht, zu überwältigend strahlender Sonne!
    „erwürdige Nacht weist doch auf ein Geisterleben hin, ebenso.
    Im Alter:
    Goethe bezeichnete sich als den einzigen wahren Christen, den er kenne.
    Bei J. Eckermann´s Aufzeichnungen in den letzten Lebensjahren – sprach Goethe mit GOTT. Manche können das. Es gibt da eine Sprache! sogar.
    Manche glauben gar, er sei mal unser Mose im Alten Testament …gewesen!

    … und dann können wir uns ja alles zusammenreimen

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    • Holger Jahndel sagt:

      Studienjahre in Leipzig und Rückkehr nach Frankfurt

      Im Oktober 1765 ging Goethe zum Studium nach Leipzig. Doch die konventionelle Kirchenfrömmigkeit seines Vaters, die von Abwegigem nicht ganz freie innerliche Religion der Mutter und der orthodoxe protestantische Religionsunterricht der Aufklärungszeit waren als frühe Einflüsse nicht stark und nachhaltig genug, um Zweifel an der Bibelwahrheit und an dem durch Sekten und Konventikel verwischten Kirchenchristentum zu beseitigen und das anerzogene Christentum vor der allgemeinen Skepsis zu bewahren, die Goethe in Leipzig ergriff, einer Stadt, die sich gegenüber dem engen und provinziellen Frankfurt als Zentrum der deutschen Aufklärung und des Rokoko durch weltläufige Eleganz auszeichnete. Goethe, der in den Leipziger Jahren auf der Suche nach Orientierung blieb, hörte Vorlesungen aus vielen Fachgebieten, so auch aus der Philosophie und Theologie. Mit Freunden führte er Gespräche über Fragen der Ästhetik, der Gesellschaft, der Psychologie und der Religion. Besonders die pietistischen Thesen, die der angehende Theologe Ernst Theodor Langer in manchen nächtlichen Zusammenkünften vortrug, bei denen eifrig über Bibel und Christentum diskutiert wurde, wirkten über viele Jahre noch in Goethe nach.

      Obgleich Langer „Gelehrter und vorzüglicher Bücherkenner war“, schrieb Goethe im 8.Buch seiner Lebenserinnerung, „so mochte er doch der Bibel vor anderen überlieferten Schriften einen besonderen Vorzug gönnen und sie als ein Dokument ansehen, woraus wir allein unsern sittlichen und geistigen Stammbaum dartun können.“ („Dichtung und Wahrheit“, 8.Buch S.334)

      Eines Nachts bricht Goethe mit einem Blutsturz zusammen. Langer, der mit Goethe auf dem gleichen Flut wohnt, nimmt sich seiner an. Nach der Rückkehr des an Körper und Seele Leidenden nach Frankfurt 1768 – Goethe war „gleichsam als ein Schiffbrüchiger“ in das Elternhaus zurückgekommen und befand sich weiterhin auf der Suche nach umfassenden Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Daseins – intensivierte er seinen Kontakt mit der Pietistin Susanna Katharina von Klettenberg, die in ihm ein „nach einem unbekannten Heile strebendes Wesen“ entdeckte.

      Bei Frau von Klettenberg traf man sich in einem mit Blumen geschmückten Raum, in dem auch ein kaltes Buffet aufgebaut war, zu Andachten und religiöser Musik. Am Flügel wurde musiziert, vor allem Choräle aus dem Herrnhuter Gesangbuch. Goethe selbst trug erbauliche Sprüche bei, entzündete die Kerzen, und erging sich mit den anderen in biblischen Betrachtungen.

      Mit dem Legationsrat J.F.Morgenstern, einem befreundeten Frankfurter Pietisten, nahm Goethe 1769 an der Herrnhuter Synode in Marienborn in der Wetterau teil und wäre dort – wie er später äußerte – „beinahe zum Anhänger geworden“. Es war eine Zeit, „die so aufklärerisch wie okkult, so experimentierfreudig wie konservativ war“.

      So flüchtete er sich in der durch die Krankheit bewirkten Glaubenskrise, die ihn an das Wohlwollen Gottes oder der Götter sich gegenüber zweifeln ließ, in die Glaubensgemeinschaft der Pietisten und zeigte sich anfangs durchaus empfänglich für pietistische Frömmigkeit, wie er sie im Umgang mit der „schönen Seele“ Susanna von Klettenberg (deren „Bekenntnisse“ man in Wilhelm Meisters Lehrjahre 6.Buch eingeschaltet findet) und ihrem Kreise erfuhr.

      Man las daneben auch „mystische, chemisch-alchimistische Bücher“ der Neuplatonischen Schule, um die „Geheimnisse der Natur im Zusammenhang“ kennen zu lernen. Zu jener Zeit ist Goethe vielen Menschen begegnet, die von pietistischer Frömmigkeit erfüllt waren, wie etwa dem Arzt Johann Friedrich Metz, der ihn zusammen mit Susanna Katharina von Klettenberg in die Geheimnisse der Alchemie einführte, die bei den radikalen Pietisten eine recht verbreitete Rolle spielte. Von großem Einfluss war sodann Gottfried Arnolds Kirchen-und Ketzer-Geschichte, deren geschichtsspekulative Lehren Goethes weitere Religionsentwicklung nachhaltig bestimmten und vielfach in seinem Werk aufzuspüren sind, vom Werther bis zur Farbenlehre.

      Erst im Jahre 1922 tauchten in Wolfenbüttel, wo Langer als Bibliothekar gewirkt hatte, Briefe auf, die Goethe unmittelbar nach seiner Rückkehr an Langer gerichtet hatte. Sie erweisen seine tiefe geistliche Bewegung. Er spricht von seinem Ernst, „die Winke der Gnade begierig aufzunehmen“, und gesteht sogar: „Mich hat der Heiland endlich erhascht, ich lief ihm zu lang und zu geschwind. Da kriegt er mich bey den Haaren..ich halte den Glauben an die göttliche Liebe, die unter dem Namen Jesus Christus eine kleine Zeit dahinzog, für den einzigen Grund meiner Seligkeit.“

      Auch dem Kreis der Empfindsamen in Darmstadt, der sich „Gemeinschaft der Heiligen“ nannte, schloss sich Goethe für kurze Zeit an. Zu ihm gehörten Herders Verlobte Caroline Flachsland, Friedrich Karl von Moser sowie Kriegsrat Johann Heinrich Merck, mit dem sich Goethe befreundete und der sein wichtigster Berater in den nächsten Jahren werden sollte. Goethe, der in diesem Kreis wegen seines Umherschweifens in der Gegend zwischen Frankfurt, Darmstadt und Homburg den Namen „Der Wanderer“ erhalten hatte, (Wandern als suchendes Unterwegseins zur Selbstverwirklichung, das Motiv des Wanderns zieht sich auch durch Goethes Werk mit unterschiedlichen Nuancen) weilte in den Jahren 1772 und 1773 oft und lange in dem Kreis, las hier seine Arbeiten vor und empfing mannigfaltige Aufmunterungen und Anregungen. Auch hierüber berichtet Goethe in „Dichtung und Wahrheit“ .

      Die pietistische Phase fand in Goethes späterem Leben allerdings keine Fortsetzung, im Gegenteil. Goethe fühlte sich auf die Dauer zunehmend abgestoßen von Heuchelei, Schwärmertum und der Weltabkehr der „Stillen im Lande, wie sie halb im Scherz, halb im Ernst genannt wurden, jener frommen Seelen, welche ohne sich zu irgend einer Gesellschaft zu bekennen, eine unsichtbare Kirche bildeten.“ Zu guter Letzt hatte auch der pietistische Privatmythos sich seinem Selbstverständnis und seiner Auffassung von Kunst unterzuordnen. Denn auf die Dauer konnte die sektiererische Enge, die der Welt des Künstlers keinen Raum gab, einen Dichter wie Goethe, für den gerade das Schöne das Göttliche ausdrückte, nicht zufrieden stellen. Seinen Widerspruch erregte auch diesmal die übertreibende Lehre von der völligen Verderbnis der menschlichen Natur durch die Sünde, die ihn schon dem orthodoxen Protestantismus entfremdet hatte. Daher trennte sich Goethe, der in der pietistischen Szene ohnehin als unverbesserliches Weltkind angesehen wurde, wieder von diesem Kreis.

      Gleichwohl war für den späteren Dichterfürsten der Pietismus ein anregendes Erlebnis seiner Jugend gewesen, das er in seinem Gedächtnis bis in sein hohes Alters bewahrte. Als er 81jährig Anfang Mai 1830 Karl August Varnhagen von Enses Biographie über den Grafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf las, fühlte er sich sogleich lebhaft an seine Kindheit und Jugend erinnert, in denen christliches Leben und herrnhutische Frömmigkeit ihn eine Zeitlang gefesselt hatten, und er notierte in sein Tagebuch: „Mir besonders willkommen, da es mir die Träume und Legenden meiner Jugend wieder vorführt und auffrischt.“

      Tatsächlich lassen sich, ob in „Wanderers Sturmlied“, in „Pater Brey“, im „Ewigen Juden“, in „Wilhelm Meister“ (hier entfaltet Goethe sein Religionsverständnisses in dem Kapitel über die Pädagogische Provinz) oder im „Werther“- überall Spuren seiner Auseinandersetzung mit der pietistischen Glaubensrichtung erkennen, die Religion, Mystik und Alchemie zu integrieren versprach. Was gerade den jungen Dichter zunächst angezogen, hatte, das waren die kühnen Sprachschöpfungen, die Eigenständigkeit des schöpferischen Subjekts und die Religion als Herzenssache gewesen.

      Die Frankfurter Rekonvaleszenzzeit hatte den Geschwächten also nur vorübergehend einem schlichten Gottvertrauen und einem mit Aberglauben und Mystizismus vermengten Pietismus zugänglich gemacht, den er dann trotz der zunehmenden Einflüsse Klopstocks, Herders und Lavaters in Straßburg gegen Ende seiner Straßburger Zeit zugunsten einer kirchlichen natürlichen „Urreligion“ ablegt. Diese und der Spinozismus stehen von da an seinem Denken näher als die gleichgültig betrachtete und nie intensiver durchdachte christliche Glaubenslehre mit ihren Vorstellungen von Erbsünde und Erlösung und dem für ihn unannehmbaren Ausschließlichkeitsanspruch der Kirche.

      Bewusst bildete Goethe sich nun mehr und mehr seine „eigene Religion“, dem der neue Platonismus zu Grunde lag. „Das Hermetische, Mystische, Kabbalistische gab auch seinen Beitrag her, und so erbaute ich mir eine Welt, die seltsam genug aussah.“(„Dichtung Wahrheit“, 8.Buch S.350) Mehr und mehr fühlte er sich vom Neuplatonismus Plotins angezogen, der lehrte, dass sich die Seele des Menschen durch Ekstase und mystische Vision mit dem Ursprung, mit dem Allwesen wiedervereinigen könne.

      http://www.ursulahomann.de/GoetheUndDieReligion/kap006.html

      https://www.pravda-tv.com/2016/02/wandlungen-die-neue-alchemie-was-sie-uns-heute-lehrt-video/

      Vier-Elemente-Lehre – AnthroWiki

      https://anthrowiki.at/Vier-Elemente-Lehre

      2 Alchemie. 2.1 Der Umweg über Ägypten und Arabien; 2.2 Ab dem Mittelalter in Europa; 2.3 Übersicht. 3 Heutige Bedeutung. 3.1 Robert Boyle und das Periodensystem der Elemente; 3.2 Kunst; 3.3 Die chinesische Fünf-Elemente-Lehre. 4 Die Entstehung der Elemente aus geisteswissenschaftlicher Sicht; 5 Siehe auch …
      ‎Griechische Philosophen · ‎Empedokles · ‎Alchemie · ‎Robert Boyle und das …

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  4. Vitellia sagt:

    Das gibt´s doch nicht, jetzt erst entdecke ich den großen GOETHE!
    Der Beitrag ist aus dem Jahre 2013!
    Ja klar, da habe ich hier noch lange nicht geschrieben.

    Dann finde ich jetzt noch ganz toll, dass dieses Forum auch an
    den – neben Friedrich Schiller – größten deutschen Dichter erinnert.

    In der Schule haben wir den „Osterspaziergang“ gelesen und noch viel mehr von Goethe.
    Den „Erlkönig“ kann ich heute noch auswendig.
    Oder: „Der Zauberlehrling“
    Hat der alte Hexenmeister sich nun endlich wegbegeben. Und nun sollen seine Geister auch nach meinem Willen leben.

    Mehr der Reime weiß ich nicht mehr, aber den Inhalt, was Goethe meinte.
    …………….

    Für Politiker hätte ich aus Faust I einen Spruch:

    Der Worte sind genug gewechselt,
    lasst mich nun endlich Taten sehen.
    Indes Ihr Komplimente drechselt,
    Kann etwas Nützliches geschehen.

    …………………

    Na, da sind wir gespannt, wann „etwas Nützliches“ für die Bürger geschieht.
    Aber Goethe ist zeitlos gut, in allem, was er geschrieben hat.

    Danke, Frau Küble, für den Beitrag.
    Gerne mehr davon. Mit unserer Bildung ist es nicht mehr weit her.
    Aber dieses Forum ist nicht auf dem Stand von PISA !!

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  5. Goethe und Christentum:

    960 Jesus als „göttliche Offenbarung des höchsten Prinzips der Sittlichkeit“, da hier Niedriges erhöht, sogar Schlechtes zum Guten gewendet werde.

    961 Sakramente als „das sinnliche Symbol einer außerordentlichen göttlichen Gunst und Gnade.“

    Bibel ist ihm so voller Gehalt, „dass sie mehr als jedes andere Buch Stoff zum Nachdenken und Gelegenheit zu Betrachtungen über die menschlichen Dinge darbietet.“

    779 Konfirmation von Goethes Sohn durch Herder. Goethe: Dieser möge ihn „auf eine liberalere Weise als das Herkommen vorschreibt“ in die „christliche Versammlung“ einführen.

    Ich kann folgendes von mir im Studium gelesenes Buch empfehlen:

    „Goethes Faust und das Neue Testament“ von Hans Hübner

    Der Autor, ein Professor für evangelische Theologie, zitiert dabei sowohl aus Goethes Werk „Faust“ und Johnn Wolfgang von Goethes Schriften und seiner Beschäftigung mit der Naturphilosophie und Religionsphilosophie der Hermetik und Kabbalah (Merkabah-Mystik und Hekhaloth- und Henoch-Literatur) als auch aus der Bibel, und nimmt speziell Bezug auf die beiden Zitate des Paulus auf dem Areopag in Athen im Neuen Testament der Bibel zu den beiden stoischen Dichtern und Philosophen Aratos und Kleanthes zum höchsten Gott und zum göttlichen Logos. Dieser göttliche Logos der Philosophenschule der Stoiker mit ihrer Lehre der Stoa wird beim Stoiker Kleanthes die „Weltseele“ und „Weltvernunft“ genannt. Dies ist die göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos, das göttliche Weltgesetz des Kosmos. Die Heilige und Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen und der Heilige und Kirchenlehrer Albertus Magnus nannten es den Makrokosmos, der dem Mikrokosmos Menschen gegenübersteht. Dies ist die seelisch-psychische oder auch astralische Ebene, die zwischen der materiellen Ebene des Körpers und der geistig-spirituellen platonisch-mentalischen Ebene des Geistes liegt. Der Heilige Thomas von Aquin und der Dichter Dante Alighieri nannten sie den Limbus. Die Hindhus in Indien nennen diesen Logos der Stoiker Brahman, die Weltseele des Kosmos.
    Die Taoisten bzw. Daoisten in China nennen diese Weltseele das Tao oder auch Dao. In der hermetischen Renaissance-Philosophie der Hermetik auch auf Latein „Anima Mundi“. In der griechischen Philosophie eben der Logos, von dem die Griechen auch ihre LOGIK als natürliche Vernunft und Ratio und ETHIK als natürliche Moral ableiteten. Das „natürliche Sittengesetz“, welches der Apostel Paulus im Neuen Testament auch den Heiden zubilligte.
    Es ergibt sich eben aus dem Logos als Naturrecht und natürlicher Vernunft und Rationalität.
    Auch die germanischen und keltischen Stämme der polythistischen naturreligiösen Germanen und Kelten kannten diese göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos als „Wyrd“. Ebenso wie die griechischen und römischen Heiden als Logos und die heidnischen keltischen Galater.
    Auf dieser Ebene wirken die natürlichen astralischen Energien wie die natürliche Lebensenergie bzw. psychisch-seelische Energie bzw. Bioenergie als universelle Lebensenergie, welche die Inder in Indien „Prana“ nennen und die Chinesen in China „Ki“ oder auch „Chi“. Dies ist die Ebene, auf der auch die 4 bzw. 5 Elemente der Elemente-Lehre der griechischen und hermetischen Philosophie der Antike wirken. Als seelisch-psychische Kräfte und Energien und Elementar-Prinzipien, die den physischen Erscheinungen zugrundeliegen. In Indien nennt man sie die „Tattwas“, die in der Natur schwingen und laut Thomas von Aquin und Paracelsus auch auf psychischer Natur und Charakter eines Menschen tendenziell einwirken können je unbewusster und triebhafter er ist. Die chinesische Hochkultur kennt entsprechend die Lehre vom Tao bzw. Dao mit Yang und Ying als Prinzipien.

    Goethes Faust und das Neue Testament (Sammlung Vandenhoeck)
    von Hans Hübner (Autor)

    Ein Faust-Kommentar zu den neutestamentlichen Entsprechungen des Werkes. Der Faust, die wohl bedeutendste Dichtung im deutschen Sprachbereich, ist auch ein theologisches Werk! Es ist Theologie in Poesie. Goethe selbst wollte es allerdings nicht als ein christliches Werk verstanden wissen. Er beurteilte sein Verhältnis zum Christentum sehr unterschiedlich, zum Teil sogar widersprüchlich. So hat er z.B. zu dem Schweizer Theologen Johann Caspar Lavater 1782 gesagt, er sei „dezidierter Nichtchrist“. Kurz nach Abschluss des Zweiten Teils der Faust-Tragödie und somit zugleich kurz vor seinem Tode (1832) äußerte er sich jedoch zu Johann Peter Eckermann, in den Evangelien sei „der Abglanz einer Hoheit wirksam, die von der Person Christi ausging und die göttlicher Art [war], wie nur je auf Erden das Göttliche erschienen ist“. Welche Entsprechungen von theologischen Aussagen bestehen im Faust und im Neuen Testament? Dabei zeigt sich, dass solche Entsprechungen weitaus zahlreicher und inhaltlich weitaus enger sind, als zumeist angenommen wird, so z.B. in der Szene, in der Faust auf Gretchens Frage „Wie hast du’s mit der Religion?“ sein Gottesverständnis bekennt. Im Epilog wird das Ganze unter den Stichworten Zeit, Ewigkeit, Augenblick und Leben gebündelt. Der Autor Dr. Hans Hübner ist em. Professor der Theologischen Fakultät an der Universität Göttingen.

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    • Anonymous sagt:

      Ja, Goethe hat sich entwickelt, wie ein Mensch. Viele fanden da ja vieles, was ein Goethe im Alter ganz sicher nicht mehr gesagt hätte. Er empfand sich im hohen Alter sehr einsam, so ziemlich alle überlebt, und nun das „neue“ kommen sehend.

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  6. Martin sagt:

    Matthäus zitiert Jesus in Kapitel 7: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet, denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden.“
    Für einen Christen ist die Versuchung sehr gross, andere zu richten, weil man sich sicher fühlt (mir ist das Seelenheil sicher, weil ich nur glauben muss …) und deshalb auch selbstgefällig wird. Ein jeder Christ ist auf seinem individuellen Weg der Nachfolge Jesu (auch Goethe war es) und wie der eine nachfolgt muss nicht dasselbe für den anderen sein. Und wenn jemand strauchelt sollten wir ihm helfen und davon lernen, denn in den Augen von Jesus sind alle die an Ihn glauben und Ihm nachfolgen wollen seine Jünger. In Seinen Augen spielt es also keine Rolle ob wir Frei-Christ sind, Katholik, Protestant, oder was auch immer. Deshalb sollte das auch unsere Sichtweise sein. Wir sollten uns deshalb von unserer Stammtisch-Mentalität lösen und uns lieber auf unsere christliche Arbeit konzentrieren (das gilt auch für mich, den Schreibenden).

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  7. pussy sagt:

    I visit everyday a few web sites and websites
    to read articles or reviews, except this web site gives
    feature based writing.

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  8. Reinhard sagt:

    Ich stieß in einer russischen online-Bibliothek auf eine alte russische Übersetzung des Faust. Und da ich aus meiner Schulzeit (Abi 1964) die Behandlung mit Faust noch in hervorragender Erinnerung hatte (und auch noch einige Verse bis heute auswendig kenn, besonders aber den Osterspaziergang; auch den hervorragenden Film mit Gustav Gründgens in Erinnerung habe) war ich gespannt, wie die Russen diese großartige Dichtung der Weltliteratur in ihre Sprache hinüberbringen (samt Versmaß!!). [unnötig darauf hinzuweisen, dass ich diese Sprache sehr gut beherrsch].
    Und der bedeutendste Dichter Russlands im 20. Jahrhundert, Boris Pasternak, beherrschte Deutsch so gut, dass er selbst eine komplette neue Übersetzung von Goethes Faust vorgenommen hat. Diese kannte ich schon vorher und war ebenfalls baff von der Kustfertigkeit dieses großen Russen. Auch er hat nicht nur genaustens Goethes Ideen und Bilder wiedergegeben, sondern ebenfalls das Versmaß. (Was das bedeutet, kann vielleicht nur jemand erfassen, der schon selbst einmal versucht hat, ein Gedicht aus einer fremden Sprache ins Deutsche zu übersetzen, ohne Sinn, Poesie und Versmaß zu zerstören.…)
    Aber die Russen lieben, schätzen und verstehen Goethes Faust anscheinend mehr als wir Deutschen. Prophet im eignen Lande . . .?
    Besonders entsetzlich fand ich in einem Kommentar den Ausdruck von „Goethes Geschwurbel“. Mehr Inkompetenz und Banausentum in literarischer Hinsicht kann man nicht von sich geben . . .

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    • Stella sagt:

      Als „Geschwurbel“ kann man Goethes Werke wirklich nicht bezeichnen, aber aus heutiger Sicht schaut für mich nur leider überall der Freimaurer durch.
      Das ist bei vielen großen Literaten der Fall, das merke ich aber erst jetzt.
      Überall Aufklärertum, Kritik (meistens versteckt) an der „dumpfen“ Kirche, die die Menschen in Unwissenheit hält usw.usw.
      Auch Romane wie „Effi Briest“ oder „Madame Bovary“ lese ich heute mit ganz anderen Augen.

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  9. Wendy Wurlitzer sagt:

    Goethe war ein Meister des geschriebenen Wortes!

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  10. Anonymous sagt:

    ich mag das Gedicht

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    • Anonymous sagt:

      nur dass es gar kein gedicht ist, sondern eine abfolge von versen aus einem DRAMA und also nicht selbständig, sondern teil eines sehr viel größeren ganzen

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  11. Anonymous sagt:

    Ich mag das gedicht garnet

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  12. Ralf sagt:

    Mein Lieblingszitat aus Faust ist immer noch:
    Mit Narren sich beladen, das kommt zuletzt dem Teufel selbst zu Schaden…
    Wie wahr, wie wahr…und das trifft auf so manche Privatoffenbarung zu… 😉

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  13. Barbarella sagt:

    Der alte Esoteriker Goethe passt mit seinem Geschwurbel ja gut zu dieser esoterisch-katholischen Seite. :-((

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  14. Tenuf sagt:

    Auf den ersten Blick ein hübsches Gedicht, das wir in der Schule gelernt haben. Bei genauem Hinsehen zeigt sich, dass für Goethe Ostern keineswegs das Auferstehungsfest ist, das die Christen feiern. Er, selbst sehr aktiver Freimaurer (siehe http://freimaurer-wiki.de/index.php/Johann_Wolfgang_von_Goethe) distanziert sich von ihnen, indem er schreibt: S i e feiern die Auferstehung des Herrn,… „S i e, nicht wir und schon gar nicht ich…“ Was er unter Auferstehung versteht, folgt lang und breit, eingeleitet mit „…denn sie sind selber auferstanden…“, und natürlich bekommt die Kirche einen Seitenhieb, indem er ihr die „ehrwürdige Nacht“ zuschreibt. Von Jesu „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“, (Johannes 8, 12) weiß Goethe natürlich nichts. Und das Geheimnis des „ im Tale grünenden Hoffnungsglücks“ wird am Schluss gelüftet: „H i e r ist des Volkes wahrer Himmel“. Wie armselig…, der „große“ Goethe.

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    • Imrahil sagt:

      Was auch immer Goethe selber gemeint hat, ihn einfachhin mit seiner literarischen Figur „Faust“ gleichzusetzen geht so nicht. Und der Faust hat zwei Teile und auch der erste Teil hat mehrere Szenen. In der Situation ist Faust ein Ungläubiger, der von der Erinnerung an ehemals gläubige Kindertage – durch Engel vermittelt – gerade mal eben vom Selbstmord bewahrt worden ist. Warum ist er ungläubig? Meine Interpretation: weil „wir nichts wissen können“ – ich verstehe den Faust als Antwort auf Kants Kritik der reinen Vernunft.

      Die Schlußszenen sind da schon christlicher.

      Im übrigen: der arme Goethe war halt Protestant.

      Und Natur und Frühling sind *auch* schöne Sachen, und wer verwehrt es dem Christen zu meinen, daß der Ostertermin (der Nordhalbkugel) nicht zufällig ist? In so fern… ja, ich lese das Gedicht gern. Aber es ist natürlich nicht die ganze Wahrheit.

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    • Stella sagt:

      Genau so haben wir auch die Interpretation in der (DDR) Schule gelernt,wobei man natürlich genüßlich „aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht“ zitierte denn „wir“ waren natürlich aus dieser „Nacht“ befreit !! Die DDR war übrigens im Prinzip auch ein Freimaurerstaat,siehe auch die Symbole Hammer und Zirkel.

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      • Holger Jahndel sagt:

        Einiges aus Karl Otto Conrady – Goethe, Leben und Werk
        © Thorwald C. Franke
        Denn was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.

        Inhalt:

        Goethes Weltbild
        Religion allgemein
        Christentum
        Politisches
        Sonstiges
        Zu diesem Buch
        Zu diesem Exzerpt

        Goethes Weltbild:
        Hermetik, Neuplatonismus:

        77, 81 1769 Krank in Frankfurt: Kontakt zum Kreis um Susanna Klettenberg, die der pietistischen Glaubenshaltung der Herrnhuter Brüdergemeinde nahe stand.
        Tatsächlich lasen sie aber z.B. auch Wellings opus mago-cabbalisticum …

        79 Goethe beschäftigte sich mit Hermetik, gefördert durch den Klettenberg-Kreis. Darstellung der Hermetik.

        81 Goethe bezeichnet Beschäftigung mit Hermetik u.ä. rückblickend als „Krankheit“.

        82-84 1769 Goethe bastelt sich aus Neuplatonismus und hermetischen Spekulationen

        tastend seine eigene persönliche Privatweltanschauung, die er nach außen eher

        verschleiert, und die sich in Grundzügen sein ganzes Leben durchhalten wird.

        85 Goethe beharrte ausdrücklich auf dem persönlichen Charakter seines Weltbildes.

        84 1770 Goethe befasste sich mit alchemistischen Experimenten.

        610 1794 Goethe schweigt über Deutungsmöglichkeiten seiner Werke, die klar hermetisch

        beeinflusst sind, vielleicht weil er eben diesen Kern verschleiern möchte.

        843 Goethe bleibt hermetisch beeinflusst: Systole – Diastole, Polarität – Steigerung usw.

        957 Eine Quelle Goethes: Plotin – Schönheit.

        Spinoza:

        223 1774 Goethe sprach viel über Spinoza, fasziniert von ihm, Details dargelegt.

        193 1780 Jacobi zeigt Lessing Goethes Prometheus-Hymne. Lessing findet sich darin

        wieder (En kai pan) und bekennt sich zum Spinozismus.

        1785 Jacobi veröffentlicht das => Spinozastreit.

        223 Von Jacobi veröffentlichte Prometheus-Hymne wurde „zum Zündkraut einer

        Explosion, welche die geheimsten Verhältnisse würdiger Männer aufdeckte.“ (Jacobi).

        Bsp. Lessing. Spinozismus als öffentliches Reizwort, unter Atheismusverdacht.

        394 1785 Spinoza misst Einzeldingen Göttlichkeit zu; stützt Goethes Naturanschauung;

        Studie nach Spinoza.

        Klassische antike Denker:

        171 1772 Homer, Xenophon, Plato, Anakreon und Pindar hätten ihn ganz in Beschlag.

        959 1826 Publikation Polemik gegen die christliche Platon-Deutung Graf Stolbergs.

        1000 Über Plato: „Alles, was er äußert, bezieht sich auf ein ewig Ganzes, Gutes, Wahres,

        Schönes, dessen Forderung er in jedem Busen aufzuregen strebt.“

        881, Goethes symbolische Weltschau: Platons Urbilder, die nicht direkt erkennbar sind,

        1006 nur im Abglanz, in Einzelnem sichtbar.

        Andere Denker:

        769 1800 Goethe findet sich ganz in Schellings Ideenwelt wieder.

        957 Quelle Goethes: Giordano Bruno – Gott und Welt, Geist und Materie sind eins.

        957 Quelle Goethes: Leibniz: Einzelwesen streben nach Lebensziel, universelle Harmonie.

        928 „Ich hatte mir aus Kants Naturwissenschaft nicht entgehen lassen, dass Anziehungs-

        und Zurückstoßungskraft zum Wesen der Materie gehören, und keine von der andern

        im Begriff der Materie getrennt werden könne; daraus ging mir die Urpolarität aller

        Wesen hervor, welche die unendliche Mannigfaltigkeit der Erscheinungen durchdringt

        und belebt.“

        Methodik: Eklektik, Sinnlichkeit, Genauigkeit, Ganzheit

        362 1779 Goethes „Anschauungsfrömmigkeit“: „Ich denke auch aus der Wahrheit zu sein,

        aber aus der Wahrheit der fünf Sinne, und Gott habe Geduld mit mir wie bisher“.

        879 1831 Goethe bekennt sich als religiös, findet sich in Hypsistariern wieder.

        Diese verehrten eklektisch das Höchste, ohne es zu genau zu definieren.

        488 1789 Abkehr Goethes vom allzu leichten Analogisieren, Schwärmen quasi,

        hin zu mehr Genauigkeit, Konkretisierung, Selbstdisziplin.

        709 1812 Gemüt dürfe nicht über Geist gesetzt werden.

        (Wohl mehr im Sinne von Genauigkeit, Selbstdisziplin als im Sinne von Verstand)

        920 Analyse ist nicht alles, die Dinge als Ganzes sehen.

        923 Sinnliche Erfahrung zählt, Apparate und Experimente als lebensfern kritisiert.

        1030 1832 Idee und Erfahrung, Synthese und Analytik beide notwendig.

        Methodik: Ideiertes und Erfahrenes sollten sich treffen, Ausweg: Symbolik

        953 Annahme einer quasi prästabilierten Harmonie zwischen Ideen und Erfahrungen.

        923 Ideiertes und Erfahrung kommen schwer zusammen. Kaum lösbar.

        924 Verwirft lieber „empirische Brüche“ als seine Ideen.

        954 Unlösbarer Konflikt, „Unmöglich ist’s, drum eben glaubenswert“ => Symbolik.

        955 Alles Vergängliche nur als ein Gleichnis, Symbol, der einen, ewigen Idee in allem.

        881 Goethes symbolische Weltschau: Platons Urbilder, die nicht direkt erkennbar sind,

        1006 nur im Abglanz, in Einzelnem sichtbar.

        956 1819 Einordnung von Religion, Kunst und Wissenschaft:

        Religion => Idee.

        Wissenschaft => Erfahrung.

        Kunst => Hier trifft sich beides.

        Gott-Natur:

        224 1812 Gott durch Natur nicht verborgen, sondern in Natur selbst.

        905 „Wir können bei Betrachtung des Weltgebäudes, in seiner weitesten Ausdehnung, in

        seiner letzten Teilbarkeit, uns der Vorstellung nicht erwehren, dass dem Ganzen eine

        Idee zum Grunde liege, wonach Gott in der Natur, die Natur in Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit, schaffen und wirken möge. Anschauung, Betrachtung, Nachdenken führen uns näher an jene Geheimnisse.“

        910 Gott und Natur sind eins. Gott ist nicht jenseitig, übernatürlich oder persönlich.

        922 Alles, was ist, bildet eine große psycho-physische Einheit.

        929 Materie nie ohne Geist, Geist nie ohne Materie.

        954 1815 Ein „allgemeines Glaubensbekenntnis“ Goethes:

        Subjekt und Natur enthalten sich gegenseitig, jedes hat aber auch ein „Mehr“ an sich, das das andere nicht hat. Das „Mehr“ der Natur kann vom „Mehr“ des Subjekts nur

        geahnt werden. Was beides umfasst sei Gott.

        http://www.thorwalds-internetseiten.de/weltbgoetbio.htm

        Einzelnes Christentum:

        960 1832 Jesus als „göttliche Offenbarung des höchsten Prinzips der Sittlichkeit“, da hier Niedriges erhöht, sogar Schlechtes zum Guten gewendet werde.

        961 Sakramente als „das sinnliche Symbol einer außerordentlichen göttlichen Gunst und Gnade.“

        Bibel ist ihm so voller Gehalt, „dass sie mehr als jedes andere Buch Stoff zum Nachdenken und Gelegenheit zu Betrachtungen über die menschlichen Dinge darbietet.“

        779 1802 Konfirmation von Goethes Sohn durch Herder. Goethe: Dieser möge ihn „auf eine liberalere Weise als das Herkommen vorschreibt“ in die „christliche Versammlung“ einführen.

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