Mögliche Einheit von katholischer Kirche und Orthodoxie rückt näher

Nach der Amtseinführung von Papst Franziskus ist es zu einer Annäherung zwischen der katholischen Kirche und der orthodoxen Christenheit gekommen.

Koptisch-orthodoxes MARIENBILD

Orthodoxes MARIENBILD

Das Ehrenoberhaupt von weltweit rund 300 Millionen Mitgliedern orthodoxer Kirchen, Bartholomäus I. (Istanbul), hält sogar eine Wiedervereinigung der seit 1054 getrennten Konfessionen für möglich. Allerdings werde er dieses Ereignis kaum erleben, sagte der 73-jährige Ökumenische Patriarch von Konstantinopel vor Journalisten.

Bartholomäus hatte als erstes Oberhaupt der Ostkirchen seit der Kirchenspaltung im Jahr 1054 an der Amtseinführung eines römischen Papstes teilgenommen. Nach der Begegnung mit Papst Franziskus äußerte er sich optimistisch über dessen neue Haltung. Er sei überrascht gewesen, dass Franziskus ihn zu einem Essen mit den Kardinälen eingeladen habe.

Bartholomäus präsentierte mehrere Vorschläge für gemeinsame Aktionen. So könnte im Jahr 2014 eine gemeinsame Pilgerreise nach Jerusalem stattfinden. Dies würde an das erste Treffen eines Papstes mit einem orthodoxen Patriarchen in der Heiligen Stadt vor 50 Jahren erinnern.

Im darauffolgenden Jahr könnten Patriarch und Papst gemeinsam eine Ausstellung zur Bewahrung der Schöpfung auf dem Berg Athos eröffnen. In Rom hatten Bartholomäus und Franziskus für eine Verstärkung des gegenseitigen theologischen Dialogs plädiert.

Quelle: http://www.idea.de

 


4 Kommentare on “Mögliche Einheit von katholischer Kirche und Orthodoxie rückt näher”

  1. Uli sagt:

    Jetzt ist es mir auch gedämmert, warum Erzbischof Ludwig Schick auf die Idee gekommen ist,
    den Zölibat zu lockern (Priester könnten eventuell heiraten und Bischöfe sollten zölibatär leben) – das ist bei der orthodoxen Kirche so.

    JESUS hat zölibatär gelebt, aber JESUS hat auch bewußt seinen Freund PETRUS
    zum PAPST ernannt und dieser hatte ja eine Schwiegermutter, die sogar eine der ersten Jüngerinnen von JESUS wurde.

    JESUS hat die Lebensform gewählt, die in meinen Augen mehr „Freiheit“ bietet.

    In der evangelischen Kirche dürfen alle heiraten, es gibt auch viele Scheidungen und ein geschiedener Priester auf der Kanzel ist auch nicht so prickelig und vorbildich. In der evangelischen Kirche gibts aber auch Priester, die freiwillig „alleine“ leben.

    In der katholischen Kirche gibt es einige Priester, die zwar vordergründig vom Zölibat schwärmen, es aber doch nicht so ganz einhalten und ihre Beziehungen vertuschen.
    Dies ist auch nicht gerade prickelig.

    JESUS hat also ganz am ANFANG die EHELOSIGKEIT nicht als BEDINGUNG angesehen, sonst hätte er einen verheirateten MANN nicht sogar zu seinem Stellvertreter gemacht.
    Der HEILIGE GEIST hatte da am ANFANG scheinbar auch nichts dagegen, sonst hätte er wohl eingegriffen.

    JESUS hat aber auch verlangt, dass alle, die ihm nachfolgen, bereit sind – alles andere
    hinter sich zu lassen. ER hat absolute Priorität.

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    • Guten Tag,
      natürlich hat Christus – abgesehen von Johannes – in der Regel verheiratete Männer berufen, zumal in Israel früh geheiratet wurde. Er konnte wohl kaum unreife Knäblein zu Aposteln erwählen. Die Apostel haben aber alles verlassen (einschließlich Petrus), auch ihre Schwiegermütter – und haben nicht etwa ihre Familien im Troß hinterhergezogen, als sie jahrelang mit Christus unterwegs waren.
      Es gibt zwar evangelische Pastoren, aber keine „Priester“ dort, zumal im Protestantismus kein Sakrament der Priesterweihe akzeptiert wird. Die Zahl der geschiedenen ev. Pastoren soll so hoch sein wie in der Gesamtbevölkerung (jede dritte Ehe).
      Allerdings lebten die Apostel sehr wohl im Zölibat, selbst wenn sie vor ihrer Berufung zur Jüngerschaft verheiratet waren („siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt“). Sie standen auch nach Christi Tod und Auferstehung nicht im Dienst ihrer Familien, sondern der jungen Kirche – das gilt auch für Petrus.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Uli sagt:

        Nachdem die Schwiegermutter von Petrus durch Jesus vom „Fieber-Dämon“ geheilt worden ist, „sorgte sie für Jesus und seine Jünger“ (Mk 1,31).

        Maria, die Frau des Kleopas (einer der beiden Emmaus-Jünger) war auch eine Jüngerin.

        Salome, die Mutter zweier Jünger, der beiden Fischer Jakobus und Johannes, war auch eine Jüngerin.

        Die Jünger haben sicher nur ihre Familie verlassen, wenn diese absolut kein Interesse an JESUS hatte.

        Sollte die ganze Familie JESUS nachgefolgt sein war dies sicherlich umso besser.

        So schön es mit einer Familie ist, es kostet schon ganz schön viel Nerven –
        von daher kann ich den Priestern empfehlen: Bleibt unverheiratet und intensiviert
        die GESCHWISTERLICHE LIEBE zu den Menschen, da habt ihr echt mehr davon.

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      • Guten Tag,
        in meiner Antwort war von Aposteln die Rede, nicht von den Jüngern. Die Hinweise von Apostelseite gegenüber Christus sind bekannt, wonach sie „alles verlassen“ hätten, um ihm nachzufolgen, also auch Frau und Kinder. Wenn die Schwiegermutter des Petrus sich später aus Dankbarkeit für ihre Heilung um Jesus und seine Jünger kümmerte, steht das ersichtlich auf einem anderen Blatt und widerspricht nicht den Selbstaussagen der Apostel.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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