Wortgottesfeier statt Sonntagsmesse – ein Armutszeugnis für Kirche und Gemeinde

Aus dem Newsletter des Weblogs „Demut jetzt“:

Zu den Phänomenen der heutigen Kirche gehört es, die so genannten Wortgottesfeier mit Kommunion auch an Sonntagen als Lösung des Priestermangels zu verkaufen. In dieser Form des Gottesdienstes liegt sicherlich ein großer Reiz:

Zum ersten für die Gemeinde, die in ihrer alten Struktur fortbestehen kann, zum zweiten für die Laien in der Gemeindeleitung, die auf diese Weise ihren Status heben können, zum dritten für die Priester, die nicht von Messe zu Messe hetzen müssen. Und das sind auch alles durchaus Gründe, die man gut finden kann. Aber ich will hier mal ehrlich sein:

Ich finde diese Gottesdienste ein Armutszeugnis!

Ein Armutszeugnis für die Kirche, dass sie nicht in der Lage ist, mehr Priesterberufungen zu aktivieren. Sicherlich, die Zeiten sind schwieriger geworden und heute ist das alles nicht mehr so leicht mit dem Priestersein und dem Priestererziehen.

Aber dann muss man halt auch mal bisschen mehr ranklotzen. Die Gemeinden des Urchristentums haben bei wichtigen Gelegenheiten gefastet und gebetet, wie aus der Apostelgeschichte hervorgeht. Und Priesterberufungen sind doch wohl wichtig. Gerade die Bischöfe und Priester sollten sowohl nach dem Vorbild der Urgemeinde als auch unter Nutzung der modernen und zwischenmenschlichen Mittel ihr Möglichstes tun, dem Mangel Abhilfe zu schaffen. Aber auch die Laien können einen Beitrag dazu leisten. Passiert da was? Oft nur wenig.

Ein Armutszeugnis ist es auch für die Gemeinden. Denn heutzutage nehmen die meisten Menschen doch endlos Kilometer auf sich, um zum Arbeitsplatz zu kommen. Ich selber pendle, günstigstenfalls, eine gute Stunde bis zur Uni  –  ein Weg. Aber am Sonntag ist man nicht in der Lage,eine Kirche zu erreichen, die mehr als 10 Min weit weg ist.

Was’n das für eine Einstellung zur Hl. Messe und auch zum Sonntag? Natürlich gibt es auch Menschen, die nicht so mobil sind. Gerade viele Alte können halt nicht mehr mit dem Auto fahren. Aber wenn die Gemeinden alle so toll und wichtig sind, sollten sie diesen Menschen doch wohl auch helfen können.

Quelle: http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/04/armutszeugnis.html


One Comment on “Wortgottesfeier statt Sonntagsmesse – ein Armutszeugnis für Kirche und Gemeinde”

  1. Uli sagt:

    Traurig ist es in der Tat, wenn keim Priester da ist, um einen Gottesdienst zu feiern.

    Wenn der Priester krank ist oder anderweitig verhindert, ist es dann besser kompletten Gottesdienst ausfallen zu lassen ? Oder ist es in diesem Fall nicht doch sinnvoller,
    wenn genügend gewandelte Hostien vorhanden sind, die auch von dem Diakon dann
    verteilt werden können.

    Natürlich ist es für alle Beteilitgen besser, wenn eine Eucharistiefeier stattfinden kann,
    da ja auch der Mensch gewandelt wird oder werden soll. Er soll ja „besser“ aus der Kirche herauskommen, als er hereingegangen ist.

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