Werte und Gefühle aus zwei Kulturen: Jugendliche aus Deutschland und Israel per Filmprojekt im Dialog

Liebe, Freundschaft, Angst, Zukunftsvorstellungen  – das sind Begriffe, die junge Leute weltweit mit ähnlicher Intensität beschäftigen. Die interessante Frage dabei ist: In welchen Punkten gleicht oder unterscheidet sich diese Auseinandersetzung in verschiedenen Ländern, Religionen, Kulturen?

Eine filmische Antwort auf diese Frage suchen die Kinder- und Jugend-Aliyah und das Deutsche Filminstitut in Frankfurt im gemeinsamen Projekt „Gefühle und Werte aus zwei Kulturen: Israelische und deutsche Jugendliche im filmischen Dialog“.

Je zwölf Jugendliche aus einem von der Aliyah betriebenen Jugenddorf in Israel und aus Frankfurt nehmen von 7. bis 14. April 2013 an dem Modell-Projekt teil.

Unter Anleitung des Regisseurs Jack Rath drehen je sechs von ihnen in gemischten Gruppen aus beiden Ländern einen Kurzfilm zum weit gefassten Thema „Zwischenmenschliche Werte“. Die Ergebnisse werden zu einem vierteiligen Episodenfilm zusammengefaßt, der am 14. April im Kino des Frankfurter Filmmuseums (siehe Foto) präsentiert wird.

„Die Idee ist, dass sich die einzelnen Kleingruppen auf einen Begriff einigen, den sie filmisch darstellen wollen, etwa ‚Liebe‘, ‚Freundschaft‘ oder ‚Angst‘“, erläutert Pava Raibstein, Geschäftsführerin der Kinder- und Jugend-Aliya. „Was verbindet uns? Was trennt uns? Welche Spannungsfelder gibt es innerhalb der jeweiligen oder auch zwischen den Gesellschaften? Um diese Fragen soll es in den Filmen gehen.“

Die 15- bis 16-jährigen Elftfklässler aus Israel beschäftigen sich bereits seit einigen Wochen in einer AG intensiv mit dem Thema Film. Die israelischen Schüler leben in einem von 125 Jugenddörfern, die die Aliya in Israel für sozial benachteiligte Jugendliche betreibt. Die deutschen Schüler besuchen die multikulturell geprägte Max-Beckmann-Schule in Frankfurt.

Sechs Tage sind für Filmaufnahmen, Vorbereitung und Schnitt vorgesehen. Daneben stehen Austausch und Begegnung im Zentrum der Projektwoche, die mit Yom ha-Shoah beginnt und Programmpunkte wie den Besuch des alten Jüdischen Friedhofs und einer Synagoge, ein gemeinsames Schabbatessen und eine Stadtrallye vorsieht.

Quelle: Deutsches Filminstitut Frankfurt  –  Foto: Deutsches Filmmuseum



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