Erich von Däniken und seine unseriösen Spekulationen über die Cheops-Pyramide

Verschwörungstheorie um den Pyramidenschacht ist widerlegt

Ein unscheinbarer Blockierstein in einem Schacht der Cheops-Pyramide erhitzte im letzten Jahr die Gemüter der Archäologie-Interessierten. Bereits 1993 entdeckt, wurde er nach Querelen zwischen den Verantwortlichen erst im September 2002 geöffnet.

Diese Verzögerung wurde zum Nährboden für Verschwörungstheorien. Die offizielle Ägyptologie blockiere jede weitere Untersuchung aus Furcht, dass die Entdeckung hinter dem Stein ihr Weltbild zum Einsturz bringen werde, so Bestseller-Autor Erich von Däniken.

Denn seiner Ansicht nach war der Pharao Cheops gar nicht Erbauer der Pyramide. Die Menschen des dritten vorchristlichen Jahrtausends konnten ein so anspruchsvolles Bauwerk nur unter Anleitung hoch zivilisierter, außerirdischer Architekten errichten, behauptete Däniken. Entsprechende Belege würden von einer ignoranten, selbstverliebten Wissenschaft bewusst übergangen.

Die Öffnung des Ganges brachte allerdings nur einen kleinen, unspektakulären Hohlraum zutage. Däniken hält dennoch an seiner These fest: Die Cheops-Pyramide rage als einmaliges Bauwerk aus der Kulturgeschichte Ägyptens heraus. Dabei lässt sich der Kolossalbau in Giza gut in die Pyramiden-Tradition des Alten Reiches einordnen. Auch Pharao Cheops als Erbauer ist gut belegt.

Dänikens These lässt sich nur durch Verschwörungstheorien und verzerrte Wiedergaben von Forschungserkenntnissen aufrecht erhalten.

„Und was liegt denn nun hinter dem Schacht? Freunde, inzwischen geht es um zwei Schächte! Ich tippe auf Kammern, und von dort aus wird es weiter zu anderen Räumen gehen. Und noch etwas: Sollten sich hinter den Verschlussblöcken Kammern zeigen, die nichts mit Cheops zu tun haben, werden wir sie mit ihrem Originalzubehör nie zu Gesicht bekommen. Wetten?“ (Däniken 2002).

So beendet Erich von Däniken, weltbekannter Vertreter der Spekulation „Die Götter waren Astronauten“, seine Stellungnahme zum archäologischen Live-Ereignis des letzten Jahres. Im Mittelpunkt stand die Cheops-Pyramide. Es war geplant, den Blockierstein im südlichen Schacht ihrer Königinnenkammer zu öffnen, und das Fernsehen sollte weltweit live dabei sein.

Veröffentlicht wurde Dänikens Mutmaßung in Ausgabe 6/2002 des Magazins Sagenhafte Zeiten

Quelle und Fortsetzung dieses informativen Artikels von Klaus Richter hier im SKEPTIKER-Magazin: http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/747-spekulationen-und-erkenntnisse-ueber-die-architektur-der-cheops-pyramide


4 Kommentare on “Erich von Däniken und seine unseriösen Spekulationen über die Cheops-Pyramide”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Siehe auch zur Alternativ-Ägyptologie Bauval und Gilbert und auch Bernhard Beiers alternativ-archäologische Website und Graham Hancock und Prof. Margrit Kennedy und den Anthropologen James DeMeo aus den USA.

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  2. Günther sagt:

    Sie sind einfach nur Hinterwäldler! Wegen Menschen wie ihnen wird die Wahrheit seit Jahrzehnten unterdrückt! Ich finde sie primitiv, unintelligent, verblendet, heuchlerisch, und äußerst respektlos und unfassbar unverschämt! Alleine schon wie ihre Überschrift anfängt “Erich von Däniken und seine unseriösen Spekulationen“ Wenn wir mal davon ausgehen, das wir rein gar nichts mit Sicherheit über unsere Vergangenheit aussagen können. Und halten uns das Christentum und die Prä-Astronautik einmal unvoreingenommen vor Augen, dann sind die Spekulationen von Herren Däniken Tausend mal seriöser als das verfälschte, falsch interpretierte, über Jahrtausende hinweg veränderte Christentum und ihre Behauptungen die an Unseriösität ohnehin nicht zu überbieten sind. Und das sie sich da noch die Frechheit erlauben mit so einer verhetzenden und heuchlerischen Überschrift um die ecke zu kommen….
    Ein Glück, dass Sie eine aussterbende Sorte von Dinosauriern sind, und wir spätestens in 25 Jahren von den meisten ihrer Sorte befreit sind, da sie vom aussterben bedroht sind.
    Erweitern sie ihren Horizont oder geben sie die hoffnung auf, jemals Erlösung zu finden.

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  3. OStR Peter Rösch sagt:

    Sehr geehrte Frau Küble,
    hören Sie bitte auf, sich in Ihren Artikeln auf die „Erkenntnisse“ der „GWUP“ zu berufen. Die GWUP ist ein Verein von „pathological non-believers“, der sich insbesondere auch gegen religiöse Anliegen wendet. – Die GWUP wendet sich nicht gegen Vierdimensionalität, Quantenspuk, den Schwarze-Löcher-Aberglauben, Zeitdilatationen, Raum-Zeit-Krümmungen und den ganzen Relativismus und atheistischen Einstein-Mist, mit dem wir von der Offizialwissenschaft seit hundert Jahren belabert werden. Wenn Sie dies als Nichtphysikerin nicht so beurteilen können, dann befassen Sie sich einmal mit Meinung und Argumentation der GWUP zum Grabtuch von Turin. Das sollte als Läuterung ausreichen.

    Mit freundlichen Grüßen!

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    • Guten Tag,
      wenn gegen Aberglauben und sonstigen Unfug (wie hier Dänikens UFO-Thesen) geschrieben wird, dann ist das zu begrüßen, auch wenn dies von Skeptikerseite erfolgt. Zudem erinnere ich mich, daß dort sehr wohl gegen „Quantenspuk“ argumentiert wird. Ihr Hinweis, bei GWUP lehne man das Grabtuch von Turin ab, ist schlicht gegenstandslos, da kein Katholik verpflichtet ist, an dieses Tuch zu glauben, das kirchlicherseits nicht einmal als „Reliquie“ gilt (wobei Reliquien auch keine Glaubensangelegenheit sind), sondern lediglich als Ikone, als frommes Bildnis.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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