Otto Schimek ist weder „Märtyrer des Gewissens“ noch „Symbol der Versöhnung in Polen“

Von Pater Lothar Groppe SJ

In der „Tagespost“ vom 9. März 2013 verfaßte Stephan Baier einen durchaus lesenswerten Artikel: “Österreichs dunkelster Tag“.   –  Leider passierte ihm im letzten Satz ein peinliches Mißgeschick:

“Unter den Laien, die zu Blutzeugen für Christus wurden, sind der Bauer Franz Jägerstätter und der 19-jährige Soldat Otto Schimek, der sich weigerte, polnische Zivilisten zu erschießen  –  und dafür selbst erschossen wurde.“  

P. Lothar Groppe

P. Lothar Groppe

Während Jägerstätter tatsächlich ein Märtyrer des Gewissens ist, handelt es sich bei Schimek um eine Lügenmär. Da ich jahrzehntelang für das Organ der österreichischen katholischen Militärseelsorge „LIES“ verschiedene Artikel verfaßte, bat mich Militärprovikar Gruber, mich mit der Causa Schimek näher zu befassen.

1995 veröffentlichte eine auflagenstarke Wochenzeitung auf der ersten Seite mit Schlagzeile: „Der tote Wehrmachtsoldat, den Polen als Heiligen verehrt. Otto Schimek  –  Symbol der Versöhnung in Polen.“

Zahlreiche Zeitungen überschlugen sich geradezu mit Schlagzeilen: „Das Vorbild Otto Schimek: Mut, einfach anders zu leben.“  – „Otto Schimek wählte den Tod.“  –  „Der Junge, der nicht schießen wollte.“  –  „Soldat wie ein Heiliger verehrt.“   –  „Ganz Polen spricht vom ‚Fall Schimek‘.“  

Selbst die Frankfurter Allgemeine Zeitung brachte bereits am 6.7.1972 einen eindrucksvollen Bericht über den jungen österreichischen „Helden“.

Wer war dieser Otto Schimek?

1925 als 13. Kind geboren, mußte er schon mit 7 Jahren die Mutter unterstützen, da der Vater gestorben war. So kam die Schule zu kurz, er war geistig stark zurückgeblieben. Mit 17 Jahren wurde er eingezogen und  mehrfach wegen Disziplinlosigkeit mit Arrest bestraft. Die Mutter hatte ihm noch den Rat gegeben, sich in Sicherheit zu bringen, wenn es brenzlig wurde. Allzu oft hielt sich Otto daran.

Sein Kompanieführer, Leutnant Klein, hatte Mitleid mit ihm und holte ihn mehrfach aus der Etappe zurück, ohne Meldung zu machen, wozu er an sich verpflichtet war. Eines Tages wurde Otto leicht am Ohr verletzt und jammerte so, dass ihn Klein zum Verbandsplatz bringen ließ. Am Abend rief er dort an, was Schimek mache, und erfuhr, dass dieser verschwunden sei.

Nun mußte der Kompanieführer unbedingt Meldung machen. Etwa drei bis vier Wochen später wurde er vom Regiment angerufen, Schimek sei in Zivil aufgefunden worden und von einem Standgericht wegen Fahnenflucht und Feigheit zum Tode verurteilt worden. Nach der Exekution rief Regimentskommandeur Klein an und fragte ihn, warum ein solcher Soldat desertieren könne, der so „tapfer“ mit dem „Deutschen Gruß“ („Heil Hitler!“) gestorben sei.

Nach der Mitteilung von der Hinrichtung ihres Sohnes bekam Schimeks Mutter wohl ein schlechtes Gewissen, hatte er doch ihren Rat befolgt, der zu seinem Tod führte.

So beschloß ihre Tochter, Elfriede Kujal, aus dieser Tragödie eine Heiligenlegende zu stricken: Otto sei ermordet worden, weil er sich geweigert habe, auf unschuldige Zivilisten zu schießen, die allerdings gar nicht vorhanden waren, weil das Kampfgebiet von Zivilisten geräumt war.

Diese Legende veranlaßte Papst Johannes Paul II. zu bewegenden Worten:

„Es existieren Staaten, die in ihrer Reife befähigt sind, andere Formen des Militärdienstes zu akzeptieren. Um diesen Aspekt zu unterstreichen, möchte ich die meinem Volk sehr liebe Person in Erinnerung zu bringen: Er war Österreicher, er hieß Otto Schimek, und bekam während des Krieges den Befehl, auf die Zivilbevölkerung zu schießen. Er widersetzte sich und wurde getötet. Sein Grab ist diesem Volk geblieben, und er hat sich großen Ruhm erworben, dass ich sagen möchte: Den Ruhm eines Dieners Gottes!“

Bei seinem Besuch in Österreich wollte der Papst am 10.9.1983 noch eine Gedenktafel für Otto Schimek an der ehem. Garnisonkirche und jetzigen polnischen Nationalkirche segnen. Diese Tafel unter dem Bild Otto Schimeks hatte folgenden Wortlaut:

Die Seele vermögen sie doch nicht zu töten,
welch eine Hoffnung!

Dann in polnischer und deutscher Sprache:

19-jähriger Wiener wurde hingerichtet
14.XI. 1944 in Lipiny/POLEN
weil er sich weigerte,
polnische Geiseln zu erschießen.
„Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt!“ (Joh 15,13)

Sozusagen in letzter Minute wurde Papst Johannes Paul II. darüber aufgeklärt, was es mit dem Fall Otto Schimek auf sich hat. Für die „Freunde“ der Kirche wäre der „Zweckheilige“, wie ihn ein Magazin nannte, Anlaß zu Spott und Hohn gewesen.


Christliche Serien und biblische Filme sind der Renner in den USA

Biblische Inhalte erobern das amerikanische Fernsehen. Dies berichtet jetzt das  bekannte Time Magazine. TV-Serien, Quizshows und Hollywoodfilme erzählen mehr denn je vom Glauben.

Fast 13 Millionen Zuschauer schalteten zur ersten Folge der TV-Miniserie „Die Bibel“ am 3. März die Mattscheibe ein. Je zehn Millionen Menschen sahen die folgenden Episoden. Damit ist die Serie laut Time Magazine der größte Kabelfernseh-Hit des Jahres und nur ein weiteres Beispiel dafür, daß die Filmindustrie zunehmend Erfolge mit biblischen Themen feiert. 

Die Quiz-Show „The American Bible Challenge“ sei der grösste Hit des amerikanischen Senders „Game Show Network“ in dessen 17-jähriger Geschichte gewesen, schreibt das Magazin weiter. Die Reality-Show läuft derzeit im US-Fernsehen. Darin verfolgen Zuschauer das Leben einer christlichen Familie.

Begonnen hat der Erfolg religiöser Inhalte laut mit Mel Gibson’s Verfilmung der „Passion Christi“ aus dem Jahr 2004. Obwohl der Film fernab Hollywoods vermarktet wurde, habe ihn vor allem die Unterstützung evangelikaler Leiter wie Billy Graham oder Rick Warren zu einem Kassenschlager werden lassen.  

Phil Cooke, ein amerikanischer Berater mit eigener Produktionsfirma, kommentiert die Entwicklungen gegenüber dem Time Magazine so: „Hollywood hat herausgefunden, dass 90 Millionen Amerikaner ihren Glauben sehr ernst nehmen.“

Quelle: Medienmagazin PRO


Westbank: Massendemos gegen Israel – „Märtyrer des Dschihad“ wurde nicht ermordet

Überall im sog. Westjordanland kam es jetzt zu Demonstrationen gegen Israel. Allein in Hebron zogen 15.000 Palästinenser durch die Straßen und forderten den „Tod der Juden!“ 

Auslöser war der Tod eines 63-jährigen palästinensischen Terroristen, der in einem israelischen Gefängniskrankenhaus an Krebs gestorben ist. Obwohl eine internationale Obduktion bestätigte, dass er an Krebs gestorben ist und nicht von Israelis getötet wurde, wurde er zum „Märtyrer des Heiligen Krieges“ (Dschihad) erklärt.

Seinetwegen griffen Palästinenser israelische Soldaten an, wobei zwei 17- und 18-jährige Palästinenser ums Leben kamen, was die Spirale der Gewalt weiter anstachelte. Zur gleichen Zeit wurde der Süden Israels bei Eshkol vom Gazastreifen aus mit Kassam-Raketen beschossen. Die palästinensische Autonomieregierung will keine israelischen Journalisten mehr ins Land lassen, so dass die internationale Welt das Geschehen in ihrem Gebiet nur noch von linientreuen Palästinensern erfährt.

Quelle: http://www.israelheute.com


Syrien: Christen sind verfolgt im eigenen Land – „Rebellen“ wollen islamische Diktatur errichten

Die Situation in Syrien spitzt sich dramatisch zu: Seit Beginn des Bürgerkrieges vor über zwei Jahren gibt es über 70.000 Todesopfer. Geschätzte 3,2 Millionen Menschen befinden sich innerhalb des Landes auf der Flucht.

Unter den „Rebellen“ kämpfen vermehrt radikal-islamische Fanatiker mit dem erklärten Ziel, nach dem Sturz des Assad-Regimes einen „Gottesstaat“ unter der Scharia (dem islamischen  Religionsgesetz) zu errichten.

Syrische Christen sind inmitten der Kämpfe ein leichtes Ziel für Übergriffe, da sie erstens in der Regel keine der beiden Kriegsparteien unterstützen und zweitens der Errichtung einer islamischen Diktatur im Weg stehen. Das christliche Hilfswerk „Open Doors“ erhält Berichte, wonach Christen von Islamisten attackiert, entführt oder grausam ermordet werden.

Mehr als 150.000 syrische Christen leben als Flüchtlinge im eigenen Land; weitaus mehr haben sich bereits in benachbarten Ländern in Sicherheit gebracht. Christliche Familien, die in Syrien bleiben wollen, sind aus den großen Städten in ländliche Regionen geflohen oder irren durch die Hauptstadt Damaskus, ohne Bleibe und ohne Versorgung mit Nahrungsmitteln oder Medizin. Viele Kinder und Jugendliche sind angesichts der erlebten Grausamkeiten schwer traumatisiert.

Weitere aktuelle Infos –  auch zur weiteren Entwicklung der Hilfsprojekte  –  stellt Open Doors Deutschland unter http://www.opendoors.de/syrien zur Verfügung.


Schweizer Urteil als Präzedenzfall: Schmerzensgeld für Scheidungskinder

Ein Lausanner Gericht hat erstmals Scheidungskindern ein Schmerzensgeld zugesprochen. Das dürfte Folgen für ähnliche Scheidungsprozesse von Eheleuten haben, deren Kinder unter dem Scheidungsstreit leiden.

In einem konkreten Scheidungsfall wurden den Kindern je 3000 Franken Entschädigung zugesprochen. Die Begründung für den Entscheid lautet nach den Worten von Monica Garcia (Juristin bei der Beratungsstelle Projure): „Die Eltern haben durch ihr Verhalten die Fürsorge und Erziehungspflicht verletzt und Schäden bei ihren Kindern in Kauf genommen.“

Die Juristin räumt allerdings ein, daß es für ein Gericht äusserst schwierig sei, in einem solchen Fall einen gerechten Entscheid zu fällen. Das Gericht müsse jeden Einzelfall prüfen.

Wie der Betrag errechnet wurde und wer das Geld verwaltet, wurde im Bericht der „Migros-Zeitung“ vom 2. April nicht erwähnt. Das Urteil muß scheidungswilligen Paaren zu denken geben, kann doch zu den ohnehin hohen Scheidungskosten noch ein weiterer Betrag zur Entschädigung der Kinder hinzukommen.

Autor: Fritz Imhof   –  Quelle: Migros-Magazin /www.jesus.ch


„Du bist mir zum Retter geworden!“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Psalm 118 (117),1.14-15.16ab-18.19-21:

Danket dem HERRN, denn er ist gütig, seine Huld währt ewig.
Meine Stärke und mein Lied ist der HERR;
ER ist für mich zum Retter geworden.
Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten:
„Die rechte Hand des HERRN wirkt mit Macht!“
 
Ich werde nicht sterben, sondern leben,
um die Taten des HERRN zu verkünden.
Der HERR hat mich hart gezüchtigt,
doch ER hat mich nicht dem Tod übergeben.
 
Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit,
damit ich eintrete, um dem HERRN zu danken.
Das ist das Tor zum HERRN, nur Gerechte treten hier ein.
Ich danke dir, daß du mich erhört hast;
du bist mir zum Retter geworden.