Nordkorea: Kriegsstimmung wird verstärkt, Christen geraten noch stärker unter Druck

Während Nachrichtensender in aller Welt täglich neue Kriegsdrohungen aus dem kommunistischen Nordkorea melden,erhielt das christliche Hilfswerk Open Doors einen Hilferuf der dortigen Christen.

Leiter der nordkoreanischen Untergrundkirche berichten von einer „kriegsähnlichen“ Atmosphäre im ganzen Land und bitten dringend um Gebet. Die Bevölkerung wird offenbar gezielt auf einen Krieg vorbereitet.

Foto: HMK

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Als Folge schnellen die Preise für die ohnehin knappen Lebensmittel in die Höhe. Hinzu kommt, daß heute  –  am 15. April  –  der 101. Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung gefeiert wird, was die Regierung nach Meinung vieler Beobachter zu kaum vorhersagbaren Maßnahmen verleiten könnte.

„Wir sollen uns bereit machen für den Entscheidungskampf – mit einer Waffe in der einen und einem Hammer in der anderen Hand“, faßt ein christlicher Leiter aus dem abgeschotteten Land die Botschaft des „Obersten Kommandos“ an das nordkoreanische Volk zusammen:

„Alle Einheiten des Heeres, der Marine, der Luftwaffe und der Raketenstreitkräfte wie auch die „Roten Garden“ und die „Jungen Roten Garden“ sind schon in voller Kampfbereitschaft. Überall werden rund um die Uhr Dringlichkeitstreffen einberufen. Funktionäre treffen Anordnungen, was bei Kriegsausbruch zu tun ist. Und jeder, ob Mann oder Frau, muss kampfbereit sein.“

Laut Open Doors sind viele Autos am Straßenrand mit Tarnnetzen abgedeckt. Soldaten tragen mit Buschwerk bestückte Helme und sind in voller Bewaffnung unterwegs. In einer Botschaft an sein Volk ließ der amtierende Diktator Kim Jong Un verlautbaren:

„Falls es wegen der Handlungen der USA und des inakzeptablen Benehmens ihrer Marionette Südkorea zum Krieg kommt, werden sie eine schmachvolle Niederlage erleben. Dann wird unser Volk den herrlichen Tag der Wiedervereinigung grüßen. Der Tag ist gekommen, um der Welt die Macht der „Die Armee zuerst“-Politik und der großartigsten aller Nationen zu demonstrieren.“

Schlimmster Christenverfolger-Staat der Welt

Viele Nordkoreaner, besonders die Christen, fürchten jedoch die unabsehbaren Folgen eines militärischen Konfliktes. „Schon jetzt kaufen viele Menschen so viele Nahrungsmittel und andere Verbrauchsgüter wie möglich, aus Angst vor einer bevorstehenden Preisexplosion im Kriegsfall“, schildert ein Open Doors Kontakt die gegenwärtige Stimmung. Gerade für die armen Bevölkerungsschichten ist das eine dramatische Nachricht, herrscht doch seit vielen Jahren chronischer Nahrungsmangel aufgrund kommunistischer Mißwirtschaft.

Nordkorea führt seit 11 Jahren den Weltverfolgungs-Index von Open Doors mit dem Negativ-Platz 1 an. In keinem anderen Land der Welt werden Christen so hart bedrängt. Bis zu 70.000 der geschätzten 300.000 im Land lebenden Christen verbüßen in den landesweiten KZ-Lagern langjährige Haftstrafen wegen ihres Glaubens.

Open Doors Deutschland e.V., Postfach 1142, D-65761 Kelkheim
Tel 06195 – 67 67 180  /  Fax 06195 – 67 67 181
Mail pressebuero@opendoors.de 
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