Vonwegen „Stammtisch“: Ausschnitte aus „Volkes Stimme“ zum Fall Hoeneß

Wenn aktuelle Ereignisse viele Gemüter bewegen, sind Leserkommentare in seriösen online-Portalen oft interessanter und vielseitiger als so manche schlaumeierisch klingende Artikel in der sog.“Qualitätspresse“.

„Volkes Stimme“ serviert häufig erstaunlich wenig „Stammtisch“, sondern bietet gediegene Fakten und Argumente.

Zitieren wir hierzu beispielhaft einige (teils gekürzte) Leserstimmen aus dem Web-Portal des Bayerischen Rundfunk (www.br.de) zur Causa Uli Hoeneß, in dem sich hunderte Kommentare   –  oft mit Vor- und Nachnamen des Autors   –   finden:

Lichner Rudolf, Dienstag, 23. April, 08:20 Uhr

469. Steuerhinterziehung

Was Höneß sich geleistet hat, ist mit gar nichts zu entschuldigen, aber es verdeutlicht, dass es mit den sogenannten Großverdiener in Deutschland kein vernünftiges Steuergesetz gibt. Die cleveren Großverdiener, wie Beckenbauer, Schumacher, Vettel und v. a. m. entziehen sich der Steuerschuld und gehen ins Ausland und werden trotzdem als Lichtgestalten und Super-Deutsche von den Medien behandelt…

Fabian Schmidt, Dienstag, 23.April, 02:49 Uhr

467. Hasstiraden

Uli Hoeneß hat, wie viele andere Steuerhinterzieher auch, Selbstanzeige erstattet. Das Finanzamt und die Strafverfolgunfsbehörde prüfen jetzt.
Waren die Angaben, die Hoeneß machte, korrekt und vollständig, bezahlt er seine Steuern nach und eine Strafe. Wie viele andere tausend Steuerhinterzieher, die Selbstanzeige erstatteten, auch.
Ich bin kein Fußballfan. Hoeneß hat mich bisher kaum interessiert. 0022
Ich wäre nur vorsichtig, den Stab über ihn zu brechen, bevor das Verfahren gegen ihn abgeschlossen ist.
Von den Vorwürfen gegen den ehemaligen Bundespräsidenten ist so gut wie nichts hängengeblieben. Der Mann wurde aber erstmal an die Wand gestellt und fertiggemacht, bevor die Fakten geprüft wurden. Wer von den rotgrünen Gutmenschen hat sich bei ihm öffentlich entschuldigt? Erst mal draufhauen und dann prüfen, ob die Tracht Prügel, die er bezogen hat, in Ordnung ist.
Und noch ein Punkt:
Das Steuerabkommen, das Herr Schäuble mit der Schweiz geschlossen hat und das von der Opposition im Bundesrat abgelehnt wurde, war so schlecht nicht. Auf jeden Fall für den Fiskus besser als alles andere, was Bundesfinanzminister, auch rot/grüne Regierungen, bis dahin erreicht haben.
Der Staat hätte auf einen Schlag viel Geld eingenommen. Mehr Geld, so sagen alle Experten, als wenn die Steuerhinterzieher zur Selbstanzeige greifen. Und das Geld wäre von allen lückenlos bezahlt worden.
Jetzt gibt es aufgrund der rotgrünen Gutmenschen kein Abkommen. Die Folge: die Steuerhinterzieher greifen zur Selbstanzeige. Hunderte Steuerbeamte werden für Monate mit nichts anderem als der Nachprüfung dieser Angaben beschäftigt sein und fehlen dann natürlich für andere Steuerhinterziehungsfälle. Das ist die Folge rotgrüner Verweigerungspolitik. Hoffentlich durchschaut der Wähler das Spiel rechtzeitig.

Martin, Montag, 22.April, 23:36 Uhr

465. Hoeneß

Steuerhinterziehung spaltet mal wieder unsere so moralische Gesellschaft. Mit Sicherheit ist es ein Verstoß gegen ein Gesetz. Zeitungen, Rundfunk und Fernsehsender haben mit Hoeneß wieder Thema gefunden, über das sie mit ihrem Tunnelblick rund um die Uhr berichten können. Hoeneß ist ein Mann der Öffentlichkeit und er hat einen großen Fehler gemacht, aber auch nach dieser Sachlage bin ich der Überzeugung, dass die Würde eines jeden Menschen samt seiner Freiheit durch nicht in der Welt mit Füßen getreten werden darf. Kein Gewaltverbrecher wird in Deutschland so verfolgt wie ein Steuerhinterzieher. Medien halten sich für Gott und verfolgen einen Bürger wie Hoeneß wie Tyrannen. Das ist bereits „Despotie“ der Medien. Dies erfordert auch Widerstand im Namen der Menschenrecht. Hoeneß wurde bisher noch nicht schuldig gesprochen.

NoHome, Montag, 22.April, 22:52 Uhr

464. Ankauf von gestohlenen Firmendaten

Auf welches Recht bezieht sich ein Rechtsstaat, der mit Hilfe von gestohlenen Firmendaten ein Verbrechen billigt? Der Dieb der SteuerCDs wird vermutlich seinen Ertrag aus dem Verkauf nicht versteuern – oder?
Die Politik ist gefordert, hier ein ordnungsgemäßes Kontrollelement zu schaffen,
welches verhindert, dass unversteuertes Geld auf einem Konto im In- oder Ausland deponiert wird.

Gisbert König, Montag, 22.April, 22:41 Uhr

462. Hoeneß

Die Opposition hat das ausgehandelte Steuerabkommen mit der Schweiz im Bundesrat platzen lassen. M. E. eine Dummheit und ein Eigentor. Wäre es in Kraft getreten, hätte die BRD nicht nur die von Hoeneß hinterzogenen Steuern erhalten, sondern auch noch die aller anderen mit in den letzten 10 Jahren unversteuerten Geldern in der Schweiz, schätzungsweise 10 bis 12 Milliarden Euro. Soviel haben alle bisherigen CDs zusammen nicht eingebracht. Allein der Wille Gabriels, Steuersünder auf jeden Fall auch zu bestrafen, hat das Abkommen verhindert. Dafür hat er auf viele Milliarden verzichtet.

Wird Hoeneß nun bestraft, wie Gabriel es wohl gerne möchte?  Die Antwort lautet: nein! Denn eine Selbstanzeige befreit von der Strafe, wenn sie vor Entdeckung der Hinterziehung vollständig und richtig erfolgte. Da er dazu einen Steuerberater eingeschaltet hat, ist davon auszugehen, dass die Selbstanzeige professionell erfolgte.


Belgien: Rasanter Anstieg von 4620 Prozent bei „Sterbehilfe“-Fällen ab Beginn der Legalisierung

Eine äußerst besorgniserregende Nachricht erreicht uns aus unserem Nachbarland:

Vor zehn Jahren wurde in Belgien die „Sterbehilfe“ legalisiert. In diesem Zeitraum stieg die Zahl gemeldeter Fälle laut einem Bericht von „Lifesitenews“ um sage und schreibe 4620 Prozent. Allein im Jahr 2012 betrug der Anstieg 25% und erreichte die absolute Zahl von 1.432 Fällen.

Das zeigt: Die Einführung der „Sterbehilfe“ wirkt wie ein Dammbruch; sie wird dann immer mehr akzeptiert und auch praktiziert.

Die belgische Behörde zur Überwachung der Euthanasie (Commission fédérale de contrôle et d’évaluation de l’euthanasie – FCEE) erwägt nun sogar,  Euthanasie auch bei Krankheiten wie Alzheimer und bei Kindern zu erlauben.

Die Statistik der FCEE zeigt nicht das gesamte Ausmaß des Phänomens in Belgien, denn nur die Tötungen, die streng nach den Gesetzesvorlagen durchgeführt wurden, sind dort enthalten.

Aus den Niederlanden weiß man aber, daß die Euthanasie oft durch eine Überdosis von Morphium oder dergleichen herbeigeführt wird. Solche Fälle sind nicht in der offiziellen Statistik enthalten.

 Quelle: Kultur und Medien online
 Bericht der FCEE: HIER

Indien: erschreckend hohe Zahl von Mißbrauchsopfern

In zehn Jahren gab es im hinduistisch geprägten Indien 48.338 minderjährige Opfer sexuellen Mißbrauchs. Deshalb ruft der Sprecher der Indischen Bischofskonferenz, Dominic D´Abreo, zu einer neuen Bewußtseinsbildung in der Gesellschaft auf. Dies müsse bereits bei der Erziehung beginnen: „Alle sollten Verantwortung übernehmen“, appelliert er.

Das Land stehe unter Schock nach dem aktuellen Fall, bei dem ein fünfjähriges Mädchen entführt und vergewaltigt wurde. D´Abreo sieht den Werteverlust in der modernen Gesellschaft als die Wurzel des Problems: „Das Leben wird degradiert: man stellt sich nicht mehr die Frage nach dem Wert des Lebens.“

Quelle: fides-Nachrichtendienst


Dr. Penners Post zur Solarstrom-Reklame

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

OFFENER BRIEF an die Firma Photovoltaik Baron, Köln 

Sehr geehrte Damen und Herren,

mich erreicht Ihre Werbung:

Sie können Ihren eigenen Strom produzieren und den Überschuss ins öffentliche Stromnetz einspeisen.
Sie erhalten für die Einspeisung eine Förderung vom Staat – über 20 Jahre garantiert!
Helfen Sie, die Umwelt zu schonen und investieren Sie in die Zukunft.

Der selbsterzeugte Strom ist teurer als der Strom vom E-Werk.
Nachts kann man keinen Solarstrom erzeugen.
Die „Förderung vom Staat“ wird u. a. von Sozialhilfe-Empfängern finanziert, ist also unmoralisch.
Die Umwelt schont der Solarstrom nicht, weil Kohlendioxid-Emissionen nicht klimaschädlich sind.
Die Zukunft heißt: Drastische Erhöhung des Strompreises, Desindustrialisierung Deutschlands.
Außerdem weiß man nicht, wann Sie Konkurs anmelden müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Penner


Frankreich: Am Sonntag gab es erneut Massenproteste in Paris – Kommt es zur Volksabstimmung über die „Homo-Ehe“?

Die innenpolitische Lage in Frankreich spitzt sich weiter zu: Die regierenden Sozialisten wollen in aller Eile die „Homo-Ehe“ im Parlament verabschieden, die Demonstrationen dagegen reißen nicht ab.

Am Sonntag hat es in Paris eine neue Massendemo gegen die sog. „Ehe für alle“ gegeben, weitere sind schon für Mai angekündigt. Was werden die Gegner tun, wenn die Regierung das Vorhaben trotz aller Proteste durchsetzt? media-374460-2

Das fragte Radio Vatikan am Montag die Kabarettistin Frigide Barjot, Wortführerin der Protestbewegung:

„Wir werden reagieren  –  friedlich, ohne die Legitimität des Gesetzes anzuzweifeln, aber sehr wohl mit Zweifeln an der hinreichenden Begründung des Gesetzes. Wir werden weiter demonstrieren, um den Präsidenten zum Abhalten einer Volksabstimmung aufzurufen. Übrigens muss das Gesetz ja noch per Dekret für wirksam erklärt werden, darum haben wir doch noch ein bisschen Zeit, bis es wirklich anwendbar würde.

Abgeordnete, die das Gesetz in der Nationalversammlung bekämpft haben, treten für ein alternatives Projekt von anerkannten zivilbürgerlichen Verbindungen namens „alliance civile“ ein; dabei geht es nur um die Verbindung zweier Personen, ohne dass das irgendetwas mit dem Adoptieren von Kindern zu tun hätte.

Wir rufen den Präsidenten also dazu auf, eine Volksabstimmung zwischen den zwei Gesetzesvorschlägen einzuberufen, dem der Justizministerin und dem anderen, der während der Debatte in der Nationalversammlung vorgestellt worden ist.“

Auch wichtige Kirchenvertreter, etwa Kardinal Philippe Barbarin von Lyon, setzen sich für eine Volksabstimmung zur Homo-Ehe ein.

Quelle: Webseite von Radio Vatikan 

„Pille danach“ im Deutschen Bundestag: potentielle Frühabtreibung bald rezeptfrei?

Anläßlich der Anhörung im Gesundheitsausschuß des Deutschen Bundestages am 24. April 2013 zu den Anträgen von SPD und Die LINKE pro rezeptfreie Abgabe der „Pille danach“ erklärt Susanne Bajog, die Pressesprecherin der Christdemokraten für das Leben (CDL):

 „SPD und Linke fordern in ihren Anträgen ein Ende der Verschreibungspflicht für die „Pille danach“ auf Basis des Wirkstoffes Levonorgestrel. Beide Fraktionen begründen ihre Anträge u.a. damit, daß bei einer rechtzeitigen Einnahme der „Pille danach“ eine Schwangerschaft verhindert werden könne. Baby (2)

Fakt ist jedoch, daß der Einnahmezeitpunkt durch die möglicherweise Schwangere völlig unkontrollierbar ist, und die Wirksamkeit dieser „Pille danach“ laut Hersteller mindestens bis zu 72 Stunden nach der Befruchtung nachgewiesen ist.

In diesem Zeitraum ist daher in vielen Fällen bereits ein lebensfähiger Embryo  gezeugt  – und es kommt damit zu einer offensichtlich erwünschten Frühabtreibung.

Eine starke Lobby der Befürworter behauptet zwar, daß die „Pille danach“ die Einnistung eines Embryos in die Gebärmutter nicht verhindere, sondern ausschließlich die Befruchtung unmöglich mache.

„Zur Pille danach kann es keine Zustimmung geben“

Beweise für diese Aussage sind allerdings bisher nicht erbracht worden. Im Gegenteil: Bislang haben selbst die Hersteller auf die zusätzliche Möglichkeit der Verhinderung der Einnistung hingewiesen.  Schon allein deshalb kann es keine Zustimmung zur „Pille danach“ geben.

Zusätzlich bestehen hinsichtlich der differenzierten Wirkmechanismen dieses erst seit wenigen Jahren am Markt befindlichen hochdosierten Pharmazeutikums  etliche Unklarheiten und Risiken, wie die internationale, wissenschaftliche und politische Debatte darüber zeigt.

Darüber hinaus muß auf die erheblichen gesundheitlichen Risiken auch für die Frauen hingewiesen werden, die mit der Einnahme der „Pille danach“ verbunden sind.  Mögliche gefährliche Nebenwirkungen auch für sie  werden derzeitig kaum thematisiert. Immerhin entspricht die Einzeldosis Levonorgestrel von 1,5 mg in etwa der Hormondosis einer ganzen Monatspackung normaler Verhütungspillen.

Gerade in der letzten Zeit sind beispielsweise in Frankreich (gerade von Bayer „Diane 35“) und den USA schon niedrigdosierte, gängige „Anti-Babypillen“ von den Aufsichtsbehörden vom Markt genommen worden, da es u.a. zu Thrombosen mit Todesfolgen gekommen ist. 

Ferner gibt es Gegenanzeigen, bei denen ohnehin die  „Pille danach“ nicht eingenommen werden darf. Bei rezeptfreier Abgabe entfällt eine ärztliche Abklärung der Risiken,  die Rezeptfreiheit ermöglicht den Pharmaunternehmen lebhaftes Marketing für ihre Produkte und  Minderjährige ohne Altersbeschränkung hätten jederzeit freien Zugang.

Auch mit Rezeptpflicht wurde die „Pille danach“ allein in 2011 bereits über 367.427 Mal verschrieben. Auch wenn sogar Produzenten vor einem zu häufigen Einsatz warnen, steht zu befürchten, daß diese Präparate, da sie günstiger (im Internet schon für unter 15 € angeboten) und gezielter einsetzbar sind, bald von vielen Frauen als gängiges Mittel eingenommen werden. Sichere Verhütung und „sichere“ Frühabtreibung kommen so in einem Produkt  wirksam und preiswert zusammen.

Es ist mehr als erstaunlich, wie sich jetzt ausgerechnet in einem so sensiblen, medizinischen Bereich gerade SPD und Die LINKE für völlige, unkontrollierte Marktliberalisierung von Pharmaprodukten  einsetzen, wo es doch immerhin um die Gesundheit und das Leben von Frauen und Kindern geht. Hoffentlich erteilt der Bundestag dieser Fehlentwicklung mit einer klaren Mehrheit eine deutliche Absage!“

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU mit 5000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europa-Abgeordnete sowie Kommunalpolitiker.
CDL – Christdemokraten für das Leben
Schlesienstr. 20, D-48167 Münster
Tel.: 0251 / 6 28 51 60  / Fax: 0251 / 6 28 51 63
info@cdl-online.de
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Fakten und Klarstellungen des BVL zur „Pille danach“

Pressemitteilung des Bundesverbandes Lebensrecht:

Nach dem Frühjahrsforum des Treffens Christlicher Lebensrecht-Gruppen (TCLG) mit dem Schwerpunkt „Pille danach  –  Fakten, Hintergründe, Konsequenzen“, an dem zahlreiche Vertreter von Beratungsstellen für Schwangere in Notlagen, Initiativen und Ärztevereinigungen zum Lebensrecht teilgenommen haben, erklärt der Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht (BVL) , Martin Lohmann:

Forderung an Bundestag nach Ablehnung der rezeptfreien „Pille danach“

Der Bundesverband Lebensrecht appelliert an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, dem Gesetzesvorhaben von SPD und Linkspartei nicht zuzustimmen, die sog. „Pille danach“ in Deutschland verordnungsfrei zugänglich zu machen. (Anhörung im Gesundheitsausschuss am 24.4.2013)  embryofoto

Ärztliche Beratung im Hinblick auf hochdosierte Hormonpräparate mit unwägbaren Risiken für die Gesundheit von Frauen wäre praktisch abgeschafft, eine vervielfachte Anwendung, oftmals angstmotiviert und überflüssig, wäre die absehbare Folge. Allein im Jahr 2011 wurde die Pille danach mehr als 360.000 mal verschrieben und verkauft.

Kein Ausschluss frühabtreibender Wirkung möglich

Bis heute gibt es keine überzeugende oder sichere wissenschaftliche Evidenz, die eine ausschließlich befruchtungsverhindernde Wirkung belegen könnte.

Es ist im Gegenteil nach wie vor, auch nach Hersteller- und pharmakologisch-medizinischen Angaben, von einer auch zusätzlich frühabtreibenden Wirkung im Sinne einer Störung der Weiterentwicklung eines bereits gezeugten Embryos auszugehen.  images

Daher sprechen sich nicht nur die Mitgliedsverbände des Bundesverbandes Lebensrecht gemeinsam grundsätzlich gegen den Einsatz der aktuell am Markt befindlichen „Pillen danach“ aus.

Gewissensfreiheit für Ärzte und Apotheker sicherstellen

Zusätzlich ist angesichts der jetzigen Initiativen zur Forcierung des Einsatzes der „Pille danach“ als einem jederzeit verfügbaren pharmakologischen Präparat zur Verhinderung und Abbruch einer Schwangerschaft zu unterstreichen, dass Ärzte und Apotheker (nicht nur in kirchlichen Einrichtungen) uneingeschränkte Sicherheit haben und keine Nachteile befürchten müssen, wenn sie aus Gewissensgründen die Mitwirkung bei Verordnung oder Aushändigung der „Pille danach“ ablehnen.

Präzisierung von Aussagen der DBK und EKD erforderlich

Es ist dringend nötig, sowohl seitens der Kirchen als auch seitens der Ärzteverbände, kürzlich erfolgte relativierende Aussagen zu präzisieren. In diesem Sinne ist die am 10.4.13 eingesetzte gemeinsame Arbeitsgruppe von DBK, EKD und Bundesärztekammer zu begrüßen.

Der Bundesverband Lebensrecht fordert, am Markt erhältliche Präparate konkret zu benennen, die das Kriterium der ausschließlichen Befruchtungsverhinderung zweifelsfrei erfüllen würden, was international vor allem von Abtreibungsbefürwortern behauptet wird, die die Verhinderung einer Einnistung des Embryos in die Gebärmutter (Nidation) ohnehin nicht als Abtreibung definieren.

Angeführte Studien sind auf Herkunft, Finanzierung, Validität und Befangenheit sorgfältig zu untersuchen und öffentlich zu benennen.

Konsequente Neuausrichtung am Lebensrecht dringend geboten

Der Bundesverband Lebensrecht nimmt die aktuelle Diskussion zum Anlass, in Erinnerung zu rufen, dass die im § 218 (1) getroffene Festlegung, dass „Handlungen, deren Wirkung vor Abschluss der Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter eintritt, nicht als Schwangerschaftsabbruch im Sinne dieses Gesetzes gelten“, schon seit Jahrzehnten weder den biologischen Erkenntnissen über die Embryonalentwicklung (und damit dem Beginn des menschlichen Lebens) entspricht  –  auch nicht der jüngsten Gerichtssprechung des Europäischen Gerichtshofs. Demzufolge dürfen embryonale Stammzellen nicht patentiert werden. Da für die Gewinnung Embryonen zerstört werden, verstößt dies gegen den Schutz der Menschenwürde, die bereits jedem Embryo in seiner frühen Lebensphase zukommt.

Den weitreichenden Implikationen und rechtlichen und medizinethischen Folgerungen dieses Urteils versucht eine der ersten europäischen Bürgerinitiativen Geltung zu verschaffen, die der Bundesverband Lebensrecht daher nachdrücklich unterstützt: http://www.oneofus.eu / http://www.1-von-uns.de