„Seher“ Caputa aus Sizilien und seine „Marienerscheinungen“ in Bad St. Leonhard

Ein malerischer Schloßberg zieht tausende Pilger an

Der folgende Artikel von Felizitas Küble erschien in der Zeitschrift „Theologisches“ (Nr. 5 – 6/2013) unter dem Titel: „Ein neuer „Prophet“ aus Sizilien und die Botschaften der „missionarischen Madonna“:

Seit dem Frühjahr 2010 glaubt der italienische Visionär Salvatore Caputa, dass er alle halbe Jahre einer Erscheinung der Himmelskönigin in Bad St. Leonhard gewürdigt wird  –  und zwar stets auf jenem Schloßberg, auf dessen Anhöhe sich malerisch eine Kirche sowie eine alte Burgruine befindet; die kleine Kurstadt mit ihren ca. 4600 Einwohnern liegt im Lavanttal im österreichischen Bundesland Kärnten –  übrigens passenderweise auf halbem Wege von Deutschland nach Medjugorje. IMG_0873

Am 1. Mai 2010 war dieser idyllische Schloßberg bereits Schauplatz eines Erscheinungsevents mit hunderten Pilgern und Schaulustigen, wobei sich die angebliche Gottesmutter ihrem Visionär Caputa etwas weitschweifig als „missionarische Madonna in der Mission für die Jugend“ vorstellte  –  und somit wieder einen neuen Titel für das neugierige Botschaftsvölkchen bereithielt.

Bevor die aufsehenerregenden, meist auch von TV-Kameras gefilmten Phänomene begannen, hatte der heute 67-Jährige bereits einen bewegten „mystischen“ Lebenslauf hinter sich, will er doch bereits mit 6 Jahren seine erste Marienvision erlebt haben, denen danach viele weitere wundersame Phänomene gefolgt seien.

Die meisten Caputa-Erscheinungstermine auf dem Schloßberg gab es bislang im Mai und Oktober; sie sollen offenbar an Fatima erinnern und sich an diese bekannte und anerkannte Wallfahrtsstätte gleichsam „dranhängen“ bzw. als eine Art Weiterführung von Fatima indirekt legitimieren.

Auf die Frage, warum die Madonna denn ausgerechnet in Bad St. Leonhard erscheine, soll der Seher  – laut ORF Kärnten –  die wohl etwas skurrile Erklärung geboten haben, wonach die Gottesmutter (ihren eigenen Angaben zufolge) deshalb auf den Schloßberg im Lavanttal komme, weil die nahegelegene Mariengrotte einer Autobahnumfahrung habe weichen müssen.

Im Jahre 2009 hatte der „Seher“ in Südtirol bereits eine Marienerscheinung angekündigt; das Spektakel wurde aber von bischöflicher Seite (Bistum Bozen) strikt untersagt; das eingeplante Gotteshaus durfte nicht als Schauplatz für seine Vision dienen. Auch in anderen Kirchenbezirken wurde der pensionierte Stadtpolizist mit Auftrittsverboten belegt.

Die „missionarische Madonna“ erscheint punktgenau

Für den 27. April 2013 hatte Caputa wieder eine Erscheinung in der Alpenrepublik vorausgesagt. Punkt 16 Uhr  – also genau wie angekündigt  –  soll sich ihm die Himmelskönigin zum siebten Mal auf dem Leonharder Schloßberg gezeigt haben, als er sich einige Minuten in Trance befand und beständig seinen weißen Rosenkranz hochhielt. Er erklärte danach seinen Anhängern, die Madonna habe ihm während seiner Vision ihre nächste Erscheinung für den 26. Oktober 2013 um 16.30 Uhr angekündigt.

Rund 1000 Teilnehmer waren an diesem Samstag aus dem ganzen Umland angereist, teils in Gruppen mit Bussen, darunter erstaunlich viele Männer und junge Leute. Zahlreiche Pilger kommen seit Jahren eigens aus Italien angefahren, wenn die „Maria vom Schloßberg“ ruft, wenngleich der Stadtpfarrer von St. Leonhard die Gläubigen ausdrücklich vor dem „Spektakel“ warnt. Allerdings stammen die meisten Erscheinungsgläubigen nicht aus seiner Pfarrei, sondern reisen von weither. Auch der ehem. Gemeindepfarrer Thonhauser hält nichts von „dem Gerede rund um die Erscheinungen“.

Stadtpfarrer Walter Oberguggenberg hat sich mehrfach kritisch geäußert und bereits vor drei Jahren von einer Teilnahme am Caputa-Event abgeraten. Gegenüber der österreichischen „Kleinen Zeitung“ erklärte er: 

„Meine Meinung war von Anfang an, dass es hier keine echte Marienerscheinung gibt. Das sind Privatoffenbarungen, die jeder haben kann. Dass Maria hier tatsächlich erscheint, ist auch von kirchlicher Seite nicht anerkannt, sondern sogar durch die Kommission in Norditalien, in Südtirol und durch unseren Bischof aberkannt“.

Die Hinweise der Priester, dass die „Phänomene“ um den „Marienseher“ von den Diözesen Trient, Bozen und Mantova (Mantua) klar abgelehnt werden, vermag die Wunderbewegten freilich nicht zu beeindrucken. Die Bistumsleitungen erinnerten bei ihren Stellungnahmen ausdrücklich an die biblischen Warnungen vor „falschen Propheten“.

Bischöfe mahnen zur „Unterscheidung der Geister“

Skeptisch zeigt sich auch die zuständige österreichische Diözese Gurk-Klagenfurt; deren Sprecher Matthias Kapeller sagte bereits: „Wir distanzieren uns von solchen Veranstaltungen“.bildma1

 Nach einer gründlichen kirchlichen Untersuchung der Caputa-Visionen erklärte das bischöfliche Ordinariat Mantua, dass „nichts erlaubt, objektiv an Erscheinungen zu denken. Einige Ausdruckselemente der angeblichen subjektiven Wahrnehmungen und einige Aspekte der Choreographie, die sie begleitet, stellen eher objektive Gegenbeweise dar“.

Auch der zuständige Bischof Alois Schwarz ermahnt seine Diözesanen zur Nüchternheit im Glauben. Er sprach von einer „Privatveranstaltung“ des Italieners und empfahl den Gläubigen in seiner amtlichen Stellungnahme, „sich nicht voreilig und unbedacht in die Vorgänge auf dem Schlossberg in Bad St. Leonhard hineinziehen zu lassen und diese auch nicht durch eine Beteiligung aufzuwerten“. 

Gleichzeitig bittet der Kärntner Oberhirte sein Kirchenvolk um eine entsprechende „Unterscheidung der Geister“ im Sinne der Heiligen Schrift.

Während sich die kath. Kirche eindeutig ablehnend äußert, betrachtet die politische Kommunalverwaltung das fromme Treiben eher wohlwollend, macht es die Stadtgemeinde St. Leonhard doch weit und breit  –  sogar über Österreich hinaus  – bekannt und sorgt für zahlreiche und zahlende Touristen   –  und dies nicht etwa nur zu den halbjährlichen „Erscheinungsterminen“.

Auch zwischendurch kommen Wallfahrer zur „Maria vom Schloßberg“ bzw. zur dortigen Andachtsstelle oder holen sich z.B. Wasser aus der vermeintlichen „Heilquelle“. Kein Wunder, dass das Tourismusreferat der Stadt bereits über einen Kreuzweg und mehrere Pilgerwege nachdenkt, die man dauerhaft einrichten könnte.

Der sozialistische Bürgermeister Simon Maier (SPÖ) spendete sogar aus eigener Tasche das hoch aufragende, hölzerne „Seherkreuz“ für den Schloßberg. Er ist von der Echtheit dieser Privatoffenbarung fest überzeugt. Wenn wieder eine Erscheinung ansteht, läßt er es sich nicht nehmen, selber mit anzupacken und beim Aufbau von Sitzbänken und Gerätschaften zu helfen.

Gegenüber der „Kleinen Zeitung“ erklärte dieser erscheinungsbewegte Sozialist unumwunden:

„Ich lade alle ein, teilzunehmen. Vielleicht ändern die Skeptiker dann ihre Meinung. Ich war bei allen fünf Erscheinungen dabei und bin von den Menschen, die kommen, immer mehr fasziniert. Auch von Caputa. Erst wird gesungen und gebetet, die Erscheinung ist nur danach ein kleiner Beitrag. Die Gläubigen beten und gehen zufrieden nach Hause“.

Jesus und Maria segnen das „Gnadenwasser“

Wo eine Erscheinung ihres Amtes waltet und die Geister spaltet, ist die passende „Heilquelle“ oft nicht weit, damit Gläubige sich bestärkt fühlen  –  durch „Gnadenwasser“ nämlich, wie es vielfach in kirchlich nicht anerkannten „Gnadenorten“ genannt wird.

Viele Wallfahrer füllen ihre Flaschen an jener höchst profanen Wasserleitung an einer Zementwand, aus der das sog. „Gnadenwasser“  fließen soll. Das 08/15-Wasser versorgte zuvor einen Brunnen und umliegende Gärten; nun soll es plötzlich „geheiligt“ sein  –  und zwar von Jesus und Maria selbst geweiht:

Seher Caputa berichtet von seinem visionären Erleben auf dem Schloßberg am 22. Oktober 2011: Christus sei „mit Fleisch und Blut“ vom Kreuz herabgestiegen, habe seine Hände auf den Wasserhahn gelegt und den Wasserstrahl gesegnet, worauf weiße Lichtstrahlen hervortraten. Danach habe die Madonna den Brunnen ebenfalls gesegnet; auch aus ihren Händen seien leuchtende Strahlen hervorgeströmt.

Inzwischen gibt es seit über einem Jahr einen zweiten Wasserhahn an der Burgruine, der aber ganz irdisch durch die städtische Verwaltung installiert wurde, um den Ansturm zu regulieren bzw. stundenlange Wartezeiten für jene Pilger zu verkürzen, die sich das „Gnadenwasser“ holen möchten. 

Kamen anfangs einige hundert Personen zu den Visions-Terminen des begnadeten Propheten, so waren es vorigen Oktober bereits 1500 Pilger. Die meisten Caputa-Gläubigen lassen sich dabei auch durch starken Dauerregen nicht von ihrer Wallfahrt abhalten, sind sie doch fest von einer übernatürlichen Offenbarung überzeugt, die dem  Seher zuteil wird.  Das Ereignis verläuft stets nach einem ähnlichen Schema:

So verläuft eine Caputa-Vision:

Die „Himmelskönigin“ gibt sich pünktlich wie angekündigt ein Stelldichein und verkündet Caputa jeweils eine „Botschaft“. Diese schreibt er hinterher in einem nahegelegenen Holzstadl auf; danach wird sie den Versammelten in deutsch und italienisch vorgelesen.

Der selbsternannte Visionär kniet während der „Erscheinung“ vor einer riesigen Statue, die eine Madonna mit wehendem weißen Schleier zeigt; sie steht auf einem schmalen Holztisch; daneben sieht man eine Statue der sog. „Rosa Mystica“ mit den „drei Rosen“ aus Montichiari, einem kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsort in Norditalien. Mitunter liegt direkt vor der Marienstatue wahlweise ein großes Jesuskind, wie man es aus Weihnachtskrippen in Kirchen kennt.

Danach küsst Caputa jener weiß-hellblauen Edelkitsch-Madonna gleichsam die Füße. Nun küssen die Schloßberg-Gläubigen der Madonna ebenfalls die Hände, das Gewand oder auch die Füße, ebenso dem Jesuskind oder wahlweise der Rosa-Mystica-Statue.

Auf dem Schloßberg segnet der 67-jährige Sizilianer die Pilger oftmals mit einem Kreuzzeichen auf die Stirn, wobei er manchmal eine kurze „Handauflegung“ vornimmt. Gegen einen „Laiensegen“ wäre an sich nichts einzuwenden, wobei es aber durchaus befremdlich wirkt, dass viele Anhänger vor dem Seher niederknien.

Eine ehrfürchtige Kniebeuge beim Gesegnetwerden praktizieren Katholiken üblicherweise während eines sakramentalen Segens durch das Allerheiligste oder bei einem bischöflichen oder priesterlichen Segen, wobei das Knien jeweils nicht der Person des Geistlichen gilt, sondern dem Altarsakrament bzw. dem priesterlichen Amt als Statthalter Christi.

Ein solches Amt hat Salvatore Caputa aber nicht aufzuweisen  – und eine Weihe zum „Visionär“ gab und gibt es nun einmal in der katholischen Kirche nicht.

Mirakel aus Rosenduft und Sonnenwundern

Niemand außer Caputa „sieht“ die Gottesmutter; doch wollen viele Pilger zeitgleich einen wohlriechenden Rosenblütenduft wahrgenommen haben; auch von ungewöhnlichen „Sonnenwundern“ wird berichtet.

Nach der Erscheinung am 23. April 2012 erzählten Pilger, sie hätten minutenlang in die pralle Sonne schauen können, ohne geblendet zu werden. Zudem sei das Städtchen St. Leonhard wunderbar in eine Art „Lichtmeer“ getaucht worden. (Ähnliche Mirakel werden seit Jahrzehnten auch aus Medjugorje berichtet.) vision

Noch häufiger wird von „übernatürlichen“ Duftphänomenen erzählt; in diversen Internetblogs wimmelt es von entsprechenden Berichten. Es wird versichert, daß keinerlei Duftsubstanzen verbreitet worden seien, zumal durchaus nicht alle Teilnehmer den himmlischen Rosenduft hätten wahrnehmen können; zudem sei der Duft  – sowohl zeitlich wie räumlich  –  ungleichmäßig verteilt gewesen etc.

Dies wird vielfach als „übernatürlicher“ Vorgang gedeutet. In einer Pro-Caputa-Webseite heißt es: „Viele der anwesenden Pilger erhielten vor oder während oder nach den Erscheinungen als himmlisches Zeichen einen Rosenduft, manche sehr intensiv und lange, manche auch noch bei der Heimfahrt und sogar zu Hause“.

Im Herbst 2010 verkündete die „Madonna“ den Anwesenden einer Caputa-Erscheinung: „Seid auch ihr oft zusammen mit Mir die Zuflucht der Sünder, der Armen, der Kranken, der Verzweifelten, der Kleinen, der Verlassenen!“  –  Hier stellt sich doch wohl die Rückfrage: Sind die Erscheinungsgläubigen etwa nicht selber auch Sünder? Wie können sie dann selber „die Zuflucht der Sünder“ sein?

Die Botschaften auf dem Schloßberg klingen zwar superfromm, bringen aber theologisch einiges durcheinander  –  und können schon deshalb nicht „von oben“ stammen. Hierzu ein Beispiel, das uns bereits die erste „Botschaft“ vom 1. Mai 2010 liefert:

„Himmlische“ Weisheiten auf Abwegen

Bei der „Offenbarung“ auf dem Schloßberg, die am 1. Mai 2010 stattfand, soll die Madonna „ganz in rosa“ erschienen und von 12 Engeln begleitet worden sein. 

Kurioserweise begann sie ihre „Predigt“ mit den Worten: „Ich segne euch, liebe Jugendliche“.  –  Von einem Segen für Kinder oder Erwachsene war von A bis Z nicht die Rede, vielmehr hieß es am Schluss: „Ich segne Euch Jugendliche mit dem Segen der Freude“, was immer das sein mag.

Sodann belehrte die „Himmelskönigin“ das erscheinungsbewegte Jungvolk über Sinn und Bedeutung der hl. Messe, indem sie erklärte:

„Die heilige Messe ist die Erneuerung des Todes Jesu. Jesus litt und starb real, sein Blut vergießend. In der heiligen Messe, liebe Jugendliche, stirbt Jesus mystisch, geistig. In jeder heiligen Messe wiederholt sich der Tod Jesu auf mystische Weise… Jeden Tag, wenn die hl. Messe gefeiert wird, erneuert sich mysteriös das Leiden und der Tod Jesu am Kreuz“. 

Diese Äußerungen sind jedoch theologisch mißverständlich bis irreführend: In Wirklichkeit lehrt die katholische Kirche, daß das einmalige Opfer Christi auf Golgotha, das vor ca. 2000 Jahren stattfand, in der heiligen Messe auf sakramentale und unblutige Weise vergegenwärtigt wird. 5d56a7150a

Also: Es wird nicht „wiederholt“, sondern dieses  e i n e  Opfer Christi wird auf dem Altar auf sakramentale Weise zur Gegenwart; es handelt sich zudem   n i c h t  um ein „mystisches“ Ereignis,  geschweige gar um ein „mysteriöses“ (!), sondern um ein sakramentales Geschehen, ein Darbringungsopfer der Kirche durch Christus zur Ehre des himmlischen Vaters.

Sollte etwa die selige Jungfrau diese zweitausendjährige Lehrverkündigung der Kirche nicht kennen?  – Da dies schlichtweg ausgeschlossen ist, können diese theologisch konfusen „Botschaften“ nicht von der wirklichen Madonna stammen.

Dies bestätigt sich z.B. auch bei der „Botschaft“ vom 27. Oktober 2012. Hierbei soll die Madonna freilich nicht wie beim ersten Mal ganz in rosa, sondern in einem weißen Kleid mit blauem Mantel erschienen sein. Die Ereignisse sind ohnehin steigerungsfähig, denn die vermeintliche Himmelsmutter wurde nicht wie vordem von 12, sondern diesmal von 16 Engeln begleitet.

Da sie sich als „missionarische Madonna mit einer Mission für die Jugend“ präsentiert, galt auch diesmal die Ansprache speziell den „lieben Jugendlichen“, und sie startete wie folgt: 

„Betet mit Glauben. Jesus ist lebendig mitten unter euch, groß sei eure Freude – Jesus Christus, Missionar der Kirche. Jesus liebt euch. Jesus ist euer Friede. Jesus ist nur Friede“.

Jesus als „Missionar der Kirche“ ist ein zumindest gewöhnungsbedürftiger Titel, zumal Christus nicht irgendein „Missionar“, sondern das Haupt seiner Kirche ist.  Zudem ist unser göttlicher Erlöser keineswegs „nur Friede“, sondern auch Wahrheit und Gerechtigkeit. Wer ihn als Erlöser nicht annimmt und ihm nicht nachfolgt, für den wird Christus der Richter sein.

Die weitere „Botschaft“ der angeblichen Erscheinungs-Maria lautet sodann in banaler Fortsetzung:

„Der eucharistische Jesus ist das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist: das Brot zu essen, um nicht mehr Hunger zu haben, das Wasser zu trinken, um nicht mehr Durst zu haben.“

Abgesehen davon, dass das Allerheiligste wohl nicht den profanen „Hunger“ und „Durst“ stillen möchte, stellt sich die Frage nach dem „Wasser“-Wort in dieser „Offenbarung“, geht es doch bei der Konsekration um die sakramentale Verwandlung des Weines in das Blut Christi.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Zudem hierzu eine Kurz-Reportage des ORF unter dem Titel „Wunder gibt es immer wieder“: http://www.youtube.com/watch?v=zchMpcG2xsY


Attacke gegen Union: Homosexuellen-Lobby spricht den Volksparteien CDU und CSU die Rechtsstaatlichkeit ab

In einer Erklärung von 17 homosexuellen CSD-Organisationen wird den Unionsparteien von CDU und CSU vorgeworfen, mit ihrer Ablehnung der Homo-Ehe den „demokratischen Grundkonsens und die Rechtsstaatlichkeit“ verlassen zu haben.

Die „öffentliche Hetze und Haßreden“ gegen Homosexuelle und  „Transgender“ seien „inakzeptabel und unwürdig“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Die CSD-Organisationen Deutschlands fordern die Union auf, sofort einen verfassungs- und menschenrechtskonformen Zustand herzustellen und die beleidigenden und unwürdigen Ausfälle unverzüglich einzustellen.“

Zudem kündigten die Organisatoren an, „unterschiedliche Maßnahmen gegen die Politik der Diskriminierung setzen“ zu wollen. Ob die Initiatoren der CDU verbieten wollen, künftig mit eigenen Wagen an den Homosexuellen-Demonstrationen teilzunehmen, blieb offen. Dies bleibe den örtlichen CSD-Anmeldern überlassen.

Quelle: Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Heute Abend: BR-Sendung über den alltäglichen Aberglauben von der Zahl 13 bis zur Schwarzen Katze

Aus dem Ankündigungtext des Bayerischen Fernsehens:

Achten Sie darauf, mit dem richtigen Fuß aufzustehen? Wird Ihnen mulmig beim Anblick einer schwarzen Katze?

Andrea Roth ist der Geschichte des Aberglaubens auf den Grund gegangen und berichtet darüber in der Sendereihe „Stationen“ am heutigen 24. April im 19 Uhr.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Trotz aller Modernität unserer Zeit: Ein bißchen abergläubisch sind doch die meisten. Ein Beispiel hierfür ist die angebliche „Unglückszahl“ 13.

Oder wie ließe sich sonst erklären, daß seriöse Menschen wie die Architekten von Hochhäusern oft auf die Zählung eines 13. Stockwerks verzichten, daß in Flugzeugen voller nüchterner Geschäftsreisender die 13. Sitzreihe fehlt oder daß in der hochtechnisierten Welt der „Formel 1“ die Startnummer 13 nicht vergeben wird.

All diese Menschen dürften seit Monaten ein gravierendes Problem haben  –  immerhin schreiben wir das Jahr 2013!

„Stationen“-Reporterin Roth hat sich der Sache angenommen und bringt Licht in die Geschichten hinter dem Aberglauben vom Mittelalter bis ins Heute.

Das Wort „Aberglaube“ wurde von der katholischen Kirche geprägt. Sie störte sich daran, daß die Menschen ihr Schicksal wie einst im Heidentum weiterhin in der Hand „mystischer“ Kräfte und nicht allein in der Hand Gottes wähnten.

Die Zahl 13 ist dabei bei weitem nicht das einzige Beispiel: Schwarze Katze von links, unter einer Leiter durchgehen, mit dem linken Fuß aufstehen – wer solche Situationen vermeidet, könnte dem Aberglauben zufolge auf einen glücklicheren Tag hoffen.

Der Augsburger Volkskundler Stephan Bachter sieht genau hier eine wesentliche Motivation für Aberglauben: Menschen hoffen so, ihr Schicksal mittels okkulter Mächte relativ simpel beeinflussen zu können.

 


Regensburg: Gedenkfeier für den von Nazis ermordeten Domprediger Johann Maier heute Abend im Dom St. Peter

Einladung zur Gedenkfeier anläßlich des Todestages von Domprediger Dr. Johann Maier

Am 24. April 1945 wurde der 39-jährige Domprediger Dr. Johann Maier (siehe Foto) durch die NS-Diktatur auf dem damaligen Moltkeplatz in Regensburg  –  dem heutigen Dachauplatz  –  im Morgengrauen erhängt.

Anläßlich des 68. Todestages von Domprediger Dr. Johann Maier findet am heutigen Mittwoch, den 24. April 2013, eine Eucharistiefeier im Hohen Dom zu Regensburg statt. Zelebrant ist Dekan Alois Möstl.

Um 19:20 Uhr wird der NS-Opfer am Hauptportal des Domes gedacht. images

Dr. Johann Maier, 1933 in Rom zum Priester geweiht und seit 1939 in Regensburg als Domprediger tätig, nutzte die Predigt als Mittel, um die Menschen aus dem totalen Würgegriff der NS-Ideologie zu befreien. In Wort und Tat kämpfte er für das Licht der Wahrheit.

Am 23. April 1945 nahm er an einer Demonstration teil, in der die Regensburger Bürger für eine friedvolle Übergabe der Stadt an die heranrückenden amerikanischen Truppen plädierten.

Dr. Johann Maier ergriff das Wort, als nach dem Einsatz von Gestapo, SS-Männern und Polizisten durch aufkommende Gewalttätigkeiten ein Tumult auszuarten drohte: nur durch eine Bitte, nicht durch Forderungen könne man die kampflose Übergabe der Stadt erreichen.

Noch während er sprach, wurde er von Polizisten in Zivil festgenommen und zusammen mit dem Lagerarbeiter Josef Zirkl am selben Abend zum Tode verurteilt, denn er habe „öffentlich den Willen des deutschen Volkes zur Selbstbehauptung zu lähmen versucht“.

Zusammen mit Dr. Johann Maier und Joseph Zirkl starb Michael Lottner, den man kurz zuvor durch Genickschuss ermordet hatte. Einige Tage zuvor war der Mesner von St. Emmeram, Johann Igl, im Hof des Regensburger Gerichtsgebäudes erschossen worden.

Regensburg wurde vor der unausweichlich scheinenden Zerstörung am 27. April 1945 bewahrt, weil die Kampftruppen der Stadt zum Aufbau einer neuen Verteidigungslinie bei Landshut benötigt wurden und das Oberkommando der Wehrmacht Regensburg freigegeben hat.

So wurde die Hoffnung der Regensburger Bürger erfüllt, für die Domprediger Dr. Johann Maier, Josef Zirkl, Michael Lottner und Johann Igl ihr Leben gelassen haben.

In der Krypta des Regensburger Domes findet der Besucher die letzte Ruhestätte jenes Mannes, an den heute mit großer Hochachtung erinnert wird.

Quelle (Text/Foto): Pressestelle des Bistums Regensburg


Kostenlose DVD-Ausleihe: „Franziskus – Der Papst vom Ende der Welt“

Bei der AV-Medienzentrale des Bistums Regensburg gibt es jetzt eine DVD über den neuen Papst Franziskus. Die 30-minütige Produktion des Bayerischen Rundfunks kann kostenlos entliehen werden; sie eignet sich für den Einsatz im Religionsunterrricht ebenso wie in der Erwachsenenarbeit und für kath. Verbände.  Franziskus__Der__Papst_vom_Ende_der_Welt_dvd

In seiner ersten Ansprache hat der neue Papst augenzwinkernd gesagt, die Kardinäle seien fast bis ans Ende der Welt gegangen, um den neuen Bischof von Rom zu finden. Jorge Mario Bergoglio, bisher Erzbischof in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires, ist seit 13.3.2013 Papst Franziskus.

Der Name eines Papstes ist Programm – was also bedeutet es, dass Bergoglio sich Franziskus nennt? Wie hat ihn seine lateinamerikanische Heimat geprägt, in der er als Sohn italienischer Einwanderer aufwuchs?

Wie hat er sich während der Diktatur in Argentinien verhalten? Was bedeutet seine Zugehörigkeit zum Jesuitenorden für seine internationale Vernetzung? Und was sind seine theologischen Leitideen?  – Der Film versucht eine erste Annäherung.

Kontakt:
AV-Medienzentrale,
Obermünsterplatz 7, D-93047 Regensburg
Telefon (0941) 597-2251  / Telefax (0941) 597-2329
E-Mail: av-medien@bistum-regensburg.de
Internet: http://www.avmedienkatalog.de

Die allgegenwärtige Heuchelei in puncto Uli Hoeneß

Von Dr. Josef Bordat

Herr Hoeneß hat wohl Steuern in Millionenhöhe hinterzogen. Das hat er mit einer Selbstanzeige eingeräumt. Nun fallen viele Menschen, auch solche, die nicht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft München II sind, über ihn her.

99 Prozent der Menschen, die nun über Herrn Hoeneß herfallen, haben gar nicht die Möglichkeit, Steuern in Millionenhöhe zu hinterziehen. Sie haben nur die Möglichkeit, im Nahverkehr schwarz zu fahren, Kugelschreiber aus dem Büro mitzunehmen oder sich nach einem privaten Mittagessen eine Bewirtungsquittung ausstellen zu lassen, wo sie dann reinschreiben „Besprechung zum Projekt X“, obwohl sie bloß über Herrn Hoeneß gesprochen haben.

Diese Menschen haben nicht die Chance, eine Nation zu belügen, sondern nur ihre Kinder. Deshalb lässt Günther Jauch sie in Ruhe.

Wer viel leistet und viel verdient, der muss auch viel zurückgeben. Völlig klar. Die moralischen Ansprüche sollten aber nicht exponentiell steigen.

Das Motiv, sich Vorteile zu verschaffen, die im Rahmen unserer Rechtsordnung nicht gerechtfertigt sind, ist kein Monopol von Bundesligamanagern.

Quelle: http://jobo72.wordpress.com/2013/04/22/herr-hoenes/


Gebet für die Priester: „HERR, laß sie das Salz der Erde sein!“

Von Papst Pius XII.

Jesus, Guter Hirte, du bist gekommen,
um zu suchen und selig zu machen, was verloren war.
Du hast das Priestertum der Kirche gestiftet,
das dein Werk für alle Zeiten fortsetzen soll.    DSC_0517
Wir flehen inständig zu dir:
Sende Arbeiter in deinen Weinberg,
sende würdige Priester in deine heilige Kirche.
Gib, daß alle, die du von Ewigkeit her
zu deinem Dienste erwählt hast, deinem Rufe folgen,
dass aber kein Unberufener
sich in dein Heiligtum dränge.
Stärke alle Priester in ihrem schweren Beruf,
segne ihre Mühen und Arbeiten. 
Laß sie das Salz der Erde sein,   frater lukas_2
das alle Verderbnis verhütet,
das Licht der Welt, das allen Gläubigen
in Wort und Beispiel voranleuchtet.
Schenke ihnen Weisheit, Geduld und Festigkeit,
damit sie deine Ehre fördern,
dein Reich in den Herzen der Menschen ausbreiten
und die ihnen anvertrauten Seelen zum ewigen Leben führen.
Amen.