Syrien: Schweizer Bischofskonferenz appelliert an den Westen, den Extremismus der „Rebellen“ nicht zu dulden

Stellungnahme von Bischof Markus Büchel, Vorsitzender der Schweizer Bischofskonferenz:

„Tief betroffen und empört nehmen die Schweizer Bischöfe Anteil am Schicksal der beiden entführten syrischen Amtsbrüder. Sie fordern von den Entführern umgehend die Freilassung des syrisch-orthodoxen Bischofs Yohanna Ibrahim sowie des griechisch-orthodoxen Bischofs Bulos Yazigi.

Gleichzeitig rufen wir, gemeinsam mit Kirchenvertretern aus aller Welt, die Parteien im syrischen Bürgerkrieg dazu auf, endlich die Rechte religiöser Minderheiten, gleich welcher Herkunft, zu respektieren und zu schützen.

Die jüngsten Entführungsfälle der beiden Bischöfe aus Aleppo stehen in einer langen Reihe von gewaltsamen Übergriffen gegen Christen in Syrien. Die fortschreitende Vertreibung und Ermordung christlicher Gemeinschaften in Syrien muss endlich gestoppt werden.

Hier tragen auch die westlichen Verbündeten der Aufständischen in Syrien eine große Verantwortung. Diese jüngsten Entführungen, wofür gemäß kirchlichen Quellen eine Gruppe islamistischer Extremisten verantwortlich ist, zeigen einmal mehr, dass im Krieg in Syrien extremistische Kräfte einen immer stärkeren Einfluss gewinnen.

Die Bischöfe fordern deshalb auch die westlichen Regierungen auf, in ihrer Syrienpolitik die Interessen der religiösen Minderheiten stärker einzubeziehen und den zunehmenden Einfluss extremistischer Kräfte nicht zu dulden.“



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